Johannes Huber - Der holistische Mensch

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Immer mehr wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Körper, Geist und Seele ein komplexes System bilden, das mit anderen komplexen Systemen zusammenhängt. Ein neues Menschenbild entsteht, in dem vieles, das wir über Gesundheit, Glück und Gott zu wissen glaubten, nicht mehr gilt. Der renommierte Arzt Prof. DDr. Johannes Huber erklärt, warum es in diesem Menschenbild weder Schicksal noch Zufall gibt, warum etwas von uns schon vor unserer Geburt da war und nach unserer Geburt noch da sein wird, warum Heilung aus ganz anderen Quellen kommen kann, als wir glauben, und warum die Bibel auch wissenschaftlich betrachtet recht hat, wenn sie sagt: Am Anfang war das Wort.

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Der Glaube, heißt es, kann Berge versetzen. Wer auch immer das glauben mag. Eine Sache kommt mir in den Sinn, wenn Atheisten sich mit sagenhafter Überheblichkeit über gläubige Menschen lustig machen und dogmatisch feststellen, dass der Glaube an Gott ja bekanntlich tot sei, und dass das doch ohnehin alle vernünftigen Leute wüssten. Ich erinnere mich dann immer an die suchende Vorsicht, die der frühere Bundeskanzler Bruno Kreisky bei seinen jährlichen Weihnachtsbesuchen bei Kardinal König nicht nur einmal zur Rede brachte: Dass unser Gehirn nicht fähig wäre, Transzendentales zu erkennen, aber dass man das Transzendentale deshalb auch nicht ausschließen dürfe. Es steht, so Kreiskys Meinung, fünfzig zu fünfzig.

Meine Aufgabe damals war es, die Gäste zu erwarten und zu Kardinal König hinaufzuführen. Bei einem dieser Besuche blieb Kreisky auf der wunderschönen Renaissancestiege des Palais stehen und fragte mich nach meinen Zukunftsplänen. Als ich ihm erzählte, ich wolle Arzt werden, hielt er inne, wandte sich auf der Stiege mir zu und sagte:

»Da müssen Sie das machen, was auch in der Politik gilt. Ein guter Politiker muss die Menschen lieben. Ein guter Arzt muss das auch.«

Kardinal König führte dann kurz vor seinem Tod ein Gespräch mit mir. Es war ebenso berührend wie tiefsinnig.

»Ich habe einen Wunsch«, sagte er. »Sie sollten sich mit der Verbindung zwischen Naturwissenschaft und Theologie befassen. Es gibt Schnittpunkte, glauben Sie mir, mehr als man denkt. Naturwissenschaft und Theologie lassen sich verknüpfen. Das eine schließt das andere nicht aus, im Gegenteil, beide Teile bilden ein Ganzes. Die große Aufgabe besteht darin, zu verstehen. Das könnte zu einer tiefen Erkenntnis führen.«

Es hat eine Zeitlang gebraucht, bis ich seinem Wunsch nachkommen konnte. Jetzt gehen die Knoten auf, alles löst und öffnet sich. Auch das ist sein Vermächtnis. Auch wenn die tatsächliche »Erkenntnis« wohl natürlich in alle Ewigkeit auf sich warten lassen wird.

Nach Jahrzehnten soll hier auch versucht werden, seine Sicht der Vernünftigkeit, an Transzendentales zu glauben, und die Versöhnung zwischen Glaube und Wissen zu kommemorieren. Und genau diese Versöhnung erlaubt auch intellektuell, redliche Antworten auf die großen Fragen zu finden, die Kardinal König immer wieder zur Rede brachte: »Woher komme ich? Wohin gehe ich?«

Damit griff er auf die gnostische Erlösungsformel zurück, die Clemens von Alexandrien zitierte:

»Wer waren wir? Was sind wir geworden? Wo waren wir? Wohinein wurden wir geworfen? Wohin eilen wir? Wovon sind wir befreit? Was ist Geburt? Was ist Wiedergeburt?«

Selbst Biologie und Medizin sprechen zunehmend von einer Art Leben vor unserer Zeugung und von einem Leben nach uns, in das beispielsweise Liebe und Zuneigung, die sich tatsächlich auch vererben lassen, weiterwirken können.

Werden die Fragen des Woher und des Wohin noch weiter gesteckt, über die Biologie hinausgehend, so soll es nicht als unvernünftig abgetan werden, wenn sich religiös musikalische Menschen zu Wort melden und das Diesseits als eine Art Exil ansehen. Ein Exil, in das man von dort hineingefallen ist, wohin man nachher wieder zurückgeht. Ein Exil, in dem man aber auch bleibt, selbst wenn man schon weg ist. So hat Sokrates von der weisen Diotima erfahren, dass der Mensch durch seine Kinder an der Unsterblichkeit teilhat. Aber nicht nur durch Kinder, wie wir sehen werden.

Das ganze Welttheater ist wie ein Puppenspiel. Wir sehen nur die Puppen, nicht die Hand, die hinter den Puppen steckt und sie führt. Auch wir Menschen sind wie Puppen. Wir bewegen uns wie Figuren auf einem Maskenball.

Die Welt ist unendlich bunt und vielgestaltig, nur können wir sie in unserer menschlichen Beschränktheit immer nur wie durch getönte Gläser sehen. Durch Brillen, die uns von der Ganzheit der Welt immer nur Teilaspekte zeigen, Schattierungen, Ausblendungen, Graustufen. Und nicht das Bild, das uns das prächtige Kaleidoskop des Alls bietet. Der Mensch begreift weniger, als er glauben kann.

Auch die Chaostheorie geht von einer uns nicht immer verständlichen Beeinflussung von Reaktionsketten aus. Der Schmetterlingseffekt ist ein Phänomen der nichtlinearen Dynamik. Er soll anschaulich machen, wie physikalische Reaktionen, die uns chaotisch erscheinen, sich beeinflussen. Es ist nicht vorhersehbar, in welchem Maß sich schon winzig kleine Änderungen der Anfangsbedingungen eines Systems langfristig auf die gesamte Entwicklung des Systems auswirken. Kann ein Flügelschlag eines Schmetterlings über Afrika einen Hurrikan in der Karibik auslösen? Er kann.

Angenommen, Sie gehen eine Minute zu spät aus dem Haus und verpassen die Straßenbahn. Dadurch verspäten Sie sich zu einem Vorstellungsgespräch und werden nicht genommen. Zerknirscht verlassen Sie die Firma und werden angerempelt. Der Mensch vor Ihnen schaut Sie an, sie reden miteinander, verlieben sich, gründen eine Familie und werden glücklich. Wären Sie pünktlich aus dem Haus gegangen, dann wäre das alles nicht passiert. Sie hätten den Job bekommen und den Lebenspartner nie getroffen. Flügelschläge des Schicksals, Myriaden von Möglichkeiten.

Jeder Quantenvorgang hat weitreichende, der Physiker sagt »nichtlokale« Auswirkungen, die mit extrem sensiblen Antennen wahrgenommen werden können. Sie stehen in einer holistischen Verbindung zueinander. So ein Band gibt es auch zwischen Kind und Mutter. Ein Band aus unendlich vielen Fäden gesponnen.

Der einprägsame Begriff »Schmetterlingseffekt« stammt übrigens von dem amerikanischen Meteorologen Edward Lorenz, der im Jahr 1972 vor der American Association for the Advancement of Science einen Vortrag über Vorsehung hielt. In seiner ursprünglichen Form verwendete er den Flügelschlag einer Möwe statt eines Schmetterlings, aber wir wollen nicht kleinlich sein, besser holistisch.

Am Anfang war die Information. Mit der Zeit kommt die Erkenntnis. Oder auch nicht. Am Ende bleibt ein Lächeln.

Teil 1

Der Schmetterlingseffekt in der Sexualität

Sie sieht ihm in die Augen, und es ist nicht nur ein Schauen. Ihr Blick umfängt den seinen, sie schmiegen sich aneinander, verflechten sich zu etwas Gemeinsamem. Noch gab es keine Berührung, und doch sind beide berührt. Sie streicheln einander, nicht nur mit den Händen, und irgendwann weiß keiner mehr, wo ein Körper aufhört und der andere beginnt.

Die Schmetterlinge im Bauch sind kein zufälliges Bild. Sicher, sie drücken das Gefühl, das jeder Mensch kennt, der schon einmal verliebt war, in seiner ganzen herrlichen Komplexität aus. Doch da ist noch mehr als das schöne Flattern im Bauch. Es gibt den Schmetterlingseffekt auch in der Sexualität. Ein Flügelschlag hier löst Tornados im gesamten Organismus aus.

Die Sexualität ist zutiefst holistisch.

Deshalb ist Sex auch so viel mehr als bloße Kopulation. Er vernetzt sowohl Organe als auch die verschiedensten Vorgänge im Körper von Mann und Frau, die man bislang nicht einmal ahnte. Körperfunktionen, Herzfunktionen, Immunfunktionen, alles ist evolutionär für den Geschlechtsverkehr perfekt eingestellt.

Die Zeugung beeinflusst wahrscheinlich nicht nur die beiden am Geschlechtsakt beteiligten Menschen, sie prägt auch das Kind. Der Holismus bezieht sich also nicht nur auf einen Organismus, sondern im Fall der Fälle auf drei. Und selbst über die drei geht er weit hinaus. Die holistischen Vernetzungen, die die Sexualität auslöst, betreffen das Mensch-Werden und das Mensch-Sein. Die Entstehung des Lebens und das Leben selbst.

Wir sprechen von einem Gesamt-Holismus, wenn es dieses Wort überhaupt geben kann. Eine über alle bislang gedachten Grenzen hinausgehende Zusammengehörigkeit der Dinge.

Die Sexualität ist das von der Natur erdachte komplexe Instrumentarium zur Fortpflanzung. Perfekt in ihren Abläufen für die Reproduktion. Großartig im Verbergen aller Anstrengungen innerhalb des Organismus, damit sie dem Menschen nicht Last, sondern Ekstase sein kann. Wenn sie bei allem, was sie an holistischem Flechtwerk zustande bringt, eine fade, mühevolle, lästige Pflicht wäre, ein Muss, das eben zu erledigen ist, dann könnte sie noch so genial sein, die Menschheit hätte längst keine Lust mehr, sich zu vermehren. Deshalb muss Sex so ziemlich der beste Zeitvertreib sein, den die Natur zu bieten hat.

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