Doris Bewernitz - Wo die Seele aufblüht

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"Willst du ein Leben lang glücklich sein, so lege dir einen Garten an", sagt ein Sprichwort. An einem Freitag im April erfüllt sich die Autorin diesen Traum und erwirbt ein kleines Stück Natur, das sie von nun an mit Leben füllt.
Ein Jahr lang begleiten wir sie auf diesem Weg. Wir erfahren, wie die Komposttherapie funktioniert, welches Credo die Nacktschnecke singt oder wie sich Moosgraffiti züchten lässt.
Doch dieses Buch ist viel mehr als ein spannend und unterhaltsam erzähltes Gartenbuch. Es ist eine Liebeserklärung an den Garten, an jeden Garten, an das Leben überhaupt.
"Kommen Sie", ruft Frau K., und schließt auf. Ich mache zwei Schritte, die Tür fällt hinter uns zu, und ich werde verschluckt. Verschluckt vom Blattgrün, Krähengeschrei, Amselgesang, Blütenduft. Ich muss mich zwingen, nicht stehen zu bleiben und stattdessen der Frau zu folgen, die rasch auf dem schmalen Weg voranschreitet. Rechter Hand liegt der Damm der S-Bahn. Aber hier ist das Paradies.

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Bis zum nächsten Frühjahr. In dem ich vermutlich wieder zu lernen habe, dass im Garten eben nicht nur eine Hälfte der Wirklichkeit zu haben ist. Nur die ganze. Und zu der gehört der Tod ebenso wie das Leben.

Vom Mulchen

Mulchen ist nichts für Feiglinge. Wer sich für diese Methode des Gärtnerns entscheidet, muss drei Dinge lernen: faul sein, liebgewonnene Vorstellungen über Bord werfen und schräge Nachbarblicke an sich abgleiten lassen.

Das erste Mal wurde ich mit dem Thema Mulch konfrontiert, als ich selbst noch gar keinen Garten hatte. Damals gärtnerte ich bei einer Freundin mit. Sie war ein Öko-Freak und sammelte zu Hause ihren Biomüll. Wenn der Eimer voll war, trug sie ihn in den Garten und verteilte den Inhalt auf den Gemüsebeeten. Dort lagen dann Teebeutel, Eierschalen, Kaffeesatz, Apfel- und Kartoffelschalen schön kreuz und quer zwischen den Kohlrabis und Möhren herum. Darüber warf sie abgemähtes Gras, Rhabarberblätter, Heckenschnitt, welkes Kraut, trockene Staudenstängel, gehäckselte Zweige, kurz, alles was gerade an Gartenabfall zur Hand war.

Ich muss zugeben, dass mich das irritierte. Der Anblick solcher Beete war für mich ungewohnt, und ich empfand ihn als unästhetisch, um nicht zu sagen schlampig. Den Müll einfach so in den Garten zu schmeißen, das widersprach allem, was ich bisher gesehen hatte. Und bei der Dicke der Abfallschicht wunderte mich, dass die armen Gemüsepflanzen es tatsächlich schafften, immer noch oben herauszugucken. Doch schließlich gehörte der Garten meiner Freundin. Also war das ihre Entscheidung und ich bemühte mich, das Durcheinander ebenso hinzunehmen wie die abfälligen Bemerkungen, die über den Zaun wehten.

Die Anlage, in der sich der Garten meiner Freundin befand, war nicht an das Wassernetz angeschlossen. Allen Gärtnern stand nur selbst gesammeltes Regenwasser zur Verfügung. In jenem Frühjahr, in dem ich mich zum Mitmachen entschieden hatte, war es sehr heiß. Anfang April regnete es noch etwas, ab Mitte des Monats nicht mehr. Die Sonne brannte herunter, als wäre längst Sommer. Bereits Mitte Mai hatte die nackte Erde auf den Beeten der Nachbargärten die Konsistenz und Farbe von Zement angenommen, und das Gemüse darauf welkte vor sich hin, falls es überhaupt noch zu sehen war. Sämtliche Regentonnen waren leer.

Erstaunlicherweise sahen unsere Pflanzen immer noch recht zufrieden aus. Wenn ich die Mulchschicht zur Seite schob, fand ich darunter lockere, schwarze, feuchte Erde, die noch dazu von Regenwürmern wimmelte. Allmählich dämmerte mir, dass an der Sache etwas dran war.

Das Prinzip des Mulchens ist einfach. Die Natur macht es uns vor. Kein Mensch gräbt, hackt und düngt einen Wald, niemand harkt ihn sauber und doch – gerade deshalb – ist der Boden nahrhaft und lebendig. In der Natur (außer in der Wüste) kommt kein unbedeckter Boden vor. Blätter und Äste fallen herab und bleiben liegen. Moose, Farne, Pilze und andere Pflanzen wachsen, sterben ab und bleiben liegen. Bäume fallen um und bleiben liegen. Alles rottet langsam vor sich hin und wird von den Bodentieren zersetzt. Das Ergebnis ist ein herrlich duftender Humus. Wenn man über einen solchen Waldboden läuft, über das dunkelgrüne Moss, unter dem die halbverrotteten Äste knacken, möchte man am liebsten barfuß gehen, so weich ist er.

In den vier Jahren, in denen ich bei meiner Freundin mitgärtnerte, wurde ich zum Mulch-Fan. Bald trug ich genau wie sie meinen Biomüll auf die Beete, drehte das Mohrrübengrün und die Kohlrabiblätter gleich bei der Ernte ab und verteilte sie um die Gemüsepflanzen. Je begeisterter ich wurde, umso mehr Mulchmaterial entdeckte ich überall, sammelte es und brachte es in den Garten. Und je besser der Boden wurde, umso schneller war unser Mulch verschwunden. Wir konnten die fleißigen Erdhelfer kaum satt bekommen. Ich staunte, wie wenig es zu tun gab. Das einzige, was wir laufend machen mussten, war, die Mulchdecke zu erneuern, denn auch die Amseln hatten mitbekommen, dass es bei uns immer Futter gab. Sie pickten unentwegt unsere Deckschicht zur Seite, um an die darunter befindlichen fetten Regenwürmer zu kommen.

Natürlich praktiziere ich diese wunderbare Methode inzwischen auch in meinem Garten. Tatsächlich hat das Mulchen so viele Vorteile, dass ich mich frage, warum es nicht längst zum Volkssport geworden ist. Der Boden trocknet nicht aus und wird bei Regen nicht weggeschwemmt. Auch das Düngen kann man sich sparen, das erledigen die Bodenlebewesen bei der Zersetzung der schützenden „Bettdecke“. Und den Jungpflanzen tut es im Frühjahr sichtbar gut, dass die Temperatur zwischen Nacht und Tag nicht so stark schwankt. Also: weniger Dünger, weniger Wasser, weniger Arbeit.

Warum machen es dann nicht alle?

Vielleicht, weil der deutsche „Ordnungssinn“ ein doch sehr hartnäckiges Phänomen ist? Oder liegt es am Wettbewerbsgeist der Gärtner, der viele Gärten aussehen lässt wie Models in einem Wettstreit um die meiste nackte Haut? Oder kommt es daher, weil die Baumärkte mit dieser Methode kein Geld verdienen können? Immerhin leben die Gartenzeitschriften hauptsächlich von Werbekunden, vielleicht propagieren sie deshalb immer noch den klassischen Garten, für den man Spaten, Hacke, Grabegabel, Sauzahn, Kralle, Laubsauger und all die vielen Dünge- und Hilfsmittel aus dem Baumarkt braucht?

Nein, ich glaube es gibt einen viel profaneren Grund: Mulchen ist zu einfach. Wir Deutschen haben es immer gern ein bisschen kompliziert und mühsam. Was keine Arbeit macht, kann nichts wert sein. Was kein Geld kostet, auch nicht. Und selbst wenn es die Natur seit hunderttausenden von Jahren erfolgreich praktiziert, für uns ist das noch lange kein Grund, sich deshalb davon überzeugen zu lassen.

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