Jan Eik - Heimkehr

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Hermann Kappes 19. Fall
Ein Jahr nach Kriegsende herrscht allenthalben Not in dem weithin zerstörten Berlin. Da stoßen im Spätsommer 1946 Alfred Knispel und seine Tochter Sonja bei der Pilzsuche im Schöneicher Forst auf eine männliche Leiche. Offensichtlich handelt es sich bei dem Ermordeten um einen heimgekehrten Kriegsgefangenen. Doch wie soll Kommissar Hermann Kappe angesichts Tausender Vermisster dessen Identität ermitteln? Und wie soll er den Mörder finden in einer Zeit, in der die tägliche Sorge um das Allernötigste die Menschen beherrscht? Erst als er wenig später einen Mann ausfindig macht, dessen Weg sich mit dem des Opfers in der Kriegsgefangenschaft gekreuzt hat, beginnt Kappe die Hintergründe der blutigen Tat zu erahnen.
Es geschah in Berlin, der große Kettenroman um Kommissar Hermann Kappe, spiegelt in fiktiven Kriminalfällen das Berlin des 20. Jahrhunderts wider. Jan Eik führt seine Leser im 19. Band in jene schwere Zeit, da die Menschen nach nationalsozialistischer Diktatur und Zweitem Weltkrieg erst langsam wieder zu einem geregelten Leben zurückfanden.

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Bald hieß es, die Evakuierten, wollten sie ihr Wohnrecht behalten, müssten bis Ende September 1945 nach Berlin zurückkehren. Kappe wandte einige Mühe auf, für sich und Klara in der ihm fremden Gegend rings um die Yorckbrücken eine Behausung zu finden. Statt im russisch besetzten Osten war er unversehens in Schöneberg gelandet, das seit dem Einmarsch der Amerikaner im Juli 1945 zu deren Sektor gehörte. Noch wusste niemand so recht, ob sich das als Vor- oder Nachteil erweisen würde.

Unverhofft war eines Tages Karl-Heinz erstaunlich gesund und munter aufgetaucht. Er war natürlich erst einmal bei Mama und Papa untergekrochen, wo es ihm anscheinend so gut gefiel, dass Kappe ihn im Verdacht hatte, sich keineswegs intensiv um eine eigene Bleibe zu bemühen. Da der Sohn, den es von der Schule weg direkt zur Waffen-SS gezogen hatte, nach anfänglicher Arbeitssuche offenbar nur sporadisch einer ordentlichen, das heißt legalen Tätigkeit nachging, sah es mit den Chancen auf eigenen Wohnraum schlecht aus.

«Ich lasse meinen Sohn doch nicht bei irgendeiner schlampigen Schlummermutter verkommen!», lautete Klaras Kommentar, wenn die Rede auf dieses Thema kam.

Machte Kappe sich im Morgengrauen auf den stets mit neuen Überraschungen aufwartenden Weg zum Dienst, dann ruhte der Sprössling, gluckenhaft von Klara behütet, auf der Chaiselongue in der Küche und träumte in Morpheus Armen von seinen Ami-Zigaretten oder wer weiß was. Jedenfalls nie vom Krieg, wie er glaubhaft versicherte: «Das ist vorbei. Daran verschwendet man doch keinen Gedanken!»

Von seinen Erlebnissen bei der Waffen-SS, zu der er sich siebzehnjährig freiwillig gemeldet hatte, sprach er nie. Er erwähnte nur hin und wieder beiläufig irgendwelche Kameraden, die er «rein zufällig» getroffen habe und die vermutlich dem gleichen Gewerbe nachgingen wie er. Skrupellos genug waren sie alle. Daran hatte die kurze amerikanische Internierung nichts geändert. In den davorliegenden zwölf Jahren hatte jeder gelernt, ausschließlich an seinen Nächsten zu denken – denn jeder war sich selbst der Nächste. Das hatte Karl-Heinz zutiefst verinnerlicht. Das Schicksal seines älteren Bruders Hartmut, von dem Hermann Kappe ebenso inständig wie Klara hoffte, dass er sich seit Stalingrad tatsächlich in russischer Gefangenschaft befand und eines Tages vor der Tür stehen würde, schien dem Jüngeren gleichgültig.

Die Straßenbahn hielt ruckend. Jemand wollte aussteigen. Der Rucksackträger musste sich notgedrungen zur Seite wenden und schlug Kappe das vor undefinierbarem Schmutz starrende Behältnis heftig gegen die rechte Gesichtshälfte. Kappe, gewöhnlich nicht zu Wutausbrüchen neigend, kam nicht umhin, sich mit einem kräftigen Kniestoß zu revanchieren, der ihn fast den Platz auf dem Trittbrett gekostet hätte. Die Fahrerei jeden Morgen stellte eine Zumutung dar, aber irgendwie musste er seine Dienststelle im nördlichen Stadtzentrum erreichen.

Im Verlauf der letzten Monate hatte Kappe die verschiedensten Möglichkeiten und Verkehrsmittel erprobt. Seine ständig geschwollenen Füße in den notdürftig selbst besohlten Schuhen ließen ihm keine Wahl. Alle Wege und Umwege hatten sich als gleichermaßen mühevoll erwiesen. Dabei kam das Verkehrsnetz allmählich wieder in Schwung. Pappvernagelte Straßenbahnen schepperten durch die Straßen. Seit der S-Bahn-Tunnel leer gepumpt worden war, fuhren die Nord-Süd-Bahn und neuerdings die Wannseebahn wieder. Im Straßenbahnnetz und bei der U- und Hochbahn klafften noch Lücken und gab es eingleisige Strecken. Der Hochbahnhof Nollendorfplatz glich einer Schrotthalde, und am Gleisdreieck war man dabei, den Viadukt in Richtung Hallesches Tor anzuheben und zu reparieren. Für die wenigen Buslinien mangelte es an Reifen und Benzin.

Nur wenige Tage nach dem Einmarsch der Russen, den Hermann Kappe im Keller unter dem Tabakladen seines Bruders er- und überlebt hatte, ohne dabei wesentlich mehr als seine goldene Taschenuhr einzubüßen, war er quer durch die Mondlandschaft der einstigen Innenstadt in Richtung Alex aufgebrochen. Er hatte bebend den Landwehrkanal auf einem schwankenden Steg überschritten, kaum weniger abenteuerlich die Spree gekreuzt und war tatsächlich bis in die Dircksenstraße vorgedrungen, wo einzig der Ziegelbau des Gefängnisses noch etwas von der einstigen Pracht des zerbombten Polizeipräsidiums verriet. In dem Gebäuderest sammelten sich nach und nach einige ehemalige Polizeibeamte, mit Argwohn und gehöriger Skepsis dem entgegensehend, was sie erwartete.

Der von den Russen ernannte Polizeipräsident hieß Oberst Markgraf und benahm sich auch so. Er machte mit den Kripo-Leuten nicht viel Federlesens, befragte sie in scharfem Ton nach Partei- und SS-Zugehörigkeit und verwies Kappe an den frischernannten Personalchef. Ehemalige SS-Leute wurden den Russen übergeben.

Auf die Weise war auch Kappes Schwiegersohn Arno verschwunden, der es in neun Jahren SS-Zugehörigkeit nur bis zum einfachen Sturmmann gebracht hatte und wegen Missachtung der eigenen Uniform als Gefreiter an die Ostfront geraten war, bis es einem einflussreichen Freund gelang, den gelernten Elektriker als Radarspezialisten zu Telefunken abkommandieren zu lassen. Dieser u. k.-Stellung – u. k. stand für unabkömmlich – verdankte Arno vermutlich sein Leben, das nun keinen Pfifferling wert schien, seit ihn die Russen «interniert» hatten – dem vorsichtig agierenden Kappe gelang es nicht herauszufinden, ob in Hohenschönhausen oder in Sachsenhausen, wo die Besatzungsmacht das Konzentrationslager weiter betrieb. Möglicherweise war Arno längst tot oder in Sibirien. Die russischen Lager und die Zustände darin waren zwei der hundert neuen Tabuthemen, an die man besser nicht rührte. Den meisten Leuten fiel das Schweigen nicht schwer – und das Denunzieren erst recht nicht. Sie hatten zwölf Jahre lang Zeit gehabt, sich darin zu üben.

Solche Gedanken, wenn sie nicht von denen ans Essen überlagert wurden, konnte Kappe nicht einmal verdrängen, wenn er wie jetzt einarmig an einer Straßenbahn hing. Immerhin fuhr er und würde zur S-Bahn gelangen, falls ihn der Ekel angesichts des stinkenden Rucksacks vor seinem Riechkolben nicht früher abspringen ließ.

Er hielt stand bis zum S-Bahnhof und fuhr durch den noch immer modrig riechenden Untergrund zum Oranienburger Tor. Die Schmutzmarke im oberen Viertel der Tunnelwand verriet, wie hoch das Wasser in dem bei Kriegsende gefluteten Tunnel gestanden hatte. Es galt als ziemlich sicher, dass die SS die Tunneldecke unter dem Landwehrkanal gesprengt hatte. Über die Zahl der geborgenen Leichen kursierten die abenteuerlichsten Gerüchte, sämtlich übertrieben, wie Kappe ebenfalls wusste. Dennoch war ihm bei den ersten Fahrten einigermaßen mulmig zumute gewesen. Doch woran hatte man sich nicht alles gewöhnt. Er fand es eher bemerkenswert, dass er nach dreieinhalb Jahrzehnten bei der Mordkommission seine Abneigung gegen den Geruch des Todes nicht eingebüßt hatte.

In der Oranienburger Straße kletterte er erleichtert ans Tageslicht. Hier standen noch ein paar weniger zerstörte Häuser zwischen den Ruinen. Seit neuestem bog hier wieder die Straßenbahn aus der Friedrichstraße ein. Das riesige Haus der Technik an der Ecke ragte als schwarze Brandruine auf. An der gelben Fassade des Postfuhramtes kündeten nur die Einschusslöcher von den heftigen Kämpfen in den letzten Tagen des Krieges.

Sein Weg führte Kappe durch die Artillerie- zur Linienstraße, wo man das Polizeipräsidium im Gebäude des ehemaligen Metallarbeiterverbandes einquartiert hatte, von den Nationalsozialisten als Gauleitung der Deutschen Arbeitsfront genutzt. Die Kriminaldirektion nutzte noch immer die einstigen Zellen in der Dircksenstraße, doch Kappe und einen Teil des Referats M hatte es in die Linienstraße verschlagen.

Kappe, von Berufs wegen auf ein einigermaßen funktionierendes Gedächtnis angewiesen, staunte immer wieder. Das Kriegsende lag nicht einmal anderthalb Jahre zurück, und schon war so vieles vergessen. Überall hatte man die Trümmer von den Fahrbahnen geräumt und die Granattrichter behelfsmäßig verfüllt, von den Bürgersteigen war der Schutt hinter aufgestapelte Ziegel und ausgeglühte T-Träger in die Ruinen geschippt worden. In den Erdgeschossen machten sich Läden und Werkstätten breit. Autos der Besatzungsmächte oder solche, die mit dem russischen Kennzeichen картинка 2, gelber Motorhaube und einem gelben Punkt als «in deutschem Besitz» markiert waren, holperten durch die Straßen.

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