Konrad Diebler - Kein Leben wie jedes andere

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Wo persönlich Erlebtes, wo Geschehen in seiner Zeit und so manche Episode festgehalten wird, da schreibt man auch Geschichte. Diese hier ist Konrad Dieblers, der für die Nachwelt festhält, was außergewöhnlich und beflügelnd, was suspekt und was kurios ist. In einem Leben, das in den fünfziger Jahren beginnt und als DDR-sozialisiert zu nennen ist. Da ist nicht nur von der »großen Wäsche« im Waschzuber, von Westfernsehen und langen Haaren die Rede, sondern auch von jenen Umständen, in die man systematisch gerät oder die sich einem bieten. Sowohl vor, als auch nach der Wende.

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Ida Pehnert Alwin und Ida stammten aus dem Dorf Mölbis südlich von Leipzig - фото 3

Ida Pehnert

Alwin und Ida stammten aus dem Dorf Mölbis südlich von Leipzig. Das einige Jahrzehnte später in der DDR traurige Berühmtheit erlangte. Es lag hinter dem Braunkohlenveredlungswerk Espenhain. Damit lag es in der Hauptwindrichtung. Viel Dreck und giftige Abgase zogen in das Dorf und machten die Bewohner, und besonders die Kinder, krank.

Die Eltern von meinem Opa Alwin bewirtschafteten in Mölbis einen kleinen Bauernhof.

Meine Oma Ida hingegen war das uneheliche Kind einer Magd in Mölbis. Es ging die Kunde, ein Butterhändler, der über die Dörfer zog und hier und da ein Kind zeugte, sei der Vater gewesen.

Auch hieß es, der Dorfpfarrer habe der leiblichen Mutter den Säugling gegen ihren Willen weggenommen und ihn Pflegeeltern im Dorf übergeben. Dies war ein traumatisches Erlebnis für die leibliche Mutter.

Nach Abschluss der Dorfschule ging meine Oma nach Leipzig in Stellung, d.h. sie wurde Dienstmädchen in einem vornehmen Haushalt. Putzen, waschen, kochen zählten zu ihren Aufgaben.

Doch dann passierte es: Ihre Mutter hatte herausgefunden, wo sie wohnt, und wollte Kontakt mit ihr aufnehmen. Diesen Versuch hat meine Oma jedoch brüsk abgewiesen. Sie sagte ihr: „Ich habe keine Mutter!“

Meine Großeltern, die nach eigenen Aussagen in Mölbis keinen Kontakt hatten, lernten sich in Leipzig kennen, lieben und heirateten 1911.

1914 musste auch Alwin in den Weltkrieg ziehen. Er war bis 1918 an der Westfront, in Belgien und Frankreich im Einsatz. Er hat nie viel erzählt. Die Grauen im Schützengraben wurden nicht thematisiert, obwohl er zwei Mal verwundet wurde. Die einzige Schilderung über diese Zeit widmete er dem Essen.

So erzählte er: „Im Winter lagen da im Freien große Berge gefrorener Rüben. Die Köche kamen mit dem Spaten und stachen welche ab. Die gaben sie so in den Kessel, so dass sie zusammen mit der Erde und den Ratten aufgetaut und gekocht wurden!“

Hochzeit Alwin und Ida 1911 Die Grauen des ersten Weltkrieges haben nach - фото 4

Hochzeit Alwin und Ida 1911

Die Grauen des ersten Weltkrieges haben nach Erzählungen meiner Großeltern viele Menschen dazu veranlasst, aus der Kirche auszutreten. Auch meine Großeltern kehrten der Kirche von da an den Rücken. Ihre Tochter Herta wurde noch getauft, aber nicht mehr konfirmiert.

Familie Pehnert um 1918 Nach ihrem Schulabschluss 1926 erlernte meine Mutter - фото 5

Familie Pehnert um 1918

Nach ihrem Schulabschluss 1926 erlernte meine Mutter den Beruf einer Kontoristin, Bürokauffrau nennt man diese Tätigkeit heute.

Anfang der dreißiger Jahre geschah es. Da lernten sich im Volkshaus in der Leipziger Südvorstadt meine Eltern beim Tanz kennen. Vater war arbeitslos und meine Mutter arbeitete in ihrem Beruf in einer Spedition.

Als mein Vater seine Herta heiraten wollte, hielt er bei Alwin „um ihre Hand an“, d.h. er erbat das Ja für die Hochzeit.

Herta und Martin als junge Menschen Mit der Frage Wie willst du sie denn - фото 6

Herta und Martin als junge Menschen

Mit der Frage: „Wie willst du sie denn ernähren?“, verweigerte ihm Opa Alwin ihm die Zustimmung.

Um der Arbeitslosigkeit zu entgehen, machte sich Vater 1933 selbständig. Als Stellmacher baute er Handwagen und Fahrradanhänger. In dieser Zeit wurde der Skisport gerade populär. Dies brachte ihn auf die Idee, Skier zu reparieren, insbesondere abgebrochene Spitzen wieder anzubringen und einen Skiservice durchzuführen. Obendrein stellte er auch selbst Holzskier her, die in Sporthandlungen verkauft wurden.

Seine erste Werkstatt war ein kleines Hofgebäude in der Johannastraße 11 in Leipzig Dösen.

1935 dann übernahm er einen Kohle- und Holzhandel in der Leinestraße in Leipzig Dölitz.

Hochzeit Martin und Herta 1935 Dort richtete er sich seine Werkstatt ein - фото 7

Hochzeit Martin und Herta 1935

Dort richtete er sich seine Werkstatt ein. Neben dem Verkauf von Brikett und Feuerholz verlegte er sich bald auf den Bau von Wochenendhäusern. Diese wurden in der Werkstatt gebaut, auf dem Hof auf- und anschließend wieder abgebaut, zum Standort transportiert und dort endgültig errichtet.

Wie gut die Geschäfte liefen! Er verdiente Geld und bekam 1935 von Opa Alwin die Erlaubnis zur Hochzeit, die im gleichen Jahr am 13. April gefeiert wurde.

Der Zweite Weltkrieg beendete jäh diese Entwicklung. Ein Jahr nach Kriegsbeginn wurde Vater zur Wehrmacht eingezogen, musste in den Krieg ziehen. Nach sieben langen Jahren kehrte er 1947 aus russischer Kriegsgefangenschaft endlich in die Heimat zurück.

Der Anfang nach dem Krieg war schwer. Zerstörte Städte, große Winterkälte und Hungersnöte verlangten den Menschen viel ab.

Opa Alwin und Oma Ida stammten vom Dorf und kannten sich mit Tierhaltung und Gartenbau aus. Sie fütterten eine Ziege, Hühner und Kaninchen. So war kein Mangel an Milch, Eiern oder Fleisch. Im Garten wuchs Gemüse und Kartoffeln wurden gepflanzt. Aus der Ziegenmilch stellte Opa Alwin Ziegenkäse her. Im Connewitzer Wald bekamen die Selbstversorger eine Fläche zugewiesen, von der sie sich mageres Gras als Futter holen konnten. Die Urgroßeltern in Mölbis konnten auch mit etwas Essbarem aushelfen.

Dadurch brauchten weder meine Eltern, noch meine Schwester Martina so großen Hunger leiden, wie die Leipziger Stadtbevölkerung.

Mein Vater brachte seine Tischlerei wieder zum Laufen. Er hatte zehn Gesellen und war besonders auf den Leipziger Messen wirtschaftlich erfolgreich. Mit dem Bau von Wochenendhäusern war es nach dem Krieg erst einmal vorbei, die Menschen hatten jetzt andere Probleme.

1953 legte er seine Meisterprüfung ab. Als Tischlermeister, obwohl er den Tischlerberuf – er war ja Stellmacher – nie erlernt hatte. Und somit sind wir wieder in meinem Geburtsjahr angelangt.

Konrad 1 Foto 1953 Die ersten Lebensjahre verbrachte ich viel bei Oma und - фото 8

Konrad - 1. Foto 1953

Die ersten Lebensjahre verbrachte ich viel bei Oma und Opa. Meine Mutter erledigte in der Tischlerei die Büroarbeiten. Da meine Großeltern gegenüber der Werkstatt wohnten, gab mich Mutter früh dort ab und nahm mich nach Feierabend wieder mit nach Hause.

Familie Diebler um 1957 Für ein Jahr besuchte ich ab 1958 den Kindergarten in - фото 9

Familie Diebler um 1957

Für ein Jahr besuchte ich ab 1958 den Kindergarten in Dölitz. An zwei Sachen erinnere ich mich bis heute, an das Essen und Schlafen. Wir mussten immer aufessen und auch das fette Fleisch durfte nicht auf dem Teller bleiben. Nach dem Essen kam die Mittagsruhe, geschlafen habe ich nicht, das fette Fleisch hatte ich oft noch im Mund. Im Garten habe ich es dann in einem unbeobachteten Moment in ein Gebüsch gespuckt. So sind mir gerade die negativen Erinnerungen geblieben.

Auf dem Hof der Tischlerei hielt Opa Alwin noch Hühner und einen Hahn, diese Tiere waren aus der Nachkriegszeit übrig geblieben. Meinem Vater gefiel dies gar nicht. Die Hühner liefen über den Hof, kackten auf die Holzstapel und passten einfach nicht in eine Tischlerei. Das größte Problem war jedoch der Hahn. Er sprang Mitarbeitern oder Kunden, die auf den Hof kamen, in den Rücken. Auch ich ängstigte mich vor ihm. Eines Tages sprang der Hahn wieder einem Kunden in den Nacken. Meinen Vater packte die Wut, er ergriff den Gockel am Hals, ging in die Werkstatt und hackte ihm auf einer Hobelbank mit der Axt ruck zuck den Kopf ab.

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