Andreas Heinzel - Eine Stadt dreht durch

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Frankfurt ist eine Satire wert. Oder auch ein Dutzend.
Ein Ei, das Frankfurt ganz nach vorne bringt. Ein Jahrhunderttalent, das keines sein will und ein Abgeordneter, der sich um Kopf und Kragen redet. Ein Autokauf, bei dem jeder mitreden will und eine Callcenter-Stimme, der keiner widerstehen kann. Ein Sarg zum Geburtstag, Straßenschlachten vor dem Parkhaus, ein Bruderzwist, bei dem keiner klein beigibt und vieles andere mehr.
Kleine und große Großstadtdramen. Lustig, böse und bisweilen ganz schön schwarz.

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Ich schloss die Augen, mehr noch: Ich schloss ab. Nicht mehr lange, dann würde mich mein eigener Atem vergiften. Mein Leben war vorbei, so war es nun einmal, ich selbst war daran schuld. Nur dass mich der Tod ausgerechnet in einer Kiste mit den Spielern von Joachims Eintracht ereilen würde, das war bitter. Das war gewissermaßen sein finaler Auswärtssieg.

DAS JAHRHUNDERTTALENT

Ich würde mich als eher rationalen Vater bezeichnen. Ich liebe meine Tochter, liebe meinen Sohn, stelle die beiden aber gewiss nicht auf ein Podest, um sie dort oben unreflektiert anzuhimmeln. Nehmen wir zum Beispiel meine Tochter Emma. Emma ist eine wirklich gute Schülerin, die die ersten Jahre der Grundschule problemlos gemeistert und ein schönes Gefühl für Sprache und Zeichnen entwickelt hat. Ich möchte fast sagen, dass sie nicht nur in diesem Bereich zu den besseren, wenn nicht zu den Klassenbesten gehört, aber glauben Sie mir, das ist für mich ohne Bedeutung. Wichtiger ist, dass sie sich als Mensch bewährt. Daher freut es mich als Vater natürlich, dass sie nicht nur mit großer Mehrheit zur ersten Klassensprecherin gewählt worden ist, sondern auch das Klassenbuch führt und schwächeren Mitschülern bereitwillig Nachhilfe gibt. Auch im Sport hat sie ihre Stärken und läuft über die Fünfzig-Meter-Distanz selbst den Jungs in ihrer Klasse davon. Das alles ist im Grunde aber zweitrangig. Was bedeuten schon Medaillen bei Skirennen oder Soloauftritte mit der Blockflöte beim Schulfest?

Bei meinem Sohn Niklas verhält es sich ähnlich. Vor gut einem Monat ist er sechs Jahre alt geworden, entsprechend wird er im Herbst eingeschult. Meine Frau Sybille und ich müssen nur noch die passende Einrichtung finden, damit er den anderen mit den Englisch-Kenntnissen aus dem Kindergarten nicht zu weit voraus ist. Wir haben bereits etwas ins Auge gefasst, auch wenn der Anfahrtsweg von einer guten halben Stunde durch den Berufsverkehr noch nicht unseren Vorstellungen entspricht. Doch auch das sollte sich im Laufe der nächsten Wochen noch lösen lassen.

Wie seine Schwester, so bereitet mir auch Niklas große Freude. Nicht zuletzt deshalb, da sein größter Wunsch zum Geburtstag ein lederner Fußball war, den ich ihm, also wir, Sybille und ich, sehr gerne erfüllten. Und da es sich in Straßenkleidung nicht wirklich gut spielen lässt, bekam Niklas gleich noch ein Trikot der Frankfurter Eintracht dazu, zudem ein paar Stollenschuhe sowie eine Sporttasche, in der er auf dem Weg zum Training seine Ausrüstung verstauen konnte. Niklas freute sich sehr, wenngleich er beim Auspacken des Trikots etwas enttäuscht wirkte, da er vermutlich das Leibchen seines Lieblingsspielers erwartetet hatte. Dummerweise spielt Joshua Kimmich jedoch nicht bei Eintracht Frankfurt, daher musste dieser Wunsch unerfüllt bleiben, was die Laune meines Sohnes jedoch nur kurzzeitig trübte. Vielmehr zeigten die ersten vielversprechenden Ballkontakte im elterlichen Wohnzimmer, dass Niklas auch ohne fachkundige Anleitung bereits die Grundzüge des Volleyschusses beherrschte und dabei eine erstaunliche Treffsicherheit an den Tag legte. Einer fußballerischen Karriere sollte also nichts im Wege stehen, nicht einmal die im Bauhausstil gehaltene Schreibtischlampe, die unser Sohn beim zweiten Versuch eines Seitfallschusses von der Tischplatte fegte. Zufrieden kehrte ich die Scherben zusammen und beschloss das Talent meines Sohnes in Doppelfunktion als Vater und Spielervermittler an einen geeigneten Frankfurter Verein zu binden. Ich hatte auch bereits etwas im Sinn, einen Club, der immerhin einen Nationalspieler hervorgebracht hatte.

Auf der Webseite des Vereins entdeckte ich einen Hinweis auf die Trainingszeiten der U7-Bambini-Gruppe. Dort stand, dass ein Probetraining der G-Jugend, zu der mein Sohn aufgrund seines Alters zu zählen war, jederzeit und auch ohne vorherige Anmeldung möglich sei. Das klang vielversprechend, daher beschloss ich, den kommenden Weltmeister am nächsten Donnerstag auf den Kindersitz zu schnallen und ihn in die faszinierende Welt des Lizenzfußballs einzuführen. Niklas war begeistert und fragte, ob er auch Felix, seinen Kumpel aus dem Kindergarten, mitnehmen dürfte. Nein, antwortete ich, später vielleicht, schließlich wollte ich die volle Konzentration des Trainerstabs zunächst auf das vor mir stehende und etwas enttäuscht in sein Zimmer davon schlurfende Nachwuchstalent lenken. Soweit käme es noch, dass ich die Bälger anderer Eltern mitförderte.

Als wir am Donnerstagnachmittag, eine halbe Stunde vor Beginn der Trainingseinheit, auf dem Vereinsgelände eintrafen, bot sich uns ein Anblick, der an Niklas’ Geburtstagsfeier erinnerte, die wir erst kürzlich im Günthersburgpark abgehalten hatten. Während die Erwachsenen am Spielfeldrand plauschten, lachten und mitgebrachten Kaffee und Kuchen verzehrten, spielten deren Kinder auf dem Kunstrasenplatz und jagten einem formationslosen Bienenschwarm gleich dem Ball hinterher. Als ich noch überlegte, ob wir hier möglicherweise falsch sein könnten, kam eine der Mütter auf mich zu, stellte sich als Gabi vor und fragte, ob mein Kleiner bei ihnen mitspielen wolle.

„Thomas“, antwortete ich widerwillig, da ich dieses distanzlose Geduze beim ersten Kontakt gewöhnlich ablehnte. Doch wollte ich dem Junior durch meine Prinzipien nicht die Zukunft verbauen.

„Und du bist?“, fragte die Frau meinen Sohn, der sich bereits die Fußballschuhe schnürte.

„Das ist Niklas“, antwortete ich für ihn, da Niklas sehr genau abwog, an wen er das Wort richtete und an wen nicht.

„Hallo Niklas“, versuchte es Gabi erneut. „Du, die Fußballschuhe kannst du aber wieder ausziehen. Wir spielen hier nicht mit Stollen, sondern mit ganz normalen Turnschuhen.“

Gabi, die bestimmt noch nie mitgespielt hatte, weder mit Stollen noch ohne, verscherzte es sich mit diesen Worten umgehend mit dem männlichen Teil der Familie Wenninger, zumindest mit mir.

„Das sind speziell auf den noch wachsenden Kinderfuß ausgerichtete Sportschuhe, die dem Fuß beim abrupten Beschleunigen und Abbremsen optimalen Halt bieten“, zitierte ich den Verkäufer aus dem Sportfachgeschäft, in dem ich das Wunderwerk für nicht wenig Geld erstanden hatte.

„Mag sein“, antwortete Gabi lächelnd. „Aber die Verletzungsgefahr ist für die anderen Kinder zu groß, wenn ein Kind mit harten Stollen spielt. Die anderen haben alle Schuhe mit weichen Gummisohlen.“

„Dann sollten die anderen eben auch mit Stollen spielen“, schlug ich vor. „Was machen die denn, wenn der Platz nach einem kräftigen Gewitter unter Wasser steht? Da rutschen die doch nur herum.“

„Bei Gewitter spielen wir sowieso nicht, ist doch klar.“

Gabi mag das klar gewesen sein, ich hatte dafür wenig Verständnis. Das wäre in etwa so, als wenn Niklas bei schlechten Wetterverhältnissen seine Englisch-Übungen hätte ignorieren wollen. Indiskutabel. Aber gut, wir waren ja nicht hier, um mit einer Gabi zu diskutieren, sondern um ein Talent auf den richtigen Weg zu bringen.

„Sagen Sie … äh … sag mal Gabi, ist denn der Trainer schon da?“

„Sicher“, antwortete sie und deutete auf einen jungen Mann, vielleicht Ende zwanzig, mit leger geschnittenem, dreistreifigem Sporthemd, der bei den anderen Erwachsenen stand und sich an einem Stück Kirschstreuselkuchen abarbeitete.

„Hey Max!“, rief Gabi ihn an, woraufhin der Coach das Backwerk hinunterschlang und sich zu uns umdrehte. „Max, hier ist ein neues Kind, das bei uns mitspielen will.“

Nicht bei dir, dachte ich, behielt meinen Einwand aber für mich, da sich der noch kauende Max bereits auf uns zubewegte, die bestreuselte Hand an der halblangen Bermudas abwischte und mir entgegenstreckte.

„Hi, ich bin Max. Und du bist?“

„Thomas“, antwortete ich. Dieses anbiedernde Gebaren durfte ich keinesfalls einreißen lassen. „Max, das ist mein Sohn Niklas. Ein Kind mit unglaublich viel Ballgefühl und Spielwitz, was seine Mutter und ich zu fördern beabsichtigen.“

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