Martina Salomon - Iss oder stirb (nicht)!

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Haben wir den natürlichen Zugang zum Essen verloren? Lebensmittel werden immer häufiger ideologisch
überfrachtet. Jeder, der etwas auf sich hält, hat seine «kleine» Allergie oder einen vagen Verdacht von Nahrungsmittelunverträglichkeit und muss sich regelmäßig von «Schlacken» befreien, die es medizinisch gar nicht gibt. Das Geschäft mit dem «Bauchgefühl» läuft prächtig, nicht nur im medizinischen Bereich. Auch die Nahrungsmittelindustrie hat einen riesigen, lukrativen Markt für sich entdeckt und verkauft zum Beispiel Produkte als «laktosefrei», die ohnehin niemals Laktose enthalten würden.
Martina Salomon wirft einen ironisch-scharfen Blick auf Akteure und Profiteure der neuen Essensneurosen.

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Bei rund einem Prozent der Bevölkerung können diese Proteine aber tatsächlich zu einer entzündlichen Erkrankung der Darmschleimhaut führen, was sehr selten tödlich verlaufen kann. Menschen mit Zöliakie sind wirklich krank, müssen auf Gluten verzichten. Bei allen anderen nützt ein Konsum glutenfreier Produkte nur denen, die sie erzeugen. Der Handel freut sich über jährliche Umsatzzuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Gern werden dabei auch Waren als glutenfrei (oder auch laktosefrei) ausgeschildert, die ohnehin nicht im Verdacht stehen, selbiges zu beinhalten.

Essen wird unnötig pathologisiert. Hier ist ein Bedrohungsszenario entstanden, das immer häufiger das logische Denken ausschaltet. Wer gern größere Mengen an steirischen Käferbohnen mit Kernöl verdrückt und dann an Blähungen leidet, sucht mittlerweile eher einen Arzt auf, statt sich zusammenzureimen, dass das eine mit dem anderen zu tun haben könnte. Der „Morbus Google“ (samt Selbstdiagnose) grassiert: Im Internet finden sich die bizarrsten Theorien plus dubiose Heilmittel – und jede Menge Promis als Role Models, die durch gluten-/laktose-/fruktosefreie Ernährung jetzt quasi erleuchtet sind. Natürlich spielt auch der Nocebo-Effekt eine Rolle: Wenn ganz normale Inhaltsstoffe lange genug dämonisiert werden, fühlen wir uns schlecht, wenn wir sie einnehmen. Umgekehrt geht es uns – Placebo-Effekt – gleich besser, wenn wir auf sie verzichten.

Haben wir eigentlich sonst noch Sorgen? Oder gar eine „nationale Essstörung“?

Ein Boom, der den tatsächlich Leidenden durchaus auf den Kopf fallen kann, weil man sie nicht mehr ernst nimmt, vielleicht sogar als hysterisch belächelt. Apropos Hysterie: Sie ist gerade nicht en vogue, aber wie manche Krankheiten geblieben, nur unter neuen Bezeichnungen: Litt man um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert an Neurasthenie (bei den k. u. k. Beamten sehr beliebt und als Lehrerkrankheit verspottet), hieß das bei Frauen Hysterie, dann Depression und neuerdings Burnout, wozu sich auch Männer bekennen dürfen, ohne gesellschaftliche Ächtung fürchten zu müssen.

Haben Gläubige früher aus religiösen Gründen gefastet (oder entsprechende Gebote durch großzügige Interpretation umgangen), muss man nun eine allfällige Übersäuerung bekämpfen, Schlacken abbauen und den Körper entgiften. Viele Menschen führen damit völlig unnötig das Leben von Kranken. Das passt gut zur neuen Innerlichkeit. „Bewusstes“ Essen ist die neue Religion einer areligiösen Gesellschaft.

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