Felicia Ewert - Trans. Frau. Sein.

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Trans. Frau. Sein.: краткое содержание, описание и аннотация

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Das Buch beschreibt bestehende Diskriminierungsmechanismen, die sich gegen transgeschlechtliche Menschen richten. Die Kritik der Autorin bietet auf gesellschaftlicher Ebene Einblicke in rechtliche Aspekte des „Transsexuellengesetzes“, in medizinischpsychologische Bereiche wie z. B. die Gutachtenpraktiken und auch in ausschließende Mechanismen cisnormativer Feminismen.
Trans. Frau. Sein. ist eine Kombination wissenschaftlicher Arbeit, überspitzter satirischer Darstellung, Dekonstruktion von Cissexismus und autobiographischer Elemente aus dem persönlichen (Er)-Leben der Autorin.

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Zu meiner Schreibweise, also zum Beispiel „trans Sein“, ist zu erwähnen, dass es eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, dieses schriftlich und sprachlich zu formulieren. So bezeichnen sich trans Personen möglicherweise selbst als „TranssexuelleR“, als „Transmann/Transfrau“ oder schlichtweg als beispielsweise „ein Transgender“. Das sind allesamt gültige Selbstbezeichnungen. So gelten für mich zum Beispiel: „Ich bin trans/transgeschlechtlich“ oder „Ich bin eine trans Frau“ als korrekte Bezeichnungen, wobei diese bei anderen Personen stark variieren können. Ich verwende das „trans“ oder „transgeschlechtlich“ hierbei als Adjektiv und nicht als Substantiv. Das „trans“ als Adjektiv zu verwenden erfüllt bei mir gegenüber anderen Personen die Möglichkeit, es als eine Eigenschaft meines Frau Seins darzulegen. „Ich bin eine Frau, die trans ist“ als Abgrenzung zu einem möglichen „Ich bin eine Frau, die cis 2ist“, wäre eine ebenso denkbare und sprachlich sensible Formulierung. Hierdurch soll keine „Spaltung“ von Frauen bezweckt werden, sondern die Vielfältigkeit soll Sichtbarkeit erlangen. Des Weiteren erfüllt dies den Zweck, vorrangig mein Frau Sein präsentieren zu können. Dies soll bestehende Normen durchbrechen, die davon ausgehen, eine Person sei Mann, Frau oder eine trans Person. Bei trans oder cis handelt es sich somit um ein Adjektiv, das Auskunft über die Eigenschaft des Geschlechts geben kann. Im Verlauf des Buches werde ich ebenso auf Selbstdefinitionen des trans Seins eingehen.

Warum ich „Feindlichkeit“ und nicht „Phobie“ schreibe?

Leider werden Diskriminierung und Hass immer noch vorrangig als „Phobie“ benannt. So zum Beispiel als „Homophobie“, „Transphobie“ oder auch „Islamophobie“. Auch wenn dies vorwiegend nicht beabsichtigt ist, wird hierbei Diskriminierung mit einer Angst verknüpft und dadurch teilweise entschuldigt. Ich lehne diese Verknüpfung, ja auch die unbeabsichtigte, ab. Diskriminierende Einstellungen und Taten geschehen nicht aus „Furcht und Angst“, sondern aus Hass und aufgrund von bestehenden, schädigenden Normen.

Was bitte sind Cissexismus, Transfeindlichkeit und Transmisogynie?

Transfeindlichkeit bezeichnet zunächst einmal die vielschichtigen Formen des Ausschlusses von trans Personen, der Gewalt ihnen gegenüber und auch ihre Einstufung als Fehler oder Abweichung. Vielschichtig auch deshalb, weil sich diese Feindlichkeit auf unterschiedlichste Weisen in sprachlicher und physischer Gewalt zeigen kann. Auch wenn eine Differenzierung zur Analyse unbedingt erforderlich ist, darf keineswegs in „harmlos“ oder „weniger diskriminierend“ unterteilt werden. Transfeindlichkeit umfasst somit alle Begebenheiten, in den trans Personen Ausschluss und Gewalt erfahren. Zur genaueren Bestimmung und Definition dient der Begriff Cissexismus. Dieser kehrt die Problematik um und zeigt, wo die Diskriminierung ihren Ursprung hat. Sie nimmt somit die Verantwortung von trans Personen weg und weist diese cis Personen zu. Daher wäre auch der Begriff der Cisnormativität oder geschlechtlicher Biologismus denkbar. Cisnormativität, ähnlich der Heteronormativität, geht davon aus, dass alle Personen cis seien. Selbst wenn dem Großteil der Bevölkerung nicht einmal die Bedeutung dieses Begriffes geläufig ist. Daraus ergibt sich ein Othering-Prozess, der trans Personen als Abweichung vom gesetzten Normalzustand definiert. Sie gelten hiernach als eine Art Ausnahme oder gar Fehler. Das Wort Cissexismus ist natürlich angelehnt an den Begriff Sexismus. Sexismus beruft sich auf die fälschliche Herleitung von bestimmten Charaktereigenschaften, Interessen, Fähigkeiten etc. aufgrund des Geschlechts. Cissexismus greift grundlegender und leitet aus Organen, Hormonen und Chromosomen bestimmte Geschlechter ab. Im Einzelfall kann diese Zuweisung auch noch detaillierter erfolgen, ich werde später darauf eingehen. Der Kern des Cissexismus ist somit die Herleitung eines bestimmten Geschlechts, indem dieses einem Körper aufgrund vermeintlicher Eindeutigkeit zugewiesen wird. Hieraus werden dann Einschlüsse und Ausschlüsse formuliert, die einer geschlechtlichen Selbstbestimmung von Menschen zuwiderlaufen. Anders ausgedrückt wird ein Körper betrachtet und ihm aufgrund von Cissexismus ein bestimmtes Geschlecht zugewiesen. Umgekehrt wird das Vorhandensein oder nicht Vorhandensein bestimmter Organe mit einem Geschlecht verknüpft. So gilt die universelle, jedoch cissexistische Annahme, dass eine Person mit Vulvina eine Frau zu sein hat und eine Person mit Penis ein Mann sein müsse. Ich kann dir im Namen von trans Personen garantieren, dass dies nicht der Fall ist und du unabhängig vom Status von Reproduktions- und/oder Ausscheidungsorganen, oder salopp ausgedrückt „Intimbausätzen“, dein selbstbestimmtes Geschlecht innehaben kannst. Dass weiterführende Faktoren wie geschlechtliche Vorstellungen, Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und rechtliche Aspekte existieren, steht auf einem anderen Blatt.

Echt!

Wozu ist nun noch der Begriff der Transmisogynie erforderlich, wenn doch mit den vorangegangen prinzipiell alles geklärt ist? Transmisogynie soll auf die spezielle Form von Feindlichkeit gegenüber trans Weiblichkeiten, trans Frauen, Femmes, enby Personen aufmerksam machen (vgl. Serano 2007: 14; 140). Er soll die Verwobenheiten (Intersektionen) von Transfeindlichkeit und Misogynie aufzeigen. Die Geschichte der Transfeindlichkeit zeigt, dass sich Hass und Verachtung vorwiegend gegen trans weibliche Menschen entlädt. Der Kern ist somit die Ablehnung, Abwertung und der Hass auf Femininität beziehungsweise Weiblichkeit, wie auch immer sich diese äußert. Dieser Zustand und die Tatsache, als z.B. trans Frau nicht heute mal Sexismus und morgen mal Transfeindlichkeit zu erleben, macht eine besondere Benennung erforderlich. Es soll hiermit ebenso auf speziellere Ausschlüsse verwiesen werden, die trans weibliche Personen treffen, wohingegen trans männliche Personen mitunter unbeachtet bleiben. Beispielweise werden trans Frauen oftmals gezielt aus feministischen Räumen ausgeschlossen, weil sie als Männer betrachtet und misgendert werden. Dass dies für trans männliche Personen mitunter nur ein scheinbarer Vorteil ist, erläutere ich im späteren Verlauf des Buches.

Kurz: Cissexismus teilt Menschen in zwei Geschlechter ein, die vermeintlich biologisch exakt von einander zu trennen seien. Diese Einteilung erfolgt per Zirkelschluss „Körper = Geschlecht“ und umgekehrt. Hierbei schließt Cissexismus Personen von einem geschlechtlichen Label aus und zwingt gleichzeitig Menschen unter ein Label, dem sie überhaupt nicht angehören.

„Gatekeeping/Gatekeeper*innen“

Als Gatekeeper*innen werden alle Personen bezeichnet, die in entsprechenden Positionen sitzen, um über Abschnitte im Leben von trans Personen zu entscheiden. Dies können Therapeut*innen in der Begleittherapie sein, Endokrinolog*innen, die in der Regel die Hormonersatztherapie einleiten und begleiten, aber ebenso Richter*innen und Gutachter*innen, die über eine Vornamens- und/oder Personenstandsänderung entscheiden. Der Begriff „Gatekeeping“ mutet gefährlich an und ist durch die oftmals langfristigen und erniedrigenden Prozeduren begründet, die trans Personen auferlegt werden.

Der Privilegienbegriff

Ich verwende den Privilegienbegriff äußerst selten, weil es unterschiedliche Auslegungen des Begriffes und somit völlig verschiedene Formen gibt, ihn zu verwenden und ihn zu begreifen.

Wenn ICH von Privilegien spreche, meine ich prinzipiell:

„Du bist von dieser Diskriminierung nicht negativ betroffen“.

Wenn ich von Privilegien spreche, meine ich NICHT:

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