Jan Eik - Heimkehr

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Hermann Kappes 19. Fall
Ein Jahr nach Kriegsende herrscht allenthalben Not in dem weithin zerstörten Berlin. Da stoßen im Spätsommer 1946 Alfred Knispel und seine Tochter Sonja bei der Pilzsuche im Schöneicher Forst auf eine männliche Leiche. Offensichtlich handelt es sich bei dem Ermordeten um einen heimgekehrten Kriegsgefangenen. Doch wie soll Kommissar Hermann Kappe angesichts Tausender Vermisster dessen Identität ermitteln? Und wie soll er den Mörder finden in einer Zeit, in der die tägliche Sorge um das Allernötigste die Menschen beherrscht? Erst als er wenig später einen Mann ausfindig macht, dessen Weg sich mit dem des Opfers in der Kriegsgefangenschaft gekreuzt hat, beginnt Kappe die Hintergründe der blutigen Tat zu erahnen.
Es geschah in Berlin, der große Kettenroman um Kommissar Hermann Kappe, spiegelt in fiktiven Kriminalfällen das Berlin des 20. Jahrhunderts wider. Jan Eik führt seine Leser im 19. Band in jene schwere Zeit, da die Menschen nach nationalsozialistischer Diktatur und Zweitem Weltkrieg erst langsam wieder zu einem geregelten Leben zurückfanden.

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Anscheinend genügte es, an den momentanen Chef namens Schneidereit auch nur zu denken, um ihn herbeizurufen. Forschen Schrittes stürmte er in den mangelhaft beleuchteten Büroraum, einen jungen Burschen im Schlepptau, den er munter als den vielversprechenden Kriminalanwärter Holtefret präsentierte. Der sei Kappe und Schieck mit sofortiger Wirkung zugeordnet.

So hatte sich Kappe die seit langem geforderte Verstärkung der Mannschaft nicht vorgestellt. Er wurde ohnehin den Eindruck nicht los, dass man ihm vorwiegend die hoffnungslosen Fälle zu

teilte und ihn allenfalls zu Rate zog, wenn es um Kriminelle der alten Garde und ihr Umfeld ging.

Schneidereit, ein Hektiker vor dem Herrn, wollte umgehend wieder verschwinden, allein schon um der Frage nach einem zusätzlichen Schreibmöbel und einer Sitzgelegenheit für den Neuen zu entgehen. Er wurde jedoch im Abgehen von einem Mitarbeiter aufgehalten, der kurz und knapp den Fund einer weiblichen Leiche in Buch meldete.

«Na bitte, meine Herren!», sagte Schneidereit zuversichtlich.

Kappe und Schieck erhoben sich. Das Platzierungsproblem für Holtefret hatte sich vorläufig erledigt.

«Komm Se!», forderte Kappe den strohblonden Jüngling auf, der ein wenig verwirrt schien. «Könn Se gleich mal erfahren, was bei uns so los ist.»

Befriedigt schaute Schneidereit seinen abrückenden Mannen hinterdrein.

DREI

SO ÜBELRIECHEND hatte Eddie Holtefret sich die Polizeiarbeit nicht vorgestellt. Die Frau – oder das, was von ihr übrig war – musste schon etliche Tage, wenn nicht Wochen in dieser Grube im Berliner Stadtforst gelegen haben, die einem eilig gegrabenen Schützenloch verteufelt ähnlich sah. Dafür hatte Eddie Holtefret einen Blick, seit er bei der Ausbildung zum Infanteristen selber mehrere Tonnen märkischen Sandes geschippt hatte, um seinen Körper anschließend in die mit einer Zeltbahn überdeckte Kuhle zu werfen und schussbereit den Feind zu erwarten. Als der dann wirklich kam, ließ er Eddie allerdings nicht die Zeit, ein Loch in den steinigen und zusätzlich gefrorenen Untergrund der Eifel zu buddeln, sondern fuhr mit einem Jeep so scharf auf ihn zu, dass nur ein armstarker Baum Eddie daran hinderte, sein junges Leben auf wenig heldenhafte Weise zu beschließen.

So war er als Zwanzigjähriger in amerikanische Kriegsgefangenschaft geraten, in der ihm seine spärlichen Englischkenntnisse ein einigermaßen erträgliches Los verschafften. Nur sein Vorname Adolf bot den Kameraden wie den Wachmannschaften hin und wieder Anlass zu Späßen und Schikanen, weshalb er sich bald nur noch Addi nannte, woraus die Amerikaner schnell Eddie machten. Eddies Lagerleben gipfelte schließlich in einem Schreibstubenjob, der es ihm im August 1945 gestattete, sich selbst unter Missbrauch von zwei mangelhaft gesicherten Dienstsiegeln aus dem Lager zu entlassen und den Weg ins heimatliche Berlin anzutreten.

Einen Beruf hatte Eddie Holtefret, Jahrgang 1924, wie so viele seiner Generation nicht erlernt. Dafür hatte die Zeit zwischen mittlerer Notreife, Einsatz als Flakhelfer und anschließender Einberufung einfach nicht gereicht. Dabei hatte Eddie, damals noch Adolf, einmal weitreichende berufliche Pläne verfolgt, war doch sein Onkel Ewald als Chemigraf und Klischeeätzer bei einer Tageszeitung tätig gewesen – ein gesuchter Fachmann, wie es hieß, und der Einzige in der Familie, der Adolfs Zeichentalent erkannte und förderte. Richtig Feuer gefangen aber hatte Adolf erst, als er aus heimlich belauschten Gesprächen der Erwachsenen erfuhr, dass hinter besagtem Ewald eine kurze Karriere als Banknotenfälscher lag, die dem begabten Onkel zwei Jahre Zuchthaus eingebracht hatte. Viel später, als Onkel Ewald ihn in die ersten Geheimnisse der schwarzen Kunst einzuweihen begann, hatte der ihm nebenbei eine wichtige Erkenntnis mitgeteilt: «Bestraft wird man nicht, weil man etwas Verbotenes getan hat, sondern weil man so dämlich ist, sich erwischen zu lassen.»

Nach der Gefangenschaft auf Um- und Schleichwegen endlich in Berlin gelandet, hatte sich der fehlende Beruf bei der Suche nach Arbeit als ein gewisser Mangel erwiesen. Eddie war nicht auf den Kopf gefallen und nach all den Jahren in der HJ, hinter dem bellenden MG in den Bergen des italienischen Apennin, nach dem verlustreichen Rückzug aus Frankreich und der Gefangenschaft wahrlich kein heuriger Hase mehr. Nordöstlich vom Alex in der Gegend des Georgenkirchplatzes aufgewachsen – ein Kiez, der kaum zu den bevorzugten Wohnadressen ehrbarer Bürger gehörte –, kannte und beherrschte er so manche, nicht immer gesetzeskonforme Überlebensstrategie kleiner Leute. Es wäre ihm ein Leichtes gewesen, in das zwischen den Ruinen seines einstigen Wohnviertels erblühende Geschäftsleben einzusteigen, zumal ihm alte Bekannte wohlwollend dazu rieten.

Eddie war ein vielseitiger und lernfähiger junger Mensch, der sich nicht mehr als nötig vor körperlicher Arbeit drückte. Zu einem aber taugte er nicht: zum Händler. Im Kaufmannsladen seiner älteren Schwester hatte er lieber den eiligen Kunden als den Verkäufer gespielt, und an den Schachergeschäften im Lager hatte er nur als Zuschauer teilgenommen. An die gängige Zigarettenwährung war er allerdings gewöhnt.

Die Wohnung seiner Eltern lag in Schutt und Asche, bei einer Tante in Tempelhof fand er eine notdürftige Unterkunft. Deren Schwippschwager Jochen wiederum betrieb ein erfolgreiches und vorerst zukunftssicheres Unternehmen, das sich vornehmlich unter Wasser abspielte. Jochen, hinter dem eine undurchsichtige Vergangenheit bei der Marine lag, betätigte sich nämlich als Taucher und suchte dringend Mitarbeiter. Er stellte Eddie sofort als Anlernling ein, was dessen Abenteuerlust entgegenkam und ihm anfangs ganz gut gefiel. Der bezog die Schwerarbeiterkarte und eine zusätzliche Milchration, mit der er bei der Tante die Miete beglich. Allmählich begann er, sich in der Spree und den flachen Berliner Kanälen heimisch zu fühlen, als ein Ereignis eintrat, das ihn zur jähen Aufgabe des Tauchgewerbes nötigte. Die zunehmende Kälte in den winterlichen Gewässern war zwar unangenehm, doch nicht der eigentliche Anstoß. Vor dem Kraftwerk Klingenberg strömte ohnehin das warme Wasser der Turbinenkühlung in den Fluss. Zusammen mit einem weiteren Taucher, der über ebenso viel Praxis verfügte wie Eddie, waren er und Jochen mit Räumarbeiten im schlammigen Untergrund beschäftigt, wo sich von der Bettstelle über abgesoffene Kähne bis hin zu größeren Stahlkonstruktionen beinahe alles fand, was Krieg und Großstadt hergaben. Gerade war Eddie aus den trüben Fluten aufgetaucht, um sich seiner Last auf dem Stahlponton zu entledigen, wo Jochen hockte und die Sauerstoffzufuhr kontrollierte, als eine dumpfe Explosion seinen Helm erschütterte und ihn selbst gegen die sich neigende Fahrzeugkante schleuderte. Ein heftiger Schlag in den Rücken nahm ihm die Luft. Die bleiernen Stiefel zogen ihn nach unten, kaum fand er die Kraft sich festzuklammern.

Der schreckensbleiche Jochen half ihm nach oben, und als Eddie sich umwandte, bot sich ein schauerliches Bild. Keine zehn Meter entfernt, ungefähr da, wo sich der Kollege in drei oder vier Meter Tiefe aufhalten musste, brodelte das Wasser bräunlich und brachte allerlei Unrat an die Oberfläche. Erst als Jochen mit fliegenden Fingern die Helmverschraubung gelöst hatte und Eddie zwei tiefe Atemzüge tat, erkannte er, dass der Unrat zu einem Gutteil aus einem zerfetzten Taucheranzug bestand und die Färbung des immer noch unruhigen Wassers deutlich in ein blutiges Rot spielte. Mitten in der Brühe schaukelte der blanke Helm.

Wortlos übergab sich Eddie.

«Munition», flüsterte Jochen hilflos. «Wie oft habe ich euch gesagt, ihr müsst vorsichtig sein!»

Eddie gab keine Antwort und stieg aus dem Taucheranzug. «Das war’s», sagte er schließlich und griff nach seinen Zivilklamotten. Vom Ufer her klangen Rufe herüber.

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