Luiz Antonio de Assis Brasil - Gestalt im Schatten

Здесь есть возможность читать онлайн «Luiz Antonio de Assis Brasil - Gestalt im Schatten» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Gestalt im Schatten: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Gestalt im Schatten»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Gestalt im Schatten handelt vom Mann, der Alexander von Humboldt auf seiner Reise nach Südamerika begleitet hat. Während sich letzterer allgemein großer Bekanntheit erfreut, wurde der französische Arzt und Botaniker Aimé Bonpland in Deutschland geflissentlich übersehen. Von seiner herausragenden Rolle als Naturforscher zeugen jedoch die Benennung eines Berggipfels in den Anden, eines Mondkraters, eines Asteroiden und einer Pflanzenart nach ihm. Bonpland hatte maßgeblichen Einfluss auf die Aufklärung während der Französischen Revolution und war später Botaniker Napoleons und Intendant dessen Schlosses in Malmaison. Gemeinsam mit Humboldt erforschte er das tropische Südamerika und verbrachte gegen Ende seines Lebens viele Jahre im Süden dieses Erdteils, erst hochgeehrt und dann vernachlässigt in Buenos Aires, viele Jahre als Gefangener vom Diktator Paraguays und schließlich als Besitzer von Mateplantagen in Brasilien und Argentinien. Einfühlsam und mit Sinn für Dramatik schildert der Autor in einem inhaltlich wie literarisch gleichermaßen packenden Roman das Schicksal dieses außergewöhnlichen Menschen. In gepflegter poetischen Sprache verbindet der Roman, der in Brasilien wenige Monate nach seinem Erscheinen in zweiter Auflage herausgebracht wurde, eine sorgfältig recherchierte und faktenreiche Erzählung mit nachdenklichen, nahezu philosophischen Überlegungen über das Leben.

Gestalt im Schatten — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Gestalt im Schatten», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Dazu gibt es nur einen Weg“, meinte er. „Mit einer Reise.“

Von Schülern umgeben verließ Lamarck das Amphitheater. Er war von massiger Gestalt und langsam. Er hatte ein recht gewöhnliches Gesicht, das aber durch seine lebhaften Augen gewann. Humboldt trat auf ihn zu.

Aimé Bonpland, den die Gegenwart des großen Wissenschaftlers einschüchterte, setzte sich lieber auf eine Bank unter die große Platane, die Lamarck mitgebracht hatte.

Ja, es sei möglich, dass alles in der Natur, eine Einheit bilde. Wenn man das beweisen könnte, gäbe es seiner Arbeit einen Sinn. Das könne ihn vor der Verdammnis retten.

10

Hotel Boston, 4 Uhr nachmittags.

Sie waren in Aimé Bonplands Zimmer. Schon seit langem waren sie dort.

Sie sprachen miteinander, sie sagten sich, was sie seit dem Vortag getan hatten.

Jetzt beugte sich Aimé Bonpland über den Schreibtisch, der am offenen Fenster stand, um eine Reihe von Pflanzen beiseite zu schieben, die er anschließend mit den Pressplatten zusammendrücken wollte.

Humboldt saß neben ihm, den Arm auf dem Fensterbrett, und folgte Aimé Bonplands Händen mit den Augen.

Draußen war ein heißer Nachmittag.

„Und die Medizin?“, fragte Humboldt.

„Die Medizin…“ Aimé Bonpland schaute hinaus. Er wandte sich Humboldt zu. Da die Expedition Baudin wohl nicht stattfinden würde, plante er nun das Naheliegende, nämlich nach La Rochelle zurückzukehren, um dort vormittags im Krankenhaus zu arbeiten und nachmittags in seiner Praxis.

„Praxis, Krankenhaus, La Rochelle… Derselbe Weg, den Ihr Vater eingeschlagen hat; und die Botanik?“

Aimé Bonpland nahm seine Tätigkeit wieder auf. Humboldt konnte zerstreut wirken, wenn er wollte.

„Sie könnten mich auf einer Reise begleiten“, sagte er.

Aimé hielt inne, er merkte auf. „Reise?“

Dann fuhr Humboldt fort: „Eine Reise in für Europäer nahezu jungfräuliche Erdteile. Vergessen wir diese Expedition Baudin! Dank einer Erbschaft habe ich Geld“, setzte er hinzu und erklärte sein Vorhaben: Sie würden sich auf die Suche nach wissenschaftlichen Beweisen für das organische System machen, das es in der Natur gab.

Er antwortete auf eine Frage Bonplands: „Ob ich träume? Wir haben das Geld, wir haben die Zeit, wir haben die nötige Gesundheit, wir haben die Kenntnisse. Wenn es in Europa jemanden gibt, der sich dieses Unterfangen vornehmen kann, dann sind wir es. ‚Und wozu die Einheit der Natur beweisen? Inwiefern ändert das die Natur?‘, werden Sie mich jetzt fragen.“

Humboldt hob den Blick zur Decke empor. „Nicht im Geringsten. Aber es wird uns verändern. Denn wenn die Natur eins ist und systematisch, wird sie zu etwas Begeisterndem, Großartigem, wie ein Tempel. Und die menschliche Seele braucht das alles.“ „Diese Reise hätte zum Ziel, die Natur zu entdecken?“

„Nein, sie zu vermessen. Sie zu vermessen und dadurch zu beweisen, wie sie sich organisiert. Das ist weit mehr als die Botanik. Die Botanik bildet nur einen Teil dieser Einheit. Und um die Einheit der Natur zu entdecken“, sagte Humboldt, „muss man die verschiedenen Weltgegenden untersuchen und die Prozesse, die in jeder einzelnen von ihnen ablaufen, vergleichen.“

Es war das erste Mal, das Aimé Bonplands Ohren so etwas zu hören bekamen. Er begriff in diesem Augenblick, dass sein Leben in gewisser Weise in den Händen dieses Mannes liegen werde.

Humboldt erhob sich, nahm einen Zweig getrockneter Bougainvillea, an dem noch ein paar ausgebleichte, rötliche Blütenblätter hingen, sah sie sich genau an.

„Diese wunderschöne Bougainvillea stammt aus Brasilien. Hätten wir in Frankreich dasselbe Klima, würde sie hier ohne jedwede Pflege gedeihen. Nun, was ist, Aimé?“, schloss er. „Mein Entschluss steht fest. Ich habe schon die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Sie brauchen nur zuzustimmen.“

Aimé Bonpland fragte. „Gestatten Sie?“. Er nahm Humboldt die Bougainvillea aus der Hand.

Er legte sie vorsichtig auf den Papierbogen.

Er antwortete nicht.

Nicht an dem Tag.

11

Instrumente zum Messen und Wiegen, auch solche zum Beobachten von Kleintieren oder Sternen sind nützlich, jeweils ein anderes je nachdem, wer sie gebraucht.

Astronomen besitzen Ferngläser oder Teleskope bzw. große Refraktoren. Geometer haben Rechenschieber und Winkelmesser, Geografen Barometer und Sextanten. Ein Mann kann auch über ein Barometer verfügen, das er Jahre später vielleicht durch ein Hygrometer ersetzt.

Nie hatte jedoch ein einziger Mann genügend Mittel und Interesse, um alle diese Instrumente gleichzeitig sein Eigen zu nennen. Es waren insgesamt über achtzig, wenn man die Ersatzgeräte mitzählt.

Humboldt brachte Aimé Bonpland in seine vier Zimmer umfassende Suite im Hotel Boston.

Die Unterkunft hatte sich in ein Depot von Behältnissen aller Art und Größen von bester Qualität verwandelt. Einige lagen auf dem Bett, andere auf den Teppichen.

Hämmer für Archäologen waren darunter.

Aimé Bonpland begriff sofort, dass Humboldt seinen Plan schon weit vorangetrieben hatte.

Manche Hüllen enthielten mehrere gleichartige Instrumente: zwei oder drei Thermometer, fünf Barometer. Hergestellt waren sie aus verschiedenen Materialien: Messing, Zinn, Silber, Gold, Glas, Kristall und Holz.

Die Linsen hatten unterschiedliche Durchmesser und Stärken.

Außerdem gab es dort Geräte zur Feststellung des Längengrades, Sextanten, Theodoliten, künstliche Horizonte, Geologenkompasse und Magnetometer. Keines der Instrumente befand sich rein zufällig dort.

Sie würden europäische Maße in jene fernen Erdteile einführen, die bis dahin lediglich Objekte wirtschaftlicher oder religiöser Gier gewesen waren. Mit einem zärtlichen Blick betrachtete Humboldt die Instrumente.

Dann liebkosten seine Finger die metallische Kühle eines der Fernrohre.

„Damit kann man von anderen Längen- und Breitengraden aus die Monde des Jupiter und die Ringe Saturns sowie die Meere, die Berge und die Krater des Mondes anschauen.“ Humboldt steckte das Instrument wieder in seinen Behälter. „Kurz und gut, Aimé, wenn Sie mein Angebot annehmen, werden wir alles vermessen, wiegen und beschreiben. Ruhmbedeckt werden wir nach Europa zurückkehren.“

Aimé Bonpland nahm einige Bücher von einem Stuhl und setzte sich. Er fragte, wie er, Alexander, sich neulich so poetisch auf die Natur habe beziehen können, und nun wolle er sie mit all diesen Instrumenten zähmen.

„Ich brenne leidenschaftlich für die Symmetrie. Ich werde die Natur noch mehr lieben, wenn ich beweisen kann, dass für sie Regeln gelten wie für eine Maschine.“ Er lächelte. „Ich bin ein aufgeklärter Mensch, aber ich lese auch Goethe und Schiller. Mit einem Wort: Wissenschaft ist Ästhetik.“

Er verschränkte die Finger und streckte sie nach vorn. „Sehen Sie? So gehören sie zusammen.“

Aimé Bonpland war fasziniert von jenen Händen direkt vor seinem Gesicht. Er spürte ein Gefühl der Erstarrung und den Duft von Lavendel. Das Bild von Humboldt verschwamm vor seinen Augen, als blickte er durch eine trübe Linse.

Jetzt war er bereit, Humboldts Einladung anzunehmen.

Er sagte es ihm noch an demselben Abend.

Am nächsten Tag schmiedeten sie Pläne.

„So sieht es aus.“ Humboldt zeigte auf eine Karte von Mittelamerika und der Karibik, die auf seinem Schreibtisch lag. „Dorthin müssen wir reisen. Erst einmal nach Kuba. Und von Amerika aus auf die Philippinen über den Großen Ozean. Denken Sie nur: der Pazifik mit all seinen Sagen. Schließlich werden wir die Welt umrunden.“

Aimé Bonpland vergaß es manchmal, und Humboldt erinnerte ihn daran: „Egal, ob wir nach Süden oder nach Norden fahren, ob wir hier oder dort umherreisen, ich werde das finden, was ich suche.“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Gestalt im Schatten»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Gestalt im Schatten» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Gestalt im Schatten»

Обсуждение, отзывы о книге «Gestalt im Schatten» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x