Jack Urwin - Boys don't cry

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Männer weinen nicht. Sollten sie aber, denn sie haben allen Grund dazu: Starre Männlichkeitsbilder beherrschen noch immer die Identifikationsangebote – sei es in Erziehung, Beruf, Werbung oder Mainstream-Medien. Stark, unbesiegbar, wild und immer auf der Gewinnerspur sollen Männer sein, ob sie wollen oder nicht.
Jack Urwin hat genug davon. Es reicht ihm nicht, dass der starke Mann heute auch mal weinen oder Elternzeit nehmen darf, sondern er fragt, warum Männer überhaupt stark sein müssen. Warum messen wir Menschen noch immer an Stereotypen, wo es uns ohne doch viel besser ginge? Dieses Buch ist der Beginn einer längst überfälligen Debatte darüber, wie eine positive, moderne Männlichkeit aussehen kann und wie wir dahin gelangen können, sie zu leben.
Unter anderem ausgelöst vom frühen Tod seines Vaters hat Jack Urwin 2014 den weltweit viel beachteten Essay »A Stiff Upper Lip Is Killing British Men« im VICE Magazine veröffentlicht, dessen emen er hier fortführt. Von der Mob-Mentalität, wie sie bei Fußballspielen und in Fight Club zur Schau gestellt wird, bis zu unseren Großvätern, die aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten, ohne je gelernt zu haben, über ihre Gefühle zu sprechen, untersucht Urwin, wie der Mythos der Maskulinität entstanden ist und warum er toxisch, ja tödlich ist. Warum tun wir uns trotzdem so schwer damit, diese fragwürdigen Ideale hinter uns zu lassen? Teils Essay, teils persönliches Manifest, ist Boys don't cry eine witzige und scharfe Auseinandersetzung mit toxischer Maskulinität und ihren Folgen – und ein Plädoyer für einen anderen Umgang miteinander.

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Ein paar Tage später bekam ich eine SMS von meinem ehemaligen Mitbewohner Cameron. Ich liebe Cam sehr, aber er arbeitet im Finanzsektor und widmet sich in seiner Freizeit hauptsächlich dem Sport, und damit bewegt er sich in einer Kultur, die ich als ziemlich machomäßig bezeichnen würde. Er und ich, wir sind wirklich sehr verschieden. In seiner SMS schrieb er, er habe den Artikel gelesen und ihn toll gefunden, weil er ihn dazu gebracht habe, über seine eigene Unfähigkeit zu reden nachzudenken. Seine Worte waren ein wichtiger Anstoß dafür, das hier zu schreiben. Den liberalen, für soziale Gerechtigkeit kämpfenden Typen, in deren Kreisen ich mich im Allgemeinen bewege, zu gefallen, ist eine Sache, doch dass ich damit sogar zu Cam durchdringen konnte, ließ mich begreifen, was für ein mächtiges Ding diese Debatte sein könnte. Aber vor allem gab es mir die Hoffnung, vielleicht ganz allmählich, Stück für Stück, etwas verändern zu können.

Im Januar 2016, während ich dies schreibe, kann ich nicht umhin zu bemerken, dass es für die Männlichkeit und die Gespräche über Männer, die wir in Gang gebracht haben, ganz schön turbulente fünfzehn Monate waren. Letztes Jahr hat der Rapper Professor Green sich in dem beeindruckenden Dokumentarfilm Suicide and Me mit dem Freitod seines Vaters befasst, was einem vorkam wie ein gewaltiger Durchbruch in der Art und Weise, wie wir uns diesem schrecklichen Thema annähern. Aber wir haben auch mitangesehen, wie Reggie Yates in die Welt von Pick-Up-Artists eintauchte und uns eine finstere, rückschrittliche Seite von Männern und Männlichkeit zeigte. Aktivisten der Männerrechtsbewegung – eine Art Aktionsgruppe für Antifeministen – schikanieren Frauen weiterhin für die Leiden, denen sich das männliche Geschlecht gegenübersieht, und geben ihnen die Schuld daran. Toxische Männlichkeit – ein Begriff, auf den ich in diesem Buch immer wieder zurückkommen werde – heizt weiterhin Gewalt, Massenmord und Vergewaltigung an. Manches wird besser, vieles nicht. Wir müssen uns damit auseinandersetzen, bevor es zu spät ist, jedem Einzelnen von uns zuliebe.

Wenn mein Vater gelernt hätte, sich ein wenig mehr zu öffnen, hätte er vielleicht nicht sein Leben lang jede Hilfe ausgeschlagen und wäre womöglich noch unter uns. Er hätte der Welt ein weiteres unnötig ausschweifendes Buch über einen emotional distanzierten Vater ersparen können, und ich hätte noch jemanden, der missbilligende Worte murmelt, sobald ich das Gespräch auf meine Karriere, meine Wohnsituation oder mein Leben bringe. Mit Hypothesen allein kommen wir nicht weit, aber solange wir uns nicht mit unserer Unfähigkeit uns zu öffnen befassen, sterben wir früh und unnötig und zerstören die Beziehungen, die wir haben, solange wir auf der Welt sind. Mag sein, dass ich mit diesem Buch keine Revolution anzettele, aber wenn nur eine Handvoll Menschen liest, warum wir so geworden sind, wie sehr wir die um uns herum verletzen und was wir tun können, um Männer zu einer positiven Kraft in dieser Welt zu machen, dann hat es sich gelohnt, dass ich verdammt viele Stunden in Online-Foren verbracht habe, um zu diskutieren, wann ich »dass« und wann »wie« verwenden muss, und dann ist es auch die niederschmetternde Erkenntnis wert, dass ich es wahrscheinlich schon wieder vergessen habe.

Wann ist ein Mann ein Mann?

Bevor ich mich auf die Mammutaufgabe stürze zu analysieren, was meiner Meinung nach die wichtigsten Themen um Männlichkeit heute sind, und dann in der Hoffnung, die Menschheit für den Rest unserer Zeit auf Erden zu verbessern, versuche, Lösungen für alle unsere Fehler, Leiden und destruktiven Verhaltensweisen zu finden, sollte ich mir einen Augenblick Zeit nehmen, um festzuhalten, was genau eigentlich ein Mann ist. (Wahrscheinlich muss ich auch noch über ein paar andere Sachen nachdenken, bevor ich mich auf diese Mission begebe, zum Beispiel: »Warum zum Teufel schreibe ich ein Buch, das war eine bescheuerte Idee, ich will hier raus, o Gott, o Gott, das ist eine Katastrophe«, aber ich bin mir sicher, dass sich das durch eine Nacht auf Yahoo Clever klären lässt.)

Theoretisch müsste das der unkomplizierteste Teil des ganzen Buches sein. Schließlich wissen wir alle, was ein Mann ist, richtig? Toll, nächstes Kapitel: Ich hab das voll drauf mit dem Schreiben. Vor langer Zeit mag das tatsächlich einmal der Fall gewesen sein, doch im Jahr 2016 geht unser Verständnis von Gender sehr weit über die binärgeschlechtliche Definition hinaus, derer wir uns in der Geschichte bedient haben. Womöglich habt ihr schon einmal eine*n ältere*n Verwandte*n sagen hören: »Früher war alles viel einfacher, da waren Männer Männer und Frauen Frauen«, nachdem sie*er in der Zeitung etwas über trans Menschen gelesen hat. Womöglich habt ihr das sogar selbst schon einmal gedacht. Vieles daran ist für viele von uns neu, und es ist okay zuzugeben, dass ihr ein bisschen ins Schwimmen geratet – solange ihr nicht ausfallend werdet. Wir sind alle hier, um zu lernen (hoffe ich doch), und auch wenn einige von euch womöglich schon mit den hier diskutierten Begriffen vertraut sind, möchte ich euch doch bitten, trotzdem an diesem Kapitel dranzubleiben, denn es könnte euch einen ersten Einblick darin verschaffen, wie ich mich bestimmten Konzepten nähere, und Fragen, die euch möglicherweise im weiteren Verlauf kommen, vorab klären. Und weil ich ein Scheißkerl bin, finde ich es auch geil, die Macht zu haben, euch zu zwingen, jedes einzelne meiner vollkommen überflüssigen Worte zu lesen.

Wenn ich jetzt damit anfange, dass wir uns drei Kategorien genauer ansehen müssen, die alle eng miteinander verflochten sind und zugleich doch vollkommen getrennt, gewinne ich damit bestimmt keinen Preis für Klarheit. Aber habt Nachsicht mit mir, denn ich versuche, Ordnung in Geschlecht, Sexualität und Gender zu bringen – was sie verbindet, was sie trennt und warum das alles überhaupt von Belang ist.

Geschlecht

Das ist wahrscheinlich am leichtesten zu erklären. Geschlecht ist biologisch, es ist das, was wir Kindern bei ihrer Geburt aufgrund ihrer Genitalien zuweisen, und in den meisten Fällen ist es eine von zwei Möglichkeiten. Wenn zwischen den Beinchen ein Penis liegt, dann hast du einen Jungen gekriegt, wenn da unten eine Vagina ist, dann … ich weiß nicht, ich hab schnell das Interesse an diesem kleinen Reim verloren, aber dann wird das Neugeborene auf der Geburtsurkunde als Mädchen bezeichnet. Solange die Eltern nicht megaprogressiv sind, stehen die Chancen gut, dass das auf der Geburtsurkunde festgehaltene Geschlecht sich in der Erziehung widerspiegelt und das Kind allein aufgrund seiner winzigen kindlichen Geschlechtsorgane ermutigt wird, einem ausdrücklich genderspezifischen Weg zu folgen. Ab und zu kommt ein Kind mit Fortpflanzungsorganen zur Welt, die nicht in die traditionelle Definition von männlicher oder weiblicher Sexualanatomie passen und Elemente von beiden aufweisen, das wird dann als intersexuell bezeichnet. Das kann schon bei der Geburt sichtbar sein oder erst im späteren Leben zutage treten, und manchmal werden an intersexuellen Menschen (auch Kleinkindern und Kindern) chirurgische Eingriffe oder Hormonersatztherapien durchgeführt, damit sie äußerlich der binärgeschlechtlichen Genderdefinition entsprechen.

Sexualität

Die Sexualität eines Menschen bestimmt sich dadurch, zu wem, wenn überhaupt, sie*er sich sexuell hingezogen fühlt (speziell in dieser Situation, welchem Gender oder welchen Gendern). In traditioneller Sichtweise fühlen sich heterosexuelle oder straighte Menschen ausschließlich vom anderen Geschlecht angezogen, homosexuelle oder schwule bzw. lesbische Menschen fühlen sich ausschließlich vom eigenen Geschlecht angezogen, und bisexuelle Menschen fühlen sich zu Männern und Frauen hingezogen. Treten wir einen Schritt aus dieser Binärgeschlechtlichkeit heraus, gibt es noch mehr Etiketten, wie etwa pansexuell, was ein Hingezogenfühlen zu allen Gendern bezeichnet – auch zu Menschen, die sich weder als männlich noch als weiblich definieren –, während manche Menschen mehrdeutigere Begriffe wie zum Beispiel queer vorziehen, was schlicht auch als Sammelbegriff für alle benutzt werden kann, die nicht heterosexuell sind.

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