Christine Kraus - Lintu

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Ihre außergewöhnliche Gabe ist zugleich ihre große Leidenschaft: Im Wind liegen, die Erde von oben betrachten, ein Ziel pfeilschnell erreichen – in jedem unbeobachteten Moment bewegt sich Elli schwebend durch die Welt. Doch sie kann ihre Freude mit niemandem teilen: Schon früh musste sie lernen, ihre Fähigkeit vor anderen zu verbergen. Auch die Frage, warum sie fliegen kann, bleibt unbeantwortet – in ihrer Familie wird nicht darüber gesprochen. Am Rand einer großen Stadt versucht die junge Frau, ein unauffälliges Leben zu führen, bis der Überfall auf eine geliebte Freundin alles verändert. Nicht ganz freiwillig weiht Elli ihren besten Freund in ihr Geheimnis ein und entdeckt gleichzeitig Hinweise zu ihrer Herkunft. Elli schöpft Hoffnung, dem Rätsel endlich auf die Spur zu kommen. Entschlossen, Menschen zu finden, die so sind wie sie, macht sie sich auf die Suche und nimmt mutig jede Herausforderung an, die auf ihrem Weg liegt.

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Ich entdeckte eine Seite an mir, die ich bisher noch nicht gesehen hatte, jedenfalls nicht in diesem Extrem. Es erschütterte mich zutiefst, dass ich auch jetzt noch keine Reue den Mistkerlen gegenüber fühlte, nur darüber, dass ich etwas verraten hatte, was mir ganz selbstverständlich als mein ureigenster Wert erschienen war. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Ich konnte nichts mehr denken, meine Brust war sehr eng, als würde sie zusammengedrückt, und tiefe Schluchzer stiegen in mir auf. Ich wurde regelrecht geschüttelt von ihnen, bis Julien mich an den Schultern packte und nach oben zog. Auch er schüttelte mich, aber sehr sachte, und rief wie aus weiter Entfernung meinen Namen.

„Elli …! Elli, beruhige dich, hör auf, komm schon …!“ Er zog mich an seine Brust und hielt mich fest. Eine Ewigkeit. Ich spürte seine Arme um mich, seine Wärme, hörte seine Stimme jetzt deutlicher, wie sie irgendwelche beruhigenden Laute murmelte. Nahm die Bewegung seines Atems in seiner Brust wahr, und dann nahm ich meinen eigenen Atem wahr und wurde tatsächlich ruhig.

Ich weinte nicht mehr. Hielt die Augen geschlossen und ließ meinen Kopf einfach auf seiner Brust liegen. Sanft schob er mich ein Stück von sich weg, um mir ins Gesicht zu schauen, und sagte leise und schnell: „Die Verstärkung und der Krankenwagen sind in ein paar Minuten da. Du musst dich wieder hinkriegen, sonst nehmen sie dich auch gleich mit.“

Erschrocken schaute ich ihn an.

„Die Sanitäter, meine ich, nicht die Kollegen.“

„Es tut mir so leid, Julien, ich weiß nicht –“

Er unterbrach mich.

„Wir reden später darüber, jetzt müssen wir dich erst mal zurechtmachen und absprechen, was wir über den Hergang sagen.“

Mein Gehirn arbeitete immer noch verlangsamt, ich hatte keine Ahnung, worauf er hinaus wollte.

„Naja, wir können schließlich nicht sagen, dass du hinter ihrem Wagen hergeflogen bist. Also: Wir haben sie verfolgt und aufgeholt, ich habe in die Reifen geschossen, dann sind sie in den Wald gerast. Mehr ist nicht passiert.“

„Aber die beiden werden –“

„Gar nichts werden die. Die werden sich hüten, davon zu reden. Das würde doch nie jemand glauben. Die würden sich total lächerlich machen, und die Kollegen würden ziemlich sauer reagieren. Aber“, er schaute mir sehr ernst in die Augen, „du weißt schon, dass du dir Feinde für den Rest deines Lebens gemacht hast. Feinde, die etwas von dir wissen, was sie besser nicht gewusst hätten.“

Ich nickte stumm. War total niedergeschlagen. Am liebsten hätte ich mich irgendwohin verkrochen und noch ein bisschen geheult. Doch von ferne waren schon die Sirenen zu hören.

„Wir müssen dich jetzt wieder herrichten“, sagte Julien und fing an, meine Klamotten zurechtzurücken.

Ich schaute an mir herunter. Oh weh, ich war von dem Kampf total dreckig. Wir wischten und klopften zu zweit an mir herum, ich versuchte, mir mit den Fingern die Haare zu kämmen und rieb mit den Händen mein Gesicht ab.

Julien betrachtete mich kurz und nickte. „So gehts“, meinte er, keinen Moment zu früh. Drei Fahrzeuge hielten, die Insassen stürzten an den Unfallort. Dann war vom Unfallwagen her ein Geräusch zu hören. Julien hatte sofort die Pistole im Anschlag, er raunte mir zu: „Zieh dich mal ein bisschen zurück, vielleicht haben die dich nicht gut gesehen im Dunkeln“, und rannte zum Wagen hinüber.

Der Quadratschädel regte sich und hob den Kopf. Ich verschwand zwischen den Bäumen und beobachtete das weitere Geschehen von dort aus. Zwei Polizisten liefen zusammen mit den Sanitätern zu den Verletzten, zwei andere begannen mit der Untersuchung des Unfallortes. Die Verbrecher wurden in den Krankenwagen bugsiert. Während der Quadratschädel sich widerwillig zwischen den Sanitätern bewegte, sah er sich immerfort um. Es schien, als würde er tatsächlich nach mir suchen. Der Kahlkopf war noch immer bewusstlos.

Als die Gefangenen verstaut waren, sprachen die beiden Polizisten mit Julien. Sie notierten seine Aussage. Er zeigte auf mich und ich trat zwischen den Bäumen hervor, achtete darauf, dass ich vom Krankenwagen aus nicht gesehen werden konnte. Julien beruhigte mich, als ich neben ihm stand. „Er liegt“, flüsterte er kurz, „er kann dich unmöglich sehen.“

Ich atmete auf. Einer seiner Kollegen nahm meine Personalien auf und befragte mich zum Tathergang. Ich wunderte mich, dass er sich nicht wunderte, was ich hier machte. Julien musste bereits eine gute Begründung geliefert haben. Also antwortete ich so unpräzise wie möglich, um ihm nicht ins Handwerk zu pfuschen. Der Kollege gab sich zufrieden, anscheinend genügte ihm die Aussage von Julien. Der war schließlich ein Vorgesetzter. Ein paar Minuten später konnten wir gehen. Julien nahm mich am Arm.

„Auf ins Krankenhaus“, sagte er, sprang in seinen Wagen und fuhr los, kaum, dass ich die Beifahrertür geschlossen hatte. Es sah so aus, als wollte er so schnell wie möglich vom Unfallort wegkommen. Als ich ihn fragend ansah, nickte er.

„Der, der wach geworden ist, kommt mir verdammt bekannt vor. Ich will noch in die Kartei gehen, den habe ich irgendwie unter ,gefährlich‘ abgespeichert.“

Ich wäre gern mit aufs Revier gekommen, um mir mit Julien die Kartei anzusehen, doch er lehnte ab. „Übertreib’s nicht, Elli. Ich glaube, es reicht für heute.“

„Wieso? Ich könnte dir helfen, ihn zu identifizieren.“

„Das krieg ich schon noch allein hin.“ Damit war die Diskussion beendet. Ich kannte Julien lange genug, um zu wissen, wann ich aufhören musste. Vermutlich reichte es ihm selbst auch – mit mir.

Im Krankenhaus konnten wir nur die Nachtschwester sprechen, die Patienten schliefen alle, klar. Frau Schmidt lag nicht mehr auf der Intensivstation, das beruhigte mich. Die Nachtschwester war sehr nett und ging extra noch einmal nach ihr schauen. Als sie wiederkam, lächelte sie. „Sie schläft so friedlich, als wäre sie im Urlaub.“ Damit musste ich mich wohl für heute begnügen.

Julien bestand darauf, mich nach Hause zu bringen, obwohl ich lieber geflogen wäre. Ich wollte das Thema aber dann doch nicht mehr anschneiden. Hätte mir allerdings denken können, dass Julien sich nicht so einfach zufrieden gab. Er nötigte mir das Versprechen ab, ihm am nächsten Morgen alles, aber auch restlos alles zu erklären. Wir verabredeten uns zum Frühstück in seinem Lieblingscafé, und er brauste davon. Es war schon so spät, dass nicht zu befürchten war, es würde jemand im Treppenhaus herumspazieren, also schoss ich die Treppen im Dunkeln nach oben in den elften Stock, wo meine Wohnung lag. Als ich die Tür hinter mir schloss, stiegen mir schlagartig Tränen in die Augen. Nun merkte ich doch, wie angespannt ich die ganze Zeit gewesen war. Dusche und Bett, mehr verkraftete ich jetzt nicht mehr. Julien hatte recht gehabt. Ich hatte genug. Auf dem Weg zum Bad zerrte ich mir die Klamotten vom Körper, konnte plötzlich kaum noch erwarten, warmes Wasser auf der Haut zu spüren. Heißes Wasser eigentlich, fast an der Schmerzgrenze. Ich wollte am liebsten die ganze Aufregung des heutigen Abends von mir abspülen – natürlich ohne Erfolg.

All die Menschen schwirrten in meinem Kopf herum – Frau Schmidt, die Verbrecher, Julien, seine Kollegenmannschaft. Alles wuselte durcheinander und formte sich zu neuen, skurrilen Bildern und ich immer mittendrin, fliegend, wütend. Ich brachte keinen klaren Gedanken zustande. Hätte diese Dusche mich nicht einfach entspannen können? Resigniert stellte ich das Wasser ab, brachte meine Abendtoilette zu Ende und kroch in meinem gemütlichsten Schlafanzug ins Bett. Obwohl an Schlaf nicht zu denken war, wenn ich es nicht schaffte, mich zu beruhigen. Ich versuchte, meinem Atem zu folgen, wie er sich in meinem Körper ausbreitete. Nichts weiter. Nur atmen. Dann konzentrierte ich mich auf die Empfindung meiner Arme und Beine. Atem, Arme, Beine – nur das. Später den restlichen Körper dazu, atmen, empfinden. Langsam wurde es stiller in mir.

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