Elisabeth Göbel - Von Blüten und Blättern

Здесь есть возможность читать онлайн «Elisabeth Göbel - Von Blüten und Blättern» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Von Blüten und Blättern: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Von Blüten und Blättern»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

»Eine Nacht nur – und schon blüht am nächsten Morgen der Flieder. Wie von einer heftigen Leidenschaft ergriffen, hat sich das Wunder vollzogen, hat die Natur ihre Unsterblichkeit wieder unter Beweis gestellt. Die ersten weißen Triumphatortulpen blühen. Die plötzliche Fülle an blühenden Pflanzen ist so überwältigend, dass ich gar nicht ins Detail gehen mag … «

Von Blüten und Blättern — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Von Blüten und Blättern», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Hier noch ein Versuch des Diplombiologen Uwe Westphal über die Nachtigall; man lese es laut:

Ih ih ih ih ih watiwatiwatih!

hih titagirarrrrrrrrrr itz,

lü lü lü lü lü lü lü lü lü watitititi

Dadada jetjetjetjetjetjetjetjetjet

tütütütütütütü zatnzatnzatnzi,

zezezezezezzäzäzäzäzazazazi,

ji jih güh güh güh güh güh dalidowitz.

8. Februar, Dienstag

Die ersten Schneeglöckchen blühen und die Sonne scheint. Hier und da strecken schon Tulpen und Hyazinthen ihre Spitzen aus dem Erdreich heraus. Auch die Hamamelis verhält sich frühlingsgemäß. Wir reisen in die Türkei.

17. Februar, Donnerstag

Eine Woche lang blauer Himmel und der leise Atem der Brandung in der Nacht. Das Mittelmeer in schönstem Blau. Nun stehen ein paar Rosmarinzweige, ein Stiel rosa Pfeffer und ein Ölzweig mit schwarz glänzenden Oliven in einer Glasvase auf unserem Küchentisch. Im Garten hat sich nichts verändert, es blühen wie gehabt am Haus die Schneeglöckchen, während sie hinten unterm Pflaumenbaum erst ihre weißen Knöspchen ans Licht strecken, der Hamamelisstrauch leuchtet. Auch die Kornelkirsche, die Frühblüherin, zeigt gelbe Knospenbüschel, die sich bald öffnen werden. Überall auf dem Rasen liegen kleine und große Äste vom Baumschnitt herum, und die Unordnung in den Beeten ist auch noch lange nicht beseitigt. Wir frieren selbst im Haus und mögen nicht hinaus ins Freie gehen.

19. Februar, Samstag

Wie ein Gedicht entsteht. Günter Kunert erzählt in seinen Aufzeichnungen Die Botschaft des Hotelzimmers an den Gast, wie ihm bei einem Gang durch den Garten plötzlich ein Satz erscheint, der eine Gedichtzeile werden kann, ein Satz, der nicht »gedacht« wird, sondern irgendwoher aufsteigt: Die Toten hängen in den Bäumen. Eine Blase »aus dem Sumpf des Unbewussten«. Es folgt eine Assoziationskette – und vielleicht wird daraus, in winzigen Schritten, ein Gedicht.

Wenn ich im Garten umherschaue, fällt mein Blick auf die Fruchtmumien an den Zweigen der Apfelbäume, diese kranken, toten, schwarzen Schrumpfköpfe, und ich weiß, wie wichtig es ist, sie rasch zu beseitigen, ehe ihre Sporen Schaden bei der nächsten Ernte anrichten können. An ein neues Gedicht denke ich nicht, Kunerts Gedichtzeile geht mir trotzdem durch den Sinn. Zu dem mir fremden Satz des geschätzten Dichters gesellen sich die Bilder meiner Wahrnehmung: die Schneeglöckchenknospen unter dem noch kahlen Pflaumenbaum, die stahlblaue Kälte, die seit Tagen herrscht, die zarten Blütenfäden der Zaubernuss, die sich strecken und winden vor den jetzt rot gestrichenen Brettern vom alten Hühnerstall, und, wie gesagt, die toten Früchte im Apfelbaum. Meine Bilder – ich suche, was sie verbindet, denn erst, wenn etwas auftaucht, was eine innere Verbindung des scheinbar Unverbundenen schafft, entsteht das Surplus, der »Mehrwert«, den jede Geschichte, jedes Gedicht braucht.

Der Haken, der sich unversehens in mir festmacht und schwer wieder lösen lässt, ist die Farbe Schwarz, es ist die Angst. Die weißen Knospen der Frühlingsblüher kommen aus der schwarzen Erde Angst. Vater in Russland, Vater im Krieg. Das zaghafte Blühen der Hamamelis und die staubtrüben kleinen Fenster in der Hühnerstalltür verbinden sich mit dem Verdunkelungsgebot. Ich wuchs als Kriegskind auf. Ich galt als schwieriges Kind, das man einsperrte ins Dunkle, in eine licht- und fensterlose Kammer.

Morgen schreibe ich ein Erlebnis auf. Was ich erzählen will, wird kein Gedicht. »Gedichteschreiben ist keine Fähigkeit, die man erwirbt und die einem zur Verfügung steht, wenn man will, wenn man seinen Willen dressiert und fleißig ist. Ach nein …«, notiert Eva Strittmatter 1988 in einem Brief.

Eine Geschichte von unserem Hühnerstall. Er ist im Sommer kitschigschön mit Rose und Passiflora berankt, doch was ich erzählen möchte, ist eine Geschichte von Dunkelheit und Angst. Und der Mehrwert im Garten – gewinnt ein Garten durch den Erwerb besonderer, womöglich exotischer Pflanzen, schwarzer Tulpen vielleicht? Gewinnt er durch Zuwendung und Pflege? Ich muss darüber nachdenken. Vielleicht ist es das Arrangement, die Gruppierung von Bäumen, Sträuchern, Blumen, was den Mehrwert erzeugt. In einer Baumschule oder einem Gartencenter gibt es die zweite Ebene der Poesie wohl kaum.

20. Februar, Sonntag

Der Hühnerstall, in dem schon lange keine Hühner mehr sind, wurde 1941 gebaut. Gemäß den Vorschriften der Nazizeit hatten Stallgebäude aus Holz zu sein. Andere Baumaterialien waren »kriegswichtig« und deshalb anderweitig zu verwenden. Trotz des Gebots, »aus luftschutztechnischen Gründen dunkle, gegen Fliegersicht schützende Farben« zu wählen, wurde das Häuschen in hellem Gelb gestrichen. Es gab einen Scharrraum mit Ausschlupf in den Hühnerhof, der Boden unter den Sitzstangen war aus gestampftem Lehm. Unter einer Holzbank mit aufklappbaren Sitzen hatten die Hühner ihre Gelegeplätze. Ich war Kind und sah den Hennen beim Eierlegen und beim Brüten zu. Das rote Giebeldach bot Platz für eine große Menge Heu, das durch eine Klappe in der Holzdecke zum Dachboden hinaufgeschoben wurde.

Zehn Quadratmeter Hühnerstall und eine Bauzeichnung auf durchscheinendem Pergamentpapier, angefertigt von dem bekannten Kleinmachnower Architekten Friedrich Blume, der im Ort die Eigenherd- und die Weinbergschule baute.

Aber es ist Sommer fünfundvierzig. Der Krieg ist aus, aber noch nicht zu Ende. Die Russen sind da, die Russen sind irgendwie überall. Sie machen Musik und schnitzen Vögel aus Holz, die sie bunt bemalen. Die Frauen haben Angst, und ich bin noch kein schwieriges Kind. Die Frauen tun sich nachts zusammen, schlafen zu viert im Ehebett, Hedwig, schon sechzehn, versteckt sich im Kinderbett und zieht sich die Decke bis über die Ohren. Immer die Angst, immer das Horchen, der angespannte Schlaf. Einmal schleppen die Frauen Decken und Matratzen auf den Heuboden überm Hühnerstall. Sie warten, bis es dunkel ist, dann tappen sie aus dem Haus, ich an der Hand meiner Mutter, gehen nicht auf dem Weg, sondern leise übers Gras, legen im Stall die Leiter an die Bodenklappe, eine nach der anderen tastet sich im Dunkeln hinauf. Aber es hat uns einer gesehen. Als die Letzte den Fuß auf die Leiter setzt, packt sie von hinten der Russe. Sie will noch hinauf und die Frauen ziehen sie hoch, halten sie fest an den Armen, den Händen, unten packt sie der fremde Soldat. Er reißt sie weg, drückt sie auf den Lehmboden. Jemand macht die Klappe zu. Jemand legt mir die Hand auf den Mund. Horchen, Atemanhalten. Durch die dünne Wolldecke sticht das Heu. Was unten geschieht, weiß ich nicht. Warten, bis der Morgen kommt.

Vieles weiß ich nicht; ich war sechs und man sprach nicht mit den Kindern über diese und andere Dinge.

21. Februar, Montag

»Und mag nicht stille sein …« Der Kuckuck schrie die ganze Nacht und hört nicht auf zu schrein, dichtete Hermann Löns im Kleinen Rosengarten . Lieder der Freundinnen meiner Mutter, Lieder meiner Mädchenzeit. Jemand sang, jemand spielte Klavier. Nun bin ich neugierig und schlage noch einmal in Brehms Tierleben nach.

Dass er »fast« Kuckuck ruft, schreibt der genaue Beobachter Alfred Brehm. Aber die erste Silbe wird schärfer ausgestoßen als die zweite, wir hören ein deutliches K und ein scharfes G – Kuguk. Das zweite gedehntere U wird durch einen G- oder K-Laut vervollständigt. Bis zu sechzig Mal sei das zu hören und es diene dazu, das Weibchen anzulocken.

Die Liebe, so Brehm, scheine den Kuckuck geradezu um den Verstand zu bringen: Er sei buchstäblich toll, schreie unablässig so, dass die Stimme überschnappt, er durchjagt sein Gebiet und vermutet überall einen Nebenbuhler. Die Antwort des Weibchens besteht aus den äußerst rasch aufeinander folgenden Lauten »jikikickick«, die auch wie »quickwickwick« klingen, einem harten Triller ähneln und durch ein leises Knarren eingeleitet werden. Über nächtliche Aktivitäten erfahre ich nichts. Natürlich wird auch beschrieben, wie die Kuckuckin ihr Ei einem fremden Vogelpaar unterjubelt.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Von Blüten und Blättern»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Von Blüten und Blättern» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Von Blüten und Blättern»

Обсуждение, отзывы о книге «Von Blüten und Blättern» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x