Christof Gasser - MordsSchweiz

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Wenn aus Eidgenossen Neidgenossen werden, lauert unterm Schweizerkreuz das Verbrechen. In 25 Kurzgeschichten berichten Autorinnen und Autoren über einen fingierten Tod, ein Mordkomplott oder über einen einsamen Henker. Die dunklen Seiten des Landes kommen in einer Tour de Suisse zum Vorschein, die vom Wallis ins Berner Oberland und über die Region Basel, das Mittelland und das Engadin bis ins Tessin führt.

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Sie wissen ja: Gestorben wird immer und überall, nur nicht im heimischen Bett.

Kommen Sie mit auf eine Reise durch die facettenreiche Bandbreite des aktuellen Schweizer Krimischaffens, vom Cosy Crime über die Detektivgeschichte, den historischen Krimi oder den Rachekrimi bis hin zum Agenten- und Psychothriller. Vom fingierten Tod über das Mordkomplott bis zum einsamen Henker lernen wir die dunklen Seiten der Schweiz in einer Tour de Suisse kennen, die vom Wallis ins Berner Oberland und über die Region Basel, das Mittelland und das Engadin bis ins Tessin führt.

Möglicherweise vermisst der eine Leser oder die andere Leserin die ganz großen Probleme, die die Welt beschäftigen. Das ist der Kürze der Texte geschuldet, denn nicht alles lässt sich auf wenigen Seiten abhandeln. Dafür empfehlen wir die Romane der beteiligten Autorinnen und Autoren, deren jüngste Veröffentlichungen Sie den Kurzbiografien im Anhang entnehmen können. Gerne weisen wir auch auf die Werke der hier nicht vertretenen Schreibenden hin, insbesondere auch auf die schnell wachsende Szene der Autorinnen und Autoren aus der französischsprachigen Schweiz, die wir in dieser Anthologie leider nicht berücksichtigen konnten.

Die vorliegende Sammlung von Kurzkrimis markiert einen Neustart der Schweizer Krimiszene. Das Buch erscheint zur Eröffnung des Schweizer Krimiarchivs und zum Krimifestival Grenchen im September 2021.

Der Kriminalroman hat in unserem Land bereits eine lange Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Mit Friedrich Glauser und Friedrich Dürrenmatt weist die Eidgenossenschaft im 20. Jahrhundert zwei stilbildende Schriftsteller auf, die auch eine internationale Ausstrahlung haben. Dasselbe gilt für einige Autorinnen und Autoren aus der »neuen Welle« ab den 1980er-Jahren: Peter Zeindler, Sam Jaun, Alexander Heimann oder Milena Moser, Hansjörg Schneider und Martin Suter, um nur die bekanntesten zu nennen, die das Genre bis in unser Jahrhundert geprägt haben. Wer sich für die Geschichte des Schweizer Kriminalromans im Detail interessiert, sei auf das Buch von Paul Ott: »Mord im Alpenglühen« (Chronos Verlag, 2020) verwiesen.

Nun also formiert sich eine weitere Generation von Krimischreibenden, die ihre Leidenschaft in spannende Texte umsetzt. Die Szene ist jünger geworden und wird von deutlich mehr Frauen geprägt. Diese Entwicklungen widerspiegelt unsere Anthologie. Und am »Schweizer Krimifestival Grenchen« ( krimifestival.ch) vom 17. und 18. September 2021 wird die erfreuliche Bandbreite der neuen Schweizer Krimiszene der Öffentlichkeit präsentiert.

Gleichzeitig feiert das Schweizer Krimiarchiv Grenchen seine Eröffnung. In dieser Präsenzbibliothek findet sich die bedeutende Sammlung zum Kriminalroman, wie er sich in den letzten zweihundert Jahren entwickelt hat. Originaltexte stehen neben Sekundärliteratur und Sammelstücken: eine Inspiration für Literaturforschende und Krimibegeisterte. Das aus verschiedenen Quellen zusammengestellte Archiv ist deswegen so wichtig, weil man schon heute kaum mehr Bücher findet, die vor 1950 erschienen sind, gar nicht zu reden von verschollenen Autorennachlässen oder Verlagsarchiven. Wenn Sie also die eingangs gestellten Fragen für sich beantwortet haben, sind Sie herzlich zu einem Rundgang eingeladen.

https://krimiarchiv-schweiz.ch

Paul Ott und Barbara Saladin

Eine schreckliche Familie

(Bern)

Christine Brand

Rudolf Wohlgemuth, Richter

Mein Wecker blökt. Er klingt nicht nur wie ein Schaf, er sieht auch aus wie eines. Ein Geschenk meiner Tochter, was will man machen, sie wäre beleidigt, wenn ich ihn nicht benutzen würde. Ich muss gar nicht erst auf die Leuchtziffern blicken, ich weiß auch so, dass es sechs Uhr früh ist, wie jeden Morgen, wenn er blökt. Heute hätte er getrost schweigen können, ich bin schon seit Stunden wach.

Der Fall, den ich heute zu beurteilen habe, raubte mir den Schlaf. Eigenartig, dass mir das noch immer passiert, nach all den Jahren am Gericht. Nach all den Morden und Verbrechen. Nach all den Abgründen, in die ich geblickt habe. Es kommt nicht mehr oft vor, aber dieser Fall … der kostet mich den letzten Nerv, schon bevor die Hauptverhandlung begonnen hat. Dabei geht es nicht einmal um einen Toten.

Es gibt eine Angeklagte, die zugleich als Opfer auftritt. Und ein Opfer, das zugleich angeklagt ist. Es geht um Vergewaltigung und Mordversuch, respektive um zwei Mordversuche, denn als der erste nicht gelang, kam es zu einem zweiten, der ebenfalls missglückte.

Klingt kompliziert, ich weiß. Ist es auch. Zwei Verfahren in einem, und natürlich erzählt jede und jeder eine andere Geschichte. Und ich bin mal wieder derjenige, der entscheiden muss, welche davon die wahre ist. Ich sollte nicht unerwähnt lassen, dass Opfer und Beschuldigte und Beschuldigter und Opfer miteinander verheiratet sind, seit vielen Jahren schon, das macht das Ganze nicht einfacher, im Gegenteil. Was wieder einmal zeigt: Wo die Liebe endet, steht oft jemand wie ich, ein Richter. Die Kinder sind die Zeugen und wahrscheinlich die Lebensretter. Wie gesagt, ein komplexer Fall. Eine schreckliche Familie. Würde ich an einen Gott glauben, würde ich dafür beten, dass ich dieses Verfahren ohne Probleme hinter mich bringe und mir ein gerechtes Urteil gelingt. Aber seien wir ehrlich: Welches Urteil ist schon gerecht?

*

Vor Gericht.

Befragung von Robert Büttikofer durch Richter Wohlgemuth

»Ich befrage Sie zunächst als Geschädigten. Darum weise ich Sie darauf hin, dass Sie sich strafbar machen, wenn Sie falsche Anschuldigungen aussprechen, die Rechtspflege irreführen oder jemanden begünstigen. Haben Sie das verstanden?«

»Ja, das habe ich verstanden.«

»Am 1. März sind Sie zu Hause ausgezogen, ist das richtig?«

»Ja.«

»Was war der Grund dafür?«

»Meine Frau und ich haben uns oft gestritten, ich wollte schon früher ausziehen. Aber ich wartete, bis unsere jüngste Tochter achtzehn wurde. Ich dachte, bis dahin gedulde ich mich, die meiste Zeit hielt ich mich sowieso bloß in meinem Zimmer auf.«

»Sind Sie zu diesem Zeitpunkt wirklich ausgezogen oder schliefen Sie noch immer hin und wieder im alten Zuhause?«

»Ich war bereits ausgezogen, bevor ich die neue Wohnung am 1. März bezog, ich lebte eine Zeit lang im Hotel. Zu Hause schlief ich schon lange nicht mehr.«

»Ihre Frau gab aber zu Protokoll, Sie hätten weiterhin jede Nacht bei ihr in der Wohnung verbracht.«

»Nein, das ist nicht so. Fragen Sie im Hotel nach, es liegt in der Wankdorfstrasse in Bern.«

»Wenn Sie schon ausgezogen waren – warum haben Sie sich dann in der Nacht auf den 11. April in der Wohnung Ihrer Frau aufgehalten?«

»Ich arbeite wie sie als Pflegeassistent und hatte Spätdienst. Nach der Schicht rief mich meine Frau an, sie habe eine Tasche mit den letzten Dingen gefüllt, die mir gehören. Sie drohte mir, wenn ich die Sachen nicht sofort abhole, würde sie sie wegschmeißen.«

»Was passierte, als Sie bei Ihrer Frau eintrafen?«

»Sie sagte, ich sähe müde und abgekämpft aus, sie habe mir mein Lieblingsgetränk zubereitet.«

»Und das haben Sie getrunken?«

»Ja, ex, in einem Zug.«

»Wollten Sie danach wieder nach Hause?«

»Ja.«

»Aber Sie blieben.«

»Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich nach etwa zehn Minuten die Orientierung verloren. Meine Frau hat mich am Arm gepackt und nach oben gebracht, ich sollte mich in meinem Zimmer hinlegen. Sie sagte, ich sähe nicht gut aus.«

»Sie hatten also doch noch ein Bett in der alten Wohnung.«

»Nur die alte Matratze. Ich hatte mir eine neue gekauft.«

»Und dann?«

»Danach erinnere ich mich an nichts mehr.«

»Können Sie sich erinnern, was passierte, als Sie am Morgen aufgewacht sind?«

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