Andreas Heinzel - Eine Stadt dreht durch
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Ein Ei, das Frankfurt ganz nach vorne bringt. Ein Jahrhunderttalent, das keines sein will und ein Abgeordneter, der sich um Kopf und Kragen redet. Ein Autokauf, bei dem jeder mitreden will und eine Callcenter-Stimme, der keiner widerstehen kann. Ein Sarg zum Geburtstag, Straßenschlachten vor dem Parkhaus, ein Bruderzwist, bei dem keiner klein beigibt und vieles andere mehr.
Kleine und große Großstadtdramen. Lustig, böse und bisweilen ganz schön schwarz.
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Noch einmal versuchte ich mit der Kraft, die ich mit meinen zweiundsiebzig Jahren noch aufbringen konnte, den Deckel aufzustemmen. Ich drückte und hämmerte dagegen, ich trat mit den Füßen gegen die massive Eiche, doch vergebens. Die Füße anzuheben und mich mit Wucht dagegenzustemmen, war unmöglich, dafür war der Korpus viel zu eng. Ich wunderte mich, dass ich nicht weinen musste. War ich selbst für meinen Tod zu rational veranlagt? Statt in Panik zu verfallen, versuchte ich noch immer, eine Lösung zu finden, wie ich der Falle entfliehen konnte. Doch es gab keine.
Es begann bereits unangenehm zu riechen, dafür hatte ich selbst gesorgt. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Luft im Inneren mit jedem Atemzug stickiger wurde. Wie lange hatte ich noch? Bis morgen vielleicht? Noch ein paar Stunden? Die Antwort darauf war müßig. Meine Situation war hoffnungslos.

Joachim F. Steinhoff lag auf dem Bett des Hotelzimmers. Er sah auf die Uhr. Es war jetzt kurz vor sieben, in einer halben Stunde war er mit seinen Freunden in der Lobby verabredet. Normalerweise würden sie sich bei einem guten Essen und viel Bier über die Chancen der Eintracht am morgigen Tag unterhalten, doch heute kreisten Joachims Gedanken um etwas anderes. Joachim war nicht bei der Sache. Er dachte an seine Frau, er dachte an Ursula. Wie kam Ursula auf die hanebüchene Idee, ihm einen Sarg schenken zu wollen? Hatte sie tatsächlich angenommen, dass er davon nichts mitbekommen würde, dass sich das an ihm vorbei initiieren ließe? So naiv konnte sie nicht sein, nicht mal sie. Natürlich kannte er jeden Schritt seiner Frau. Er verfolgte die eingehenden und abgehenden Gespräche auf ihrem Handy und las die Kurznachrichten, die sie bekam und versendete. Er kontrollierte den Verlauf ihrer Webseitenbesuche und öffnete die wenigen Mails, die sie erreichten und die, die sie verschickte. Ursula bemerkte von alldem nichts, dafür reichte ihr technisches Verständnis nicht. Sie war froh, in ihrem Alter überhaupt noch solche Dinge zu … nun, beherrschen war vielleicht das falsche Wort. Er war diesbezüglich weit kompetenter, hatte sich stets auf dem Laufenden gehalten. Und so war er eines Tages im Herbst auch auf Ursulas Suchergebnisse gestoßen. Offensichtlich hielt sie nach einer Firma Ausschau, um einen individuell nach ihren Vorgaben gestalteten Sarg anfertigen zu lassen. Als er daraufhin ihre Telefonate und Mails kontrollierte, fand er unter den gesendeten Nachrichten eine, die an eine Frankfurter Pietät gerichtet war, erfuhr, dass es sich um einen Sarg für ihn selbst handelte und entdeckte unter den gelöschten Nachrichten die Auftragsbestätigung. Immerhin legte sie, was ihm verborgen bleiben sollte, in den Papierkorb, nur vergaß sie in ihrer technischen Einfalt, den Korb zu leeren. So bekam er einen vollständigen Überblick über Ursulas Korrespondenz und erfuhr den voraussichtlichen Liefertermin.
Joachim verstand Ursulas Beweggründe nicht. Wollte seine Frau ihn töten oder womöglich töten lassen? Was sollte das? Sie hatten sich doch arrangiert. Vielleicht lebten sie nebeneinander her, aber welches Paar tat das nicht? Möglicherweise, dachte er nun, hätte er sie damals doch rauswerfen sollen, als sie ihn mit diesem lächerlichen Staatsanwalt betrog. Seiner Zeit hatte er ihr zugutegehalten, dass sie immerhin die Mutter seines Sohnes war, also entschied er, die Trennung zu vertagen. Jedenfalls so lange, wie er nach seinen Vorstellungen leben konnte und sie ihn in Ruhe ließ.
Natürlich wusste er, dass sie ihm hinterher spionierte. Ursula war durch und durch neugierig. Ständig schnüffelte sie herum, schnupperte an seiner Kleidung, durchwühlte Schubladen und Taschen. Alles musste sie wissen, alles musste sie herausfinden, und dadurch machte sie sich das Leben nur selbst schwer. Aber vielleicht war ja genau das der Grund für den Sarg. Gut möglich, dass sie auf dieses Leben keine Lust mehr hatte, nicht mehr betrogen werden wollte, dass sie seine Lügen nicht mehr ertrug, seine Ignoranz. Wer weiß, eventuell hatte er den Bogen überspannt. Wollte sie ihn deswegen loswerden und war wie immer nur zu schwach, einfach eine Scheidung einzureichen?
Was auch immer sie im Schilde führte: Unabhängig von Ursulas Beweggründen konnte er natürlich nicht tatenlos dabei zusehen. Schon vor Jahrzehnten hatte er in weiser Voraussicht sämtliche Besitztümer, die Konten und Depots vor ihrem Zugriff gesichert und im Falle seines Todes den gemeinsamen Sohn Lorenz als Erben eingesetzt. Ihr würde lediglich der Pflichtteil zustehen, mehr nicht. Und von den Konten im Ausland, auf die er seit jeher sein Geld verschob, hatte sie sowieso keine Ahnung. Soweit war alles klar. Jetzt ging es darum, ihr Vorhaben zu sabotieren, was immer das war.
Wieder und wieder hatte er versucht, sich den Moment vorzustellen, in dem das Pietätsinstitut den Sarg anlieferte. Wohin würde Ursula ihn bringen lassen? In den Keller? Auf den Dachboden? In die Garage? Und wenn die Männer mit ihrem Kombi wieder vom Hof biegen würden, was würde sie dann tun? Den Fernseher einschalten? Ein Buch lesen? Ein heißes Bad nehmen?
Nein, dafür kannte er Ursula zu gut. Ursula würde etwas ganz anderes tun.
Da er Zugriff auf ihren Account hatte, veranlasste er unter ihrem Namen eine kleine Änderung des Auftrags und orderte statt der normalen Schlösser selbstschließende Schnappverschlüsse, und nachdem klar war, dass sie die Rechnung bereits vor Ort bezahlt hatte, überwies er die Mehrkosten von seinem Konto. Das würde sie nie im Leben kontrollieren. Damit war er auf der sicheren Seite.
Wenn er also Montag aus München zurückkehren würde und sie stünde hinter dem Vorhang, bereit, ihm die Haustür zu öffnen, konnte er das weitere Geschehen aufmerksam beobachten und in aller Ruhe herausfinden, was sie vorhatte.
Wenn er aber Recht behielt und sie tat, was er vermutete, war sie das Opfer ihrer Neugier geworden. Dann hatte die Falle zugeschnappt, im wahrsten Sinn des Wortes.

Wie lange lag ich hier schon? Zwei Stunden oder drei? Ich wusste es nicht. Mit der Dunkelheit verlor ich jedes Zeitgefühl. Ich versuchte, so wenig und so flach wie möglich zu atmen. Vielleicht verschaffte mir das etwas Luft, also zeitlich gesehen. Wenn das mein Ende war, dann war alles, was ich darüber gelesen hatte, Lug und Trug. Nein, das Leben zog nicht an mir vorbei, kein helles Licht tat sich am Ende eines Tunnels auf. Im Gegenteil, mein Verstand arbeitete klar und messerscharf. Vor allem eins beschäftigte mich. Und die Antwort auf die Frage, die mich schon seit Stunden umtrieb, die Frage, warum der Deckel eingeschnappt war. Darauf gab es nur eine rationale Erklärung. Aber wie hatte er das angestellt? Wie hatte er von meinem Auftrag erfahren, und wie war es möglich, dass er die Bestellung manipulieren konnte, ohne dass ich etwas davon mitbekam? Wenn ich eins und eins zusammenzählte, bedeutete es, dass Joachim mir hinterher spionierte, mich kontrollierte und jeden meiner Schritte verfolgte. Das zeugte immerhin noch von einem gewissen Interesse an mir, damit konnte ich nun wirklich nicht rechnen.
Das bedeutete aber auch, dass er wiederum damit gerechnet hatte, dass ich mich in den Sarg legen und ihn schließen würde, sonst hätten die Schnappvorrichtungen keinen Sinn gemacht. Er ging also bei seiner Abfahrt nach München davon aus, dass ich mich in seiner Abwesenheit unrettbar einschließen würde. Ich war darauf hereingefallen, und Joachim hatte das perfekte Alibi. So etwas Abgefeimtes.
Schlagartig wurde mir klar, dass das mein endgültiges Aus bedeuten würde. Ich musste sogar befürchten, dass Joachim seinen Ausflug verlängern würde, um ganz sicher zu gehen, dass es mit mir vorbei war. Er wusste ja nicht, wann mich die Neugier überkam, vielleicht erst Samstag oder Sonntag. Dann würde er nach seiner Rückkehr den grausamen Fund machen und der Polizei gegenüber den verzweifelten Witwer markieren, der sich das tragische Geschehen überhaupt nicht erklären konnte. Als Nächstes würde er Lorenz anrufen, ihm mitteilen, dass seine Mutter durch einen furchtbaren Unglücksfall ums Leben gekommen sei. Und dann würde Lorenz den Brief öffnen, den ich ihm schon vor Jahren geschickt hatte. Den Brief, den er sicher verwahren und erst dann hervorholen sollte, im Falle, dass er eines Tages genau diesen Anruf bekäme. Den Brief, von dem Joachim nichts wissen konnte, der vielleicht das Einzige war, was ich ihm mit Sicherheit verborgen hatte und in dem ich meinen Sohn bat, die Polizei einzuschalten, sollte ihm irgendetwas an meinem Tod seltsam vorkommen. Ein unerklärliches Verschwinden, ein tragischer Unfall, ein entsetzliches Unglück.
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