Roy Palmer - Seewölfe Paket 20

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Seewölfe Paket 20: краткое содержание, описание и аннотация

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Fünf Hunde hatten Caligula umzingelt und schnappten nach seinen Beinen – es waren Bluthunde. Einer versuchte, an ihm hochzuspringen und seine Kehle zu packen. Caligula setze sich mit der Kette zur Wehr, mit der er immer noch gefesselt war und die er seit seiner Flucht noch nicht hatte sprengen können. Womit auch! Er hielt sie mit beiden Händen und ließ sie wirbeln. Der erste Hund brach blutend zusammen. Caligula schöpfte Hoffnung und drosch wie ein verrückter mit der Kette auf die anderen Tiere ein – auf Köpfe, Nacken, Rückrat, gegen Kiefer und Beine. Winselnd gingen wieder zwei Bluthunde zu Boden. Jetzt hatte er nur noch zwei dieser Bestien gegen sich. Sie sprangen um ihn herum, knurrend, gereizt und wild darauf, zuschnappen zu können........

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Da war zum Beispiel diese Marcela Buarcos. Als Ramón in Cadiz mit seinen Kindern an Bord der „Almeria“ gegangen und ihnen ihr Platz zugewiesen worden war, hatte ihm ein einziger Blick genügt, um diese Frau zu taxieren. Sie war ein ausgekochtes Luder, durchtrieben und skrupellos. Während der Überfahrt hatte sie sich schon mit vielen Kerlen eingelassen – schamlos und fast ohne jegliche Rücksicht auf die anderen Mitreisenden. Sie lockte jedem, der auf ein flüchtiges Liebesabenteuer aus war, das letzte Geld aus der Tasche.

Auch bei Ramón hatte sie es versucht. Es kümmerte sie nicht, daß Sabina und der kleine Pablito dabei waren. Jetzt, im Heranorgeln des Sturmes, arbeitete sie sich wieder heran. Wie zufällig verlor sie ihren Halt und prallte auf den schwankenden Planken mit Ramón zusammen.

„Es geht wieder los“, sagte sie mit ihrer rauhen, etwas kehlig klingenden Stimme. „Hast du eigentlich überhaupt keine Angst, mein Freund?“ fragte sie ihn und drängte sich provozierend gegen ihn.

Er rückte etwas von ihr ab.

„Nicht mehr als du“, erwiderte er.

„Du scheinst eine Menge Mumm in den Knochen zu haben.“

„Nicht mehr als jeder andere Mann“, sagte er.

Die Öllampen und Talglichter waren wegen der hohen Brandgefahr gelöscht worden. Es war stockfinster, und das Rauschen des Wassers an den Bordwänden, das Jaulen des Sturmwindes und das Knarren der Verbände klangen unheimlich. Ramón konnte weder seine Kinder noch die Frau sehen, doch er spürte, wie sie nach ihm griff.

Er schob sie von sich fort und zog seine Kinder dichter zu sich heran. Sie schmiegten sich zitternd an ihn. Pablito hatte leise zu weinen begonnen.

„Narr“, sagte Marcela. „Du weißt ja nicht, was du verschenkst.“ Sie war ihm immer noch sehr nah. „Warum läßt du es uns nicht tun? Keiner sieht es in der Dunkelheit. Anschließend passe ich auf deine Kinder auf.“ Sie lachte leise und verächtlich. „Du suchst doch eine Ersatzmutter für sie, oder?“

„Verschwinde!“ sagte Ramón. „Ich erlaube dir nicht, so zu reden. Noch ein Wort, und du kriegst eine Ohrfeige von mir.“

Sie kroch weiter, zischte dabei aber noch: „Elender Bastard! Das wirst du noch bereuen.“

Kinder hatten zu jammern begonnen, auch ein paar Frauen weinten und stöhnten vor Furcht. Die Männer fluchten. Ramón murmelte besänftigende Worte für seinen Sohn und seine Tochter. Mehr Sorgen als der Sturm bereitete ihm die Stimmung an Bord. Wieder schweres Wetter – und das Murren und Fluchen nahm zu. Die Unzufriedenheit konnte zur offenen Meuterei führen.

Juan Alentejo, der Kapitän der „Almeria“, würde es nicht leicht haben, die aufkeimenden Aggressionen zu dämpfen, wenn die Reise länger, als ursprünglich vorgesehen, dauerte. Mußte er in einen Nothafen verholen, damit das Schiff im Sturm nicht sank oder auf gefährliche Riffs getrieben wurde, bestand die Möglichkeit, daß die Galgenstricke unter den Passagieren die Gelegenheit ergriffen, das Kommando an sich zu reißen.

Was aber geschah, war die Entscheidung des Kapitäns Gomez Rascón an Bord der „San Sebastian“. Er hatte den Oberbefehl über beide Galeonen und trug damit die volle Verantwortung. Das Schicksal der Schiffe und ihrer Menschen lag in seinen Händen.

Während er mit seinen Kindern betete, daß das Wetter bald wieder nachlassen möge, versuchte Ramón Vega Venteja sich vorzustellen, wie Gomez Rascón zumute war. Er hätte nicht in seiner Haut stecken mögen.

Kapitän Gomez Rascón hatte die Logbucheintragungen soeben abgeschlossen und verstaute Buch, Federkiel und Tintenfäßchen in seinem Pult, ehe sie durch die Schlingerbewegungen abgeräumt werden konnten. Man schrieb den 27. April 1594, es ging auf Mitternacht zu. Rascón war nicht sicher, ob er den 28. April erleben würde, wenn er es sich in den Kopf setzte, den Sturm abzureiten.

Deshalb rief er Solares, seinen Ersten Offizier, und den Steuermann Elcevira zu sich. Sie hielten eine kurze Besprechung ab, in der sie die Situation erörterten und Möglichkeiten abwägten, wie sie sich am besten verhalten sollten.

Denn es war ein Sturm, der es in sich hatte: Vom Atlantik her fegte er westwärts in die Karibik und peitschte die See mit ungezügelter Macht. Die Handels-Galeonen „San Sebastian“ und „Almeria“ wurden von dem Toben der Urgewalten voll erfaßt, es gab kein Entweichen, obwohl sie bereits in der Windward Passage standen.

Ihr Zielhafen war Santiago de Cuba. Vor zwei Monaten waren sie in Cadiz in See gegangen, und es war alles andere als eine leichte, problemlose Überfahrt gewesen. Die Stürme hatten Menschenopfer gefordert, auch das Fieber hatte in drei Fällen zugeschlagen. Zwei Kinder und eine Frau hatten ihr Leben lassen müssen. Alle waren mit seemännischen Ehren bestattet worden, mehr hatte man nicht für sie tun können.

Ein Kerl an Bord der „Almeria“ hatte vor einer Woche versucht, heimlich die Proviantkammer zu plündern. Er war dafür mit sechs Peitschenhieben bestraft worden. Jeder andere Kapitän hätte ihn für den versuchten Mundraub garantiert zu der doppelten Menge verurteilt. Aber das ging keinem der Galgenstricke und Schlagetots auf, die Rascón und Alentejo gezwungen gewesen waren, aus Cadiz mitzunehmen.

Dabei waren beide Kapitäne handfeste Seeleute, gestandene Männer also, und zwar von der ehrlichen Sorte. Sie hatten es eigentlich nicht verdient, daß ihnen das üble Gelichter überantwortet worden war. Aber sie waren machtlos gegen die Entscheidungen der Casa, sie mußten sich der Order beugen.

Rascón und Alentejo waren miteinander befreundet. Alentejo war grundsätzlich mit jedem Befehl einverstanden, den Rascón, der ältere Mann, für beide Schiffe gab. Er wußte, daß er keine Entscheidung besser hätte treffen können.

Mehrmals schon hatten sie gemeinsam die Karibik bereist, waren in diesen Gewässern also nicht unerfahren. Aber es waren auch nicht die Wetterbedingungen, Wind, Strömung, Korallenbänke oder Klippen, die ihnen Kopfzerbrechen bereiteten. Ihre einzige Sorge war die „Ladung“, die sie an Bord ihrer Schiffe hatten.

Die Männer, Frauen und Kinder in den Frachträumen waren von der Casa de Contratación zur Besiedlung Kubas ausgesucht worden. Sie sollten auf der Insel ansässig werden und Ackerbau und Viehzucht betreiben, auch den Anbau von Zuckerrohr. Ferner waren Handwerker und Bergbauleute unter ihnen, die für die Kupferminen bei Santiago de Cuba vorgesehen waren.

Aber auch Abenteurer, verkrachte Hidalgos, Diebe, Räuber, Mörder und leichte Mädchen befanden sich an Bord beider Schiffe. Bedauerlicherweise hatte das Büro der Casa in Cadiz Rascón und Alentejo diese Kerle und Weiber aufgezwungen, die man in Cadiz loswerden wollte. Um die Mannschaft „aufzufüllen“ – so hieß es offiziell in einer Verlautbarung.

In Wirklichkeit war dies eine der Methoden, die man anwandte, um die Gefängnisse in Spanien zu entlasten. Dabei rechneten die Vollzugsbehörden ohnehin damit, daß die Galgenstricke die Überfahrt nicht überlebten. Die Seefahrt war hart und forderte viele Opfer.

Doch die Rechnung ging nicht auf. Huren und Raufbolde, Beutelschneider und Wegelagerer mochten dazu bestimmt sein, früher oder später das Zeitliche zu segnen. Doch wenn der Zufall es wollte, erwiesen sie sich als zäher und widerstandsfähiger als alle anderen. So auch hier: Die Ängstlichen und Schwachen, die Kränkelnden und Unerfahrenen landeten in Gottes tiefem Keller, nicht aber die Hartgesottenen und Skrupellosen.

Somit war es eine sonderbare Art von „Strafvollzug“, die man den beiden geplagten Kapitänen überließ – und sie mußten für solchen Mannschaftszuwachs auch noch „Danke schön“ sagen. Zwar litten Handels-Galeonen wie die „San Sebastian“ und die „Almeria“ an chronischer Unterbesetzung, aber lieber wären Rascón und Alentejo unterbemannt in die Karibik gesegelt als mit derartigen Galgenvögeln.

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