Ulrike Barow - Baltrumer Bärlauch

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Wenn Inga Tarmstedt gewusst hätte, dass ihrem Stöbern in alten Kunstbänden so viel Unheil folgen würde, wäre sie im Café in Worpswede sitzen geblieben. So aber fährt die junge Künstlerin auf die Nordseeinsel Baltrum, um nach Bildern ihres Lieblingsmalers Walter Bertelsmann zu suchen, der 1905 zum Malen auf der Insel war.
Kurz nach ihrer Ankunft wird am Strand ein bewusstloser Mann gefunden, der wenig später stirbt. Und er ist nicht das einzige Opfer …

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»Aber Opa hat das mit dem Vorruhestand doch prima hingekriegt, oder?«

Gerdje unternahm den mühsamen Versuch einer Erklärung, wohl wissend, dass sie bei ihrer Enkelin auf taube Ohren stieß. »Dein Opa hatte es im Kreuz, vergiss das nicht.«

»Klar, die letzten dreißig Jahre. Mensch, Oma, wach doch mal auf.«

Gerdje seufzte. »Womit wir wieder beim Thema wären, Lena. Bitte tu mir den Gefallen und lass Opa in Ruhe. Ich bin diejenige, die das ausbaden muss, wenn du wieder­ weg bist.« Gerdje strich auf der bunt gemusterten Plastik­decke unsichtbare Falten glatt. »Aber eines ist klar, ich muss bald wirklich mit der Arbeit aufhören. Ja, ja, ich weiß, ihr redet seit Jahren, und ich habe es mir selber aufgehalst, aber es ging immer noch ganz gut, und letztendlich hält der Umgang mit den Gästen jung und geistig rege. Und waschen, mangeln und bügeln ersetzt jedes Fitness-Center. Das glaub man.«

Noch immer waren Oma Gerdjes Hände unablässig in Bewegung. »Nur, kannst du mir sagen, wie das dann hier weitergehen soll? Habt ihr euch darüber schon mal Gedanken gemacht? Euren Opa kriegt ihr nicht von der Insel, das ist sicher. Das Haus verkaufen? Wo sollen wir dann hier hin? Nicht verkaufen und von unserer fast nicht vorhandenen Rente leben, ist aber auch nicht unbedingt ein Gedanke, der mich aufmuntert. Opa hat nicht viel zusammenbekommen, und ich hab immer nur den Mindestsatz eingezahlt. Aber wenigstens das habe ich gemacht. Gibt genug alte Insulaner, die das nicht für nötig gehalten haben. Schließlich sind wir selbständig­. Uns kann keiner. So war die Meinung damals. Hat sich Gott sei Dank heutzutage etwas geändert, dieser Standpunkt.«

Lena schaute ihre Oma betroffen an. »Ich muss mich echt entschuldigen, Oma. Es war mir bis jetzt überhaupt nicht klar, was du für Probleme an den Hacken hast.«

»Und noch eins, Lena. Früher haben wir unser Haus nur im Baltrum-Prospekt angeboten. Die Leute, die ihren Urlaub hier verbringen wollten, haben sich den angesehen und dann einen Brief an uns geschrieben. Später­ kamen die telefonischen Anfragen. Damit konnten­ wir leben, das hatten wir gelernt. Aber heute geht alles nur über den Computer. Wir haben seit bestimmt zehn Jahren keine schriftliche Anfrage mehr bekommen. Die Leute wollen alles schnell wissen, sich sofort ein Bild von ihrer Wohnung machen können. Das ist der Lauf der Zeit. Auch telefonisch tut sich kaum noch etwas. Wenn du keine Homepage hast, kannst du die Vermietung vergessen.«

Lena lächelte ihre Oma an. »Mensch, Oma, mit was für Worten du herumwirfst. Kompliment.«

»Jetzt ist es aber gut, Lena, erstens bin ich knapp über siebzig und nicht alt, und zweitens habe ich mir das auf Heidis Computer angesehen. Bei der laufen die Vermietungen prima. Bei ihr kann man sogar einen Rundgang durch die Wohnung machen, und alles sehen, bis in die hinterste Ecke. Also, per Kamera natürlich.«

»Virtuell nennt man das, Oma. Sag mal, was sollte dich eigentlich daran hindern, einen Computerkurs zu belegen?« Lenas Augen strahlten.

»Erstens die Insellage. Wo soll ich denn hier wohl so ’n Kurs machen? Und zweitens, selbst wenn ich das schaffen sollte, müssten wir Hinrich noch überreden, dass wir uns einen Computer kaufen. Und was sollen wir denn anbieten auf unserem virtuellen Rundgang, Lena? Unsere altmodischen Zimmer mit den dunklen Möbeln, Klo und Badezimmer auf dem Flur mit braunen Fliesen bis zur Decke und Opa, wie er in unserer Fünfziger-Jahre-Küche rumhängt? Außerdem, ganz ehrlich, ich habe keine Lust mehr zu einem Neuanfang.« Gerdje ließ resigniert den Kopf hängen. »Wenn ich wüsste, dass einer von euch Interesse daran hätte, das Haus zu übernehmen, dann sähe das anders aus, aber ihr müsstet mit dem Klammerbeutel gepudert sein, eure guten Jobs aufzugeben, um hier für die Gäste die Klos zu putzen. Ganz abgesehen davon, was an dem Haus erst noch alles gemacht werden müsste. Schau dich doch um«, ihre weit ausholende Armbewegung umfasste das Küchenrund. »Nee, so einfach, wie du das gerne hättest, ist das alles nicht. Wir hätten Schritt halten müssen, investieren, immer alles auf den neuesten Stand bringen. Heute weiß ich, dass es mein größter Fehler war, ständig auf Hinrich Rücksicht zu nehmen. Aber nun ist es zu spät.«

Lena schaute ihre Großmutter an. »Weißt du, was ich glaube, Oma? Wenn Opa dir nicht als ewiger Hemmschuh an den Hacken kleben würde, dann würdest du glatt noch mal durchstarten. Aber so, das stimmt schon, da vergeht einem die Lust. Aber du kannst ihn schlecht ins Altersheim stecken, oder? Da würde das Personal ihn spätestens nach zwei Wochen zurückschicken.«

»Lena, jetzt halt aber mal den Rand.« In Gerdjedines Gesicht machten sich Lachfalten breit. »Aber ich sehe schon, ich muss mir was einfallen lassen.«

»Wenn du mich brauchst, ich bin da. Aber jetzt weihe ich erst mal die Liegewiese ein.«

Als Lena die Küche verlassen hatte, wurde Gerdje schlagartig wieder ernst. Es stimmte, sie musste sich etwas einfallen lassen. Sie musste Hinrich daran hindern, den Vertrag zu kündigen. Sie durfte sich nicht wieder durch seine schroffe Art abwimmeln lassen. Aber wie oft hatte sie es schon aufgegeben, ein Gespräch mit ihm zu Ende zu bringen. Wie oft hatte sie schon gegen die Fernbedienung ihres altersschwachen Fernsehers verloren.

*

Frisch geduscht stieg Inga die Treppe hinunter und ging in den Garten, neugierig, ob der Mann ihrer Vermieterin wohl schon an der Arbeit war.

»Kommen Sie man rein, junge Frau.« Eine Stimme im tiefsten Bass schallte ihr entgegen. »Hier bin ich, in meinem Atelier.«

Sie entdeckte eine kleine grüne Laube, die sich zwischen zwei mächtige Holunderbüsche zwängte. Die Zweige hingen schwer von beinahe schwarzen Beeren.

»Die können wir wahrscheinlich bereits in den nächsten­ Tagen ernten. Wenn Sie wollen, können Sie helfen. Als Dank gibt’s dafür eine Flasche Holunderlikör, wenn ich meiner Frau mal vorgreifen darf.« Eine mächtige Pranke streckte sich ihr aus der Holztür entgegen. »Meyer, mit E Ypsilon, Sie können auch Wolfgang zu mir sagen.«

Eine Antwort blieb ihr im Halse stecken, denn vor ihr stand der größte und stabilste Mann, den sie je gesehen hatte. Sein wuchtiger Oberkörper wurde von einem verschwitzten grünen Muskelshirt der Größe XXXL verhüllt, seine stämmigen Beine schauten aus zerfransten kurzen Hosen hervor. Sein Kopf reichte fast bis zur Decke des Schuppens und seine Breite nahm die Hälfte des Raumes ein. Wie kann solch ein Schlachtschiff derart filigrane Arbeiten herstellen, schoss es ihr durch den Kopf

»Äh … Sie … Wolfgang … Ich bin Inga«, stammelte sie, während aus seinem Bauch, der sich etwa in ihrer Kopfhöhe befand, ein Grummeln zu hören war, das sich langsam verdichtete, nach oben stieg und in einem dröhnenden Gelächter endete.

»Komm rein und setz dich. Ich mache Platz, soweit das möglich ist.« Er räumte ein paar Äste und Stücke von hölzernen Bohlen zur Seite. »Du willst also das Reich bestaunen, in dem meine Arbeiten entstehen?«

Inga nickte. Ihre Aufmerksamkeit war von zwei Objekten gefesselt, die auf einer alten Teekiste standen. Es waren zwei knorrige Holzstämme, die eine Hälfte unbearbeitet, die andere glatt poliert. Die Stämme neigten sich einander zu und Inga erwartete, dass sie sich jeden Moment umschlingen würden.

Vorsichtig nahm Wolfgang Meyer sie hoch und stellte sie direkt vor Inga auf der Arbeitsplatte wieder ab. »Es ist Strandholz. Ich bekomme es von dem alten Hinrich Claassen, unserem Nachbarn. Der ist jeden Tag an der Wasserkante und sammelt. Normalerweise betrachtet er seine Sammlerstücke als sein Heiligtum, aber wenn ich ein paar Taler springen lasse, darf ich mir die Stücke aussuchen, die ich brauche. Ich schaue sie mir immer genau an, und manchmal habe ich das Gefühl, so ein Stück Holz spricht zu mir, wenn es da auf der Wippe liegt. Und dann muss ich es einfach mitnehmen und bearbeiten.«

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