Konrad Diebler - Kein Leben wie jedes andere

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Wo persönlich Erlebtes, wo Geschehen in seiner Zeit und so manche Episode festgehalten wird, da schreibt man auch Geschichte. Diese hier ist Konrad Dieblers, der für die Nachwelt festhält, was außergewöhnlich und beflügelnd, was suspekt und was kurios ist. In einem Leben, das in den fünfziger Jahren beginnt und als DDR-sozialisiert zu nennen ist. Da ist nicht nur von der »großen Wäsche« im Waschzuber, von Westfernsehen und langen Haaren die Rede, sondern auch von jenen Umständen, in die man systematisch gerät oder die sich einem bieten. Sowohl vor, als auch nach der Wende.

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Auch im Winter, bei Eis und Schnee waren wir viel draußen. Es gab Winter mit viel Eis und Schnee und auch welche ohne. Auch gab es Zeiten mit tiefem Frost ohne Schnee. Da haben wir unseren kleinen Rodelberg mit herangeschleppten Eimern Wasser selbst vereist und konnten rodeln. In diesen Zeiten fuhren wir auf den zugefrorenen Teichen Schlittschuh und spielten Eishockey.

In unsere Nähe gab es vier Teiche, zwei in der Kleingartenanlage „Zur großen Eiche“ und zwei Teiche im Dorf Dösen an der Leinestraße. Auswahl hatten wir somit genug. Eishockey spielten wir mit einem umgedrehten Spazierstock und einem kleinen Gummiball, welcher sprang und hopste. Einen Puck hatten wir nicht. Schlittschuhe, welche fest mit den Stiefeln verbunden waren, gab es in unserer Kindheit noch nicht. Die Schlittschuhe befestigten wir an unseren Skistiefeln. Alle Kinder hatten Skistiefeln und auch einfache Holzskier. Mit diesen fuhren wir den Rodelberg hinunter oder über die Felder Langlauf. Wenn am Abend die Gasbeleuchtung angezündet wurde, war es Zeit nach Hause zu gehen. Durchgefroren betraten wir das warme Haus. Der festgefrorene Schnee an unseren Skihosen und -socken taute und hinterließ große Wasserpfützen.

Die Skistiefel trugen wir auch in der Schule. Die Eisenbeschläge an den Skistiefeln klapperten laut auf dem gefliesten Fußboden. Die hohen, guten Winterschuhe wurden geschont, waren für den Sonntag oder wenn man mit den Eltern außer Haus ging.

Wir besuchten in der DDR die zehnklassige, allgemeinbildende polytechnische Oberschule (POS). Schüler, welche nicht 10 Jahre die Schule besuchen konnten oder wollten, hatten die Möglichkeit, diese nach der 8. Klasse zu verlassen. In einer dreijährigen Lehrzeit erlernten sie dann einen Beruf, meistens in einem Handwerk.

Nach der 8. Klasse wechselten die Schüler mit den besten Zeugnissen an die Erweiterte Oberschule (EOS), mit dem Ziel, nach 4 Jahren das Abitur, auch Reifeprüfung genannt, abzulegen.

Gute Zensuren waren jedoch nur eine Voraussetzung, zur EOS zugelassen zu werden. Auch die Einstellung zum sozialistischen Staat wurde bewertet. Kinder aus Arbeiterhaushalten erhielten bevorzugt den Zugang zum Abitur und damit zur Hochschulreife.

Wir anderen lernten weiter an der POS, nach bestandener Abschlussprüfung in Klasse 10 schlossen wir diese mit der mittleren Reife ab. Dem schloss sich eine zweijährige Lehrzeit in einem Handwerks- oder anderem Facharbeiterberuf an.

Mein Halbjahreszeugnis in der achten Klasse war schlecht und so kam ein Wechsel an die EOS, sehr zum Ärger meines Vaters, nicht in Frage. Vier Jungen aus unserer Klasse gingen ab Klasse 9 an die Erweiterte Oberschule.

Mein schlechtes Zeugnis versetzte mir aber doch einen Schreck. Ich sagte mir selbst: „So kann es nicht weitergehen, da wird ja nie etwas aus mir.“

Ab dem zweiten Halbjahr der 8. Klasse bemühte ich mich und lernte mehr. Der Erfolg stellte sich ein und das Zeugnis zum Schuljahresabschluss war schon viel besser.

An unsere Lehrer aus dieser Zeit habe ich durchweg gute Erinnerungen. Sie bemühten sich mit Erfolg, uns viel beizubringen, was bei den meisten auf fruchtbaren Boden fiel.

Die Schule in der DDR hatte grundsätzlich zwei Bildungsaufträge. Zum einen, die Kinder und Jugendlichen zu bilden, im wahrsten Sinne des Wortes.

Naturwissenschaften, Mathematik, Deutsch und die Fremdsprachen sollten auf den Beruf oder ein Studium vorbereiten. Neben der allseitigen Bildung war dann noch die „Herausbildung sozialistischer Persönlichkeiten“ der zweite Auftrag. Die Fächer Geschichte, Literatur und vor allem Staatsbürgerkunde sowie die Mitgliedschaft in der Pionierorganisation Ernst Thälmann und ab dem 14. Lebensjahr in der Jugendorganisation FDJ – Freie Deutsche Jugend – waren darauf zugeschnitten. Die Lehrpläne waren darauf ausgerichtet und die Lehrer dafür besonders ausgebildet. Nicht alle Lehrer waren SED-Genossen. Vorsichtig haben manche zu erkennen gegeben, dass sie eine andere Meinung vertraten.

An einen Satz unseres Staatsbürgerkundelehrers kann ich mich bis heute erinnern. Er sagte: „Die Kapitalisten muss man hassen.“ In der nächsten Unterrichtsstunde kam er auf das Thema zurück und sprach sinngemäß: „Ich habe darüber noch einmal nachgedacht und möchte nicht zum Hass erziehen. Ich selbst habe persönliche Gründe, die Kapitalisten zu hassen, möchte dies jedoch nicht auf euch übertragen.“ Die Kehrtwende seiner Aussage hat mich damals stark beeindruckt.

Der Eintritt in die Organisationen der Pioniere und FDJ war ein Automatismus. Es wurde nicht gefragt und nicht darüber diskutiert. Ich kann mich an keinen Schüler in meinem Umkreis erinnern, der nicht Pionier und FDJler geworden war. In den Klassen wurde ein sogenannter Gruppenrat bestehend aus Vorsitzendem, Stellvertreter und Wandzeitungsredakteur gewählt. In den ersten Schuljahren waren dies überwiegend Mädchen. An eine Besonderheit erinnere ich mich. In unserer Klasse wurden Mädchen in den Gruppenrat gewählt, welche gleichzeitig die Christenlehre besuchten, da sie aus einem christlichen Elternhaus kamen. So etwas war sonst nicht üblich.

Auch ein nebenher von Jugendweihe und Konfirmation war möglich und wurde praktiziert. Zuerst Jugendweihe und im darauffolgenden Jahr Konfirmation. Dem Staat war wichtig, dass alle Jugendlichen an der sozialistischen Jugendweihe teilnahmen. Dass im Folgejahr konfirmiert wurde, war ihm mehr oder weniger egal.

Anfang der 60er Jahre eroberte eine Band von Liverpool aus die Musikwelt – The Beatles.

Beatmusik benannte man nach ihnen die neue populäre Musik.

So im Alter von 13 Jahren begannen wir uns für Musik zu interessieren und verfolgten im Rundfunk den Aufstieg der Beatles, der Rolling Stones und der anderen Musikgruppen.

Beatles oder Stones? Die Antwort auf diese Frage teilte uns Jugendliche in zwei Fangruppen.

Mir selbst gefielen die Beatles besser.

Radiohören wurde unsere Leidenschaft, ununterbrochen ertönte aus den Lautsprechern Musik.

Lieblingssender waren Radio Luxemburg und der Deutschlandfunk. Ersteren empfingen wir tagsüber auf Kurzwelle und am Abend konnten wir ihn über Mittelwelle hören. Tonschwankungen und Störgeräusche gehörten leider dazu. Auf Mittelwelle konnten wir den Deutschlandfunk empfangen und dort die Hitparade verfolgen. Auf Radio Luxemburg wechselten im Stundentakt die Moderatoren. Einer von ihnen war Frank, erst Jahre später wurde er uns als Frank Elstner bekannt.

Zwei ganz besondere Sender waren der „Deutsche Soldatensender“ und der „Deutsche Freiheitssender 904“. Beide strahlten von der DDR gen Westen, spielten Westmusik und sollten die Soldaten der Bundeswehr bzw. die westdeutsche Bevölkerung ideologisch beeinflussen. Sie sendeten kein 24-Stunden-Programm, waren nur früh morgens, mittags und dann noch einmal am Abend zu empfangen.

Ich besaß zwei Radioapparate, ein Röhrenradio, welches ich von meinem Opa Alwin geerbt hatte und ein Kofferradio aus sowjetischer Produktion. Dieses gab es nicht im Handel zu kaufen. Sowjetische Soldaten brachten es aus ihrem Heimaturlaub mit nach Leipzig. Auf der Fahrt von ihrer Kaserne zur Abfalldeponie in der Leinestraße, hielten sie an der Tischler-PGH an und boten ihre Waren feil. Bei Männern waren Rasierapparate begehrt. In der Sowjetunion wurden diese den Philip-Shave-Rasierern aus Holland nachgebaut. Die Sowjets störten sich nicht an Patentrechten. Durch solche Verkäufe erlangten die Sowjetsoldaten DDR-Geld, mit dem sie sich wiederum etwas kaufen konnten, vermutlich stand Schnaps ganz oben auf der Wunschliste.

150 Mark hatte ich gespart und kaufte mir bei den „Russen“ mein Kofferradio „Alpinist“, es hatte Mittel- und Langwelle, leider keine Kurzwelle. Trotzdem war ich glücklich wie ein kleiner Prinz.

Ebenfalls 150 Mark kostete das kleine Transistor-Radio „Micky“, das nur Mittelwelle hatte, dagegen war mein „Alpinist“ ein wahrer „Riese“.

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