Peter Gerdes - Verrat verjährt nicht

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Ein Toter im Oldenburger Jachthafen gibt Hauptkommissar Stahnke Rätsel auf. Der Fundort verweist auf die Journalistin Olivia Dressel. Diese vermutet, dass die Platzierung der Leiche bei ihrem Boot kein Zufall war. Der Tote hat eine KZ-Häftlingsnummer auf seinem Arm tätowiert, doch ist er offensichtlich zu jung dafür, dass es seine eigene sein könnte. Aber wem gehört sie? Stahnke taucht auf der Suche nach Täter und Motiv in die deutsche Vergangenheit ein. Die Verbrechen von damals haben Folgen. Rache führt zu neuem Leid – Verzicht auf Rache ebenso …

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Erhard stieß die Tür zur Speisekammer auf. Der niedrige Raum war mit langen Regalen aus ungehobelten hölzernen Latten vollgestellt, und jedes dieser Regale war vollgepackt mit stabilen Pappkartons. Alle trugen den gleichen Aufdruck: »Natronseife«. Die Raumluft war geschwängert mit dem intensiven Geruch von Fett und Glyzerin. Erhard zählte die Kartons auf dem ganz rechts stehenden Regal ab und zog den fünften hervor, der genauso intensiv roch wie die anderen. Sein Inhalt bestand auch aus Seifenriegeln – jedenfalls die obersten beiden Schichten. Darunter befanden sich Geldscheine, ordentlich gebündelt und geschichtet. Erhard Köhler nahm eines davon heraus. »10.000«, stand auf der Banderole, mit Bleistift und in seiner Handschrift.

»Gib her.« Hasko Zander riss ihm das Bündel aus der Hand und steckte es in die Tasche seiner Uniformjacke. »Rest wird verrechnet. Ist sowieso bald wieder eine Ausschüttung fällig, stimmt’s? Das Haus in der Langen Straße. Glaubt nicht, ich hätte den Verkauf nicht mitgekriegt. Sauber getarnt übrigens. Wo kriegt ihr die Strohmänner bloß immer her?«

»Für Geld bekommst du alles«, gab Georg Zander knurrig zurück. »Strohmänner für die getarnten Verkäufe gehen jedes Mal vom Gewinn ab, vergiss das nicht! Von wegen Ausschüttung. Wir müssen liquide bleiben. In nächster Zeit wird es eine Menge Immobilienverkäufe geben. Das heißt für uns viele Ankäufe. Mit Nebenkosten. Ohne Bargeld geht nichts.«

»Ach Bruderherz, ihr macht das schon.« Hasko Zander klopfte sich auf die Jackentasche: »Du und deine zweibeinige Rechenmaschine. Fürs Erste bin ich abgefunden. Sorgt ihr nur dafür, dass die Kuh auch weiterhin so viel Milch gibt!« Er stampfte über den Flur davon, und Erhard registrierte, dass auch er das Horst-Wessel-Lied pfiff.

Georg Zander fluchte leise vor sich hin. »Was der wohl glaubt, dieser Wichtigtuer! Keinen Finger rühren, aber abkassieren. Ewig geht das nicht mehr so weiter. Nichts geht ewig, gar nichts.«

Erhard Köhler merkte auf. »Hast du etwas gehört?«, fragte er leise. »Gibt es Untersuchungen?«

»Untersuchungen gibt es ständig«, erwiderte Georg Zander leise. »Sogar mit der Aufforderung, speziell auf Tarnverkäufe zu achten. Partei und Staat haben doch längst gemerkt, wie viel Beute ihnen durch die Finger rinnt. Die Juden werden nicht ohne Grund zur Emigration gedrängt. Deren Besitz ist längst verplant. Glaubst du, die ganzen Panzer, Flugzeuge und U-Boote gibt’s für lau?«

Erhard überlegte einen Moment. »Wie viel Zeit haben wir noch?«, fragte er dann.

»Zeit? Ein Jahr, vielleicht zwei, aber nur, wenn wir ganz vorsichtig sind.« Zander schaute seinen Kompagnon scharf an: »Mit unseren Geschäften. Oder was hast du gemeint?«

»Unsere Geschäfte, was sonst«, antwortete Erhard. »Was sonst.«

»Mach dir keinen Kopf«, sagte Georg Zander. »Kümmere du dich um den Schreibkram, wie immer, und um den Transport morgen. Ordentliche Papiere und so, kennst du ja. Ich kümmere mich ums große Ganze. Wenn es zu heiß wird, kriege ich das schon rechtzeitig mit.« Sein Blick, der forschend auf Erhard Köhlers Miene ruhte, nahm für ein paar Augenblicke eine freundschaftliche Verbindlichkeit an. »Dir wird schon nichts passieren. Nicht, solange ich meine Hand über dich halte, verstehst du?«

Er verabschiedete sich und verließ das Haus, ihre Basis, ihr wunderbar unauffälliges Versteck am kleinbäuerlichen Rand von Osternburg. Erhard Köhler sah ihm nach, bis er seinen an der nächsten Straßenecke abgestellten Wagen bestiegen hatte und davongefahren war. Dann machte er sich daran, auftragsgemäß die morgige Lieferung vorzubereiten. Solang er seine Hand über mich hält, dachte er dabei. Er spürte ein mulmiges Gefühl in der Magengrube. Solang. Also nicht für immer. Es wird demnach brenzlig. Für die Juden, die Kommunisten, die Sozis und Gewerkschafter, die Bibelforscher, die Schwulen, soweit sie keine SS-Uniform tragen, natürlich auch für die Neger. Und für uns Zigeuner nicht? Mehr als unwahrscheinlich. Wir sind bloß noch nicht dran. Das wird aber kommen. Schritt für Schritt. Und was dann?

Dann, beantwortete Erhard seine eigene Frage, werde ich vorbereitet sein. Gute Vorbereitung hieß gutes Geld. Noch besser Gold und Edelsteine. Papierscheine galten nur etwas, wenn ein starker Staat dahinterstand, und wer konnte in diesen Zeiten sagen, welcher Staat wie lange stand? Und welcher welchem standhielt? Solange Georg Zander seine Hand über ihn hielt! Du falscher Hund, dachte Erhard. Wenn es eng wird, ist deine Hand doch schneller weg, als ich sie beißen kann. Ihm fühlte er sich nicht verpflichtet, von Anfang an nicht. Nur seiner Familie. So hatte er auch gehandelt. Bis heute unbemerkt. Genauso würde er weitermachen, solange das so blieb.

Also bestimmt nicht ewig.

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