Philipp Schmidt - Krähentanz
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Es ist wieder Axtzeit, Schwertzeit, Speerzeit. Eine Zeit, in der die Krähen vor Freude am rot gefärbten Himmel tanzen.
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»Ja, nur war dieser alte Sack zufälligerweise einmal der größte Krieger, den diese Welt kannte. Und genau deshalb, weil du es nicht sonderbar findest, dass wir auf der Suche nach der Kriegskrähe eine Krähe auffliegen sehen, wirst du niemals zum Offizier aufsteigen, geschweige denn, dass dich jemals ein Schwertorden als Ritter aufnehmen wird.
Los jetzt!«, befahl der Schnauzbart abrupt, offenkundig ärgerlich darüber, sich überhaupt auf diese Diskussion eingelassen zu haben.
Im Laufschritt zog der waffenstarrende Trupp am Schlupfwinkel Kraehs vorbei. Als er sich sicher war, dass sie weg waren, trat der Greis aus der Nische zurück auf die Gasse.
Wie er sich durch die menschenleeren Straßen stahl, tränten seine Augen und Schweiß perlte unangenehm seinen Nacken hinab. Fast schien es, als hätten seine Beine ein Eigenleben entwickelt. Ohne das direkte Geheiß ihres Besitzers trugen sie ihn durch die schmuddeligen Viertel der Unterstadt. Kraehs Gedanken gingen auf anderen Wegen, flogen zurück zu jenen Tagen, die er an Siebenstreichs Hof verbracht hatte, wo er zum letzten Mal sogenannten Rittern begegnet war. Die bretonischen Abgesandten, die damals dort verweilten, hatten jenen Rang bekleidet. Er hatte sich gut mit ihnen verstanden, jedoch nie genauer nachgehakt, was es mit ihren Titeln auf sich hatte, deshalb war sein Bild von einem Ritter vage. Der schnauzbärtige Soldat von vorhin allerdings wollte nicht einmal jener ungenauen Vorstellung entsprechen. Ein Ritter war doch zumindest hoch zu Ross anzutreffen, edel und tugendhaft in all seinem Betragen. Kraeh musste über sich selbst schmunzeln, er hatte doch wahrlich genug gehört und gesehen, um nicht auf solche Wunschbilder hereinzufallen.
Fischgeruch brachte ihn zurück in die Wirklichkeit. Hier im Hafenviertel lebte man anscheinend nach einer anderen Zeit. Letzte Verhandlungen wurden geführt, während die meisten Stände des kleinen Marktes, auf den er gedankenverloren zugegangen war, von ihren Betreibern soeben aufgeräumt wurden. Die Waren, Muscheln, Flusskrebse, vor allem aber Fische in jeder erdenklichen Form und Größe, wurden in von Salz glänzenden Stoff eingewickelt und anschließend in Körbe verpackt. Am nächsten Tag würden sie nur noch die Hälfte wert sein, ein Gesetz, das jenen, welche mehrere Körbe zu füllen hatten, in die schlecht gelaunten Gesichter geschrieben stand. Dennoch wurde bei der harten Arbeit, an der sich die ganzen Familien beteiligten, auch gescherzt und gelacht.
Kraeh lehnte sich an eine Ecke und sah den Männern, Frauen und Kindern dabei zu, wie sie Bretter vor die vom Tran klebrigen Ablageflächen türmten, Karren beluden und Mütter ihre Kleinsten mitten in all dem Schmutz und Gestank stillten. Es war offensichtlich ein rauer Alltag. Ungeachtet dessen rührte sich in Kraeh der Anflug von Bitterkeit. Nie nach seiner Jugend hatte er die Freuden eines solch einfachen Lebens kosten dürfen, nie erfahren dürfen, wie es sich anfühlte, einen eigenen Sohn in den Armen zu halten.
»Du da!«, gellte ein sehniger Halbstarker ihn an, der trotz der Kälte lediglich eine armfreie Strickjacke trug. »Willst du nur herumstehen oder dir ein bisschen Kupfer durch Arbeit hinzuverdienen?«
»Eigentlich wollte ich über den Fluss«, sagte Kraeh ein wenig aus der Fassung geraten. Nach allem, was er in Erfahrung gebracht hatte, wartete hier nichts als eine dunkle Kerkerzelle und vielleicht eine glühende Zange auf ihn. Nein, er durfte nicht auf Hilfe hoffen und würde den Weg nach Erkenheim alleine meistern müssen. Geschliffen hin oder her, die Drudenfeste war sein Ziel. Er hatte kein anderes.
Der Bursche ließ von seinem Tun ab, kam ausladenden Schrittes auf ihn zu, setzte eine feixende Miene auf und meinte: »Da bist du nicht der Erste. Pass auf, ich bin hier eigentlich fertig, wenn du den Tisch da drüben schrubbst und kurz auf meinen Bruder aufpasst«, er deutete auf einen verloren wirkenden Jungen mit einem Lappen in der Hand, »kannst du mit übersetzen.«
Er wartete die Antwort gar nicht ab – augenscheinlich war das Angebot in seinen Augen viel zu großzügig, als dass es einen Sinn ergeben hätte, dieses auszuschlagen –, gab dem sommersprossigen Jungen einen Klaps und war schon um eine Ecke verschwunden.
Zugleich überrumpelt und erfreut, wie leicht ihm dies zugefallen war, trat Kraeh an den niedrigen Tisch, ließ sich den Lappen reichen und begann, die Überreste des Tages von dem maroden Holz zu wischen.
Der Junge mit dem fettigen, flachsblonden Haar sprach kein Wort. Auch als Kraeh sich als Henfir vorstellte, blieb der Kleine stumm. Da Kraeh gerade mit dem Tisch fertig war und sich daranmachen wollte herauszufinden, was den Jungen wohl so eingeschüchtert hatte, tauchte sein älterer Bruder wieder auf. Doch er kam nicht allein; fünf weitere Fischersöhne in seinem Alter trotteten hinter ihm her. Ihre abgetragenen Westen und Mäntel wölbten sich an den Hüften. Sie trugen Waffen.
»Mein Name ist Svain«, sagte jener, der ihm die Überfahrt angeboten hatte, während er den Jungen ein Stück mit sich schob, bis sie ein altes Weib erreichten, das ihn wie selbstverständlich an die Hand nahm. Sobald die beiden außer Sicht waren, stellte Svain die anderen vor. »Allesamt Freunde von mir«, schloss er. Und weil er Kraehs Blick zuvor bemerkt hatte, erklärte er, sie trügen Waffen zu ihrem Schutz, da man nie wisse, was der Fluss einem bringe, besonders des Nachts.
Kraeh tat die Rede mit einem »Aye« ab und folgte den wenig Vertrauen erweckenden Burschen die Straße hinab, welche zum Ufer führte.
Ein breiter Kahn, unstet im Wasser auf und ab schwappend, erwartete sie, ein gutes Stück von den letzten regulären Anlegestellen entfernt. Nur jene, die für die Pacht eines bewachten Ankerplatzes nicht aufkommen konnten, banden hier ihre Boote an Felsblöcke, die sonderbar einsam ihren stummen Dienst verrichteten und dabei einem, der nicht gesehen werden wollte, jede Menge Schutz böten. So dachte Kraeh, den Blick auf den siebten im Bunde gerichtet. Nachdem dieser von Svain gegrüßt worden war und das Halteseil losgebunden hatte, sprang der junge Mann ins brackige Wasser, das ihn bis zur Brust umspülte, und hielt das Boot gerade. Die Strömung schien nicht stark und den Übrigen gelang ein trockener Einstieg. Kraeh war froh, den Balanceakt hinter sich zu haben, da keiner der Burschen daran gedacht hatte, ihm eine Hand zu reichen. Schon wollte er nachfragen, als der zweite Passagier unvermittelt vor dem Bug und hinter Svain, der als Anführer das Boot als Letzter betreten würde, auftauchte. Svain musste ihn die ganze Zeit über gesehen haben, zumindest wirkte er nicht überrascht.
Zwei Dinge schossen Kraeh durch den Kopf. Wieso hatte er selbst ihn nicht früher bemerkt? Er hatte doch extra auf die Umgebung geachtet. Und woher, bei den enthaupteten Nornen, kannte er den Mann? Ein lang geschnittenes, schwarzes Cape gab nicht viel von seiner Statur preis, verdeckte auch die Haare, irgendetwas aber an seinen Bewegungen war unverkennbar. Sie waren zu genau, sparsam und allzu exakt ausgeführt. Sein Satz in den Kahn, dem es wohl selbst nicht aufgefallen war, dass er nun das Gewicht eines weiteren Reisenden tragen musste, so schnell und sacht zugleich war er zugestiegen, war formvollendet. Der Mondschein gab ebenmäßige Züge unter einem struppigen Bart preis.
»Ah …«, staunte Kraeh, im selben Moment vergegenwärtigend, dass es vielleicht von Vorteil war seine Bekanntschaft mit Arduhl zu verhehlen. »Ah ja, dann kann’s ja losgehen«, rettete er die Situation. Arduhl setzte sich ohne ein Anzeichen, ihn wiederzuerkennen, Kraeh gegenüber auf die wenig bequemen Querstreben, die das Boot anstelle von Bänken durchzogen.
Der junge Mann zog sich triefend auf den Kahn und Svain gab ihm mit seinem Sprung genug Schub, um abzulegen. Die beiden stakten sie mit zwei langen Stangen ein gutes Stück vom Ufer weg. Sobald die Strömung stärker und der Grund tiefer wurde, ließen sie davon ab und Svains Bande wickelte Ruder aus einer Kuhhautplane und begann, den Kahn mit kräftigen Zügen auf den Fluss hinauszuschippern.
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