Gottlinde Tiedtke - Ein Leben in zwei Welten

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Die Geschichte einer Familie, die durch Träume und Vorahnungen über Generationen hinweg zu Babaji, einem Mahavatar im Himalaya fand.
Vollgepackt mit mystischen Erfahrungen, einzigartigen Begegnungen und wertvollen Lehren. Gottlinde Tiedtke nimmt die Leser mit auf eine fantastische spirituelle Reise. Sie erzählt von unglaublichen Begebenheiten in den Wirren des ersten und zweiten Weltkrieges, von den außergewöhnlichen Erfahrungen einer achtjährigen Ordenszeit bei Self-Realization Fellowship, gegründet von Paramahansa Yogananda, und von unvergesslichen Augenblicken bei Babaji, den sie mit Ihrer Familie über sechs Jahre lang am Fuße des heiligen Berges Kailash in Indien besuchte.

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Babaji ist keine Religion, sondern Wahrheit, Einfachheit und Liebe

Sadhus, Dämonen und ein Weltenwandler

Karma Yoga

Der Himmel ist in uns und alle Wege führen zu Babaji

Herr der Elemente

Gott kennt keine Grenzen - er ist wahre Liebe

Ein Koch, ein Schirm und eine Schlange

Die große Reise

Ein Abschied, der keiner ist

Haidakhan ist überall – Jahre der Erkenntnis

Von der Überwindung des Geistes und dem anderen Haidakhan

Ein Buddha, ein Kind und ein König, der den Kopf verliert

Epilog

Briefe aus Haidakhan

Hansu Babas Tagebuch

Chandras Tagebuch

Babajis Lehren

Glossar

Literaturhinweise

Fußnoten

Impressum

Die Gabe

Man hatte meiner Mutter wohl die Gabe der Traumvorhersehung in die Wiege gelegt. Bereits im Alter von fünf Jahren träumte sie alltägliche und auch erschreckende Dinge voraus. Die Träume sollten es sein, die unser aller Leben über Generationen hinweg bestimmen und leiten sollten.

„Na, wie haben wir denn heute Nacht geschlafen?“, fragte mein Großvater meine Mutter, während er gemütlich auf der Ofenbank saß und in der bunten Kaffeemühle den Frühstückskaffee mahlte. Die Luft war durchtränkt vom Duft frisch gemahlenen Kaffees.

„Papa, ich habe geträumt, dass sie heute einen Toten bringen, und du musst da sein zum Unterschreiben“, erzählte meine Mutter eifrig.

Mein Großvater war Schulleiter, zweiter Bürgermeister und Kantor. Kurz nach dem Frühstück klopfte es und der Gemeindehelfer stand vor der Tür.

„Herr Kantor, wir haben einen Toten dabei, anscheinend wieder ein russischer Gefangener, der sich verirrt hat. Wir brauchen Ihre Genehmigung für die Durchfahrt nach Sebnitz.“

Mein Großvater nickte und unterschrieb.

Wir schrieben das Jahr 1914 und der Erste Weltkrieg hatte gerade begonnen. Russische Gefangene wurden zur Zwangsarbeit verpflichtet und nutzten jede Gelegenheit zur Flucht. Dann verirrten sie sich in der steinigen, kargen Landschaft der sächsischen Schweiz und starben kläglich.

Meine Mutter war unerschrocken und neugierig. Es reizte sie ungemein, den Toten genau zu studieren. In einem Augenblick, in dem sie sich unbeobachtet wähnte, zog sie leicht an dem Tuch, das sein Gesicht bedeckte.

Ihr Vater ertappte sie und fragte leise: „Ist das der Mann aus deinem Traum?“

„Ja, ich erkenne ihn wieder, genau so sah er aus.“

Für meinen Großvater war dieser Vorfall nicht außergewöhnlich. Meine Mutter hatte schon oft etwas vorausgeträumt und empfand diese Fähigkeit als vollkommen normal, ja sie glaubte sogar, dass jeder über sie verfügte.

Meine Mutter war die Älteste von sechs Geschwistern, benannt nach der Heiligen Johanna von Orleans, die meine Großmutter zutiefst bewunderte. Diese war eine sehr resolute Frau, klein von Gestalt, aber mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gesegnet.

So wie auch meine Urgroßmutter Katharina, die bereits zur damaligen Zeit viel Aufsehen auf sich zog, als sie ganz in Schwarz gekleidet mit ihrer Kutsche bei Wind und Wetter über die Kämme des Erzgebirges fegte, um das von ihren Sägemühlen erwirtschaftete Geld einzutreiben.

Meine Urgroßmutter Katharina hatte ihrem Mann das Leben gerettet, als die Franzosen ihn 1870 im Krieg erschießen wollten.

An einem schönen Sommertag sah sie die Feinde von weitem kommen und band ihn kurzerhand unter das Mühlrad, wo er unentdeckt blieb – und überlebte.

Nach zwölf Ehejahren starb mein Großvater und ließ sie mit zwölf Kindern zurück. Jedes von ihnen trug einen Namen aus einer Oper: Tristan, Isolde, Melusina, Aida, Carmen, Salome, Giovanni, Othello, Genoveva, Daphne, Carlos und Tosca.

Meine Großmutter Tosca wurde im November 1882 geboren. Sah man von einem missgestalteten Klumpfuß ab, war sie von schöner Statur. Sie hatte dunkelbraune, fast schwarze Augen, denen nichts zu entgehen schien. Ihre langen dunklen Haare trug sie immer in einem strengen Dutt. Meine Großmutter war pragmatisch, schon damals sorgte sie dafür, dass jedes ihrer Kinder eine gute Ausbildung erhielt. Das galt auch für meine Mutter, die wie sie zur Diakonissenschwester ausgebildet wurde.

Was meine Großmutter Tosca aber wirklich auszeichnete, waren ihre intuitiven Fähigkeiten. Nachdem sie viele Jahre als Krankenschwester gearbeitet hatte, entschied sie sich eines Tages, auf Bitten eines Arztes eine Stelle in der nah gelegenen Heilanstalt für psychisch kranke Menschen anzunehmen.

Meine Mutter interessierte sich brennend für die Geschichten der sogenannten „Verrückten“.

Einmal erzählte meine Großmutter von einer Frau, die in jeder ihrer Schwangerschaften derart durchdrehte, dass ihr Mann sie in einem Möbelwagen anliefern musste, da sie wild um sich schlug und alles demolierte. Obwohl sie eine zarte Person war, hatte sie eine unglaubliche Kraft. Niemand traute sich an sie heran, aber meine Großmutter ging ruhig und gefasst auf sie zu, sah ihr in die Augen und sprach mit ihr. Dann wurde die Frau ganz handsam und benahm sich wie ein erschöpftes Kind.

Kurz nach der Geburt waren alle Symptome verschwunden und sie war wieder vollkommen normal.

Eine andere Frau, eine sehr vornehme Dame, die von ihrem Mann betrogen worden war und dies nicht verwinden konnte, hatte meiner Großmutter aus Apfelkernen und Haar in mühseliger und unvorstellbarer Feinarbeit einen ganzen Mantel geknüpft. Als diese Frau dann Jahre später starb, schlug die Uhr, obwohl diese sonst niemals zu dieser Stunde die Zeit verkündete.

Während der Erste Weltkrieg tobte, wurden viele Ärzte an die Front geschickt. Die Frauen traten an ihre Stelle, mussten die Kranken pflegen und manchmal sogar den Mediziner ersetzen. Meine Großmutter war pausenlos im Einsatz, denn nach ihrer Heirat hatte man sie zur Assistentin des hiesigen Landarztes erkoren. Als auch dieser einberufen wurde, war sie auf sich selbst gestellt. Dank ihrer Intuition und ihrem Wissen war sie sehr schnell im ganzen Umkreis bekannt. Sie arbeitete mit Kräutern, Homöopathie und Handauflegen.

Schließlich war Krieg und es gab kaum Medikamente.

Einmal kam ein Junge zu ihr, der sich den Griff einer Holzgabel ins Auge gerammt hatte. Der Augapfel hing weit heraus. Meine Großmutter desinfizierte kurzerhand die Augenhöhle und drückte den Augapfel wieder an seinen Platz zurück. Der Junge bekam keine Infektion und behielt sein Augenlicht.

Was Großmutter Tosca und meine Mutter Johanna verband, war eine Gabe, die sich mehr als einmal auch als Fluch erweisen sollte. Johanna war eine Seherin, sie wusste weit vor der Zeit, wenn ihre Patienten dem Tod geweiht waren. Auch sprachen diese innerlich zu ihr, bevor sie ihre Augen schlossen, und verabschiedeten sich. Jedes Mal schlug dann die Uhr zu einer unerwarteten Zeit, ein Glas zersprang und kurz darauf erzählte sie uns, wer gegangen war.

Die Truhen und der Teufel

Oftmals rief man meine Großmutter spät in der Nacht:

„Frau Kantor, können Sie bitte kommen, da ist wieder einer, der nicht sterben kann.“

Großmutter Tosca als Diakonissin mit ihrer Schwester Isolde Es war eine Zeit - фото 5

Großmutter Tosca als Diakonissin mit ihrer Schwester Isolde

Es war eine Zeit voller Aberglauben und Hexerei.

Viele überlieferte Sagen rankten sich um das raue Erzgebirge. Wenn jemand nicht sterben konnte, dann glaubte man, dass er es mit dem Teufel hielt.

Meine Großmutter berichtete von vielen solchen Fällen. Oft sagte sie dann: „Ja, mit dem lieben Gott hat dieser es nicht zu tun haben wollen. Ich habe ihm Pferdedung auf den Kopf gelegt, damit er endlich die Augen schließen konnte.“

Ich war nicht sonderlich erstaunt über solche Äußerungen.

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