Heinz Nauer - Fromme Industrie

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Der Benziger Verlag prägte über mehr als zwei Jahrhunderte die Schweizer Verlagslandschaft. Bereits im 18. Jahrhundert etablierte die Verlegerfamilie im Wallfahrtsort Einsiedeln einen Handel mit Rosenkränzen und religiösen Souvenirs.
Im 19. Jahrhundert weitete das Unternehmen seine Aktivitäten aus. Benziger wurde international tätig, mit Filialen in den USA, Frankreich und Deutschland. In enger Wechselwirkung mit der katholischen Kirche entwickelte sich der Verlag zu einem global agierenden, katholischen Medienkonzern.
Mit massenproduzierten Gebetbüchern, Andachtsbildern, Devotionalien und Zeitschriften trug der Verlag massgeblich dazu bei, den katholischen Glauben im Alltag der Gläubigen zu verankern und die Bedeutung der Kirche zu stärken. Heinz Nauers Publikation beleuchtet die Geschichte des Benziger Verlags von seinen Anfängen bis zum Verkauf in den 1990er-Jahren. Die Publikation stützt sich insbesondere auf das umfangreiche und bislang wenig bekannte Nachlassarchiv des Verlags in Einsiedeln.

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Die Verlagswaren von Benziger fanden in der ganzen katholischen Welt Absatz. Geschäftsreisende bereisten für Benziger nebst den katholischen Ländern Europas auch Süd-, Zentral- und Nordamerika. Über die aufstrebende katholische Mission gelangten die Verlagswaren auch in andere überseeische Weltgegenden. Die Amerikagründung von Benziger galt zu jener Zeit als führendes katholisches Verlagshaus der ganzen USA. 45

Der Verlag datierte seine Gründung auf den 17. Februar 1792. An diesem Tag schloss Johann Baptist Karl B.-Schädler (1719–1801) einen Gesellschaftsvertrag mit dem Kloster Einsiedeln, der es ihm erlaubte, in Einsiedeln einen Devotionalienhandel auf eigene Rechnung zu betreiben. Die Wurzeln des Unternehmens reichen aber noch weiter zurück. Bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts hatten Vorfahren der späteren Verleger Devotionalien gehandelt.

Betrachtet man die Entwicklung des Unternehmens in Einsiedeln von seinen Ursprüngen bis etwa ins Jahr 1900, lassen sich zwei Beobachtungen machen: Erstens scheint der vergleichsweise bescheidene Devotionalienhandel, den einzelne Familienmitglieder im 18. Jahrhundert oft neben einer anderen Tätigkeit als Wirt, Posthalter oder Metzger ausübten, für die spätere Entwicklung des Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Die Familie schuf ein Netzwerk von Handelspartnern, das sich über die Region Einsiedeln hinaus ins Elsass und in den süddeutschen Raum spannte. 46Mit einzelnen Handelspartnern wurden damals Geschäftskontakte geknüpft, die teilweise bis weit ins 19. Jahrhundert hinein bestanden. Zudem erarbeiteten sich einzelne Familienmitglieder in dieser Zeit ein stabiles Know-how in Handelsgeschäften und als Angestellte in der Klosterdruckerei im Druckerei- und Verlagswesen. Es scheint deshalb lohnenswert, die Geschichte des Benziger Verlags nicht erst mit dem offiziellen Gründungsjahr von 1792 beginnen zu lassen und einem genau festlegbaren Gründungsdatum einen offenen Beginn ungefähr in der Mitte des 18. Jahrhunderts gegenüberzustellen.

Die zweite Beobachtung betrifft die regionale Verankerung des Verlagsunternehmens. Es ist auf den ersten Blick erstaunlich, dass der Benziger Verlag seinen Hauptsitz stets in Einsiedeln beliess, das mit seiner peripheren Lage in den Innerschweizer Voralpen wahrlich keine günstigen Bedingungen für Massenproduktion und den internationalen Absatz bot. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich aber, dass Einsiedeln zwar in geografischer Hinsicht randständig, auf einer konfessionellen «mental-map» als Wallfahrtsort hingegen ein in der ganzen katholischen Welt bekanntes religiöses Zentrum war. Die Entstehung des Verlagsunternehmens ist ohne die Wallfahrt und die ihr zudienenden Dienstleistungs- und Gewerbezweige nicht zu verstehen. Die Wallfahrt war das Rückgrat, auf das sich der Benziger Verlag stützen konnte, und der durch die Wallfahrt bekannte Name Einsiedeln ein Label, das sich zu Werbezwecken eignete und mit dem sich manche Tür öffnen liess.

Ein Dorf im Schatten des Klosters? Einsiedler Wirtschaft (1750–1900)

Die Wirtschaftsgeschichte der Region Einsiedeln im 18. und 19. Jahrhundert ist bisher wenig untersucht. Zwar gibt es einige – häufig ältere – Arbeiten zu einzelnen Wirtschaftszweigen, vor allem zu jenen, die für das Kloster wichtig waren; umfassende Arbeiten aber fehlen. Zu anderen Regionen der Zentralschweiz sowie zur Innerschweiz und zum Kanton Schwyz als Ganzes hingegen sind in jüngerer Vergangenheit einige gehaltvolle Studien erschienen. 47Diese Arbeiten betonen, wie wenig sich die Innerschweiz im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert industriell entwickelte. Einen Hauptgrund für die insgesamt sehr schleppende Industrialisierung in der Innerschweiz sehen die Autoren nicht in einer allgemeinen Mentalität katholischen Müssiggangs, wie ältere Publikationen oft nahelegten, sondern in der ausbleibenden Initiative potenzieller privater Unternehmer, denen das Kapital oder die Risikobereitschaft für Investitionen fehlten. Gerade in jenen Orten, in denen eine starke, alteingesessene Führungsschicht bestand, blieben unternehmerische Investitionen häufig aus, weil die Elite kein Interesse an risikoreichen Geschäften hatte oder weil sie ihr Vermögen in Liegenschaften investiert hatte, aus denen sie es nicht ohne grössere Verluste herauslösen konnte. 48Im Kanton Schwyz mag auch der lukrative Export von Milchkühen nach Norditalien, der bis Ende des 19. Jahrhunderts konkurrenzlos blieb, eine Rolle gespielt haben. So gab es wenige Anreize für unternehmerische Investitionen. 49

Zu Recht wiesen verschiedene Historiker in der Vergangenheit auch auf die grosse Heterogenität der Innerschweizer Kantone hin, die sich in einer regional sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklung spiegelte. 50Das Beispiel des Kantons Schwyz zeigt, dass selbst innerhalb eines einzelnen Kantons beträchtliche Unterschiede bestehen konnten. Zwischen dem Hauptort Schwyz im Talkessel, Gersau und Küssnacht am Vierwaldstättersee, den Ausserschwyzer Bezirken am Zürichsee und Einsiedeln im Hochtal bestanden seit jeher nicht nur geografische, sondern auch politische und kulturelle Unterschiede. Es erstaunt deshalb wenig, dass sich die verschiedenen Regionen innerhalb des Kantons auch wirtschaftlich selektiv entwickelten. Das politische Zentrum im Schwyzer Talkessel blieb im Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert tendenziell ländlichen und traditionellen Wirtschaftsformen verhaftet. Demgegenüber entwickelten sich im alten Gewerbezentrum Einsiedeln, in näher an den Kantonsgrenzen liegenden Orten wie Gersau, Küssnacht und in den Bezirken Höfe und March am Zürichsee lokal begrenzte industrialisierte Inseln. Die geografische Nähe zu den früh industrialisierten Regionen Zürich und Glarus gilt als Hauptgrund dafür, dass an diesen Orten im 19. Jahrhundert unternehmerischer gedacht und gehandelt wurde als an anderen. 51

Geografische Lage und demografische Entwicklung

Die Region Einsiedeln liegt in den Voralpen im Kanton Schwyz auf einer Hochebene rund 900 Meter über dem Meer. Geografisch bildet sie neben dem inneren Kantonsteil und Ausserschwyz eine von drei Kammern im Kanton Schwyz. Am Rande der Innerschweiz und weniger als zwanzig Kilometer vom Zürichsee entfernt hielt die Region beständige Handelsbeziehungen mit Zürich. Der «Einsiedlerhof» war der Verwaltungssitz des Klosters in der Stadt Zürich und bestand bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts: Von dort aus wurden auch die Handelsbeziehungen organisiert. 52Kulturell war das katholische Einsiedeln aber stets ein Teil der Innerschweiz. Nach der Neueinteilung der Kantonsgrenzen in der Helvetischen Republik bildete Einsiedeln ab 1798 den Kanton Waldstätten: zusammen mit Zug, dem inneren Kantonsteil von Schwyz, der ehemals freien Republik Gersau, Uri, Ob- und Nidwalden sowie der Fürstabtei Engelberg. Der äussere Kantonsteil von Schwyz wurde dem Kanton Linth zugeschlagen.

Zum Bezirk Einsiedeln gehören neben dem Dorf Einsiedeln die sechs umliegenden Dörfer, «Viertel» genannt: Bennau, Egg, Euthal, Gross, Trachslau und Willerzell. Schon im 18. Jahrhundert prägte der Kontrast zwischen einem relativ urbanisierten Kern mit einer hohen Gewerbedichte und den umliegenden bäuerlich-ländlichen Vierteln die Region. Das Dorf Einsiedeln war die grösste «bauliche Einheit» des Kantons Schwyz und gehörte 1850 zu den 15 grössten Ortschaften der Schweiz. 53Zwischen 1749 und 1888 lag das Bevölkerungswachstum Einsiedelns im innerkantonalen Vergleich jeweils deutlich über dem Durchschnitt. 541799 zählte Einsiedeln knapp 5000 Einwohner. 55Bis 1888 stieg die Zahl der Bevölkerung auf 8506 Personen. Einsiedeln war damals bevölkerungsreicher als früh industrialisierte Zürcher Gemeinden wie Wädenswil (6338 Einwohner) oder Uster (6798) und zählte mehr Einwohner als Städte wie Thun (8286) oder Zug (5120). 56

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