Kai Meyer - Der Rattenzauber

Здесь есть возможность читать онлайн «Kai Meyer - Der Rattenzauber» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der Rattenzauber: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der Rattenzauber»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Ein finsteres Gerücht erreicht den Hof des Herzogs: In Hameln sollen hundertdreißig Kinder verschwunden sein. Der junge Ritter Robert von Thalstein wird entsandt, um das Rätsel zu lösen. Doch Hameln, halb versunken in ewigem Regen und schwarzem Schlamm, ist religiösem Irrglauben anheimgefallen. Ein vermeintlicher Ketzer wird grausam gefoltert, während sich der Statthalter des Herzogs verängstigt versteckt.
Der geistliche Herrscher der Stadt, der Probst Gunthar von Wetterau, sorgt sich nur um das Mysterienspiel, das er auf einer gigantischen Bühne aufführen will. Und ein wunderlicher Italiener namens Dante Alighieri erzählt Robert von einem Rattenfänger, der die Kinder durch einen nahen Berg in die Hölle entführt haben soll. Die Wahrheit, so Dante, kenne einzig die junge Klarissenschwester Julia, doch sie hat ewiges Schweigen gelobt. Robert begreift, dass der Schlüssel zu Hamelns Geheimnissen in der Vergangenheit verborgen liegt – in jener der Stadt und seiner eigenen …
"Kai Meyer und seine Figuren verweigern sich Schubladen. Erfrischend und sehr europäisch." – New York Times
"Einer der fantasiereichsten Erzähler Deutschlands, ein Meister magischer Momente." – Kölner Stadtanzeiger
"Kai Meyer, der deutsche Fantasy-Exportschlager – meisterlich!" – Bild am Sonntag

Der Rattenzauber — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der Rattenzauber», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Immer wieder nach Luft schnappend, gelang es mir, die Bootsdurchfahrt zu passieren und dahinter unbemerkt an Land zu gehen. Triefend und zutiefst in meinem Stolz getroffen, schlich ich mich durch die engen Gassen zurück zur Herberge. Niemand schien mich auf dem Weg dorthin zu bemerken. Die meisten Menschen wärmten sich nach der feuchten Kälte des Tages in ihren Hütten. Vor den wenigen, die mir begegneten, verbarg ich mich in Torbögen und Eingängen.

Schon von weitem hörte ich, dass der Schankraum der Herberge voller Menschen war. Sie lärmten und sangen, tranken und lallten, sodass es mir als ein zu großes Wagnis erschien, mich durch ihre Mitte zu bewegen. Ich umrundete das Haus und fand an seiner Rückseite eine schmale Holztreppe, die an der Außenwand hinauf ins obere Stockwerk führte. Sie endete vor einer morschen, niedrigen Tür, die schon auf einen leichten Druck hin nachgab und nach innen schwang. Gebückt trat ich ein und schob die Tür hinter mir zu.

Der Gang, auf dem ich mich wiederfand, war dunkel. Unzweifelhaft handelte es sich um jenen Flur, an dem auch mein Zimmer lag, denn an seinem Ende erkannte ich im Boden das helle Rechteck, durch das es hinab in den Schankraum ging.

Ich unterdrückte den Drang, vor Erleichterung aufzuatmen, als hinter mir die Schatten in Wallung gerieten. Aus dem Augenwinkel sah ich noch, wie eine Gestalt auf mich zuschoss und mit einem langen Gegenstand nach mir ausholte. Ehe ich herumwirbeln und den Schlag abwehren konnte, traf er mich schon an der Schulter, nicht fest, auch nicht schmerzhaft, aber doch vollkommen unerwartet.

Ich griff blind ins Dunkel und bekam einen Arm zu fassen, ein schmales Handgelenk. Mit der anderen Hand packte ich den dünnen Stock, mit dem man auf mich eingeschlagen hatte. Mein Gegner strampelte wild, und ich wollte eben ausholen und meinerseits zuschlagen, als sich meine Augen soweit an die Finsternis gewöhnten, dass ich erkannte, mit wem ich rang.

Es war Maria. Ihr langes Haar war zerzaust, das hübsche Gesicht verzerrt, sei es von Schmerz oder Scham.

Überrascht ließ ich sie los, sie stolperte vom eigenen Schwung getragen nach hinten und fiel auf ihr Hinterteil. Wie ein Tier in der Enge kroch sie in eine dunkle Ecke und blieb dort mit gesenktem Haupt sitzen, das Gesicht zwischen den Knien vergraben.

»Um Himmels willen, was tust du?«, fragte ich erregt, wenn auch leise genug, um kein Aufsehen in der Schänke zu erregen.

Maria gab keine Antwort, nur ihr jagender Atem drang aus den Schatten. Ich hielt den dürren Haselnussstecken ins fahle Licht des Treppenaufgangs. Mehrere Schriftzeichen waren in seine Rinde geschnitzt, offenbar von jemandem, der des Schreibens nicht kundig war und die Buchstaben verzerrt von einer Vorlage kopiert hatte.

PAX + PIX + ABYRA + SYNTH + SAMASIC las ich, und wenngleich diese Worte wie Latein klangen, so ergaben sie doch keinen Sinn. Trotzdem begriff ich. Die merkwürdigen Zeichen, der Haselnusszweig, der Angriff aus dem Verborgenen – alles Teile eines bäuerlichen Liebeszaubers, von dem ich einst an anderem Ort gehört hatte.

Maria schien zu ahnen, dass ich ihr Ansinnen durchschaut hatte, denn plötzlich sprang sie auf, drängte sich an mir vorbei und verschwand am Ende des Gangs in einer Tür. Von innen schob sie den Riegel vor. Ich stand da, völlig durchnässt, den Zweig in der Hand, und wusste nicht recht, was ich denken sollte.

Schließlich raffte ich alle Sinne beisammen und betrat meine Kammer. Gleich als Erstes entdeckte ich meine Kleidung, die Maria gesäubert und sorgfältig auf dem Bett zusammengelegt hatte. Sie musste sie über einem Feuer erwärmt haben, um sie bei diesem Wetter in so kurzer Zeit zu trocknen.

Ich legte den Haselnussstecken beiseite, verriegelte die Tür und entkleidete mich. Mit frischem Wasser aus der Schüssel wusch ich mir den Schmutz vom Leib und schlüpfte in die trockene Kleidung. Auf dem Tisch lag die Kugel des Ketzers, die ich vor dem Inferno auf dem Marktplatz eingesteckt hatte. Maria musste sie in der Tasche meines Wams gefunden und vor dem Waschen beiseite gelegt haben.

Einen Moment lang erwog ich, das Mädchen für das Geschehene zur Rede zu stellen, dann aber legte ich mich einfach aufs Bett, ließ meine Gedanken treiben und muss wohl wiederum eingeschlafen sein, denn ...

... ich erwachte von Stimmen vor meiner Zimmertür. Ob Stunden vergangen waren, vermag ich nicht zu sagen. Draußen, im Spalt zwischen den angelehnten Fensterläden, herrschte tiefschwarze Nacht.

Und wieder vernahm ich leises Flüstern und Murmeln.

Augenblicklich war ich auf den Beinen, hielt den Dolch in der Hand und lauschte atemlos ins Dunkel.

Da waren sie wieder. Leise Worte, ganz nah.

Sollten mich einige der aufgebrachten Tagelöhner bis hierher verfolgt haben? Oder hatten andere Meuchelpläne gegen mich geschmiedet? Man wusste zweifellos, wo ich wohnte, und sicher war es ein leichtes, die gierige Wirtin mit einigen Münzen von der Notwendigkeit meines Ablebens zu überzeugen. Vielleicht hatte ich den Zorn des Volkes unterschätzt. Meist glätteten sich die Wogen, sobald sich die Meute zerstreute, und alle Gedanken ans Aufknüpfen und Töten wurden verworfen. Möglicherweise aber war die Lage hier eine andere. Vielleicht war es tatsächlich Hass, mit dem sie mich verfolgten. Vielleicht wollten sie wirklich meinen Tod.

Ich trat an die Tür und horchte. Das Flüstern war noch da, wenngleich es nun aus größerer Entfernung erklang. Konnte es Maria sein, die einen neuen Versuch ausheckte, sich mir zu nähern?

Ich öffnete den Riegel und spähte einmal mehr in die Finsternis. Die gemurmelten Worte waren nun deutlicher zu hören, obgleich sich niemand vor der Tür oder auf dem Gang befand. Meine Kleidung trug ich noch am Körper, sodass es nicht unschicklich war, die Kammer zu verlassen und nach dem Rechten zu sehen.

Ich hatte kaum den ersten Schritt getan, als mir klar wurde, dass das Flüstern aus dem Nebenzimmer kam. Aus Dantes Unterkunft.

Leises Lachen erscholl hinter der Holztür. Durch zahlreiche Fugen drang der flackernde Schein einer Kerze. Gut möglich, dass sich der sündige Italiener ein junges Weibsbild von der Straße mit aufs Zimmer genommen hatte. In einem Haus wie diesem, in solcher Umgebung, musste das ganz alltäglich sein. Ich ließ den Dolch sinken und wandte mich zurück zu meiner Kammer, als Dante mit einem Ruck die Tür öffnete.

»Sieh da«, sagte er keck, »der edle Ritter lauscht an fremden Türen. Zudem zu solch später Stunde. Ich muss mich wundern.«

Ich blieb wie vom Schlag getroffen stehen. Schließlich drehte ich mich zu ihm um. »Ich weiß nicht, was Ihr meint, werter Dante.«

Sein Blick fiel auf den Dolch in meiner Hand. »Ich hoffe, es waren keine Mordgelüste, die Euch an meine Schwelle trieben.«

Ich fühlte mich ertappt, gedemütigt durch jedes seiner Worte. »Verzeiht, wenn ich mich nun zurückziehe«, entgegnete ich knapp. »Und Ihr, mein Herr, solltet Euren Besuch nicht ungebührlich warten lassen.«

»Meinen Besuch?« Einen Augenblick lang schien er verwirrt, dann entfuhr ihm ein herzliches Lachen. »Ihr meint sicher Albertus.«

Keine Frau, also – ein Mann. Umso schlimmer.

»Gute Nacht«, empfahl ich mich und wollte endlich in mein Zimmer treten, als er sagte:

»Bitte, edler Ritter, wartet einen Augenblick. Ich weiß, Ihr denkt schlecht über mich, wegen der Dinge, die ich zu Euch beim Essen sagte. Doch zumindest Euren letzten Verdacht will ich zerstreuen.«

»Nicht nötig«, erwiderte ich kühl, doch da war er bereits in seiner Kammer verschwunden und rief: »Tretet doch einen Moment lang ein.«

»Ich wüsste nicht, weswegen«, sagte ich.

Dante erschien wieder im Türrahmen. »Deswegen«, sagte er und hielt mir mit beiden Händen einen Kopf entgegen. »Wegen Albertus.«

Nun war dies kein gewöhnlicher Kopf, wie es im ersten Augenblick erschien. Er hatte Größe und Form eines menschlichen Schädels, mit kurzem, eng anliegendem Haar und scharf geschnittenen Zügen. Seine Miene strahlte ehrwürdige Strenge aus, die Lippen waren schmal, kaum mehr als dünne Striche. Die Wangenknochen wetteiferten beinahe mit der Nase, so spitz standen sie hervor. Beide Augenbrauen waren zusammengezogen, was dem ganzen Gesicht einen übellaunigen, unzufriedenen Ausdruck verschaffte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der Rattenzauber»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der Rattenzauber» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der Rattenzauber»

Обсуждение, отзывы о книге «Der Rattenzauber» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.