Die Forschungsergebnisse des »Institute of Heart Math«, Kalifornien, USA, haben bewiesen, dass die fortgesetzte Erinnerung an schmerzliche, traurige, deprimierende und ärgerliche Erlebnisse zu einem schlechten Befinden und letztlich zu einem wiederholten Nachempfinden des irgendwann Erlebten führt. Dies zieht die entsprechenden körperlichen Stressreaktionen nach sich und kann krank machen, sofern dieser belastende Kreislauf nicht unterbrochen wird.
Es empfiehlt sich daher für jeden Menschen, den eigenen Lebensrucksack mindestens einmal in seinem Leben gründlich zu »entrümpeln« und all die Steine (Erinnerungen und Bilder) herauszunehmen, die nicht die eigenen sind. Ansonsten könnte die »Last« irgendwann zu schwer werden.
Ein guter Zeitpunkt dafür ist die Lebensmitte. Nicht ohne Grund ist es sowohl bei Frauen wie bei Männern von der Natur so eingerichtet, dass rund um dieses Lebensalter auch auf körperlicher Ebene spürbare Veränderungen (Wechseljahre) stattfinden.
Den Lebensrucksack leeren
Wie lässt sich der persönliche Rucksack zuverlässig erleichtern, sodass nur noch die Steine/Erinnerungen verbleiben, die es wert sind, weiter durchs Leben getragen zu werden? Die Erfahrungen eines meiner Coachees auf seiner Jakobsweg-Wanderung bringen es auf den Punkt:
Auch eine leichte Bürde wird auf die Länge schwer.
Unbekannt
»Am Anfang war ich mit einem viel zu schweren Rucksack unterwegs. Ich hatte viel zu viel dabei und hatte nach wenigen Tagen stark schmerzende Füße und Schultern. Nach der ersten Woche kaufte ich mir einen kleineren Rucksack und nahm nur noch das mit, was ich wirklich brauchte. Den Rest sandte ich samt Rucksack wieder nach Hause zurück. Fortan war ich viel leichter und schneller unterwegs und konnte ab da die Tage auf meiner Jakobsweg-Wanderung besser genießen.« Übertragen wir dieses Vorgehen auf den Lebensrucksack und die gesammelten Steine, (Erinnerungen) ergibt sich Folgendes: Vor uns liegen unterschiedliche Steine. Einige gefallen uns, diese sollen bleiben. Andere Steine erscheinen uns viel zu groß oder sie gefallen uns nicht. Diese wollen wir gerne würdevoll an den Wegesrand legen, um damit Platz zu schaffen für neue Steine, die wir bewusst sammeln, da sie uns guttun. Sie können sich dabei einfach an Kindertage zurückerinnern, daran, was alles gesammelt und im Rucksack mitgeschleppt wurde. Zu Hause angekommen, bat der Vater oder die Mutter das Kind nochmals, alle Steine anzuschauen und dann zu entscheiden, was nun wirklich mit ins Zimmer darf.
Mit anderen Worten: Wir behalten die positiven Erinnerungen als stete Begleiter und Bilder in unserem Leben (Lebensraum). Daraus schöpfen wir positive und stärkende Energie. Das systematische Aussortieren der Steine erfolgt innerhalb des Herz-Resonanz-Coaching-Prozesses über die Arbeit mit der »Lebenslandkarte« (→ Seite 68/Anhang).
Grafik 6: Der geleerte Lebensrucksack – mein Fundament
Die Herz-Resonanz
Unser Herz-Resonanz-Coaching (HRC) basiert auf dem bereits vorhandenen Wissen zur Herz-Resonanz beziehungsweise auf meinen Erkenntnissen aus den Coachings. Hier stelle ich es stark vereinfacht dar, um einen leicht verständlichen Zugang zur Arbeitsweise des HRC zu vermitteln.
Der Herz-Kompass
Stellen Sie sich vor, das menschliche Herz wäre vergleichbar mit einem Kompass. Was ist die Hauptaufgabe eines Kompasses? Er gibt uns Orientierung, er zeigt uns die Richtung an. Wir können ihn nutzen, um eine gewählte Richtung einzuschlagen und zu halten – mit anderen Worten, um unseren Weg zu einem gewünschten Ziel zu finden und dieses Ziel schließlich zu erreichen. Wird der Kompass durch magnetische Störfelder, z. B. von Vulkanen oder Energiespalten aus der Erde, abgelenkt, weist er uns eine falsche Richtung, und wir gelangen nicht oder nur auf größeren Umwegen ans Ziel.

Grafik 7: Ein unbelastetes Herz lenkt Sie wie ein Kompass sicher zu Ihren Zielen.
Genau nach diesem Prinzip funktioniert auch unser persönlicher Herz-Kompass. Er wird beeinflusst durch unser Herz-Resonanz-Feld. Der Herz-Kompass ist demzufolge indirekt so beeinflusst bzw. gelenkt, wie die in unserem Energiefeld (→ Grafik 3 und 7) vorhandenen bzw. gespeicherten Energien: So verläuft unser Leben nicht in die eigentlich angestrebte Richtung – wir bewegen uns auf »Abwegen«.
Die Wirkungen der Herz-Resonanz
Wir alle wissen, dass die meisten Menschen in der heutigen Zeit eher »kopflastig« durchs Leben gehen. Unter anderem ist dies eine Folge der aktuellen Bildungssysteme, der Erziehung und der Gesellschaft. Ein aus meiner Sicht und übergreifend betrachtet für den Menschen »unnatürlicher« Zustand. Denn wenn Menschen denken, fühlen und handeln, sind immer Kopf, Herz und Bauch im Spiel.
Und genau dieses Zusammenspiel nimmt eine entscheidende Rolle innerhalb des HRC ein. Insbesondere für das Coaching von Menschen mit einer starken Erschöpfung oder Erschöpfungsdepression. Nur wenn wir die gekoppelte Wirkweise von Kopf, Herz und Bauch berücksichtigen, können wir nachhaltig gesund werden.
Den einzelnen Elementen ordnen wir folgende Verantwortungsbereiche zu:
• Kopf:Gedanken und Bildspeicher, Vernetzung der Gehirnzellen
• Herz:Energie- und Gefühlszentrum
• Bauch:Intuition, Instinkt, innere Stimme
Wenn alle drei Elemente in Balance sind und wir noch zusätzlich ausgeglichen sind in den männlichen und weiblichen Anteilen, können wir durch aktives Tun Veränderung bewirken.
Sind Kopf, Herz und Bauch miteinander in Kontakt und in einem ausgewogenen Verhältnis, sind wir achtsamer bei all unseren Aktivitäten. Aus der Balance erfolgen Erkenntnisse, die Veränderungen anregen und deren Umsetzung fördern. Das führt zu mehr Lebensfreude und Lebensqualität.
Vital werden bedeutet, wieder ganz zu werden und in seiner Ganzheit, bestehend aus Kopf, Herz und Bauch, frei und voller Freude leben zu können.
Der Mensch hat drei wichtige Energieflüsse (erkennbar in Grafik 8): 1. der Energiefluss von oben nach unten; 2. der Energiefluss vom und zum Herzen und zu unserem zentralen Energiepunkt in der Brustmitte; 3. der Energiefluss von der Erde – von unten nach oben. Im Normalfall (→ Erdung) soll Energie in die Erde abfließen (Belastendes), und wir nehmen Energie von der Erde auf (zur Materialisierung). Daneben gibt es die sogenannten Zellerinnerungen (4), in denen emotionale Themen gespeichert sind (→ Kapitel »Quantenphysik«, Seite 24f.). Erst wenn alle Energieflüsse frei fließen, alle Chakren und Meridianpunkte frei arbeiten, kann der Körper Selbstheilungsprozesse optimal ausführen.

Grafik 8: Energieflüsse im Körper und Zusammenführung der Vitalisierungs-Einzelschritte
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