Philipp Schmidt - Krähentanz

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Was als jugendliches Abenteuer begann, wird bitterer Ernst. Die Freundschaft zwischen Kraeh und Sedain hat einen tiefen Riss bekommen. Krieg überzieht die Länder des einstigen Europas mit Angst und Schrecken. Alte, böse Kräfte erheben sich, säen Zwietracht und treiben die Welt an den Rand von Chaos und Vernichtung.
Es ist wieder Axtzeit, Schwertzeit, Speerzeit. Eine Zeit, in der die Krähen vor Freude am rot gefärbten Himmel tanzen.

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»Am Ende«, fuhr Arduhl fort, »erging es ihr wie allen, die zu viel reden.« Es stand außer Frage, er wollte drohen, aber etwas in den dunklen Augen verriet Kraeh, dass ihm der Tod Isabels, obgleich sie ihm als Mittel zum Zweck gedient hatte, keinesfalls gleichgültig war. Auch deshalb, vor allem jedoch aus einer alten Charakterschwäche heraus, gegen die er längst aufgegeben hatte anzukämpfen, stichelte er weiter.

»Wie war das, all die Monde mit dieser Schönheit zu vögeln, nur um die eigene Haut zu retten?«

Kraeh provozierte, um die Wahrheit ans Licht zu locken, gleich wie hässlich oder unbarmherzig sie sein mochte. Ihre Blicke trafen sich erneut. Ein Windhauch strich durch die weißen und schwarzen Haare der beiden Männer. Kurz nur mahlten Arduhls Wangenknochen, dann fasste er sich wieder. Er war zu beherrscht, etwas Unüberlegtes zu sagen. Außerdem wusste der Alte schon zu viel; hätte er im Zorn noch mehr preisgegeben, wäre dessen Tod beschlossene Sache gewesen und aus irgendeinem Grund, den er noch nicht recht verstand, mochte Arduhl den greisen Sonderling.

»Wir brechen auf«, wandte er sich endlich ab, um seine Stiefel und Socken vom Baum zu pflücken; der Alte hatte seine anbehalten. Und das war ein Segen, auch so, vom Feuer angewärmt, verströmten sie einen bestialischen Gestank. Der Alte lachte über den Gesichtsausdruck des Jüngeren und Arduhl grinste zurück. Der alte Stinker hatte sich etwas Heiteres, Unbedarftes, ja Jugendliches bewahrt und das gefiel Arduhl.

* * *

Drei Tage waren sie mittlerweile unterwegs. Nach dem letzten Gespräch hatten sie, trotz gegenseitiger Gewogenheit, ihre Wortwechsel auf das Nötigste beschränkt. An einem Morgen hatte Kraeh sich schlafend gestellt und seinen Weggefährten dabei belauscht, wie er weniger zu einem Gott als zu einer allumfassenden schöpferischen Macht, einer Essenz des Lebens gebetet hatte. Sie befanden sich in einem merkwürdigen Abhängigkeitsverhältnis. Zuweilen musste Arduhl den Älteren stützen, wenn diesen die Kräfte verließen, zugleich kannte Kraeh in den Gefilden seiner Heimat viele nützliche Kniffe, die einem das Leben erleichterten. Zusätzlich gab er unterschwellig vor, den Weg zurück in die Zivilisation zu kennen. Wenn er ehrlich war, hatte er keine Ahnung, wo genau sie sich befanden. Immerhin wusste er, anscheinend im Gegensatz zu Arduhl, dass die Festung Erkenheim vor mehr als dreißig Jahren geschliffen worden war. Der Südländer verband mit dem Namen wohl einen Glanz längst vergangener Zeiten und kannte ihn vermutlich lediglich aus Sagen und Legenden. Kraeh sprach diesen Punkt natürlich nicht an, da er auf den anderen angewiesen war und dieser glücklicherweise auch nicht nachfragte.

Ein kleiner Bachlauf, der ihm vage bekannt vorkam, zerstreute zumindest ein wenig den Zweifel, ob sie sich auf dem richtigen Weg befanden. Sie folgten ihm, bückten sich unter Astwerk hindurch, schlenderten vorbei an Pilzkolonien, stets begleitet vom Quaken der Frösche und Unken, die Arduhl suspekt waren, da man sie trotz ihrer nicht überhörbaren Masse so selten zu Gesicht bekam.

»Wo verstecken sich all diese Biester?«, fragte der Südländer mürrisch. Gleichwohl er mehr zu sich selbst gesprochen hatte, zeigte Kraeh ihm kurz darauf einen der Quäker. Vorsichtig am Rücken gepackt zeigte er den gelben Bauch des zappelnden Tiers.

»Man kann daran lecken«, meinte Kraeh, »bringt interessante Wachträume. Haben wir früher oft …« Er brach ab. Ein Geräusch hatte seine Aufmerksamkeit erregt. Er setzte die Kröte auf den Boden. Arduhl hatte die Hand schon am Schwertgriff. So leise wie möglich bewegten sie sich auf die Quelle des Klanges zu, der sich beim Näherkommen als Tonfolge entpuppte. Jemand sang. Eine Frau mittleren Alters, das wirre Haar zum Zopf hochgesteckt, pflückte, in ihre Weise versunken, in gebückter Haltung ein Kraut, das am Bachlauf wuchs. Als sie die beiden über und über mit Dreck beschmutzten Männer sah, fuhr sie erschrocken hoch.

»Es ist in Ordnung«, versuchte Arduhl, der ein wenig vorangegangen war, sie zu beruhigen. »Wir wollen dir nichts Übles.«

Kraeh, der etwas außer Puste hinzukam, lächelte der Frau, die nun versteift dastand, freundlich entgegen. »Wir wollen nach Erkenheim. Kannst du uns sagen, wo wir es finden?«

»Erkenheim, kein Stein, mehr auf dem andern steht«, trällerte sie in derselben leicht schiefen Melodie wie zuvor. Der Reim hatte sie offenbar mit dem Anblick der beiden Fremden versöhnt. Sie schien keine Angst mehr zu haben. Wenig feminin wischte sie ihre vom Pflücken nassen Hände an dem Latz ab, den sie über ihrer kurzen braunen Tunika und dem verblichenen Rock trug.

»Ja, ja sicher«, murmelte sie. »Besuch ist selten dieser Tage, müsst ihr verstehen.«

»Besuch?«, hakte Arduhl nach, doch sie hatte die Kräuter bereits verstaut und winkte den beiden, ihr zu folgen. »Kommt, kommt. Nach Erkenheim, mit Stock und Bein …« Sie sang und summte, den ganzen Marsch über Worte in unsinniger Reihenfolge aneinanderreimend.

Ohne dass sich an der Landschaft etwas merklich verändert hätte, zumindest nichts, was den beiden Männern aufgefallen wäre, breitete sie schließlich die Arme aus. »Willkommen in Erkenheim!«

Auch auf den zweiten Blick konnte Kraeh nichts erkennen, was seine Erinnerung wachgerufen hätte. Der Untergrund war hier vielleicht ein wenig trockener, aber überall wuchsen Farne und Sträucher sowie Bäume, von denen Lianen herabhingen. Er ging, ohne auf die beiden anderen zu achten, ein paar Schritte, und tatsächlich, als er mit seinem Stiefel Moos beiseitewischte, traf er auf etwas Hartes. Er kniete sich hin und machte mit den Händen weiter. Eine Platte. Und dort drüben, nicht weit von ihm entfernt, glänzte, von Grünzeug überwuchert, ein Stück weißen Steins aus einem Erdhaufen.

Sie waren also tatsächlich an ihrem Ziel angelangt. Unglaublich, wie schnell die Natur sich zurückgenommen hatte, was einst ihres war, ehe der Mensch seine Mühe darauf verwendet hatte, ihr Antlitz in seinem Sinne zu gestalten. Kraeh dachte unwillkürlich an den Pan, der ihm in diesen Wäldern Lidunggrimm und Pian Anam überreicht hatte.

»Folgt mir«, sagte die seltsame Frau in seinem Rücken, »die Herrin erwartet euch bestimmt schon.«

»Das ist also der Hochsitz der Drudenkönigin, die unbezwingbare Festung, zu der wir aufgebrochen sind?«, fragte Arduhl schneidend, während sie ihrer dem Anschein nach zielsicheren Führerin hinterhergingen. »Mir ist zu Ohren gekommen, dass sich die Dinge verändert haben. Aber das hier …« Frust und Enttäuschung waren nicht zu überhören. »Das geschieht, wenn man dem Gerede des einfachen Volkes Glauben schenkt, das stets mehr im Gestern als im Heute lebt. Ich hätte es besser wissen sollen.«

Kraeh dachte sich seinen Teil, sagte aber nichts.

Die Frau bog um eine mistelübersäte Eiche, deren breiter Stamm gewiss älter als drei Dekaden war. Ihre Wurzeln hatten das steinerne Fundament gesprengt, dessen sie nun, da sie einem Trampelpfad hinab folgten, ansichtig wurden. Wo jetzt die Eiche stand, ging es Kraeh durch den Kopf, musste einst einer der hohen Türme, die durch hängende Bögen miteinander verbunden gewesen waren, gen Himmel geragt haben.

Die Frau klopfte, unnötigerweise, wie die beiden Männer fanden, an eine eingefallene, von Wurzeln und Efeu umrankte Tür und trat in einen abwärts führenden Gang. Der Geruch von Moder und Fledermauskot stieg ihnen in die Nase. Ihnen war es eher, als stiegen sie in eine vergessene Gruft denn in einen Thronsaal, um einer Königin ihre Aufwartung zu machen. Der Tunnel war nicht beleuchtet und so tapsten sie bald in völliger Finsternis voran, verfolgt von dem Echo ihrer eigenen Stöhnlaute, wenn sie sich an einem der aus dem Nichts auftauchenden Vorsprünge die Ellbogen stießen.

Die bis hierher verstummte Führerin bat sie, einen Moment zu warten. Sie klopfte erneut gegen Holz, dumpf hallte das Echo an ihnen vorbei und dann öffnete sich knarrend der Eingang zu einer kleinen Halle, die Kraeh sofort wiedererkannte. Nur hatte er sie das letzte Mal auf einer anderen Seite verlassen und der Eingang, den sie jetzt benutzt hatten, war entweder neu angelegt worden oder damals verborgen gewesen. Aber es war ohne Zweifel derselbe Raum, in dem er nach seiner Reise über den Styx erwacht war: derselbe jadesteinerne Boden, dieselbe grün-weiße Musterung an der kuppelförmigen Decke, welche in die gleichartig beschaffenen Wände überging. Vorsichtig betrat Kraeh den glitschigen Rand des Beckens, das den größten Teil des Raumes einnahm. Der einzige Unterschied zu seinem letzten Besuch hier bestand darin, dass das große Becken nicht mehr mit der golden schimmernden Flüssigkeit angefüllt war. Lediglich eine Pfütze Nass bedeckte den Grund, auf dem eine zusammengekauerte Gestalt hockte.

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