Christine Kraus - Lintu

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Ihre außergewöhnliche Gabe ist zugleich ihre große Leidenschaft: Im Wind liegen, die Erde von oben betrachten, ein Ziel pfeilschnell erreichen – in jedem unbeobachteten Moment bewegt sich Elli schwebend durch die Welt. Doch sie kann ihre Freude mit niemandem teilen: Schon früh musste sie lernen, ihre Fähigkeit vor anderen zu verbergen. Auch die Frage, warum sie fliegen kann, bleibt unbeantwortet – in ihrer Familie wird nicht darüber gesprochen. Am Rand einer großen Stadt versucht die junge Frau, ein unauffälliges Leben zu führen, bis der Überfall auf eine geliebte Freundin alles verändert. Nicht ganz freiwillig weiht Elli ihren besten Freund in ihr Geheimnis ein und entdeckt gleichzeitig Hinweise zu ihrer Herkunft. Elli schöpft Hoffnung, dem Rätsel endlich auf die Spur zu kommen. Entschlossen, Menschen zu finden, die so sind wie sie, macht sie sich auf die Suche und nimmt mutig jede Herausforderung an, die auf ihrem Weg liegt.

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Na gut, dann war er jetzt dran. Er hatte es so gewollt. Ich legte mich wieder der Länge nach auf die Scheibe, ließ die Füße auf der Fahrerseite überhängen. Der Quadratschädel konnte nichts mehr sehen, selbst wenn er den Kopf aus dem Fenster hinge. Und der Kahlkopf hatte keine Chance, denn ich hielt den Schlagstock wie ein Skorpion seinen aufgerichteten Stachel, bereit zuzuschlagen, wenn er auch nur ein Körperteil aus dem Fenster streckte. Jetzt brauchte ich nur noch zu warten. Irgendwann musste eine Kurve kommen, die sie aus der Spur brachte. Ich hatte kein Mitleid mit diesen … mir fiel nicht ein einziges Schimpfwort ein, das schlimm genug gewesen wäre. Dabei ratterten in meinem Gehirn ununterbrochen Verwünschungen der ärgsten Sorte. Der Quadratschädel schaltete in seiner Verzweiflung die Scheibenwischer ein. Darüber hätte ich fast gelacht. Er fuhr jetzt langsamer, Julien konnte endlich aufholen. Eine Kurve tauchte nicht auf, doch Julien kam so weit heran, dass er in die Reifen schießen konnte. Der Wagen schlingerte.

Das Schlingern beunruhigte mich nicht. Wenn es darauf ankam, konnte ich jederzeit nach oben weg. Die Schüsse jedoch waren besorgniserregend – selbst wenn ich Julien unterstellte, dass er wusste, wohin er zielte. Das hier war kein Fernsehkrimi. Das war ernst. Besser, ich verzog mich hinter beide Wagen, aus der Schusslinie heraus. Ich hoffte inständig, dass wir mit den Typen fertig werden würden, wenn die Autos endlich zum Stehen kämen. Hielt den Schlagstock fest in den Händen, um einspringen zu können, falls Julien die Munition ausging.

Der Wagen der Verbrecher beschleunigte wieder, geriet dann aber endgültig ins Schleudern und schoss über den Seitenstreifen in den Wald hinein. Nach ein paar Metern Hoppelpiste, die ihn entscheidend abbremsten, blieb er zwischen zwei jungen Bäumen hängen. Leider überlebten die Bäumchen den Aufprall nicht. Sie knickten ab, das Auto fuhr noch über die schrägstehenden Stämme und krachte einige Meter weiter gegen einen Baum. Beide Männer durchbrachen die Windschutzscheibe und blieben bewusstlos auf der Kühlerhaube liegen. Ich hockte mich in sicherer Entfernung auf einen Baum und wartete auf Julien, ohne die beiden aus den Augen zu lassen. Mein Herz raste und vor Aufregung bekam ich kaum Luft. Julien brauchte eine ordentliche Strecke, bis sein Wagen so langsam war, dass er ihn wenden konnte. Doch dann legte er mit quietschenden Reifen und gezückter Pistole ganz filmheldisch seinen Auftritt hin.

Endlich, endlich legte er den Typen Handschellen an – hatte man als Kriminalkommissar eigentlich immer die passende Anzahl Handschellen dabei? Ja, das war jetzt mal eine ganz wichtige Frage. Sarkasmus gehörte normalerweise nicht zu meinem Repertoire, schon gar nicht Julien gegenüber. Wahrscheinlich war das die Anspannung. Ich war ganz schön durch den Wind. Von einer Sekunde auf die andere brach mein heiliger Zorn zusammen und Verzweiflung wollte mich überkommen.

Julien telefonierte – wahrscheinlich mit seinen Kollegen – und sah sich nach mir um. Leise sprang ich vom Baum. Eigentlich war es mehr ein Schweben, doch ich ließ es aussehen wie einen Sprung, denn ich war plötzlich befangen, Julien alles zu zeigen, was ich konnte. Er hatte schon viel zu viel gesehen. Während ich auf ihn zulief, setzte er zum Reden an. Seine Miene verhieß nichts Gutes, deshalb ließ ich ihn gar nicht erst zu Wort kommen. Bevor ich mir anhören wollte, was er zu sagen hatte, musste ich wissen, wie es Frau Schmidt ging. Der Schock, den mir der Anblick ihrer reglosen Gestalt versetzt hatte, saß mir tief in den Knochen.

„Was ist mit Frau Schmidt? Weißt du, in welchem Krankenhaus sie liegt? Hat dir jemand Bescheid gesagt? Wie geht es ihr?“ Die ersten beiden Fragen hatte ich ihm noch im Laufen zugerufen, jetzt war ich bei ihm angelangt und pflanzte mich vor ihm auf.

Julien hörte einen Augenblick auf, mich anzufunkeln, sein Blick wurde weich. „Es geht ihr einigermaßen. Sie hat Prellungen und blaue Flecke, keine größeren Verletzungen, aber einen Kreislaufkollaps. Sie haben sie stabilisiert. Wir können nachher noch bei ihr vorbeifahren.“

Ich war so erleichtert, dass ich ihn am liebsten umarmt hätte. Doch sein funkelnder Blick war zurückgekehrt und ich wurde vorsichtig. Wartete ab. Er atmete mächtig Luft in seine Brust – er machte Bodybuilding und konnte sich ganz schön aufblasen, wenn er wollte – und sprach dann in verdächtig ruhigem Tonfall: „So, junge Dame, und jetzt zu dir.“

„Junge Dame“ sagte er üblicherweise zu seiner kleinen Tochter, wenn sie etwas angestellt hatte. Ich hätte beleidigt sein können, schließlich war ich zweiundzwanzig und hatte ihm gerade geholfen, ein paar ganz fiese Mistkerle zur Strecke zu bringen.

„Kannst du mir bitte erklären, was du da eben gemacht hast?“ Seine Betonung des Wörtchens „bitte“ ließ keinen Zweifel an der Unausweichlichkeit einer ausführlichen Antwort.

Ich setzte trotzdem meinen unschuldigsten Blick auf und versuchte es mit: „Vom Baum gesprungen? Verbrecher gefangen?“

„Du weißt genau, was ich meine, Elli – was war das? Wie hast du das gemacht? Bist du Superwoman oder was? Von deinen Kunststücken abgesehen“, er kam langsam in Fahrt, „hätten die auf dich schießen können. Und du hast dem einen fast den Arm abgerissen! Schon mal darüber nachgedacht, dass wir es hier mit Menschen zu tun haben und nicht mit Figuren aus irgendeinem Computerspiel? Das ist vorsätzliche Körperverletzung!“

Vorsätzliche Körperverletzung? Computerspiel? Was redete er da? Ich hatte zwei Verbrecher bekämpft, die meine geliebte Frau Schmidt überfallen hatten! Und mit uns, also mit Julien und mir, hätten die auch keine Gnade gehabt. Wieso sollte ich da … Und überhaupt spielte ich diese blöden Computerspiele gar nicht. In meinem Verstand geriet ein bisschen was durcheinander und meine Knie wurden plötzlich weich. Nie hatte ich mich so sehr im Recht gefühlt wie vorhin, als ich versucht hatte, die beiden Typen unschädlich zu machen. Sehr deutlich hörte ich den Widerspruch in mir, mit dem ich Juliens Gekeife abschmettern wollte. Doch langsam dämmerte mir auch, was ich getan hatte. Genau das, was ich sonst immer verurteilte. Wow. Wo waren meine Überzeugungen geblieben? Zum Beispiel, dass jeder Mensch das Recht auf körperliche Unversehrtheit hatte? Seit ich angefangen hatte, mich mit Politik zu beschäftigen, war ich immer froh darüber gewesen, in einem Land zu leben, in dem diese Grundsätze eine Rolle spielten. Und jetzt – hatte ich sie bei der ersten Gelegenheit über den Haufen geworfen! Gut, der Quadratschädel hatte mich angegriffen, aber ich hätte mich auch befreien können, ohne ihn zu verletzen. Und ich war bereit gewesen, die beiden bewusstlos zu schlagen. Das war Selbstjustiz. Selbstgerechtigkeit!

Unterdessen hatte sich Juliens Lautstärke erheblich gesteigert, er brüllte ohne Punkt und Komma auf mich ein. Allzu viel bekam ich nicht mit. Ich war so geschockt von der Erkenntnis, wie radikal ich gewesen war – man musste es schon „brutal“ nennen – dass sich in meinem Kopf alles zu drehen begann. Ich hörte nur noch so etwas wie: „… wohl zu viel schlechte Krimis gesehen!“, dann musste ich mich auf den Boden setzen. Meine Ohren klingelten und mir war schlecht. Ich starrte auf die Erde und versuchte, auf die Reihe zu kriegen, wie das vorhin abgelaufen war, als ich mit den Typen gekämpft hatte. Was hatte ich gedacht, was gefühlt? Erinnere dich, Elli … Das Bild von Frau Schmidt auf dem Boden, mein Entsetzen darüber tauchte auf – und da war sie wieder, die Wut! Sie stieg rasend schnell in mir auf und blieb dicht unter der Schädeldecke hängen, ich konnte kaum noch klar denken. Ruhig, Elli, ruhig, du hast deine Rache gehabt, es ist vorbei, du musst dich nur noch erinnern!

Genau …! Rache – ich hatte diesen Dreckskerlen Schmerz zufügen wollen für das, was sie Frau Schmidt angetan hatten, für den Schreck, den sie mir eingejagt hatten, dafür, dass sie meine ohnehin nicht sehr heile Welt ganz aus den Angeln gehoben hatten! Es war gewesen, als hätten sich all meine Zellen mit heißem, rotem, brodelndem Nebel gefüllt, bis in die Augenhöhlen, nur das Gehirn war kalt geblieben. Ich hatte sehr klar und sehr taktisch gedacht in dem Moment, in dem ich den Quadratschädel verletzen wollte. Das scheußliche Geräusch des kaputtgehenden Arms hatte ich mit einer kleinen Befriedigung zur Kenntnis genommen. Weiter hatte ich nicht gehen wollen, aber war nicht das schon viel zu weit? Und was wäre passiert, wenn ich den Schlagstock hätte benutzen müssen? Ich hätte zugeschlagen, keine Frage. War ich zum Monster mutiert? Oder schon immer eins gewesen?

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