Werner Kinnebrock - Kein Wissen ohne Glaube

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Kann ein Mensch ohne Glauben leben? Roboter tun das. Ihre Existenz basiert auf dem gesicherten Wissen, mit dem sie gefüttert wurden. Doch wehe, der Roboter wird aus seinem vertrauten Umfeld herausgerissen. Dann ist er hilflos und unfähig, damit zurechtzukommen. Anders der Mensch: Gerät er in eine solche Situation, wird er versuchen, sich das Neue und Unbekannte zu erschließen und sich eine Basis zu schaffen, um zu verstehen. Die menschliche Wissensbasis ist jedoch zu dürftig, um für alle Lebenssituationen Strategien und Sicherheit zu bieten. Werner Kinnebrock geht der Frage nach, wie weit wir mit Hilfe von Erfahrung und Wissenschaft in die Erkenntnis von Wahrheiten eindringen können. Wo ist die Grenze, an der das gesicherte Wissen aufhört und zwangsläufig der Glaube beginnt? Wo bleibt dabei der weltanschaulich-religiöse Glaube? Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard sagt: „Der Glaube kann nur im Sprung erreicht werden, der alles natürlich Verstehende hinter sich lässt.“ Damit ginge wahrer Glaube weit über Wissenschaftsgläubigkeit hinaus. Klar und fundiert und doch mit der nötigen Offenheit für das Unfassbare nimmt uns der Autor mit auf eine spannende Argumentationsreise.

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Die Meinungen der Fachleute sind geteilt, Spekulationen jeder Art blühen und gedeihen. Unstrittig scheint jedoch zu sein, dass die wiederbelebten Personen das, was sie gesehen haben, nicht in raumzeitliche Bilder übertragen können. Ein Zweiundzwanzigjähriger drückte es folgendermaßen aus: „Einerseits erlebte ich Bild nach Bild, dennoch waren sie alle gleichzeitig da. Es gab weder Raum noch Zeit.“

Fazit: Unser raumzeitliches Denken gestattet es uns offenbar nicht, existierende Phänomene oder Gegebenheiten außerhalb von Raum und Zeit so zu erkennen, dass wir deren Wesen voll erfassen.

Teilwahrheiten, Vorurteile, Verallgemeinerungen

Bilder bestimmen unser Denken. Sie sind Grundelemente, aus denen wir wiederum höherwertige Bilder und Vorstellungen „basteln“, wobei sich die sogenannten letzten Wahrheiten nicht in Bilder fassen lassen, da sie transzendent sind und sich uns auf diese Weise entziehen.

So wissen wir zum Beispiel nicht, warum das Universum entstand, wie sich Leben entwickeln konnte, was dunkle Materie und dunkle Energie im Weltraum sind, was die Ursache vieler Krankheiten ist und so weiter und so fort. Die Erkenntnis, dass unser Wissen Grenzen hat, ist wie ein Stachel im Fleisch der Wissenschaft, zugleich aber ein starker Motor, sich den Dingen auch anders zu nähern. Schließlich ist dem Menschen der Drang zu eigen, sich eine möglichst umfassende Übersicht über die Dinge des Lebens zu verschaffen. Und so stellt er zu den Phänomenen, die er sich nicht erklären kann, Theorien und Hypothesen auf.

In Bezug auf die existenziellen Fragen des Lebens sind das religiöse Vorstellungen – übergeordnete Konstrukte, wie wir sie in allen Kulturen, von den primitiven Lebensgemeinschaften in Urwäldern und Savannen bis hin zu den hochentwickelten Gesellschaften, finden. Anders ausgedrückt: Stoßen wir mit unserer Weltsicht an Grenzen und lässt sich die Frage nach Echtheit und Wahrheit mit den vertrauten wissenschaftlichen „Werkzeugen“ nicht mehr klären, dann erschaffen wir uns eine Vorstellung, wie es sein könnte oder sein sollte. Eine Realität, die eine Art relativer Wahrheit ist. Bildlich: Wir stempeln eine Sache ab, und die Aufschriften auf den Stempeln geben an, wie wir uns das Unbekannte denken. Und so wie amtliche Stempel ein Gütesiegel darstellen, bezeugt die Aufschrift unseres Stempels die Gültigkeit einer auf uns bezogenen, relativen Wahrheit.

Diese „Grenzstempel“, wie man sie nennen könnte, markieren unsere Realität, in der wir uns bewegen, und reklamieren eine Wahrheit, die wir nur selten in Zweifel ziehen. Mit ihnen verbindet sich ein Teil unserer Identität, sie ergänzen das Bild, das wir uns von der Welt wünschen oder das zu unserer ganzheitlichen Vorstellung der Welt passt. Zu unserer wohlgemerkt: der eines Individuums, einer Partei, einer Religionsgemeinschaft oder eines Staates. Andere haben andere Vorstellungen und setzen andere „Grenzstempel“, was dann leicht zur Ursache für Streit und im großen Rahmen sogar für Kriege werden kann.

Eine besondere Rolle bei dieser Art der gegenseitigen Ab- und Ausgrenzung spielen Vorurteile, weil sie Kenntnisse, die eigentlich allein für einen begrenzten Bereich gelten, verabsolutieren. Partielle Wahrnehmungen werden jetzt ganzheitlich erfahren. Wozu das im schlimmsten Fall führen kann, belegt ein Beispiel aus der Geschichte.

Als 1945 die Rote Armee deutsches Territorium erreichte, kam es zu zahlreichen brutalen Übergriffen der russischen Soldaten: Vergewaltigungen, willkürliche Verhaftungen und Schikanen waren an der Tagesordnung. Keine Frage, dass es sich vor allem um Reaktionen auf den von Hitler als „Vernichtungskrieg“ deklarierten Feldzug gegen die Sowjetunion handelte, die am Ende immerhin mehr als zwanzig Millionen Opfer zu beklagen hatte, die meisten davon Zivilisten. Verständlich, dass sich solch ungeheure Verbrechen ins Bewusstsein der russischen Soldaten eingebrannt hatten.

Da blieb kein Raum für eine relativierende Geschichtsbetrachtung. In den Augen der Rotarmisten waren alle Deutschen ausnahmslos verantwortlich und sollten bestraft werden. Dass nicht alle Anhänger Hitlers waren und es auch Nazigegner gab, das vermochten sie nicht zu differenzieren. Ihre persönliche Wahrnehmung der Naziverbrechen wurde total und ganzheitlich – sie wurde zum Vorurteil.

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