Der Beurteilungsbogen für die Präsentationsübung zeigt, wie die Verhaltensanker den Beobachtern helfen, sich bei der Beurteilung der Übung auf die wesentlichen Aspekte zu fokussieren:
Verhaltensanker zur Beurteilung der Präsentationsübung |
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Organisation und PlanungSetzt Prioritäten sinnvoll Verfügt über effiziente Techniken der Planung und Arbeitsorganisation und setzt sie sinnvoll ein Geht organisiert und strukturiert an die Lösung neuer Probleme heran Hat jederzeit einen guten Überblick über Probleme im Arbeitsbereich Stimmt die Tagesplanung mit betroffenen Personen ab Steuert systematisch die zur Zielerreichung notwendigen Mittel Strategisches DenkenStellt übergreifenden Blickwinkel her Verliert sich nicht in Details, hat den Blick für Wesentliches Stellt Bezüge zu Unternehmenszielen her Stimmt sein Verhalten auf Ziele und taktische Schritte ab DurchsetzungsvermögenBehält durchgängig die Gesprächsführung Strebt eine gute Problemlösung an, geht keine ‚faulen‘ Kompromisse ein Vertritt seine Meinung, auch bei Widerstand, selbstsicher und prägnant Spricht klar und deutlich Äußert klar die Erwartungen an seinen Gesprächspartner Setzt seine Zielewesentlich durch BegeisterungsfähigkeitKann Ideen und Gedanken gut vermitteln Nutzt fundierte Argumente Die Fragen werden gezielt beantwortet Hat insgesamt fundierte und reflektierte Konzepte Wirkt authentisch und lebhaft Kann zu den Zuhörern Kontakt herstellen BelastbarkeitVerfolgt Ziele mit Ehrgeiz und Ausdauer Reagiert bei Belastung angemessen Will den Gesprächspartner deutlich beeinflussen Versucht auch Einstellungsänderungen herbeizuführen Vertritt Missionen und Botschaften mit Überzeugung Flexibilität/KritikfähigkeitIst offen für Kritik (passive Kritikfähigkeit) und Setzt sie in aktives Handeln um/zeigt sich lernfähig Widerlegt oder ergänzt Kritikpunkte oder Fakten Kritisiert ohne zu verletzen (aktive Kritikfähigkeit) Behält das Gesamtziel der Unterredung im Blick (reagiert emotional angemessen) Kann sich in den anderen hineinversetzen (bleibt aber im Sinne des Oberziels konsequent) |
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Dementsprechend gibt es auch einen Beurteilungsbogen für das Rollenspiel und das geleitete InterviewInterview, dass von zwei Interviewenden geführt wird. Fragt der eine, nutzt der andere den Bogen für seine Beobachtungen:
Verhaltensanker im Interview und deren Beurteilung |
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AnalysevermögenVerfügt über eine schnelle gedankliche Auffassungsgabe Analysiert Vorgänge konkret, zügig und effizient Erkennt inhaltliche Zusammenhänge u. Vernetzungen Nimmt logische Ableitungen vor und erarbeitet Lösungen Gewichtet die Informationsvielfalt und macht seine Prioritäten deutlich Unternehmerisches SelbstverständnisIdentifiziert sich klar mit seinem Unternehmen Unterbreitet aktiv Vorschläge zur Verbesserung/kann Beispiel nennen (Interview) Sieht sich selbst verantwortlich für die Lösung auftretender Probleme Ist sich der Schnittstellen bewusst und bewältigt diese Sorgt für einen bereichsübergreifenden Informationsaustausch Verfügt über ein gutes Unternehmenswissen/aktualisiert dieses aus verschiedenen Quellen (Interview) Betrachtet das Unternehmen auch aus einer übergeordneten Perspektive und kann Verbesserungsfelder benennen Sieht sein eigenes Handeln auch unter unternehmerischen Perspektiven/Kostenperspektive PartnerschaftlichkeitVerfügt über eine freundliche Ausstrahlung Hört seinem Gesprächspartner (aktiv) zu Nimmt die Argumente seines Gegenübers auf und geht auf sie ein Zeigt sich kooperativ und teamfähig Versetzt sich in die Situation des anderen Bewältigt Konflikte auf der Grundlage beiderseitiger Akzeptanz BegeisterungsfähigkeitKann Ideen und Gedanken gut vermitteln Nutzt fundierte Argumente Die Fragen werden gezielt beantwortet Hat insgesamt fundierte und reflektierte Konzepte Wirkt authentisch und lebhaft Kann zu den Zuhörern Kontakt herstellen |
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Um eine Vergleichbarkeit aller High Potentials zu gewährleisten, ist den Interviewern zudem ein Leitfaden mit Beispielfragen an die Hand gegeben worden, an dem sie sich orientieren können. Sie müssen jedoch nicht unbedingt die Fragen genauso stellen, sondern sollen sich bei ihren Fragen jeweils an den jeweiligen Bewertungskriterien orientieren.
Es resultiert ein halbstandardisiertes Interview mit Einschätzungen zu allen Kompetenzen. Beispielhaft sei hier ein Auszug des Interviewleitfadens dargestellt.
Auszug aus dem Interviewleitfaden |
Organisation und Planung(Prioritäten setzen, Umgang mit Komplexität, Arbeitsabläufe koordinieren) |
Organisieren und Planensind Kernaufgaben.Das Erkennen und Setzen von Prioritätenund das Koordinierenvon Arbeitsabläufen ist hierbei von besonderer Bedeutung: Welche Methoden/Instrumente der Planung und Organisation nutzen Sie? Nutzen Sie auch Methoden des Projektmanagements? Wie kontrollieren Sie hier den Erfolg und den Verlauf von Projekten? Nach welchen Kriterien beurteilen Sie den Erfolg von Projekten? Welche Methoden des Projektmanagements nutzen Sie? Wie kontrollieren Sie den Erfolg und den Verlauf von Projekten? Nach welchen Kriterien beurteilen Sie den Erfolg von Projekten? Was ist Ihre Vorgehensweise bei der Planung und Durchführung von Projekten? Setzen Sie Hilfsmittel ein? Welche sind Ihnen bekannt? Wie steuern Sie die zur Zielerreichung notwendigen Mittel (Verfahren und Personen)? Wie koordinieren Sie Arbeitsabläufe in Ihrem Bereich? Welche Organisations- und Planungstechniken sind Ihnen bekannt? Wie nutzen Sie sie? Wie strukturieren Sie Ihren persönlichen Tagesablauf? Welche Hilfsmittel nutzen Sie bei Ihrer persönlichen Arbeitsplanung? Wie stellen Sie sicher, dass Sie nichts vergessen? Nach welchen Gesichtspunkten setzen Sie Prioritäten? |
Bewertungskriterien |
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Setzt Prioritäten sinnvoll Verfügt über effiziente Techniken der Planung und Arbeitsorganisation und setzt sie sinnvoll ein Geht organisiert und strukturiert an die Lösung neuer Probleme heran Hat jederzeit einen guten Überblick über Probleme im Arbeitsbereich Stimmt die Tagesplanung mit betroffenen Personen ab Steuert systematisch die zur Zielerreichung notwendigen Mittel |
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Die Einschätzungen aus den Quellen Interview (ITW), Rollenspiel (ROS), Präsentation (PRÄ) und Testverfahren (BIP und TOP) zur Eignungsbeurteilung fließen in der Ergebnismatrix zusammen und werden als IST dem SOLL gegenübergestellt:
Problemlösungskompetenz |
ITW |
ROS |
PRÄ |
BIP |
TOP |
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IST |
SOLL |
Organisation und Planung |
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Analysevermögen |
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Unternehmerisches Selbstverständnis |
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Strategisches Denken |
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Soziale Kompetenz |
ITW |
ROS |
PRÄ |
BIP |
TOP |
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IST |
SOLL |
Führungsverhalten |
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Durchsetzungsvermögen |
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Partnerschaftlichkeit |
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Begeisterungsfähigkeit |
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Persönliche Kompetenz |
ITW |
ROS |
PRÄ |
BIP |
TOP |
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IST |
SOLL |
Leistungsmotivation |
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Belastbarkeit |
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Flexibilität |
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Entscheidungsverhalten |
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Tab. 1.5.: Ergebnismatrix
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