Dagmar Hager - Schöner sterben in Wien

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Rache aus der Vergangenheit: Vor Jahren hat die Wiener Reporterin Lilly den Unfalltod ihres Mannes und dessen Geliebter vertuscht. Nun der Schock: Jemand weiß Bescheid. Auf der Suche nach den Hintergründen stößt Lilly gemeinsam mit ihrem urigen Kameramann Ferdl und dessen cleverer Nichte Marlena auf einen Mörder, der mit Botox tötet. Ihre Jagd führt sie zu einer dubiosen Schönheitsklinik am Attersee – und zu jahrelang geschürtem Hass, tödlicher Eitelkeit und einer Wahrheit: Wer schöner stirbt, ist trotzdem tot.

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Neugierig untersuchte ich meinen Fund. Es war eine Plastikkarte mit einem Muster in Rosa und Blau. »Ridičsky prúkaz«, stand da in Großbuchstaben, neben einer blauen EU-Flagge samt Sternen und den Buchstaben CZ in der Mitte. Ich verstand kein Wort, dennoch wusste ich natürlich genau, was ich da in Händen hielt.

Einen Führerschein.

Aus Tschechien.

Wo der bloß herkam?

Er schien echt zu sein. Die Schrift war winzig und für mich ohne Brille nur schwer zu entziffern, also musterte ich neugierig das Schwarz-Weiß-Foto. Es zeigte eine Blondine, die sogar auf ihrem Ausweisbild hübsch war.

Der Führerschein hatte in meiner Arbeitstasche gesteckt, die ich täglich benutzte und ausräumte, was nur einen Schluss zuließ: Er musste heute Abend im Rathaus hineingelangt sein!

Ich überlegte.

Ferdl und ich hatten unsere Sachen hinter dem Technikmischpult abgestellt und umgehend mit dem Dreh begonnen. Meine Tasche war also lange unbeobachtet gewesen, aber relativ abgeschottet von den Besuchern. So war es auch eher unwahrscheinlich, dass das Ding zufällig hineingerutscht war.

Noch einmal betrachtete ich die ausgesprochen attraktive Frau, die ernst in die Kamera blickte.

Dann griffen die Synapsen.

Es durchfuhr mich eiskalt.

Oh. Mein. Gott!

Ich kannte die doch!

Aus einem anderen Leben.

Und sie war tot.

Mausetot!

2

LILLY

Donnerstag

Den ganzen Tag über hatte ich mich lausig gefühlt, aber dennoch mein Programm wie ferngesteuert abgespult. Zu meinem Glück war der Baumeister-Geburtstag besser verlaufen als befürchtet und gespuckt hatte der Gute auch kaum.

Zu Hause hatte ich mich nach einer schnellen Dusche im Pyjama an meinen schönen Nussholztisch gesetzt. Ebenda kauerte ich jetzt und betrachtete zum wahrscheinlich tausendsten Mal den Führerschein.

Sie war wieder da.

Jana.

Eine weitere in meinem Kopf eingesperrte Zecke, die sich in mein Gewissen bohrte.

Ich hatte die Meisterleistung vollbracht, gleich mehrmals in meinem Leben einen Unfall vertuschen zu müssen. Gruselig. Derartiges blieb natürlich nicht ungestraft. Wenn einen schon nicht die Polizei erwischte, so doch die Schleifen im Kopf.

»Man sieht sich im Leben wirklich immer zweimal«, murmelte ich leise und musterte das verräterische Stückchen Plastik. Kaum war es mir gelungen, meinen fatalen Georg-Fehler halbwegs aus der Welt zu schaffen, schon legte sich der nächste Schatten aus der Vergangenheit über mein Leben. Und jetzt fielen sie gemeinsam über mich her. Die Bilder schossen mir durch den Kopf.

Jana Jelinek, die hübsche blutjunge Hotelprostituierte aus Prag. Georg, der erfolgreiche Schauspieler, der dort einen Film dreht. Ich, die ihn am Set besucht und sie nackt in seinem Bett vorfindet. Der Zoff, als er abstreitet, sie gebucht zu haben. Der fatale nächste Tag, als Jana mir aus Rache in unserem Hotelzimmer Kokain unterzujubeln versucht. Wobei ich sie ertappe, sie mich angreift und dabei so unglücklich stürzt, dass sie sich am Couchtisch das Genick bricht.

Noch mehr Bilder. Der verrenkte Körper, Georgs Panik vor dem Ende seiner Karriere, sollte alles auffliegen. Und ich, die dafür sorgt, dass ihr Tod zwar wie der Unfall aussieht, der er ist, man sie aber nicht bei uns im Zimmer findet.

Wie um alles in der Welt kam jetzt ihr Führerschein in meine Handtasche? Und wer war sie gewesen, diese puppenhafte Spontanblondine Anfang 20 mit den schlecht operierten Brüsten, dem dürren Körper und der Ausstrahlung eines Teenagers?

Bis auf mein Gewissen hatte mich bis dato nie jemand mit dem Geschehenen konfrontiert. Mit meinen Lügen. Der Vertuschung. Dem Drücken vor jeglicher Verantwortung. Und nun – aus dem Nichts heraus – diese tickende Zeitbombe, der Beweis dafür, dass jemand Bescheid wusste und sich rächen wollte! Subtil. Genussvoll. Und ohne Eile.

Woher um alles in der Welt kam dann dieses Gefühl von … Erleichterung? Dieser Riss in meiner Lethargie? Gestern noch hatte ich gedacht, dass etwas passieren müsste, weil das tiefe Loch, in dem ich steckte, mich zu ersticken drohte. Und jetzt, da es keine Alternative mehr gab außer die, alles zu gestehen, fühlte ich mich besser als je zuvor in den letzten Jahren. Was stimmte bloß nicht mit mir?

Nachdenklich schlenderte ich zur Terrassentür und schaute hinaus in den dunklen Garten. Es ist die Gelegenheit, zumindest ein wenig Buße zu tun, Lilly, dachte ich. Löse dieses Rätsel, wo immer es dich am Ende hinführt. Vielleicht bringst du danach ja sogar den Mut auf, endlich auch jemandem von Georg zu erzählen. Es muss ja nicht gleich die Polizei sein.

Ich ballte die Fäuste. Meine Müdigkeit verschwand.

Wenn ich der Sache auf den Grund gehen wollte, musste ich zunächst mehr über Jana wissen. Die große Frage war also, wer mir dabei helfen konnte.

Zunächst versuchte ich es auf dem naheliegenden Weg. Facebook und Instagram.

Jana Jelineks gab es zuhauf, aber keines der Profile passte, auch keines, das seit Jahren inaktiv war. Es wäre auch zu schön gewesen. Ein paar Klicks, ein Account, einige alte Fotos oder Ähnliches, was mich weiterbringen würde. Doch so: nada.

Google war ebenfalls unergiebig. Jana hatte es zwar damals als Leiche online geschafft, aber die wenigen Berichte, die ich fand, waren alt. Ich hatte einfach nicht genügend Fakten, nach denen ich suchen konnte.

Als Nächstes kam mir in den Sinn, offiziellere Quellen anzuzapfen. Zeitungskollegen etwa. Ich kannte einen Redakteur bei einer der großen überregionalen Tageszeitungen »Lidové Noviny« und jemanden beim Boulevardblatt »Aha!«. Aber ich hatte Angst, schlafende Hunde zu wecken. Da Janas Tod nach wie vor als Unfall eingestuft wurde, hatte es nie offizielle Nachforschungen gegeben, lediglich Spekulationen. Die Kollegen waren damals schnell auf aktuellere Themen übergesprungen – und der Fall Jelinek war in der Versenkung verschwunden.

Ohne Vor-Ort-Recherche würde ich also nicht weiterkommen. Doch genau das wollte ich vermeiden. Die Kollegen würden sofort Lunte riechen, wenn eine Wiener Journalistin in der alten Geschichte herumwühlte. Noch dazu eine, die auf dubiose Art und Weise in den Fall verstrickt war. Schlimmstenfalls würde es sogar erneut die Polizei auf den Plan rufen. Mit Schrecken erinnerte ich mich an das Duo, das mich damals in Prag ausgequetscht hatte: eine mit allen Wassern gewaschene Fahnderin und ihr mausartiger Kollege mit scharfem Blick. Geglaubt hatten sie mir nicht, mich aber, aus Mangel an Beweisen, gehen lassen müssen. Die würden doch vor Wollust platzen, wenn ich jetzt Akteneinsicht forderte!

Es über ein Standesamt oder Magistrat zu versuchen, erschien mir ebenfalls nicht ratsam. Tschechien funktionierte in Sachen Datenschutz nicht anders als Österreich. Wer Informationen wollte, musste gute Gründe vorweisen oder einem bestimmten Personenkreis angehören. Im Online-Telefonbuch gab es seitenweise Jelineks, quer über das Land verteilt. Auch das also eine Sackgasse.

Was war mit anderen Suchmaschinen? Für eine Reportage hatte ich einmal herausgefunden, dass Google zwar in 90 Prozent aller Länder weltweit Marktführer war, nicht aber bei unseren nördlichen Nachbarn. Vermutlich wegen der sprachlichen Besonderheiten. So viele seltsame Zeichen oben auf den Buchstaben verlangten Regionalkompetenz. So hatte sich dort ein Portal namens seznam.cz etabliert. Was mir auch nicht half, da ich kein Wort Tschechisch sprach.

Aber ich kannte jemanden, der es im Blut hatte.

3

LILLY

Freitag

Ferdinand Houdek.

In seiner Geburtsurkunde stand zwar »Vlastemil«, aber zu seinem Glück besaß er – in Tschechien eigentlich eher unüblich – einen zweiten Vornamen, den er kurzerhand zu seinem ersten umfunktioniert hatte. Auf meine Frage: »Warum hast du denn keinen ›Emil‹ daraus gemacht, das würde doch naheliegen?«, hatte er – in Anspielung auf den Erich Kästner Klassiker – einst gebrummt: »Geh’ in Oasch damit, ich bin doch kein Detektiv!«

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