Ulrike Barow - Baltrumer Bärlauch

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Wenn Inga Tarmstedt gewusst hätte, dass ihrem Stöbern in alten Kunstbänden so viel Unheil folgen würde, wäre sie im Café in Worpswede sitzen geblieben. So aber fährt die junge Künstlerin auf die Nordseeinsel Baltrum, um nach Bildern ihres Lieblingsmalers Walter Bertelsmann zu suchen, der 1905 zum Malen auf der Insel war.
Kurz nach ihrer Ankunft wird am Strand ein bewusstloser Mann gefunden, der wenig später stirbt. Und er ist nicht das einzige Opfer …

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Plötzlich versagten ihr die Beine. Gerade schaffte sie es noch, das Fahrrad in die dichten Büsche zu werfen, die den Weg einrahmten, und zu Willys Utkiek hoch zu laufen. Schwer atmend fiel sie auf eine der hölzernen Bänke. Sie presste beide Hände zur Faust geballt auf ihre Brust. Seitenstiche drohten ihr den Atem zu nehmen. Das durfte einfach nicht wahr sein. Würde er das wirklich tun? Ohne sie zu fragen? Er wusste es doch. So vernagelt konnte er nicht sein. Selbst wenn er sich die letzten Jahre für nichts mehr interessiert hatte, was seine Frau anging. Er konnte es einfach nicht vergessen haben. Er wusste, wie sehr sie ihren Garten unterhalb der großen Düne liebte. Ihr Garten, der genau an die hohe Düne grenzte, in die die Flak­station damals kurz vor dem Zweiten Weltkrieg eingebaut worden war.

Nach dem Krieg hatte der Raum jahrelang leer gestanden, bis ihre Eltern ihn gepachtet hatten, um Gartengeräte unterzubringen und alles, was sie gerade nicht benötigten. Als dann an Stelle des alten Insulanerhauses das neue gebaut wurde und Gerdje und Hinrich es irgendwann mitsamt den Gästen übernahmen, war der Pachtvertrag einfach weitergelaufen. Jahr für Jahr hatte Gerdje zwischen dem Haus und der Düne an ihrem Garten gearbeitet. Geschuftet hatte sie. Mutterboden mit dem Sandboden gemischt. Sträucher und Stauden angepflanzt. Wege gezogen und alles mit einer Eibenhecke eingefasst. Sicher gab es Insulaner, die meinten, dass ein parkähnlicher Garten für Baltrum untypisch sei. Sie aber hatte sich davon nicht abbringen lassen. Gerdje hatte sich mit dem Garten einen Traum erfüllt. Und am Ende des Gartens lag unterhalb der Düne der Geräteschuppen, der nun nicht mehr ihrer sein sollte.

Ihr Herz klopfte zum Zerspringen. Sie merkte nicht einmal, dass zwei Gäste den Weg heraufkamen, sie neugierig und verwundert anschauten und dann auf der anderen Seite wieder verschwanden. Und dann war da noch … Nein, sie konnte es nicht zulassen. Sie würde es ihm verbieten. Schlichtweg verbieten. Immerhin hatte sie das ganze Anwesen mit in die Ehe gebracht. Er hatte sich in seinem ganzen Leben nicht um den Garten und den Flakstand gekümmert. Sie konnte die beiden Räume, die vor langer Zeit in den Fuß der Düne gegraben worden­ waren, nicht aufgeben. Sie konnte einfach nicht.

Langsam ließen ihre Seitenstiche nach und ihr Blick suchte das Wasser. Unaufhörlich rollten die Wellen an den Strand. Wie im richtigen Leben, dachte sie. Es geht immer weiter, mal oben, mal unten, und immer muss man rudern, um das Gleichgewicht zu halten, nicht unterzugehen. Und irgendwann kommt die letzte Welle und rollt im weichen Strandsand aus.

Langsam liefen ihr Tränen über die Wangen und tropften­ auf ihre Hose. So saß sie eine lange Zeit und dachte nicht mehr an ihren Einkauf.

Donnerstag

Fynn fuhr Inga mit dem Auto von Worpswede zum Bremer Hauptbahnhof. Nicht, um ihr einen Gefallen zu tun, das war ihr klar, sondern weil er dem Paula-Modersohn-Becker-Museum in der Böttcherstraße einen Besuch abstatten wollte.

Er versuchte allerdings, ihr noch einmal ernsthaft ins Gewissen zu reden. »Du hast wohl vergessen, dass unsere Abschlussarbeiten in der nächsten Woche abgegeben werden müssen.« Süffisant grinste er sie von der Seite an. »Aber so sind meine Chancen, ausgezeichnet zu werden, natürlich noch etwas höher. Tak for det.«

Sie hatte ihm nicht erzählt, dass ihre Lieblingsskulptur, der Leopard mit den wachen Augen, bereits auf dem Tisch der Juroren lag. Sie war glücklich über ihre letzte Arbeit, denn sie hatte genau das aus dem Holz herausarbeiten können, was ihr wichtig erschien. Das Spiel der Muskeln beim Absprung – fast meinte sie, die Bewegung spüren zu können, wenn sie über das warme Holz strich.

Inga machte es sich im Regionalexpress gemütlich. In Norden würde der Bus der Reederei Baltrum-Linie auf sie warten und sie nach Neßmersiel bringen. Und dann noch eine Schifffahrt, dachte sie, so habe ich an einem Vormittag fast alle gängigen Verkehrsmittel durch.

Es war ruhig im Zug. Inga lehnte sich entspannt zurück und dachte an den Mann mit dem mächtigen Schnurrbart und dem ausladenden Künstlerhut.

Sie hatte viel unternommen in den letzten Tagen, um ihrem neu erkorenen Lieblingsmaler näher zu kommen. Sie hatte sich im Internet bei Artprice seine Bilder angesehen, die Biografie gelesen und sich in den Worpsweder Museen und Galerien umgeschaut. In der Käseglocke, einem kleinen, runden, wunderschönen Museum mit außergewöhnlicher Architektur mitten im Wald, hatte sie in einer gläsernen Vitrine Geschirr entdeckt, das von seiner Frau Erna bemalt worden war. Auch vor dem ehemaligen Wohnhaus Bertelsmanns, einem der ältesten Bauernhäuser in Worpswede, hatte sie gestanden, aber nicht den Mut gefunden, die Klingel zu drücken.

Inga hatte auch versucht, etwas über das Baltrum im Jahre 1905 zu erfahren, dem Jahr, in dem Walter Bertelsmann die Insel besucht hatte. Allerdings waren da die Informationen eher mager gewesen. Sie hoffte, direkt auf der Insel mehr herauszufinden.

*

Es war November, als er sich auf den Weg nach Baltrum machte. Ein aufregender Entschluss, denn um diese Jahreszeit gab es die Annehmlichkeiten des gerade erblühenden Tourismus auf der Insel nicht, und die Verbindung dorthin war recht langwierig. Aber er wusste, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte. Er stieg in Bremen in den Schnellzug, der ihn in die kleine Stadt Norden brachte. Von dort nahm er die ostfriesische Küstenbahn für eine halbstündige Fahrt nach Dornum. Unterkunft fand er im Hof von Ostfriesland.

»Wohin soll Ihr Weg gehen?«, fragte ihn der Hotelbesitzer­ Wilhelm Fokken.

»Ich möchte nach Baltrum, obwohl das Wetter nicht gerade zum Baden einlädt.« Er zeigte auf seinen großen Reisekoffer. »Aber ich habe genügend wetterfeste Sachen dabei. Als Norddeutscher ist man mit Sturm und Kälte vertraut, nicht wahr? Außerdem stecken hier noch viele Mal-Utensilien drin. Sagen Sie, wie komme ich morgen nach Neßmersiel? Von dort fährt doch das Schiff, wenn ich mich richtig informiert habe?«

Fokken nickte. »Ich bin nicht nur Hotelier, sondern auch Fuhrunternehmer hier im Ort. Ein Landauer und eine offene Chaise stehen bei mir im Stall. Damit könnte ich Sie morgen nach Neßmersiel bringen. Ob das Schiff fährt, kommt auf die Wetterlage an. Haben wir Sturm, besonders starken Ostwind, müssen Sie noch ein wenig länger meine Gastfreundschaft in Anspruch nehmen.«

Walter Bertelsmann versprach, am nächsten Morgen gleich nach dem Frühstück reisebereit in der kleinen Hotelhalle zu warten.

Er nutzte die Zeit und schaute sich in dem beschaulichen­ ostfriesischen Ort das Schloss und die alte Kirche mit ihrer prächtigen Orgel an.

Am nächsten Tag wartete er bereits ungeduldig auf seine Kutsche, als Wilhelm Fokken hereinkam. »Sie haben Glück, heute fährt der Postbus nach Neßmersiel, so ersparen Sie es sich, in der kalten Kutsche zu sitzen. Sehen Sie«, er zeigte nach draußen, »dort steht er schon. Er fährt zwei Stunden vor Ablegen des Schiffes los, denn es kann immer sein, dass das Schiff wegen schwankender Wasserverhältnisse etwas früher als im Fahrplan ausgedruckt die Leinen lösen muss. Nun kommen Sie. Ich trage Ihren Koffer.«

Am kleinen Hafen unterhalb des Fährhauses lag das Schiff bereit zur Abfahrt. Er sah, dass außer ihm noch ein paar andere Gäste die Überfahrt antreten wollten. Auch ein wenig Fracht wurde noch geladen. Dann ging es unter Segeln durch einen gewundenen Priel Richtung Wattenmeer. Das Wetter war klar, und bald schon konnte er die Silhouette der Insel mit den kleinen Insulanerhäuschen in der Ferne liegen sehen. Kapitän Eilts, so hatte der Schiffsführer sich vorgestellt, hatte ihm erzählt, dass das Schiff bis zur Buhne M des Schutzwerkes fahren würde, von dort könne man ganz bequem in einem kurzen Fußmarsch die Insel erreichen.

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