Timo Storck - Denken und Lernen

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In wesentlichen Teilen beschreibt die Psychoanalyse eine Theorie des Denkens, sei es unter der Perspektive von Primär- und Sekundärprozess, der Selbst- und Objektrepräsentanzen, der Symbolisierung oder der Ich-Funktionen. Theorien des Denkens in der Allgemeinen Psychologie sind meist enger gefasst und beziehen sich auf Prozesse der kognitiven Verarbeitung. In diesem Band werden leitende Konzepte beider Disziplinen nachgezeichnet und geprüft. Das geschieht für den Bereich des Denkens und für Lerntheorien. Hier wird geprüft, wie das Konzept des Lernens zur Konzeptualisierung von Prozessen in der psychischen Entwicklung nützlich sein kann.

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Freud war zuvor an die Grenzen des topischen Modells gestoßen, in erster Linie durch die Frage, wie im Psychischen »entschieden« wird, welche Vorstellungen für das Bewusstsein unannehmbar ist (wo also eine psychische »Zensur«-Instanz zu verorten wäre) und wie die Abwehr einerseits unbewusst wirken kann, andererseits aber nicht dem Lustprinzip unterliegt oder primärprozesshaft von statten geht. Insofern steht im Instanzenmodell im Zentrum, dass es dem Über-Ich als Instanz von Gewissen oder Moral obliegt, das Ich zu bewerten und gegebenenfalls innerpsychisch anzuklagen (für Handlungen und Vorstellungen!) bzw. dafür, den Strebungen des Es nicht Einhalt geboten zu haben. Die Abwehr, die notwendigerweise unbewusst verlaufen muss, andernfalls würde ihr Gegenstand, das Abgewehrte, ja ebenfalls bewusst, schreibt Freud nun dem Ich zu, sodass sich nicht schlicht eine Umsetzung der Systeme des früheren Modells zu Instanzen im späteren ergibt.

2.2 Psychoanalyse als Theorie psychischer Konflikte

Die psychoanalytische Theorie des Psychischen gründet auf dem (unbewussten) Konflikt, es geht um die Konzeption eines innerpsychischen Kräftespiels aus Drängendem und Verdrängendem. Wir haben bereits angedeutet, dass sich dafür argumentieren lässt, dass im Triebkonzept der Psychoanalyse eine Theorie der allgemeinen Motivation beschrieben ist, es zeigt sich darin, wie sich physiologienahe Erregung in psychisches Erleben umsetzt (Storck, 2018a). Der Trieb steht am Anfang des Psychischen, liegt allem zugrunde, womit nun allerdings gerade nicht gemeint ist, dass jedes einzelne psychische Motiv triebhaft (sexuell, aggressiv) wäre, sondern vielmehr, dass unsere Leiblichkeit (in Interaktion mit anderen) es uns auferlegt, uns darauf psychisch einen Reim zu machen, also Repräsentanzen zu bilden. Für eine Theorie der speziellen Motivation muss hingegen auf den Konfliktbegriff zurückgegriffen werden.

Es lassen sich verschiedene Linien unterscheiden, mittels derer psychoanalytisch begründet werden kann, weshalb die menschliche Psyche grundlegend auf dem Konflikt aufbaut (Storck, 2018b). Eine erste dieser Linien hat damit zu tun, dass sich frühe Interaktionsprozesse zwischen Säugling/Kleinstkind und Erwachsenem auch derart vollziehen, dass es ein und dieselbe Interaktion sein kann, die beruhigend ist und zugleich stimulierend. Es zeigt sich potenziell Gegenläufiges, gerade in der Freud‘schen Terminologie, die zwischen Lust/Befriedigung (Absinken einer Reizintensität) und als unlustvoll erlebter Erregung (Steigerung der Reizintensität) unterscheidet und beide zu Gegenspielern macht. Hierauf gründet sich das Lustprinzip, das vollständig eigentlich Luststreben-Unlustvermeiden-Prinzip heißen müsste – was deutlich macht, dass beide Motive der Möglichkeit nach Gegenteiliges vorgeben können. Eine zweite Linie der Begründung allgemeiner menschlicher Konflikthaftigkeit liegt im Erfordernis verbindende und trennende Aspekte in Beziehungen in der Balance halten bzw. eine Ambivalenz aus »positiven« und »negativen« Affekten, Wünschen nach Nähe und solchen nach Abgrenzung psychisch tolerieren zu können. Die dritte Linie menschlicher Konflikthaftigkeit aus psychoanalytischer Perspektive, die damit in Verbindung steht, ist in der Theorie ödipaler Konflikte zu sehen. Kurz gesagt geht es darin bei Freud (z. B. 1916/17, S. 344 f.) darum, dass ein Kind sich (zärtliche) exklusive Nähe zu einem Elternteil wünscht und dabei darauf stößt, dass der Platz dort schon vom anderen Elternteil besetzt ist (bereits Freud beschreibt vier Varianten von Junge und Mädchen zu Vater und Mutter). Das mobilisiert Rivalitäts- und »Beseitigungs-«Wünsche. Konflikthaft ist dies nicht bloß deshalb, weil man hier »den Kürzeren« ziehen könnte, sondern schlicht deshalb, weil der »störende« Elternteil als Dritter nicht bloß aus dem Weg soll, sondern ebenso geliebt und als Figur in einem Geflecht von Beziehungen gebraucht wird, die Nähe und Abstand in Zweierbeziehungen zu moderieren hilft (vgl. a. Green, 2004; Barratt, 2019).

Seit Melanie Kleins Konzeption (z. B. Klein, 1928) kann gesagt werden, dass sich diese Entwicklungsaufgaben von Beginn des Lebens an stellen, bereits dort geht es um die Erfahrung, dass es in der Welt mehr als nur eine Beziehung gibt und sukzessive auch die Erfahrung, dass es passagere und relative Ausgeschlossenheit aus Beziehungen geben kann, der wir ausgesetzt sind. Anders ausgedrückt: Wir finden in der Welt auch andere Beziehungen als nur die, die andere zu uns haben, wir »merken«, dass diejenigen Personen, zu denen wir in Beziehung stehen, manchmal auch zueinander in Beziehung stehen. In seiner Grundstruktur bleibt der Ödipuskonflikt dann in zeitgenössischer Perspektive nicht begrenzt auf klassische Konzeptionen von Familie oder Geschlecht, sondern lässt sich auch auf die Elternschaft gleichgeschlechtlicher Partner oder alleinerziehende Elternteile beziehen. Zusammengefasst kann man sagen, dass sich ödipale Konflikte um Generationen- und Geschlechterunterschiede drehen und um die Auseinandersetzung damit, dass es Beziehungen zwischen mehr als zweien (bzw. andere als die zu einem selbst) gibt (Storck, 2018b).

2.3 Besonderheiten der psychoanalytischen Theorie des Denkens: Repräsentanz und Symbolisierung

Der Psychoanalyse geht es um die Darstellung des Psychischen als einer Welt der Repräsentanzen (von uns hier synonym mit Vorstellungen verwendet) (Storck, 2019c). Damit ist bereits terminologisch auf den Punkt gebracht, dass es um die Konzeptualisierung dessen geht, wie sich konkrete Interaktionserlebnisse in psychischen Beziehungsvorstellungen niederschlagen. Diese können als die »Bausteine« des Psychischen gelten, aus ihnen lassen sich Repräsentanzen von Selbst und Anderen herauslösen. Dass letztere psychoanalytisch meist unter dem missverständlichen Begriff »Objekte« auftauchen, hat mit der Begründung in Freuds Triebtheorie zu tun. »Objekt« meint zunächst Objekt triebhafter Besetzung, letztlich aber nichts anderes als das Vorstellungsobjekt, gebildet in Auseinandersetzung mit der konkreten Person der interpersonellen Welt (vgl. zur unbelebten Objektwelt z. B. Searles, 1960).

Zwei entwicklungspsychologische Figuren unterliegen der psychoanalytischen Theorie der Repräsentanzwelt, einmal Konzeptionen des Erlebens von Getrenntheit zwischen Selbst und Nicht-Selbst, einmal Überlegungen zur Symbolisierung.

In den meisten psychoanalytischen Theorien wird von einer primären Ungetrenntheit zwischen Selbst und Nicht-Selbst zu Beginn der psychischen Entwicklung ausgegangen. Winnicott (1960, S. 587) formuliert, es gebe »so etwas wie das Baby« nicht (d. h. im subjektiven Erleben nicht als unterschieden von der Umwelt), was bedeutet, dass es in der Erlebnisperspektive in einer Art Selbst-Universum lebt, in der alles zu ihm gehört. Es sind Erfahrungen von Berührtwerden als Erfahrungen von Kontakt an einer Grenze, die über eine Internalisierung von Körpergrenzen (und dem Spüren eines »anderen« Körpers) auch zu einer psychischen Konzeption des Selbst in Relation zum Anderen führen kann. Mit diesen Konzeptionen stehen Modelle der Symbolisierung und deren Entwicklung in enger Verbindung. Entwicklungspsychologisch ist hier besonders relevant, wie Abwesenheit in der Wahrnehmung in Anwesenheit in der Vorstellung umgesetzt werden kann. Gemeinhin wird davon ausgegangen, dass es eine »hinreichend gute« frühe Bezugsperson sein soll, die dem Kind Entwicklung ermöglicht, auch dahingehend, ihm entwicklungsangemessene Frustrationen zuzumuten bzw. kann gesagt werden, dass unmittelbare und immerfort währende Befriedigung von Bedürfnissen sich gar nicht realisieren lässt, sodass Mangel, Abwesenheit und auf diese Weise auch Getrenntheit und Differenz spürbar werden. Erste Vorstellungen davon, »wo Mama ist«, wenn sie nicht bei einem ist, helfen bei diesem Entwicklungsschritt 3 . Auf diese Weise nämlich kann der Gedanke »Mama ist nicht da«, eine Negation in der Wahrnehmung also, seinerseits negiert werden zu »Mama ist nicht nicht da«, denn sie ist in der Vorstellung anwesend, als inneres Objekt, das erinnert, vermisst und dessen Rückkehr ersehnt werden kann. Dabei nun hilft der »Vater« bzw. jemand, der eine zur primären Bezugsperson alternative Beziehung anbietet, auf zweierlei Weise: Einmal liefert er eine Erklärung für die Abwesenheit (gibt ihr einen Platz außerhalb von einem selbst), und einmal bietet er eine alternative Beziehung an, die Abwesenheit tolerabel werden lässt und Nähe und Abstand in der Dyade zu moderieren, zu begrenzen und zu öffnen hilft.

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