Konrad Diebler - Kein Leben wie jedes andere

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Wo persönlich Erlebtes, wo Geschehen in seiner Zeit und so manche Episode festgehalten wird, da schreibt man auch Geschichte. Diese hier ist Konrad Dieblers, der für die Nachwelt festhält, was außergewöhnlich und beflügelnd, was suspekt und was kurios ist. In einem Leben, das in den fünfziger Jahren beginnt und als DDR-sozialisiert zu nennen ist. Da ist nicht nur von der »großen Wäsche« im Waschzuber, von Westfernsehen und langen Haaren die Rede, sondern auch von jenen Umständen, in die man systematisch gerät oder die sich einem bieten. Sowohl vor, als auch nach der Wende.

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Mit unseren Kofferradios zogen wir um die Häuser, das Schönste war, mit der „Heule“ im Arm mit Freunden an der Ecke zu stehen und lautstark Musik zu hören.

Der Empfang von Westrundfunk und Westfernsehen war ein spezielles Problem in der DDR. Direkt verboten war es nicht, aber Mitglieder der SED und andere staatstreue Personen sollten und durften die Westsender nicht einschalten. Mein Vater war nicht nur SED-Genosse, sondern schon 1930 in die KPD eingetreten.

Die Tagesschau in der ARD ließ er sich jedoch nicht verbieten. Unsere Antenne auf dem Dach war gen Westen ausgerichtet. In Leipzig war der Empfang schlecht, die Stadt war zu weit von der Grenze zur BRD entfernt. Es bestanden zwei Möglichkeiten der Ausrichtung der Antennen, nach Süden zum Ochsenkopf empfing man den Bayerischen Rundfunk und nach Nordwesten Richtung Harz den Norddeutschen Rundfunk NDR. Wir konnten den NDR besser empfangen. Somit standen uns zwei Fernsehsender, das DDR-Fernsehen und die ARD, zur Verfügung.

„Ein Kessel Buntes“ aus Ost-Berlin und „Einer wird gewinnen“ mit Hans-Joachim Kulenkampff aus Hamburg flimmerten über die Mattscheibe.

Nicht nur eine neue Musik hielt Einzug in unser Leben, auch eine neue Mode und vor allem ein neuer Haarschnitt. Die Beatles mit ihrer Pilzkopffrisur waren uns Vorbild. Alle Jungen wollten sich die Haare lang wachsen lassen und stießen dabei auf verbitterten Widerstand der Eltern und Lehrer.

Auch bei Familie Diebler gab es einen ständigen Kampf zwischen Mutter und Sohn. Lange Haare kamen gar nicht in Frage, ich wurde zum Friseur geschickt. Ich bat ihn, nicht zu viel abzuschneiden und erntete zu Hause dafür die Frage: „Warst du wirklich beim Friseur?“

Schüler, deren Eltern es „lockerer“ hielten und die sich eine „Matte“ stehen lassen durften, bekamen vom Lehrer eine Mark und wurden zum Friseur geschickt.

Auch in der DDR entstanden Musikgruppen, die Beatmusik nachspielten und sich dazu noch englischsprachige Namen zulegten. 1965 gab es einen Beschluss der Partei- und Staatsführung, der diese Musik und vor allem die Bandnamen verbot.

Aus Protest versammelten sich Jugendliche im Leipziger Stadtzentrum. Mit ihnen wurde kurzer Prozess gemacht, Volkspolizisten verfrachteten sie auf LKWs und fuhren sie weg. Als erstes wurden ihnen die Haare ganz kurz geschnitten und dann mussten sie zwei Wochen schwere Arbeit im Braunkohlentagebau verrichten. Danach kehrten sie in die Schule zurück. Einige Schüler unserer Schule, sie waren 3 bis 4 Jahre älter, gehörten auch dazu.

Zum Heranreifen von Kindern und Jugendlichen gehört auch etwas Geld, um sich Wünsche zu erfüllen.

Das elterliche Taschengeld löste nur teilweise dieses Problem. Ich bekam zuerst eine, später 2 Mark pro Woche, dann 10 Mark und zum Ende der Schulzeit 20 Mark monatlich.

Daneben gab es verschiedene Möglichkeiten, etwas zu verdienen. Zum einen Altstoffe sammeln und diese in eine Ankaufstelle, genannt „der Lumpenmann“ zu bringen. Wir sammelten Zeitungspapier und Pappen, Flaschen und Gläser aus dem eigenen Haushalt und von Nachbarn. Auch Metallschrott war begehrtes Sammelgut. Diese, Sekundärrohstoffe genannten Materialien, wurden gut vergütet, da die DDR-Wirtschaft interessiert war, die Stoffe dem Produktionskreislauf wieder zuzuführen.

Im Herbst sammelten wir Eicheln und Kastanien für die Wildfütterung. Auf dem AGRA-Gelände befanden sich Wildgatter mit Rehen, Hirschen und Wildschweinen. Dort gaben wir die gesammelten Eicheln und Kastanien gegen einen Obolus ab. In Jahren mit vielen Eicheln war dies sehr lohnenswert.

Manche Jungen gingen Kegel aufstellen. Die Kegelbahnen hatten damals noch keine automatische Einrichtung dafür und so mussten die Kegel „händig“ aufgestellt werden. Nach Stunden berechnet gab es dafür etwas Geld.

Ab der 8. Klasse war es offiziell möglich, in den Ferien in Betrieben zu arbeiten.

In der Tischler-PGH meines Vaters gab es vor den Leipziger Messen im Frühjahr und Herbst in den Messehäusern viel Arbeit. In den Jahren 1967 und 1968 habe ich in den Winterferien die ganzen 3 Wochen und 6 Wochen der Sommerferien im Petershof gearbeitet. Der Stundenlohn betrug 2 Mark, bei einer 40 Stundenwoche ergab dies 80 Mark. Mal 18 Wochen in den zwei Jahren ein Lohn von 1.440 Mark. Damit konnte ich mir im Jahr 1969 nach dem Erwerb des Mopedführerscheines ein neues Kleinkraftrad „Schwalbe“ vom selbst erarbeiteten und gesparten Geld kaufen.

Die „Schwalbe“ kostete neu 1.265 Mark, der Erwerb des Führerscheines 8,50 Mark und die Kfz-Steuer und Haftpflichtversicherung für das Moped pro Jahr ebenfalls 8,50 Mark. Da mussten wir unsere Eltern nicht wegen des Geldes ansprechen, das hatten wir selbst. Der Liter Benzin kostete 1,40 Mark, der Verbrauch lag so etwa bei 2,5 bis 3 Liter pro 100 km.

Meine Schwester Martina zog im Herbst 1968 von Leipzig nach Kölpinsee auf die Ostseeinsel Usedom. Dort konnte ich im Folgejahr und auch 1970 die drei Wochen Winterferien und die acht Wochen Sommerferien an der Ostsee verbringen. Im Februar war es sehr kalt und schneereich, die Ostsee zugefroren und man konnte über die Eisschollen klettern.

Die ortsansässigen Fischer hatten ihre Boote auf den Strand gezogen. Jeden Vormittag trafen sie sich am Strand, standen auch bei tiefsten Temperaturen und eiskaltem Seewind im Kreis und klönten. Im Winter hatten sie keine Arbeit. Die Erträge des Fischfanges im Sommer ließen sie aber ohne Probleme über diese arbeitslose Zeit kommen. Schließlich vermieteten ihre Frauen im Sommer jeden Raum an Sommergäste und erzielten dabei hohe Einnahmen. Ein Ostseeurlaub war sehr begehrt, die Leute zahlten viel Geld. Um im nächsten Jahr dann wieder eine Unterkunft zu bekommen, brachten die Gäste solche begehrliche Dinge wie Fliesen, Tiefkühlschränke, Lauschaer Glaswaren und erzgebirgische Holzschnitzereien mit.

Die Vermieter räumten sogar ihre eigenen Schlafzimmer frei, sie stellten Feldbetten in der Garage oder auf dem Dachboden auf. Auch, man möchte es nicht glauben, selbst Hühnerställe dienten, nachdem sie grob gereinigt wurden, als Unterkünfte für Urlauber.

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