Werner Ort - Heinrich Zschokke 1771-1848

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Heinrich Zschokke war ein Pionier der modernen Schweiz und eine ihrer wichtigsten publizistischen Stimmen. Der Magdeburger schrieb schon als Jugendlicher Theaterstücke, kam mitten in einer erfolgreichen Karriere als Schriftsteller und Dramatiker 1795 in die Schweiz und verschrieb sich in der Helvetischen Revolution dem neuen Staat mit Haut und Haar. Zschokke fand seine Bleibe in Aarau, von wo aus er als geistreicher Autor, Politiker und Erzieher die ersten Jahrzehnte des jungen Kantons Aargau und der Eidgenossenschaft prägte. Er engagierte sich Zeit seines Lebens für eine liberale und sozialverantwortliche Gesellschaft und gab dieser Idee in seinen Zeitungen, Zeitschriften und Büchern eine machtvolle Stimme, die in ganz Europa gehört wurde.

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Magdeburg war geprägt durch die Elbe ihre doppeltürmigen Kirchen und die - фото 5

Magdeburg war geprägt durch die Elbe, ihre doppeltürmigen Kirchen und die Wallanlagen, welche die Stadt im 18. Jahrhundert zu einer unbezwingbaren Festung machten. In der Mitte des Flusses befand sich eine Zitadelle, welche die Stadt auch von dieser Seite schützen sollte. Ausschnitt aus einem Kupferstich des 18. Jahrhunderts.

Am 5. April 1779 liest man den Eintrag: «[...] Sollte eigentlich der Altmeister Nieschke sein Amt niederlegen; allein weil der Altmeister Schocke noch sehr krank ist, wurde festgelegt daß Meister Nieschke das Altmeister Amt bis zu Meister Schockens Wieder Gesundung versehen solle.» Da Schocke zwei Wochen später starb, rückte am 17. Mai der älteste Schaumeister zum Altmeister nach. Es galt dabei das Prinzip der Anciennität; man achtete ferner darauf, dass zwei Altmeister vorhanden waren, von denen der jüngere den «Oberältesten» in der Leitung der Innung ablösen konnte. 35

ERSTE KINDHEITSERINNERUNG

Johann Gottfried Schocke hatte am 14. Mai 1757 in der Schrotdorfer Strasse 2 ein kleines zweistöckiges Haus erworben, das von einem einst doppelt so breiten Gebäude abgetrennt worden war und nach vorne eine Tür und zwei Fenster, im oberen Stock drei Fenster besass. Zur rechten Hand war eine schmale Gasse mit Hoftor, die später den Namen Fabriken Strasse erhielt. Eine Bleistiftzeichnung von 1828 und eine Tuschzeichnung, die um 1842 entstand, zeigen das Haus, in dem Heinrich und seine Geschwister geboren wurden.

Die Bezeichnung Schrotdorfer Strasse oder Grosse Schrotdorfer Strasse (um sie von der Kleinen Schrotdorfer Strasse zu unterscheiden) war eine gewaltige Übertreibung. Die einzige wirkliche Strasse in diesem Quartier war der Breite Weg, der die Stadt von Norden nach Süden durchquerte, durch den sich der Hauptverkehr wälzte und an der sich die Läden und Gasthäuser befanden. Die Einmündung vom Breiten Weg in die Schrotdorfer Strasse lag der Katharinenkirche gegenüber; es war eine Sackgasse mit Krümmungen und Verengungen, die auf die Casernen (oder Baraquen) Strasse mit Soldatenhäusern mündete, welche auf der Nordwestseite Magdeburgs der inneren Festungsmauer entlanglief. Ursprünglich hatte sich hier einmal ein Tor befunden, das zu einem Dorf mit dem Namen Schrotdorf geführt hatte. 36

Wer sich heute in der Stadt bewegt, dem fällt es schwer, sich das Magdeburg von damals vor Augen zu führen. Durch die britische Bombardierung am 16. Januar 1945 – an der Peripherie der Stadt waren wichtige Kriegsbetriebe angesiedelt – wurde die nördliche und mittlere Altstadt in Schutt und Asche gelegt. Beinahe alle Häuser der Innenstadt waren zerstört oder schwer beschädigt. 37Nach den Aufräumarbeiten war der Stadtkern eine leere Fläche, aus welcher Kirchenruinen und einzelne weniger beschädigte Häuser wie Zahnstummeln ragten. Das DDR-Regime verzichtete auf eine Restaurierung und versuchte, eine sozialistische Vision zu verwirklichen, wie sie teilweise schon Otto von Guericke nach der ersten Zerstörung Magdeburgs 1631 entwickelt hatte: mit breiten Strassen und zentralen Achsen. 38Vom Nordwesten der Stadt blieb nichts mehr übrig, als 1966 auf Geheiss des Staatsratsvorsitzenden Walther Ulbricht und gegen den Willen der Magdeburger die beiden Türme der Katharinenkirche eingeebnet wurden. 39Stattdessen entstand ein Plattenbau, Haus der Lehrer genannt. Seit 2000 befindet sich auf dem Gehsteig als Mahnmal der Zerstörung ein Bronzemodell.

An die Schrotdorfer Strasse erinnert nichts mehr; nicht einmal die Strassenführung ist noch erkennbar. Dort stehen heute einfallslose, hintereinander gestaffelte Hochhäuser und davor, am Breiten Weg, zweigeschossige Läden und Baracken, die noch verlotterter wirken als die omnipräsenten Plattenbauten, die seit 1989 «rückgebaut», das heisst abgerissen werden. Als Hans W. Schuster, der sich um die Rettung der alten Bausubstanz Magdeburgs verdient gemacht hatte, im Auftrag der Heinrich-Zschokke-Gesellschaft eine Bronzetafel zum Gedenken an Heinrich Zschokke goss, war es nicht mehr möglich, sie dort anzubringen, wo einmal dessen Elternhaus stand. Der Standort wurde nach Westen versetzt, ins Gebiet der früheren Festungsanlagen, wo sich nun gegenüber der Universität ein Park befindet, und an die (neue) Zschokkestrasse, die 2001 durch den Einsatz der Literarischen Gesellschaft von Magdeburg und der Gesellschaft von 1990 umgetauft wurde. 40

Zschokkes Geburtshaus an der Schrotdorfer Strasse 2 nach einer Federzeichnung - фото 6

Zschokkes Geburtshaus an der Schrotdorfer Strasse 2, nach einer Federzeichnung von 1842 oder 1843. Im rechten Teil dieses Doppelhauses kamen auch Zschokkes acht Geschwister zur Welt. Das Gässlein rechts, die spätere Fabriken Strasse, hatte damals noch keinen Namen und war nur fussgängerbreit. Von hier ging ein Tor in den Hof.

Als im April 1827 Zschokkes zweitältester Sohn Emil nach Magdeburg kam, traf er noch vieles so an, wie sein Vater es erlebt hatte: den belebten Breiten Weg, wo die Kaufleute, Kornhändler, Brauer, Branntweinbrenner und Bäcker dicht an dicht ihre Geschäfte betrieben, die Katharinenkirche, die Strassen mit ihren niedrigen Riegelhäusern. 41Seine Eindrücke hielt er in der Artikelreihe «Erinnerungen aus Magdeburg» für seine Geschwister im «Blumenhaldner» fest. 42Mit seinem Vetter, Zschokkes Kindheitsfreund Gottlieb Lemme, besuchte er auch das Elternhaus. Die Seitenstrassen, stellte er fest, seien in dieser Gegend so schmal, dass man sie besser Gässchen nennen würde:

«Sie führen in die entlegenen Quartiere der Stadt, die sich an die innern Seiten der Festungswälle anlehnen, und bieten dem Fremden nicht die mindesten Sehenswürdigkeiten dar und werden darum auch selten von solchen besucht. Für den Blumenhaldner aber enthält zumal die leztgenannte [...] die größte, ihm heiligste Merkwürdigkeit Magdeburgs. Es steht da ein kleines graues Haus mit grünen Fensterläden, das, weil hier die Schrotdorfer-Gaße von einer andern durchkreuzt ist, zum Ekhause wird. Es ist nur zwei bis 3 Fensterlängen breit, und ein Stokwerk hoch. Auf seiner hintern Seite muß ein geräumiger Hofraum sich ausbreiten, der aber von einer hohen Mauer von dem obengenannten Quergäßchen geschieden ist. Die festgeschloßene Hofthür, welche in der Mauer angebracht ist, gewährt dem Neugierigen keinen Blik hinein. Nur einige überhängende grüne Zweige laßen ahnen, daß sich darin freundliche Schattengänge befinden. Zu diesem Hause führte uns Lemme einmal, und sprach, indem er ernst darauf wies: ‹Seht da ist Euer Vater geboren.›» 43

Hier also verlebte Heinrich Zschokke die ersten acht Jahre seiner Kindheit, zusammen mit seinem Vater, der jüngsten Schwester Christiana Catharina und der nächst älteren Schwester Friederica Elisabeth, die 1775 heiratete und aus dem Elternhaus wegzog. Es ist anzunehmen, dass sich nach dem Tod der Mutter wenigstens eine weibliche Person um die beiden Kinder kümmerte. Vielleicht war dies in den ersten Jahren die ältere Schwester.

Das erste Kindheitserlebnis, das Zschokke anführt, war ein Komet, der 1774 über der Stadt erschien und die Bürger in Besorgnis versetzte. Man habe darin die Zornrute Gottes erblickt. Der Vater sei mit seinen drei Töchtern vor die Türe getreten und habe den kleinen Heinrich allein in der Stube gelassen.

«Ich bebte vor Entsetzen, zog grausend die kleinen Füße an mich auf den breiten, ledernen Lehnstuhl, und wagte kaum zu athmen. Denn ich stellte mir draußen die strahlende Zornruthe, hingestreckt durch die Nacht über eine schaudernde Welt, vor, und wie von der Welt dahin tausend leichenblasse Menschengesichter schweigend emporstarrten.» 44

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