Sibylle Zambon - Kunst sehen und verstehen

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Vor Museen stehen die Besucher Schlange, die Medien berichten über den Kunstmarkt in großen Geschichten, Maler sind in, Bilder sind ein Hype. Doch – was bedeutet das eigentlich? Wer sich nicht nur mit Bauchgefühl auf Kunst einlassen möchte, braucht dazu eine Anleitung. Dafür öffnen sich in diesem Buch die fünf Schubladen der Gattungsgeschichte. Historien-, Porträt-, Genre-, Landschaftsmalerei und Stillleben werden auf unterhaltsame Weise eingeführt. Die Gattungen machen es möglich, Bilder nach zentralen Motiven zu erkennen und zu ordnen. Nichts einfacher als das! – wenn da nicht auch noch die moderne und zeitgenössische Kunst wäre. Dazu freilich lohnt es sich, einen Blick auf die Stilgeschichte zu werfen. So zeigt das Buch, wie sich die Kunst seit dem Mittelalter verändert hat, wo sie heute steht, wohin sie geht. Man begreift, warum Kunst schön ist und welches Abenteuer es bedeutet, sich auf sie einzulassen. Ohne Vorurteile, ohne Vorwissen, ohne Angst!

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Abb 10 Erhart Küng Jüngstes Gericht letztes Drittel 15 JhTympanon des - фото 20

Abb. 10: Erhart Küng, Jüngstes Gericht letztes Drittel 15. Jh.Tympanon des Hauptportales des Berner Münsters, Bern, Schweiz

Allein durch das Betrachten lässt sich also schon einiges aus dem Bild herauslesen. Selbst wenn wir die Hauptfiguren nicht identifizieren können, sich uns der Symbolgehalt nicht völlig erschließt, wir die biblische Quelle nicht genau kennen, so verstehen wir die Hauptbotschaft: die Trennung von Gut und Böse.

Nachdem wir nun je ein Bild aus einer uns nicht mehr vertrauten Zeit und eines aus einer uns fremden Kultur betrachtet haben, stellen wir fest: Wir haben von der bildlichen Botschaft mehr verstanden, als wenn wir sie als mittelhochdeutschen bzw. chinesischen Text vorgesetzt bekommen hätten.

2|3 Das Publikum – das sind Sie!

Dieses Kapitel müssten eigentlich Sie schreiben. Denn es geht um den Bildbetrachter, also um Sie. Hier könnte dann etwa stehen, welche kulturellen und persönlichen Voraussetzungen Sie mitbringen, welche Interessen Sie haben und welche Erfahrungen beziehungsweise Erwartung an die Kunst. Verallgemeinernd sprechen wir nun aber vom Publikum und von seinem Umgang mit Kunst.

Abb 11 Andrea del Verrocchio Modell Alessandro Leopardi Ausführung - фото 21

Abb. 11: Andrea del Verrocchio (Modell) Alessandro Leopardi (Ausführung) Reiterstandbild des Bartolomeo Colleoni1479 – 1496, Bronze, Campo SS. Giovanni e Paolo, Venedig

Das Zitat zum Thema:„Jeder geistige Genuss führt etwas Arbeit mit sich; so wird man auch den Kunstwerken irgendwie entgegenkommen müssen, wenn man sie nicht völlig übergehen will.“16

Dieses Zitat des Schweizer Kunsthistorikers Jacob Burckhardt (1818 – 1897) mag für heutige Ohren etwas antiquiert klingen. Wer will in einer Zeit des Hier, Jetzt und Alles schon arbeiten, um zu genießen?! Trotzdem wollen wir in diesem Kapitel – ohne allzu großen Aufwand zu betreiben – herausfinden, was dieses „irgendwie“ bedeuten könnte.

Sie sind gefragt:Wo kann Ihnen Kunst begegnen?

Antwort:Die naheliegende Antwort ist: in Museen und Galerien. Doch auch ohne Eintrittsticket hat man Gelegenheit, auf Kunst zu treffen. Denken Sie an die Innenräume von Kirchen oder öffentlichen Gebäuden. Haben Sie sich schon einmal in Ihrer Bank umgesehen, bei Ihrem Arzt, vor Ihrem Rathaus?

Erinnern Sie sich an das Kirchenportal des Berner Münsters. Es richtet – bis heute – seine Botschaft an alle Passanten. Die zentrale Aussage des Bildes ist so stark, dass sie auch 600 Jahre später noch verstanden werden kann. So trifft man überall auf Kunstwerke, die darauf warten, wahrgenommen zu werden. Meist gut sichtbar auf öffentlichen Plätzen befinden sich Plastiken von bekannten Persönlichkeiten, Herrscherstatuen – oder Reiterstandbilder. Der Condottiere Bartolomeo Colleoni beispielsweise steht seit 1483 auf dem Campo SS. Giovanni e Paolo in Venedig. Wer sich die Mühe macht, einmal an dem monumentalen Sockel emporzublicken, entdeckt beinahe schon in schwindelnder Höhe Pferd und Reiter. Die Grandezza des Dargestellten lässt zweifelsfrei auf eine bedeutende Persönlichkeit schließen, auch wenn ihr Name nur wenigen der vorbeiziehenden Touristen bekannt sein dürfte. Dem Ritter ist grimmige Entschlossenheit ins Gesicht geschrieben. Seine Rüstung deutet an, dass er seine Meriten im Kampf erwarb. Die Bildbotschaft ist eindeutig: Stärke, Macht, Ruhm.

Die Anekdote zum Thema:Der Senat von Venedig schrieb einen Wettbewerb aus, worin das Modell eines Pferdes für das Reiterdenkmal des 1475 verstorbenen Feldhauptmanns Colleoni verlangt wurde, und Andrea del Verrocchio ging als Sieger hervor. Als der Künstler das Modell für das Pferd vollendet hatte und bereits den Bronzeguss vorbereitete, wurde aufgrund von Intrigen einiger Edelleute der Beschluss gefasst, Bellano aus Genua solle die Figur und Verrocchio das Pferd machen. Kaum hatte Verrocchio das vernommen, zerschlug er die Beine und den Kopf seines Modells und wandte sich voll Zorn, ohne ein Wort zu sagen, nach Florenz. Als der Senat davon hörte, ließ er ihn wissen, dass er nie mehr wagen solle, nach Venedig zu kommen, sonst würde ihm der Kopf abgeschlagen. Darauf antwortete der Meister, er würde sich davor hüten, da es nicht in ihrer Macht stünde, abgeschlagene Menschenköpfe zu ersetzen; sie könnten es ja nicht einmal bei einem Pferd, während er wenigstens seinem Pferde einen noch viel schöneren wiedergeben könne. Diese Antwort gefiel den Senatoren sehr, und Andrea wurde mit doppeltem Gehalt nach Venedig zurückgerufen. Dort stellte er sein erstes Modell wieder her und goss es in Bronze.17

Abb 12 Marino Marini Il Miracolo das Wunder1953 Bronze Höhe 255 cm - фото 22

Abb. 12: Marino Marini Il Miracolo (das Wunder)1953, Bronze, Höhe: 255 cm

Während die meisten Touristen Verrocchios Standbild mehr am Rande zur Kenntnis nehmen dürften, zieht eine andere Plastik, als Teil einer Museumssammlung, die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums auf sich: Marino Marinis Il Miracolo. Ein Reiterbild, das Fragen provoziert: „Was ist das?“, „Ist es ein stürzendes oder ein sich aufbäumendes Pferd?“, „Wie ist es möglich, dass sich der Reiter in waagrechter Position halten kann?“, „Warum hält er sich nicht fest?“, „Warum hat er die Hände gefaltet?“, „Geht es um eine Zirkusnummer?“, „Ist das Kunstwerk verkehrt herum installiert?“, „Was hat das alles zu bedeuten?“

Auch hier haben wir es mit einer Reiterplastik zu tun, wobei der Ausdruck „Reiter stand bild“ bewusst vermieden werden soll. Denn obwohl man nicht damit rechnen muss, dass das Kunstwerk gleich kippen wird, wirkt es doch recht labil. Es steht nicht – wie das Pferd des Colleoni, das Macht und Stärke assoziiert, fest auf seinen vier beziehungsweise drei Pferdebeinen. Vielmehr bäumt sich dieses Tier auf und scheint sich gegen etwas zu wehren.

Will man die Fragen beantwortet haben, benötigt man offensichtlich zusätzliche Informationen zum Werk und allenfalls zur Person des Künstlers. Diese liefert im vorliegenden Fall ein Blick in die Biografie Marino Marinis (1901 – 1980) sowie eine Aussage von ihm selbst.

Hintergrund zum Thema:Marino Marinis Atelier befand sich unmittelbar neben einem Reitstall, was ihn zu zahlreichen Reiterbildern inspirierte. Während die frühen Plastiken noch eine Einheit zwischen Mensch und Tier zeigen und in der Tradition des Reiterstandbildes im Sinne eines Colleoni sind, tritt nach dem Zweiten Weltkrieg ein radikaler Wandel ein: Die Pferde bäumen sich auf, die Figuren werden abstrakter. Miracoli (Wunder) nennt Marini diese Plastiken, möglicherweise in Anlehnung an den biblischen Bericht der Bekehrung des Saulus zum Paulus. „Meine Reiterstatuen drücken die Beängstigung aus, die mir die Ereignisse meines Zeitalters verursachen. Die Unruhe meiner Pferde wächst mit jedem neuen Werk; die immer kraftloser werdenden Reiter haben die Herrschaft über die Tiere verloren, und die Katastrophen, denen sie erliegen, gleichen jenen, die Sodom und Pompeji vernichtet haben. Ich suche so, das letzte Stadium in der Auflösung eines Mythos zu versinnbildlichen, des Mythos vom heldenhaften, siegreichen Individuum, vom Uomo di virtù (tugendhaften Menschen) des Humanisten.“18

Wenn man die Sprache der Bildbotschaft nicht oder nur teilweise versteht, kann es sich also lohnen, einen „Übersetzer“ beizuziehen. Dieser – ein ausgebildeter Kunsthistoriker oder ein Führer in Buchform oder auch nur eine Kurzbeschreibung in einem Museumsprospekt – wird uns bei der Übersetzung helfen und zusätzliche Informationen liefern. Diesen Aufwand sollte man nicht scheuen, wenn man sich mit Kunst vertiefter auseinandersetzen will. Gerade da, wo der Zugang zu einem Kunstwerk oder einem Künstler schwerfällt, kann eine gute, fundierte Führung zu Aha-Erlebnissen verhelfen. In diesem Sinne ist auch das am Anfang des Kapitels zitierte Burckhardt-Wort zu verstehen. Freilich kann man sich in diesem Zusammenhang fragen, ob das Publikum nicht auch mit etwas mehr Entgegenkommen seitens der Künstler rechnen darf. Etwa nach folgender (von der Autorin erdachter) Variante des Zitates von Jacob Burckhardt.

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