Ulrich Wißmann - Tanz mit Schlangen

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Tanz mit Schlangen: краткое содержание, описание и аннотация

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Beim Schlangentanz, einem archaischen Ritual der Hopi-Indianer, wird ein Ältester des Stammes getötet. Obwohl zunächst alles auf einen Unfall hindeutet, alarmiert die Familie die Polizei. FBI-Agent Caldwalder und sein Kollege Frank Begay von der Navaho-Stammespolizei werden misstrauisch, denn das Opfer hatte Zeit seines Lebens gegen die Kohleförderung auf dem heiligen Berg der Hopi gekämpft und sich mit mächtigen Firmen angelegt. Aber auch im eigenen Stamm hatte er als Traditionalist nicht nur Freunde. Die Polizisten ermitteln in beide Richtungen und begegnen einer Mauer des Schweigens. Bis sie herausfinden, dass es schon vorher einen Mord gegeben hat …

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Caldwalder hatte eine Verabredung mit dem Hopi-Stammespolizisten Charles Quochytewa, der in Hotevilla lebte. Glücklicherweise kannte Begay das Haus des Polizisten von früheren Besuchen und führte seinen Kollegen dorthin. In den engen Gassen, die von der Plaza in der Mitte des Dorfes abgingen, gab es weder Straßennamen noch Nummern an den Häusern. Als sie das Haus von Quochytewa erreichten und sich fragten, wie sie sich bemerkbar machen sollten, trat der schon aus der Tür.

„Mister Quochytewa?“, fragte Caldwalder.

„Ja“, antwortete der Angesprochene. „Sie sind Agent Caldwalder?“

„Genau, wir haben telefoniert. Das ist Officer Frank Begay von der Navaho-Stammespolizei, der mir seine Hilfe angeboten hat.“

„Wir kennen uns“, antwortete Quochytewa und die Männer schüttelten sich die Hände.

„Kommen Sie bitte herein“, lud der Hopi sie ein. „Sie können mich ruhig Charly nennen“, fügte er an Caldwalder gewandt hinzu. „Das tun alle. Und ich weiß, wie schwer es für Weiße ist, sich die Hopi-Namen zu merken.“

Der Agent quittierte das Angebot mit einem dankbaren Lächeln. „Sie können mich Jack nennen!“

Sie traten in den halbdunklen Innenraum des Hauses, der offenbar als Schlaf-, Ess- und Wohnzimmer für Charlys Familie diente. Zwischen mehreren an der Wand aufgereihten Betten stand ein großer Tisch mit einigen Stühlen darum. Neben einem Schrank, in dem Küchenutensilien und anderes Geschirr zu sehen war, gab es einen offenen Schrank, in dem verschiedenes Kinderspielzeug, aber auch die Kachina-Puppen der Hopi lagerten. In einer Feuerstelle an der Rückwand des Hauses brannte ein kleines Feuer und auf einem gusseisernen Ofen stand eine Kanne mit Kaffee bereit, aus der Charly jetzt drei Becher füllte. Sie setzten sich um den Tisch herum und während der Hopi mehrere gehäufte Löffel Zucker in seinen Kaffee einrührte sagte er: „Danke, dass Sie gekommen sind! Ist schon eine mysteriöse Geschichte mit dem Tod von Albert Tasajeswa.“

„Wieso?“, fragte Caldwalder.

„Nun“, antwortete Charly, „erst mal kann ich mich nicht erinnern, dass jemals beim Schlangentanz jemand getötet worden ist. Und Tasajeswa war der Häuptling des Schlangenklans und der Erfahrenste von allen.“

„Aber ein Schlangenbiss kann doch eigentlich nur ein Unfall sein, oder nicht?“, wunderte sich Begay.

„Eigentlich ja“, gab Charly zu. „Trotzdem ist hier einiges seltsam!“

„Was denn?“, hakte Caldwalder nach.

„Die Schlange hat sich sehr ungewöhnlich verhalten.“

Begay und Caldwalder sahen Charly gespannt an.

„Normalerweise ergeben sich die Schlangen bei dem Tanz sozusagen in ihr Schicksal. Sie sind ganz ruhig und lassen eigentlich alles mit sich machen, ohne sich zu wehren. Aber dieses Tier war gleich anders. Das hat man gesehen.“

„Waren Sie bei dem Tanz dabei?“, fragte Begay.

„Ja, ich und die Ordner haben dann immer viel zu tun. Es gibt immer Schaulustige, die sich einschleichen und den Tanz beobachten wollen, die ich dann des Dorfes verweisen muss. Aber als der Tanz losging, war ich da. Und ich habe mir gleich Sorgen gemacht. Die Schlange hat die ganze Zeit gedroht und auch als Tasajeswa sie aufgenommen hatte, hat sie sich nicht beruhigt. Sie hat sich immer wieder aufgerichtet, geklappert und ihn angezischt.“

„Und das ist nicht normal?“, fragte Caldwalder.

„Nein, überhaupt nicht. Das habe ich so noch nie gesehen!“

„Wo sind denn die Schlangen jetzt?“, fragte Caldwalder weiter.

„Sie werden traditioneller Weise nach dem Schlangentanz in alle Richtungen getragen und wieder freigelassen. Sie sollen die Botschaft von der Erneuerung allen Lebens durch die Rituale zu den vier Enden der Welt tragen und die Gebete des Volkes nach Regen und Fruchtbarkeit übermitteln. Aber ich habe diese Schlange hierbehalten.“ Er deutete zu einer hohen Kiste in einer Ecke des Raumes. „Ist ja vielleicht so etwas wie ein Beweisstück“, fügte er hinzu.

„Das haben Sie gut gemacht“, meinte Caldwalder.

„Dürfen wir sie sehen?“, bat Begay.

„Natürlich!“

Charly stand auf und sie gingen zu der Kiste. Der Hopi nahm den Deckel herunter und sie sahen eine große und dicke Klapperschlange zusammengerollt am Grunde des Behälters liegen. Sie bewegte sich nicht und schien keine Notiz von den Männern zu nehmen.

„Wow, ganz schön groß“, meinte Caldwalder.

„Gut einen Meter lang“, bestätigte Charly.

„Jetzt scheint sie ja ganz ruhig zu sein“, stellte Begay fest.

„Ja.“

„Was war denn nun seltsam an der Schlange?“, fragte Caldwalder.

„Na ja, als ich sie gefangen hatte und sie in dieser Kiste untergebracht hatte, habe ich ihr vorsichtshalber eine Maus zum Fressen angeboten. Und sie hat sie sofort gebissen und heruntergeschluckt.“

Caldwalder sah Charly verständnislos an.

„Die Tiere für den Schlangentanz werden natürlich sehr gut versorgt. Erst einmal sind sie ja so etwas wie die Hauptpersonen bei der Zeremonie,“ erklärte er. „Und dann setzt es natürlich ihre Beweglichkeit und Aggression herab, wenn sie ordentlich vollgefressen sind.“

„Aha“, machte Begay.

„Ja. Deshalb werden sie in den Tagen vor dem Schlangentanz regelrecht verwöhnt. Wenn eine Schlange viel gefressen hat, nimmt sie oft wochenlang keine Nahrung zu sich. Und eine Schlange, die satt ist, wird ein Beutetier, auch wenn es ihr auf der Nase herumtanzt, nicht angreifen.“

„Außerdem hat doch eine Schlange, die erst kürzlich Beute gemacht hat, nur eine geringe Menge Gift in den Giftdrüsen!“

„Ja. Nur eine Schlange, die lange nicht gefressen hat, hat viel Gift und kann damit auch einem Menschen wirklich gefährlich werden“, ergänzte Charly.

„Aha“, machte jetzt auch Caldwalder.

„Als ich merkte, wie ausgehungert sie war, habe ich ihr dann noch mehrere Mäuse und Ratten in die Kiste gelegt, die sie alle sofort verputzt hat!“

„Sie war also regelrecht ausgehungert“, stellte Begay fest.

„Und deshalb ist sie jetzt so friedlich“, mutmaßte Caldwalder.

Sie standen um die Kiste herum und sahen auf das Tier herab.

„Ist das Blut?“, fragte Begay und deutete auf den Boden des Behälters.

„Ich weiß nicht“, antwortete Charly offensichtlich ohne den Grund für Begays Frage zu verstehen.

„Das kommt sicher von den Beutetieren, oder?“, fragte Caldwalder.

„Ich glaube nicht“, antwortete Begay. „Wenn eine Schlange ein Tier beißt, hinterlässt das nur zwei winzige Einstiche, die eigentlich nicht bluten. Und dann wartet sie, bis das Opfer gelähmt ist und schlingt es herunter.“

„Das stimmt“, bestätigte Charly, der jetzt auch interessiert den Boden der Kiste ansah.

„Können wir die Schlange untersuchen?“, fragte Begay.

„Ja!“

Charly nahm einen an der Spitze gegabelten Stock, der neben der Kiste bereit stand, um mit ihm den Kopf der Schlange am Boden festzuhalten. Dann packte er sie blitzschnell mit der linken Hand hinter dem Kopf und hielt den Körper mit der rechten. Die Schlange gab selbst jetzt nur ein mattes Klappern von sich und schien sich in ihr Schicksal zu fügen. Charly ging mit dem Tier zum Tisch, auf dem er es weiter mit beiden Händen festhielt. Caldwalder und Begay beugten sich über das Reptil und Begay fuhr sacht mit dem Finger über die Haut des Tieres. In diesem Moment zuckte die Schlange zusammen und gab jetzt ein deutlich drohendes Zischen von sich.

„Sehen Sie das?“

Die beiden angesprochenen Männer reckten ihre Hälse, um die Stelle zu mustern, die Begay ihnen zeigte. Ein länglicher Riss, in dem verkrustetes Blut zu sehen war, war auf der matt schimmernden Haut der Schlange deutlich auszumachen.

„Und da auch.“ Begay zeigte auf eine weitere Stelle, an der ein langer, dünner Schnitt den Blick auf das Fleisch des Tieres freigab.

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