Christof Gasser - MordsSchweiz

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Wenn aus Eidgenossen Neidgenossen werden, lauert unterm Schweizerkreuz das Verbrechen. In 25 Kurzgeschichten berichten Autorinnen und Autoren über einen fingierten Tod, ein Mordkomplott oder über einen einsamen Henker. Die dunklen Seiten des Landes kommen in einer Tour de Suisse zum Vorschein, die vom Wallis ins Berner Oberland und über die Region Basel, das Mittelland und das Engadin bis ins Tessin führt.

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»Ich spürte einen Druck am Hals, aber ich kann nicht sagen, warum und woher dieser rührte. Mir wurde schwarz vor Augen, ich kriegte keine Luft mehr. Ich dachte, ich müsste sterben. Da hörte ich Stimmen, Schreie, ich weiß nicht, von wem sie stammten.«

»Ihre Frau war aber mit im Zimmer?«

»Ich habe keine Ahnung, wer sich alles im Raum befand und ob es meine Töchter waren, die geschrien haben.«

»Aber da konnten Sie wieder atmen.«

»Ja, der Druck ließ nach, ich musste sehr stark husten.«

»Geht es Ihnen heute wieder gut?«

»Nein, es geht mir nicht gut. Ich verschlucke mich noch immer dauernd, zudem habe ich Schlafstörungen und heftige Albträume. Ich habe zwar überlebt – aber mein Leben ist nicht mehr dasselbe.«

*

Befragung von Miranda Büttikofer durch Richter Wohlgemuth

»Ich befrage Sie zunächst als Beschuldigte. Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern – wenn Sie Aussagen machen, können die als Beweismittel gegen Sie verwendet werden. Sie sind des versuchten Mordes angeklagt. Konkret werden Sie beschuldigt, Ihrem Mann seinen Lieblingsdrink mit Traubensaft und Honig angerührt und mit einer nicht bekannten Anzahl Tabletten Risperidal und Temesta versehen zu haben, in der Absicht, ihn zu töten. Haben Sie verstanden, was Ihnen vorgeworfen wird?«

»Ich habe verstanden, was Sie sagen. Aber so war es nicht! Gut, ich gebe zu, dass ich ihm die Medikamente in den Drink getan habe, das habe ich, das kann ich nicht leugnen, aber es war trotzdem ganz anders, als Sie sagen. Ich wollte ihn nicht töten – ich wollte nur meine Ruhe vor ihm haben! Damit ich in der Nacht ruhig schlafen konnte.«

»Wie viele Tabletten haben Sie ihm verabreicht?«

»Ich kann mich nicht erinnern, wie viele es waren. Aber es waren einige. Sie müssen wissen, ich war in panischer Angst und wusste nicht, was ich tat. Ich wollte doch nur meine Ruhe haben.«

»Warum hatten Sie Angst?«

»Weil er mich immer wieder belästigt hat. Weil er mich über Jahre vergewaltigt hat. Brutal vergewaltigt hat. Immer wieder hat er Pornofilme mit nach Hause gebracht und mich gezwungen, alles nachzuspielen. Er benutzte dafür eine Schlagrute und Zangen. Jahrelang musste ich unter ihm leiden. Er hat mich drangsaliert.«

»Darum haben Sie versucht, ihn umzubringen? Aus Rache?«

»Nein, ich wollte ihn nicht töten! Ich wollte doch bloß, dass er einschläft und mich in Ruhe lässt.«

»Sie sagen, Ihr Mann habe Sie jahrelang vergewaltigt. Wann begann das?«

»Schon früh, wenige Jahre nach unserer Hochzeit. Ich war 24, als ich ihn heiratete, das war 1993. Ich erinnere mich nicht, wann es genau begann. Aber die letzten zwanzig Jahre waren die Hölle.«

»Trotzdem sind Sie geblieben. Sie haben gemeinsam vier Kinder gezeugt.«

»Was hätte ich tun sollen? Er hat mir mit dem Tod gedroht, wenn ich mich weigerte. Er würde mich umbringen, wenn ich ihn verlasse.«

»Jetzt aber wollten Sie sich doch endlich trennen.«

»Ja. Er hat eine neue Freundin. Auf einmal wollte er von selbst gehen.«

»Ist es richtig, dass Ihr Mann bereits einen Monat vor der Tat eine eigene Wohnung gemietet hat?«

»Ja, aber er war immer noch ständig bei uns.«

»Ihr Mann sagt etwas anderes, er erzählte uns, er sei in jener Nacht nur zu Ihnen gekommen, weil Sie ihn aufforderten, die letzten Sachen abzuholen.«

»Nein, er kam, um zu Hause zu schlafen.«

»Wo hatte er seine Kleidung?«

»In der neuen Wohnung.«

»Also trug er immer dasselbe?«

»Unterhosen brachte er jeweils mit.«

»Warum haben Sie ihn nicht einfach nach Hause geschickt, statt zu versuchen, ihn umzubringen, wenn Sie Ihre Ruhe haben wollten?«

»Er hätte nicht auf mich gehört. Er sagte, er werde mir den Schlüssel nie zurückgeben.«

»Sie hätten das Schloss auswechseln können.«

»Das hätte 500 Franken gekostet! Herr Gerichtsvorsitzender, was ich sage, ist die Wahrheit, er hat jeden Tag bei uns geschlafen und gegessen, und er wollte mich weiter belästigen und vergewaltigen. Er ließ sein Messer und seine Schlagrute in unserer Wohnung, und eine Matratze in seinem Zimmer.«

»Auf dieser Matratze ist er nach dem Medikamenten-Cocktail eingeschlafen.«

»Ja.«

»Am Morgen danach haben Sie nachgesehen, ob er wirklich tot ist.«

»Nein! Ich habe nachgesehen, ob er noch schläft.«

»Unter Punkt zwei wirft Ihnen die Staatsanwaltschaft Folgendes vor: Als Sie festgestellt haben, dass Ihr Mann noch lebte, haben Sie versucht, ihn mit einem Stromkabel zu erdrosseln. Was sagen Sie dazu?«

»Es war nie meine Absicht, ihm etwas anzutun.«

»Wenn Ihre Töchter, aufgeschreckt durch den Lärm, nicht ins Zimmer gestürzt wären, wäre Ihr Mann jetzt tot. Warum wollten Sie ihn erdrosseln?«

»Ich wollte mich vor ihm schützen. Er hat mich angegriffen und gewürgt. Ich tastete nach etwas, fand das Kabel auf dem Boden und habe danach gegriffen.«

»Sie wollen also Notwehr geltend machen.«

»Ich war in Todesangst und musste mich wehren.«

»Obwohl er noch halb im Delirium gewesen sein muss nach dem Medikamenten-Cocktail, behaupten Sie, er sei gleich auf Sie losgegangen?«

»Er war wach. Wahrscheinlich wollte er sich rächen, weil ich ihn betäubt hatte.«

»Ihr Sohn sagte, das Kabel – ein Ladekabel – habe immer im Wohnzimmer gelegen, wo sich auch das Gerät befindet, das damit geladen wird. Haben Sie das Kabel mit ins Zimmer raufgenommen, als Sie nachschauen gingen, ob Ihr Mann noch lebte?«

»Nein, das Kabel war schon da.«

»Laut dem medizinischen Bericht wies Ihr Mann eine Strangulationsmarke am Hals und Punktblutungen im Kopfbereich auf. Frau Büttikofer, er wurde von hinten gewürgt. Das ist schwer mit Ihrer Schilderung in Einklang zu bringen, dass er Sie angegriffen hatte. Sie wollten ihn erwürgen.«

»Nein! Nein, so war das nicht. Ich wollte ihn nicht töten, ich musste mich verteidigen. Ich hatte Angst, dass er mich umbringen würde. Das war Notwehr.«

*

Befragung von Robert Büttikofer durch Richter Wohlgemuth

»Ich befrage Sie nun als Beschuldigter in diesem Verfahren. Sie haben das Recht, die Aussage zu verweigern – wenn Sie Aussagen machen, können die als Beweismittel gegen Sie verwendet werden. Sie sind der mehrfachen Vergewaltigung und der mehrfachen sexuellen Nötigung angeklagt. Haben Sie das verstanden?«

»Ja, das habe ich verstanden.«

»Was sagen Sie zu den Vorwürfen?«

»Die Anschuldigungen stimmen nicht. Ich wollte nichts mehr von meiner Frau. Sie wusste, dass ich mich scheiden lassen würde, dass ich eine neue Freundin habe, ich habe ihr das offen gesagt. Sie war es, die es immer wieder bei mir versuchte, die mir schmeichelte und mir sagte, ich sei ihr Herz und ihre Seele. Ich habe nur mit ihr geschlafen, wenn sie es wollte.«

»Ihre Frau erzählt etwas ganz anderes. Sie sagt, Sie hätten sie jahrelang vergewaltigt. Sie hätten sie gezwungen, Gewalt-Pornofilme nachzuspielen. Sie hätten sie gewürgt, mit der Rute geschlagen, obwohl Sie gewusst hätten, dass sie keinen Sex mit Ihnen haben wollte.«

»Das ist gelogen. Warum hat sie mich denn nie angezeigt? Warum ist sie bei mir geblieben? Warum ist sie nie ins Frauenhaus gezogen?«

»Ihre Frau sagt, Sie hätten ihr gedroht, sie umzubringen, wenn sie Sie verlasse.«

»Das stimmt nicht. Es war gerade umgekehrt. Sie war diejenige, die Gewalt ausgeübt hat. Einmal hat sie mir mehrfach mit der Fernbedienung des TVs auf meinen Kopf geschlagen und die gesamte Einrichtung des Wohnzimmers zerstört. Ich musste die Polizei rufen und habe sie angezeigt. Meine Frau wurde daraufhin für zehn Tage mit einem Kontaktverbot belegt und durfte nicht nach Hause kommen. Das finden Sie in den Akten.«

»Wenn ich Sie ansehe, muss ich sagen, dass ich das kaum glauben kann. Sie sind Ihrer Frau körperlich überlegen. Wie soll sie Sie misshandelt haben?«

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