Jack Urwin - Boys don't cry

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Männer weinen nicht. Sollten sie aber, denn sie haben allen Grund dazu: Starre Männlichkeitsbilder beherrschen noch immer die Identifikationsangebote – sei es in Erziehung, Beruf, Werbung oder Mainstream-Medien. Stark, unbesiegbar, wild und immer auf der Gewinnerspur sollen Männer sein, ob sie wollen oder nicht.
Jack Urwin hat genug davon. Es reicht ihm nicht, dass der starke Mann heute auch mal weinen oder Elternzeit nehmen darf, sondern er fragt, warum Männer überhaupt stark sein müssen. Warum messen wir Menschen noch immer an Stereotypen, wo es uns ohne doch viel besser ginge? Dieses Buch ist der Beginn einer längst überfälligen Debatte darüber, wie eine positive, moderne Männlichkeit aussehen kann und wie wir dahin gelangen können, sie zu leben.
Unter anderem ausgelöst vom frühen Tod seines Vaters hat Jack Urwin 2014 den weltweit viel beachteten Essay »A Stiff Upper Lip Is Killing British Men« im VICE Magazine veröffentlicht, dessen emen er hier fortführt. Von der Mob-Mentalität, wie sie bei Fußballspielen und in Fight Club zur Schau gestellt wird, bis zu unseren Großvätern, die aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten, ohne je gelernt zu haben, über ihre Gefühle zu sprechen, untersucht Urwin, wie der Mythos der Maskulinität entstanden ist und warum er toxisch, ja tödlich ist. Warum tun wir uns trotzdem so schwer damit, diese fragwürdigen Ideale hinter uns zu lassen? Teils Essay, teils persönliches Manifest, ist Boys don't cry eine witzige und scharfe Auseinandersetzung mit toxischer Maskulinität und ihren Folgen – und ein Plädoyer für einen anderen Umgang miteinander.

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Wie die Biologie unsere Genderrollen definiert

Die evolutionäre Natur der menschlichen Spezies macht es schwierig, exakt den Punkt zu bestimmen, an dem der Mensch der wurde, den wir heute kennen: Wann wir angefangen haben, die Charakteristika zu zeigen, die uns von den Primaten, die uns vorausgingen, trennen. Anatomisch hat sich der moderne Mensch vor rund 200.000 Jahren entwickelt, aber man geht davon aus, dass wir erst 150.000 Jahre später das Verhalten an den Tag legten, das uns in die Moderne führte – die Wesenszüge, die uns vom vorangegangenen Homo sapiens unterschieden. Im Kontext moderner Männlichkeit ist das alles nicht von besonderer Bedeutung, doch um der Definition willen können wir mit ziemlicher Sicherheit sicher sagen, dass es 50.000 Jahre her ist, dass in der Dämmerung modernen Verhaltens aus den männlichen Primaten Männer wurden.

Es mag seltsam erscheinen, dass ich es erwähne und dann 49.800 Jahre oder so nach vorn springe, doch diese Epoche ist bedeutsam, weil Gender durch die Natur bestimmt wurde und nicht durch die Gesellschaft. Bis vor 10.000 Jahren lebten die Menschen als Jäger und Sammler, und ihre Rollen wurden allein durch die biologischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen definiert. Frauen kümmerten sich um die Kinder und suchten nach Nahrung, während die körperlich größeren und stärkeren Männer mit der Jagd betraut waren. Einige der evolutionären Merkmale, die daraus entstanden, sind heute noch vorhanden – etwa dass Frauen mehr Zapfen in der Netzhaut haben, wodurch sie, wie man annimmt, ein schärferes Sehvermögen erlangten, das ihnen beim Sammeln von Früchten und Wurzeln nützlich war. Deswegen glauben manche Menschen, bestimmte Verhaltensweisen wären den Genders als biologische Konditionen angeboren und nicht durch Sozialisation erworben: Aggression und Gewalt, zum Beispiel, gelten als männliche Eigenschaften, weil sie uns womöglich vor langer Zeit einmal bei der Jagd zugutekamen. Testosteron (das »männliche Hormon«) wird oft dafür verantwortlich gemacht, dass diese Art von Verhalten bei Männern vorherrscht, doch die Beweise, die das stützen sollen, sind alles andere als schlüssig. Während unsere körperlichen Eigenschaften (wie Körpergröße) mit großer Wahrscheinlichkeit evolutionär bedingt sind, gibt es wenig, was nahelegt, dass die meisten Verhaltensweisen nicht ein Ergebnis von Erziehung und Gesellschaft wären. Im großen Ganzen mag dies unwichtig erscheinen, doch diese sich allein auf die Biologie stützende Theorie kann ernsthaft nachteilige Folgen haben.

Wenn Menschen männliche Aggression als unvermeidlichen Teil unserer Natur verteidigen, ist das für Männer schlicht eine Möglichkeit, sich der Verantwortung für ihr beschissenes Verhalten zu entziehen. Es erlaubt Männern, eine sehr gefährliche Haltung innerlich zu rechtfertigen, schließlich gilt sie als männlich. Und es wischt zehntausende Jahre menschlicher Evolution vom Tisch, in denen Imperien entstanden und wieder untergingen, sich komplizierte Sprachen entwickelten, unsere Lebensweise sich bis zur Unkenntlichkeit veränderte und die Technik bis zu einem Punkt voranschritt, an dem praktisch alle existierenden Informationen massenweise zur Verfügung stehen und man jederzeit mit einem Menschen auf der anderen Seite der Weltkugel kommunizieren kann. Unsere Gehirne sind gewachsen, wodurch wir unendliches kreatives Potenzial erlangten, und wir haben die Welt mit Kunst, Musik und Literatur gefüllt, Nahrung von einer Notwendigkeit in eine Form reinen Vergnügens verwandelt, zahllose Krankheiten geheilt oder uns dagegen geimpft, Passagierflüge wahrgemacht, sind auf dem Mond spazieren gegangen, haben einen Roboter zum Mars geschickt … und du hast einem Typ einen Kinnhaken verpasst, weil dein Gehirn ihn für einen kurzen Moment mit einem zotteligen Mammut verwechselt hat?

Diese Argumente dienen in erster Linie fast ausschließlich dazu, Meinungen zu rechtfertigen, die ansonsten schlicht unvertretbar sind. Nehmt den ganz gewöhnlichen »Schwuler Sex ist unnatürlich«-Homophoben und überlegt, wie sein Tag verläuft: Vor Sonnenaufgang wird er vom Wecker aus dem Schlaf gerissen, er steigt in seine Polyester-Pantoffeln, steckt zwei Scheiben pappiges Brot in den Toaster, springt in sein Auto, um zur Arbeit zu fahren, sitzt acht Stunden an seinem Schreibtisch, fährt zurück nach Hause und schaltet den Fernseher ein, wo ihm ein Nachrichtenbeitrag über eine schwule Hochzeit ins Haus geliefert wird. »Das ist einfach nicht natürlich«, denkt er, geht ins Bett und stellt sich den Wecker für den nächsten Tag. Die Vorstellung, Homosexualität wäre unnatürlich, erwächst hauptsächlich aus dem Glauben, Sexualität existierte einzig als Mittel zur Reproduktion – und damit jeden heterosexuellen Akt, der keine Schwangerschaft zum Ziel hat, genauso zu verurteilen. Zugegeben, gewisse religiöse Einstellungen gegenüber Menschen, die Vergnügen aus Sexualität ziehen, vertreten diese Position und betrachten alles von Empfängnisverhütung bis hin zu Masturbation als Fluch gegen ihre Bemühungen, fruchtbar zu sein und sich zu mehren, doch solches gilt im Jahr 2016 allgemein eher als antiquierte Vorstellung. Ja, es ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit so, dass unser sexuelles Begehren in dem grundlegenden Instinkt wurzelt, das Überleben unserer Spezies zu sichern – was beinahe zu gut funktioniert hat –, aber unser Verhalten hat sich doch weit darüber hinaus weiterentwickelt. Wir haben – manchmal – Sex, um uns fortzupflanzen, aber viel öfter haben wir Sex, weil es einfach Spaß macht. Wie der Großteil unseres Verhaltens heute hat das nichts mit Natur zu tun, und darum ging es mir bei dem Beispiel mit dem homophoben Büroangestellten: Unser Lebensstil hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit dem unserer Jäger-und-Sammler-Vorfahren zu tun, und es ist vollkommen absurd zu behaupten, etwas wäre entweder angeboren und damit Teil unserer unveränderlichen Natur oder eben nicht. 50.000 Jahre sind vergangen, seit wir Menschen das erste Mal die Charakteristika an den Tag legten, die uns als die einzigartig intelligenten Geschöpfe ausweisen, die wir heute sind, und es ist 10.000 Jahre her, seit wir aufhörten, als einfache Jäger und Sammler zu leben, und ihr wollt buchstäblich sämtliche zivilisatorischen Entwicklungen ignorieren und behaupten, wir sollten uns heute so verhalten wie damals?

Die Rechtfertigung dafür speist sich zum Großteil daraus, dass unsere körperliche Erscheinung sich seit damals kaum verändert hat, womit angedeutet wird, diese Rollen wären relevant geblieben – sonst wären Männer im Allgemeinen längst nicht mehr größer und stärker als Frauen. Dem steht die Tatsache entgegen, dass die körperliche Evolution ein unglaublich langsamer Prozess ist. Das sieht man schon daran, dass wir immer noch mit einem Blinddarm geboren werden, einem Organ, das nur dazu da ist, sich ab und an zu entzünden und, wenn das unbehandelt bleibt, uns umzubringen. Wissenschaftler*innen können nicht einmal mit Gewissheit sagen, welche Funktion der Blinddarm einst hatte, womöglich diente er der Verdauung bestimmter Blätter, aber das ist bloß eine Theorie. Unser Körper entwickelt sich über viele Jahrtausende, doch unser Verhalten und unsere Ansichten unterliegen schon von einer Generation zur nächsten drastischen Veränderungen. Man muss sich nur unsere sozialen und politischen Ansichten ansehen: Es ist äußerst selten, dass eine Generation konservativer ist als die vorhergehende und infolgedessen auch als die davor. Wenn man sich die gesellschaftlichen und sozialen Veränderungen des letzten Jahrhunderts ansieht, wird einem schnell klar, dass all das nicht möglich gewesen wäre, wenn die nachfolgenden Generationen nicht progressiver gewesen wären. Das soll nicht heißen, dass nicht hier und da auch immer wieder Konservativismus aufgeblitzt wäre, unvermeidliche Nebenwirkung der Demokratie in einem historischen Zwei-Parteien-System, genau wie Angstmache und die Suche nach Sündenböcken in ökonomisch schwierigen Zeiten. Die Art, wie im Augenblick über Einwanderer gesprochen wird, und die in den Medien weit verbreitete Entmenschlichung von Geflüchteten, die aus Kriegsgebieten fliehen, ist von dem Antisemitismus, der in den 1930er und 1940er Jahren emporschoss, als europäische Jüd*innen vor den Nationalsozialisten flohen und in Großbritannien Asyl suchten, praktisch nicht zu unterscheiden. Im Großen und Ganzen aber bewegen wir uns vorwärts. Es geschah sogar unter einem konservativen Premierminister, dass 2013 die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert wurde fünfundzwanzig Jahre, nachdem seine Partei Section 28 des Local Government Act eingebracht hatte, die dafür gesorgt hatte, dass in Schulen nicht über Homosexualität gesprochen werden durfte. Doch die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe war kaum ein Akt politischen Heldenmuts, sie spiegelte lediglich die Haltung der Mehrheit der Öffentlichkeit wider und zeigte, dass wir selbst unter der Regierung einer weniger traditionellen progressiven Partei nicht unbedingt Rückschritte machen.

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