Hilmar Fuchs - Der Tanz des Kranichs

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Um das Jahr 1200 lebte in einem Tempel in den Wudang-Bergen ein daoistischer Mönch mit Namen Chang San-feng, ein Meister der Kampfkünste, um ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen und den Regeln des Dao zu folgen. Der Legende nach beobachtete er eines Tages den spielerisch wirkenden Zweikampf eines Kranichs und einer Schlange. Der Sieger war Chang San-Feng: Nach Beobachtung und Analyse dieses Kampfes entwickelte er den Vorläufer des heutigen Tai Chi. Das Wissen der »Alten« in ein neues Zeitalter zu überführen, ist das Anliegen dieses Buches. Im Unterschied zu anderen traditionellen Formen werden in der Kranichform des Tai Chi Bewegungen von Füßen und Zehen, Händen und Fingern stärker betont, um die Blutzirkulation, die Funktion des Lymphsystems und letztendlich den Fluss der Lebensenergie in den Meridianen zu fördern. Die Kranichform des Tai Chi ist für jeden, der nach Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden durch ein sanftes, leicht erlernbares Bewegungssystem sucht, geeignet. Die jahrzehntelangen Erfahrungen des Autors als Kampfkünstler – er trägt den 8. Dan im Karate – und Heiler sowie profunde Kenntnisse auf dem Gebiet der klassischen chinesischen Medizin machen dieses Buch auch besonders wertvoll für Praktizierende von Kampfkünsten, die einen Ausgleich zu den harten Techniken ihrer Kunst suchen. Zusätzlich zur Kranichform des Tai Chi, deren essentiellen Bestandteile ausführlich und nachvollziehbar vorgestellt werden, enthält das Buch auch eine detaillierte Darstellung der über 2000 Jahre alten Qigong-Form »Die sechs heilenden Laute«.

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In all diesen Jahren hat sich Tai Chi als eine Bereicherung von unschätzbarem Wert für meine persönliche Kampfkunst erwiesen. Ich habe im Laufe der Zeit gelernt, dass der eigentliche Kampf weniger auf der Straße, sondern eher im Alltag und in uns selbst stattfindet. Tatsächlich sitzt unser größter Feind oft mitten in uns – in Gestalt von selbstzerstörerischen Gedanken, Süchten verschiedenster Art, Neid auf vermeintlich glücklichere und erfolgreichere Menschen und so weiter. Die immer schwieriger werdende Arbeitswelt, der Leistungsdruck, familiäre Probleme und Zukunftsängste hinterlassen Spuren, die schlimmer sind als die eines Faustschlags. Und in diesen Kämpfen kann uns Tai Chi besser unterstützen als jede harte Kampfkunst. Tai Chi kann uns helfen, mehr über uns selbst und über unsere Umwelt und deren Einflüsse auf Körper, Geist und Seele zu erfahren. Von großem Wert ist dies auch für Kampfkünstler, gleichgültig welchen Stils, die mehr als nur die äußeren Techniken ihrer jeweiligen Kunst verstehen wollen.

Eine dauerhafte Praxis des Tai Chi ist eine echte Charakterschule. Ich möchte in diesem Zusammenhang eine Aussage Risuke Otakes (Meister des Shinto-ryu-Schwertkampfstils) über das Konzept der Erziehung des Charakters zitieren:

Es ist der Charakter, der einem Menschen den Ruf einträgt, ein wirklicher Mensch zu sein. Es gibt viele Mittel, durch die man seinen persönlichen Charakter entwickeln kann: Zum Beispiel durch das Studium des Buddhismus, des Shintoismus, der Kalligraphie, der Teezeremonie, der Kunst des Blumenarrangierens und so weiter. Jeder dieser »Wege« (do) wird denjenigen, der sich ihm vom ganzen Herzen widmet, in die Lage versetzen, das zu erreichen, was seine endgültige Bestimmung ist – ein Mensch zu sein.

Ein altes Gedicht besagt: »Auch wenn es viele Wege gibt, die einen Berg hinaufführen, so wird doch ein jeder, der den Gipfel erreicht, ein und denselben Mond erblicken.« Von all den verschiedenen »Wegen«, auf denen man zu einem guten Charakter gelangen kann, zeichnen sich die kriegerischen Disziplinen (Budo) dadurch aus, dass das Element der Gefahr ein untrennbarer Bestandteil des Trainings ist. Es ist wichtig, auf diese Weise zu trainieren, um Unheil zu vermeiden. Der Trainierende muss sich dessen bewusst sein, dass ein Schwert, das von einem bösen Herzen regiert wird, zum satsujin ken wird, zu einer mörderischen Waffe. Es hat viele Schwertkämpfer gegeben, die das Leben nur deshalb verloren haben, weil ihr Herz und ihr Verstand nicht gut waren. Nur ein Schwertkämpfer, der mit dem rechten Herzen und dem rechten Verstand trainiert, wird das katsujin ken, das Schwert, das Leben spendet und nicht Leben nimmt, in seinen Händen halten. 1

In allen Tai-Chi-Stilen gibt es auch Formen mit dem Schwert. Oft vergessen wir jedoch dabei, dass das Schwert sozusagen nur die Verlängerung unseres Charakters darstellt. Egal, welche Disziplinen wir betreiben, das eigentliche Ziel ist immer die »Bildung des Charakters«.

Dieses Buch kann natürlich keinen Lehrer ersetzen, aber es kann einen »Zündfunken« erzeugen, der Sie auf dem einmal eingeschlagenen Weg weitergehen lässt. Tai Chi ist buchstäblich für einen jeden geeignet – für junge Menschen, für Senioren, für Kampfkünstler und für Leute, die auch ohne einen »Sport« fit und gesund bleiben wollen. Es ist anregend und »schmackhaft« wie eine Tasse Tee.

Tai Chi ist nicht besser und nicht schlechter als andere Methoden; alles, was dem Menschen hilft, körperlich und geistig gesund zu bleiben und seinen Charakter zu schulen, hat seine Berechtigung. Sie selbst müssen herausfinden, welches System für Sie am geeignetsten ist. Worum es immer gehen sollte, ist der Aufbau einer stabilen Mitte (Dantian) als Grundlage für eine Stärke, die von innen kommt und nach außen strahlt. Ein in diesem Sinne ausgebildeter Mensch wird zu Verständnis und Liebe – auch sich selbst gegenüber – fähig sein und auf seine Umgebung anziehend und nicht abstoßend wirken.

Wir sind Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen. Wir können weiter sehen als unsere Ahnen, und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige, und doch wären wir nichts, würde uns nicht die Summe ihres Wissens den Weg weisen.

Bernhard von Chartres (1080-1167)

1. Die Kunst des Tai Chi

1.1. Über die Geschichte des Tai Chi

Tai Chi ist ein Weg des Lebens, praktiziert in der chinesischen Kultur seit mehr als tausend Jahren. Die Menschen im alten China waren stets auf der Suche nach einer optimalen Form des Daseins für Körper und Geist und sind auf diese Weise zu bemerkenswerten Ergebnissen gelangt, von denen die Kunst des Tai Chi eines darstellt. Während wir im Westen es gewohnt sind, Körper und Geist als etwas Getrenntes aufzufassen, ist es den Chinesen auf ihrem einzigartigen Weg gelungen, beides als eine Einheit entwickeln zu lernen.

Die alten Chinesen betrachteten den menschlichen Geist als etwas, dessen Fassungsvermögen grenzenlos ist, während sie den Körper als etwas Begrenztes auffassten. Ihr Ziel bestand nun darin, durch die rechte Verbindung von Körper und Geist zu grenzenloser Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten zu gelangen. Tai Chi zielt auf dieses »Grenzenlose«. Es will den Menschen auf eine höhere Stufe seiner Entwicklung heben, will ihm helfen, seine Kreativität frei zu entfalten.

Diese Vorstellungen, denen das Tai Chi vor langer Zeit entsprang, bildeten die unsichtbare Kraft, die die chinesische Geschichte seit Jahrtausenden lenkt. Medizin, Ernährung, Kunst und Wirtschaft, selbst die zwischenmenschlichen Beziehungen, sie alle waren stets davon geprägt.

Für den Weg hin zur grenzenlosen Entfaltung der menschlichen Fähigkeiten spielt der richtige Umgang mit dem Yin, der negativen Kraft (Zurückhaltung), und dem Yang, der positiven Kraft (Aktion), eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang soll auf ein sehr altes Werk, das »Buch der Wandlungen«, »I Ging«, verwiesen werden, in dem Staatsführungs- und Lebensweisheiten vermittelt wurden. Dieses mehrere tausend Jahre alte Orakelbuch wird oft als eine Quelle der Yin-Yang-Lehre betrachtet.

Diese Lehre, die im Zentrum des Tai Chi steht, besagt, dass, wenn Yin und Yang in Harmonie miteinander agieren, die Menschen dem Ziel der grenzenlosen Entfaltung näherkommen werden. Eine einfache, natürliche Lebensweise wird von den Chinesen als der beste Weg hierfür angesehen. Betrachtet man jedoch die Geschichte des chinesischen Staates, so erkennt man, dass das Konzept oft missbraucht wurde, um die Herrschaft der jeweiligen Dynastien zu stützen. Die Herrschenden berücksichtigten zumeist nicht im mindesten die Regeln eines einfachen und natürlichen Lebens. So formte beispielsweise die Qing-Dynastie, die letzte Kaiserdynastie des alten China, mit autoritärer Gewalt eine Gesellschaft, die über zweieinhalb Jahrhunderte Bestand hatte und bei der eine aggressive Yang-Kraft die Grundlage der Autorität bildete. Wer versuchte, ein kooperatives, nach Harmonie strebendes Leben zu verwirklichen, wurde unterdrückt. Frauen wurde gelehrt, dass sie schwach seien und sich unterwürfig zu verhalten hätten.

Und dennoch verschaffte die Philosophie des Tai Chi beziehungsweise die Yin-Yang-Lehre selbst in Zeiten größter Unterdrückung den Menschen die Möglichkeit, sich in gewissen Grenzen entfalten zu können.

Die Geschichte des Tai Chi als Bewegungskunst begann wahrscheinlich vor etwa 1800 Jahren. Ein chinesischer Arzt mit Namen Hua Tuo formulierte damals die Erkenntnis, dass Menschen sich aktiv geistig und körperlich betätigen sollten, um ein Leben in Ausgeglichenheit und Harmonie zu führen. Er glaubte insbesondere, dass es die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen verbessern würde, wenn sie Tiere und deren Bewegungen imitieren würden. So kreierte er ein Bewegungssystem, das als »Die Kunst der fünf Tiere« bezeichnet wird und das sich noch heute in China als ein sehr altes Qigong-System großer Beliebtheit erfreut. Diese Tiere waren der Hirsch, der Affe, der Bär, der Tiger und der Kranich. Somit dürfte Hua Tuo einer der ersten Ärzte gewesen sein, welche Gymnastik in ihre Heilkunst einbezogen.

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