Till Weber - Tokyo - eine Biografie

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Tokyo ist mit seinen 35 Stadtbezirken und über 9 Millionen Einwohnern heute die größte Metropolregion der Welt. Politiker, Fürsten und Unternehmer, aber auch Reisende, Künstler, Erfinder, Gelehrte, Handwerker und einfache Leute prägten die Stadt im vergangenen Jahrtausend. Ihre Lebensläufe führen die ganze Farbigkeit und Lebendigkeit dieser faszinierenden Metropole vor Augen. Als im 15. Jahrhundert der Kriegsherr Ota Dokan eine kleine Stadtsiedlung neben eine alte Burg und ein Fischerdorf namens Edo setzte, konnte niemand ahnen, dass dieses Edo um 1700 mit einer Million Einwohner die größte Stadt der Welt sein würde. Zu verdanken war das dem Fürsten Tokugawa Ieyasu, der 1590 nach Edo kam und aus dem Provinznest seine Hauptstadt machte, in der 15 Generationen seines Hauses als Shogune regierten.

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935 war es ebenfalls ein Minamoto, ein Landadliger im Osten wie Masakado, der diesen attackierte, was an sich so wenig bemerkenswert war wie eine lokale Ritterfehde im deutschen Mittelalter. Es wurde jedoch eine Kette von Ereignissen ausgelöst, die den zunächst gegen seine Lokalrivalen siegreichen Masakado in Konflikt mit dem Kaiserhof brachte, als er 939 aus nicht ganz geklärten Gründen den Sitz des kaiserlichen Gouverneurs der Provinz Hitachi, nördlich des heutigen Tōkyō, stürmte. Nun war der Rubikon überschritten, Taira Masakado war zum Rebellen gegen seinen Kaiser geworden.

In typischer Samuraimanier entschied sich Masakado für die offensive Variante: Anstatt in seiner Provinz sitzen zu bleiben und auf das Erscheinen einer kaiserlichen Strafexpedition zu warten, eroberte er die Hauptquartiere von acht weiteren kaiserlichen Provinzen, die schon im Wesentlichen das Gebiet des heutigen Kantō ausmachten. Wer A sagt, sollte auch B sagen, also ließ Masakado sich zum »Neuen Kaiser« ausrufen und begann, einen Hof mit Palast in Shimōsa aufzubauen, so berichtet jedenfalls die Quelle Shōmonki . Ob sich eine Usurpation wirklich in dieser dramatischen Zuspitzung vollzog oder Masakado einfach eine starke Position aufbaute, um einen günstigen Pardon aushandeln zu können, muss dahingestellt bleiben. In jedem Fall wurde der Kaiserhof auf dem falschen Fuß erwischt, denn er hatte bereits gleichzeitig mit den Folgen von Naturkatastrophen, Piratenangriffen und anderen Aufständen zu kämpfen.

Masakados »Kaisertum« währte trotzdem nur wenige Monate, denn schon im Frühjahr 940 erschien eine starke kaiserliche Armee, die seine Truppen schlug. Taira Masakado fiel in der Schlacht, auch dies gehört zum Konzept des wahren Samurai. Am 10. Tag des 5. Monats wurde sein abgeschlagener Kopf am Ostmarkt der Hauptstadt öffentlich zur Schau gestellt. Dort verblieb er allerdings nicht auf Dauer, denn, so berichten die Legenden, der Kopf flog nach drei Monaten weg und landete in Shibazaki, dem späteren Edo/Tōkyō, immerhin fast 500 km weiter im Osten Japans. Die erschrockenen Fischer und Bauern dort schufen ihm ein Schädelgrab und begannen sich Sorgen zu machen, welches Unheil der Geist dieses Rebellen wohl anrichten könnte. Außerdem gab es anscheinend auch ein Gefühl der Anerkennung für den tapferen Aufstand gegen die ferne, ungeliebte Machtzentrale durch einen Mann aus der eigenen Region (Auch viel später, als Edo/Tōkyō längst selbst zum Machtzentrum des Landes geworden war, empfand man Freude in mancher Provinz, »denen da« in der Hauptstadt einmal eins auswischen zu können).

In Japan geht man davon aus, dass unbillig aus dem Leben Geschiedene böse Geister werden können, die sich an später Lebenden rächen. Nun ist das Schädelgrab von Tōkyō - Ōtemachi zwar leer, wie man seit 1923 weiß; aber man kann ja nie wissen. Tatsächlich wurden im Laufe der auf den Schädelflug folgenden Jahrhunderte immer wieder Zusammenhänge zwischen Phasen der Vernachlässigung des Grabes und ungünstigen Ereignissen wie Naturkatastrophen beobachtet. Besonders heftig spielte Masakado dem Finanzministerium mit, dessen Gebäudeneubau nach dem großen Erdbeben von 1923 auf Kosten des Schädelgrabs ging. Plötzlich gab es eine große Zahl unerklärlich versterbender oder bei Unfällen umkommender Mitarbeiter, darunter der Finanzminister Sasoku Seiji selbst – insgesamt 14 Tote in zwei Jahren. 1928 ließ man sicherheitshalber das Finanzministerium an dieser Stelle abreißen und das Schädelgrab restaurieren, woraufhin die Unfälle zunächst endeten, bis 1940, fast auf den Tag genau 1.000 Jahre nach Taira Masakados Tod, ein Blitz in einem Regierungsgebäude in Ōtemachi einschlug. Der folgende Großbrand zerstörte neun Regierungsbehörden, darunter das Finanzministerium.

Der entsetzte Finanzminister rief Shintō-Priester zu Pazifizierungsritualen herbei und ließ das Schädelgrab aufwändig in seinen Originalzustand von vor 1923 versetzen. Darüber hinaus verlegte er das Finanzministerium in das heutige Regierungsviertel Kasumigaseki in sicherer Entfernung. Das Land mit dem Schädelgrab fiel an die Stadt Tōkyō und bis heute hat sich hier ein vornehmes Geschäftsviertel entwickelt. Es sind die Firmen in den besonders gefährdeten Nachbargebäuden, die kein Risiko eingehen wollen und immer wieder Angestellte abstellen, um das Schädelgrab zu pflegen und zu schmücken, damit der rebellische Geist des Taira Masakado besänftigt wird.

Der erste Stadtgründer Ōta Dōkan (1432 – 1486)

In den Jahrhunderten vor und nach Taira Masakado galten die Provinzen »östlich der Bergkette« (Kantō) als zurückgeblieben und für einen kultivierten Menschen aus dem Kansai-Gebiet (den Provinzen »westlich der Bergkette« einschließlich der Hauptstadt Kyōto) als unerträglich. Die Bewohner des Kantō-Gebiets wurden als azuma ebisu (»östliche Barbaren«) bezeichnet, und das waka -Gedicht des aus Kyōto stammenden Adligen Ariwara Narihira (825 – 880) wurde zu einem Klassiker, der die Einsamkeit eines gebildeten Reisenden in dieser Region ausdrückte. Er hatte einen ihm unbekannten Vogel gesehen und von den Einheimischen erfahren, dass man diesen »Hauptstadtvogel« nannte.

»Wenn, wie dein Name sagt,

Du ein Vogel der Hauptstadt bist,

Dann sag mir bitte dieses:

Ist die Person, die ich zuhause liebe,

Noch am Leben oder nicht?«

Diese trostlose Momentaufnahme kontrastiert mit einem anderen waka -Gedicht, das in derselben Region 1486 als Sterbegedicht von Ōta Dōkan verfasst wurde:

»Hätte ich nicht gewusst,

Dass ich schon

Tot bin,

Beklagte ich den Verlust

Meines Lebens.«

Was war es, dass das Leben im Osten so viel lebenswerter gemacht hatte für Ōta Dōkan? In der Tat hatte sich seit dem 9. und 10. Jh., den Zeiten von Ariwara Narihira und Taira Masakado, viel verändert in der Region. Dazu gehörten das Auftreten des Ortsnamens »Edo« und ein bedeutender zivilisatorischer Aufschwung.

Ariwaras Kantō war noch im Wesentlichen eine einzige Graswüste mit vielen Sümpfen, die den größten Teil der Musashi-Ebene einschließlich des heutigen Stadtgebiets von Tōkyō bedeckte. Nur zwei Überlandstraßen führten vom Landeszentrum im Westen hierher, die Tōkaidō am Pazifik entlang sowie die Tōsandō über die Bergketten, die man heute auch als die Japanischen Alpen bezeichnet. Es gab reichlich Wasser von Flüssen, allen voran vom Arakawa und dem mächtigen Tonegawa, der den Kantō in einen Nord- und Südteil teilt. Häufige Überschwemmungen weiter Teile der Ebene erschwerten das Leben der wenigen Bauern, und auch von Mückenplagen wird berichtet. Am Meer gab es Fischer, außerdem wohnten Gruppen rauer Krieger vom Schlage des Taira Masakado und seiner Rivalen auf ihren Anwesen. Einer von diesen war der lokale Machthaber Edo Shigenaga, der ein Parteigänger der Minamoto war, die 1185 ihre neue Hauptstadt und den Sitz des Shōgun, also des faktischen Machthabers des Landes, nach Kamakura im Süd-Kantō verlegten. »Edo« bedeutet »Tor zur Bucht«, und bezog sich auf den von der gleichnamigen Familie kontrollierten Landstrich an der heutigen Bucht von Tōkyō. Die Stelle lag strategisch günstig am weiten Delta des Tonegawa. In der Nebenbucht von Hibiya gab es reichlich Fisch zu fangen, der Hirakawa-Fluss gab Frischwasser und die Kōjimachi-Hügel boten Schutz vor Überschwemmungen und Feinden. Zudem gab es einen Weg entlang der Küste nach Kamakura. Edo Shigenaga errichtete auf den nördlichen Hügeln eine Befestigungsanlage, das erste Fort Edo.

Im späten 15. Jh. wurde der größte Teil des südlichen Kantō-Gebiets vom Fürsten Uesugi Sadamasa (1443 – 1494) kontrolliert, der als sechste Person vom Shōgun zum Kantō kanrei ernannt worden war, also zu seinem offiziellen Stellvertreter in dieser Region. Das Shōgunat war zur Familie Ashikaga gewechselt, die in Kyōto residierte, und der Kantō kanrei hatte Kamakura zu seiner Regionalhauptstadt gemacht. Einer der Hauptvasallen der Uesugi war der 1432 geborene Ōta Sukenaga, ein robuster Kriegsmann. Ōta war vor allem als Stratege bekannt und erkannte die günstige Lage des alten Forts Edo. 1457 begann er umfangreiche Bauarbeiten und es entstand eine neue Burg, welche die Keimzelle der späteren Burg der Tokugawa-Shōgune und auch die Stätte des heutigen Kaiserpalastes werden sollte.

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