Hannes Giessler Furlan - Verein freier Menschen?

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Ihrer Idee nach sollte die kommunistische Gesellschaft viel gerechter als die kapitalistische sein und überdies nach Marx ein »Verein freier Menschen«. Doch im Namen des Kommunismus verwirklicht hat sich im 20. Jahrhundert vor allem eine totalitäre Gesellschaft. Die Ursachen des Misslingens sucht Hannes Giessler Furlan dort, wo der Kommunismus ansetzte: in der Ökonomie. Mit Sympathie für die Beweggründe, aber ohne falschen Respekt zeigt der Autor, wie die kommunistische Idee eines vernünftig eingerichteten Produktionsprozesses in der Realität einen gewaltigen Staats- und Planungsapparat bedingte, wie sie scheiterte, und was von ihr übriggeblieben ist.

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Fragen der Dialektik (1963/64) an: dass »rationale Planung ihrem eigenen Wesen nach mit der Herrschaft verbunden ist« (zit. n. Braunstein 2011: 276). An anderer Stelle formuliert Adorno einen ähnlichen Zweifel, zwar in Hinsicht auf musikalische Komposition, aber doch mit ökonomischer Note: »Die Frage aller Musik ist: wie kann ein Ganzes sein, ohne daß dem Einzelnen Gewalt angetan wird. Die Lösung dieser Frage hängt aber jeweils ab vom gesamten Stand der musikalischen Produktivkräfte, und zwar so, daß, je höher diese entwickelt sind, die Lösung in immer größere Schwierigkeiten gerät.« (Adorno 1937–1969: 62) Last, not least als Quellen der Inspiration für das vorliegende Buch sind die sozialismuskritischen Bücher der liberalen Ökonomen Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek zu nennen. 3Während jedoch Mises und Hayek Apologien der kapitalistischen Marktwirtschaft verfassten, steht das vorliegende Buch unter einem anderen Stern. Hier handelt es sich um eine Kritik des Kommunismus, die dessen Beweggründe teilt und der Marx’schen Kritik der kapitalistischen Gesellschaft verbunden ist. Man könnte auch sagen: Der Autor laboriert am Kommunismus.

Und der Marxismus? Wie hat dieser die Enttäuschung, das Scheitern des Kommunismus aufgearbeitet? Auf der einen Seite des Spektrums stehen die Marxisten, die den Realsozialismus kritisieren, um den Kommunismus vor ihm zu retten. Sie interpretieren den Realsozialismus als Abirrung vom Kommunismus. Einige von ihnen erblicken das realsozialistische Übel in der Vormachtstellung der Bürokratie (z. B. Leo Trotzki und Ernest Mandel) oder in der Klassenherrschaft durch die Bürokratie (z. B. Bruno Rizzi und Milovan Djilas), andere deuten den Realsozialismus als Staatskapitalismus (Tony Cliff) oder als Marktwirtschaft plus Staatsbourgeoisie (Charles Bettelheim). 4Diesen marxistischen Kritikern des Realsozialismus ist die Zuversicht gemeinsam, dass der eigentliche Kommunismus noch verwirklicht werden könnte. Auf der anderen Seite des Spektrums stehen Marxisten, die vom Kommunismus, wie er bei Marx angedacht war, angesichts des Realsozialismus Abstand genommen haben und weder für Kommunismus noch für Kapitalismus, sondern für einen dritten Weg plädieren, zum Beispiel für Konkurrenzsozialismus (Oskar Lange, Abba P. Lerner), Reformsozialismus (Rezső Nyers, Ota Šik) oder unterschiedlichste Formen von Marktsozialismus (Deng Xiaoping, Anthony Giddens). Solches Abrücken vom Kommunismus erscheint in diesem Buch verständlich, der dritte Weg allerdings wird nicht weiterverfolgt. Das Buch präsentiert keinen Ersatz, sondern hält inne. Es verharrt in Aufarbeitung.

2015 hat Axel Honneth, ein Nachfahre der Kritischen Theorie, in einem Essay den Sozialismus rekapituliert und für Marktsozialismus plädiert: Der Sozialismus, wie er war, habe zu engstirnig auf die Abschaffung des Marktes zugunsten planmäßiger Kontrolle gesetzt. 5Vielleicht, so blickt Honneth voraus, wären andere Märkte, als die kapitalistischen es sind, die Lösung. Einerseits ist diese vage Position vor dem Hintergrund der historischen Erfahrungen verständlich. Andererseits klingt darin die Position der Sozialdemokratie an, die sich vom Sozialismus entfernt hat und das nicht zufällig. Was Honneth als Dogma moniert, ist doch die Grundidee von Kommunismus und Sozialismus: die Idee, die Produktionsmittel zu sozialisieren und die ökonomischen Verhältnisse der Gesellschaft vernünftig zu gestalten und die Märkte durch Planung zu ersetzen. Ohne diese Grundidee bleibt nicht viel übrig, was den Sozialismus als Gesellschaftsalternative auszeichnet. Gleichwohl ist Honneth in einem wichtigen Punkt Recht zu geben: Der Sozialismus vernachlässigte in der Fixierung auf die Ökonomie genaue Überlegungen, wie eine sozialistische Demokratie aussehen könnte, und vermochte es in diesem Mangel später nicht, die sozialistische Einparteienherrschaft aus sich heraus zu verhindern (Honneth 2015: 63).

Dass der Kommunismus in der Praxis zu einem System totalitärer Herrschaft wurde, hatte vermutlich verschiedene Ursachen. Neben der Ignoranz und Arroganz der kommunistischen Klassiker gegenüber Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Parlamentarismus gehören wahrscheinlich dazu: die Idee der Diktatur des Proletariats, der verkappte religiöse Eifer bzw. der politische Messianismus des Kommunismus, dessen Frontstellung gegen herkömmliche Religionsgemeinschaften, das absolutistische Erbgut, das dem Sozialismus in Russland und China innewohnte, die teils brachiale Zentralisierung der sozialistischen Vielvölkerstaaten und die kriegerische Weltsituation (Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg, atomare Bedrohung), in der er sich immerzu behaupten musste. All diese Ursachen stehen nicht im Zentrum der folgenden Untersuchung. Im Zentrum steht die Ökonomie des Kommunismus. Ohne solche Konzentration, in der Anderes aus dem Blick gerät, keine Erkenntnisse. Mögen diese hernach durch jene, die die Ursachen zu überblicken wissen, ins Gesamtbild des Realsozialismus eingeordnet werden. Und mögen diese Erkenntnisse jene Marxisten und Kommunisten ins Grübeln bringen, die es gewohnt sind, das Scheitern des Kommunismus bzw. Sozialismus nur auf äußere Faktoren (Weltimperialismus) oder falsches Personal (Stalin) zurückzuführen. Und mögen diese Erkenntnisse jenen nicht als Munition dienen, die nichts für die Beweggründe des Kommunismus übrighaben.

Vor allem richtet sich das Buch an solche Leser, die an der Aufarbeitung des Kommunismus interessiert sind, gerade weil sie dessen Utopie von Mitmenschlichkeit zu schätzen wissen – eine Utopie, die gegen das Elend Einspruch erhebt, in dem weltweit viele Arbeitslose und Arbeiter leben müssen.

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