Hans Trüb - Heilung aus der Begegnung

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Trüb - Heilung aus der Begegnung» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Heilung aus der Begegnung: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Heilung aus der Begegnung»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Als ›Urvater‹ der Dialogischen Psychotherapie hat Hans Trüb als erster in der Auseinandersetzung mit der klassischen Psychoanalyse, der Psychologie C.G. Jungs und dem Dialog-Ansatz von Martin Buber die Grundlagen der modernen Relationalen Psychotherapie geschaffen, ohne dass diese immense Leistung je ausreichend gewürdigt wurde. Sein Grundlagentext liegt nun endlich wieder in einer neuen Ausgabe vor und ermöglicht so einen völlig neuen Blick auf die Entwicklung der Psychotherapie in den letzten 100 Jahren. Diese neue Textausgabe stellt einen bedeutenden Beitrag auch für die nachhaltige Theorieentwicklung in der modernen Psychotherapie dar. Ohne Trübs Vorüberlegungen wären die relationalen Ansätze in den Humanistischen Psychotherapien und besonders in der Gestalttherapie, aber auch die neuesten intersubjektiven Ansätze in der Psychoanalyse nicht denkbar. Trüb hat bereits seit den 1920er-Jahren an den Grundlagen für diese klinische Praktik gearbeitet. Interessanterweise wird die Bedeutung Trübs für die moderne Relationale Gestalttherapie und für die Intersubjektive Psychoanalyse kaum irgendwo dezidiert erwähnt. Richard Hycner (Zwischen Menschen. Ansätze zu einer Dialogischen Psychotherapie), Maurice Friedman (Der heilende Dialog in der Psychotherapie) und Laura Perls stellen dabei bedeutende Ausnahmen dar, die dieses Erbe betont haben. Auf dem 80. Geburtstag von Martin Buber kam es zu einem Gespräch zwischen Martin Buber, Maurice Friedman und Laura Perls, bei der diese über die vollkommen untergegangen Bedeutung von Hans Trüb diskutierten.
Laura Perls hat stets auf die immense Bedeutung hingewiesen, die Hans Trüb und ganz besonders Heilung aus der Begegnung für ihren theoretischen Ansatz, aber auch für ihre alltägliche klinische Praxis gehabt hat. Von den theoretischen Grundlagen bis zu ihrer Praxis in Klinik und Ausbildung, in Beratung und Organisationsentwicklung hat sie dieser Text bis zum Schluss begleitet.
Die neue korrigierte Ausgabe bietet zum ersten Mal wieder die Gelegenheit, diesen vergessenen Pionier zu würdigen und seinen dialogischen Ansatz in die moderne psychotherapeutische Theorie- und Praxisentwicklung einzubinden.

Heilung aus der Begegnung — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Heilung aus der Begegnung», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Freuds Entdeckung und Erforschung der pathogen wirkenden seelischen Motiv- und Triebkomplexe und seine Therapie stehen noch ganz deutlich unter der ernsten Bemühung, die psychischen Störungen der Neurose zugunsten einer besseren Weltanpassung zu beseitigen. Dieses Bestreben mag, wie gesagt, als ein Kompromiss mit der Zeitsituation verstanden werden. Aber auch Jung ging der Zeitsituation gegenüber einen Kompromiss ein, nur vornehmlich mit der anderen Seite: mit der Kultur der Seele. Er erstrebte, auf Grund seiner Entdeckung und Erforschung des Kollektiven Unbewussten, die »Störungsfreiheit« mittels Introspektion und Introversion. Indem er den Menschen in jenem unermesslich tiefen inneren Seelenbereich gründen lässt und ihn dort zentriert, kann er den äußeren Bereich der Welt guten Gewissens weiter empfehlen, weil ja das »eigentliche« Leben des introversiv ausgerichteten Patienten davon nicht mehr wesentlich berührt wird.

Jung verlegt so das »eigentliche« menschliche Leben in die autonome Totalität der Seele, die zur einzig wahren, erstrebenswerten Wirklichkeit erhoben wird, und degradiert demgegenüber die soziale Welt zum rein zweckhaften Anpassungsbereich des Ich: »Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist«, »das Himmelreich aber ist inwendig in euch«. Hier das Leben der autarken, sich selbst betonenden Individualität, dort das periphere Ich, das sich anpasst – bis hin zu jener Maske der Anpassung, die als »Persona« bezeichnet wird. Hier Individuum, dort Kollektivum. Über diesen grundsätzlichen Dualismus kommt Jung nicht hinaus. Wir werden im zweiten Teil unserer Betrachtungen auf die unlösbaren Widersprüche, die sich daraus ergeben, näher eingehen.

Dass diese Geisteshaltung Jungs gnostischer Prägung ist, dass er jenes neutestamentliche Wort vom »Himmelreich«, 4wie manches andere, gnostisch wendet und umdeutet, sei nur beiläufig erwähnt. Er gibt seine Verwandtschaft mit der Gnosis ja selber zu und hat sie gerade in jüngster Zeit durch seine Deutung alchemistischen Materials erhärtet. Mit diesem eigenartigen Dualismus, der durch Entwertung der konkreten Welt und der menschlichen Weltbegegnung, das heißt durch die Verlagerung der sozialen »Anpassung« an die Peripherie, das seelische Innenleben des Menschen freimachen und in seiner Eigensphäre kultivieren will, glaubt Jung seinerseits die therapeutische Forderung des störungsfreien Verhältnisses zur Welt vorbildlich realisieren zu können. In dieser dualistisch-gnostischen Weltauffassung sehen wir die besondere Voraussetzung, auf der Jung sein System errichtet hat.

Diese Weltauffassung entspricht seinem zweifellos introvertierten Charakter, und beides zusammen ist – so glauben wir deutlich zu erkennen – das Produkt einer geheimen existentiellen Entscheidung. Jung hat sich, wie wir später ausführen werden, in radikalem Entschluss der partnerischen Begegnung mit der Welt entzogen. Er hat seinen personalen Schwerpunkt von dieser äußern Begegnungsfront willentlich zurückgeholt und hat sich zum Schöpfer einer Innenwelt der Seele werden lassen. Nun verbirgt sich sein Selbst in einer imaginären Eigenwelt und lässt sich nur in diesem innerseelischen Wirkbereich finden.

Finden von wem? Von eben dem »Ich«, das sonst als Randfunktion der Psyche vornehmlich der Außenwelt zugekehrt ist, nun aber auch sich als geeignet erweist, in der Haltung des Psychologen eine radikale Schwenkung nach innen zu vollziehen. Diesem forschenden Ich wird jetzt das im unbewusstseelischen Geschehen verfangene Selbst zum Objekt der Suche – sowohl hinsichtlich des wissenschaftlichen Verständnisses als auch des therapeutischen Realisierungsprozesses. Auf dieser geheimen Entscheidung gründet unseres Erachtens Jungs dualistisch-gnostische Weltauffassung, seine introspektive Forschung und seine introversiv ausgerichtete Psychotherapie.

Zur Phänomenologie und Problematik der funktionellen Subjektspaltung

Wir müssen zum besseren Verständnis dieses introversiven Rückzugs aus der Weltbegegnung etwas weiter ausholen. Ein solcher Akt entspringt, wie wir sagten, zuletzt der existenziellen Entscheidung des Menschen und somit der unbedingten Freiheit seines Selbst.

Aus dieser Freiheit des Selbst heraus hat der Mensch in sich die Macht des eigenen Willens. Sein Selbst »passt sich nicht an«, denn es ist nicht welthaft. Es »läuft auch nicht mit«, denn es ist nicht weltgebunden. Das Selbst des Menschen west souverän in sich selbst als dieses je und je Einzige und steht in seiner personell bestimmten Würde zunächst nur Gott, seinem Schöpfer, gegenüber. Es ist auf Anrede von Ihm her und auf Gehorsam zu Ihm hin angelegt und ist selbst darin noch frei, sich dieser Anrede zu verschließen und seinen Gehorsam zu verweigern – was es, so oder so, in selbstüberheblichem und sogar selbstmörderischem Trotz zu tun sich willens zeigen kann.

Wie aber verhält es sich mit dem Ich des Menschen, wenn es, wie in Jungs Komplexer Psychologie, als Bewusstseinsfunktion vom Selbst abgehoben und ihm gegenübergestellt wird?

Während sich das Selbst in seiner Freiheit von Gott und der Welt abzuwenden und sich autark zu behaupten vermag, kommt dem Ich des Menschen keine solche Eigenmächtigkeit zu. Das Ich ist nicht personale Instanz im Menschen, sondern dessen welthaftes und weltzugewandtes Organ. Es kann weltläufig werden, lässt sich von den Mächten der Welt mitnehmen und wird ihnen hörig. Festen Grund und Stand hat es nur in dem Selbst, zu dem es ursprunghaft gehört. Flieht aber dieses Selbst die Welt, verzirkelt es sich in seine geschlossene Eigensphäre, dann hängt das Ich als Organ der Begegnungsvermittlung gleichsam in der Luft und pendelt hin und her, zwischen Innen und Außen.

Dies gerade ist die charakteristische Situation der Neurose: das Ich, bestimmt vor allem zum Träger der Bewusstseinsbezüge, meidet als Satellit des begegnungsflüchtigen Selbst die Welt und wird demzufolge als Funktion, die es ist, erst recht die Beute der Anpassung fordernden Mächte. In seiner widersprüchlichen Abgelöstheit vom Selbst verliert es den legitimen Rückhalt, emanzipiert sich als Bewusstseinsorgan und entartet so mehr und mehr zur willkürlichen Weltfunktion. Ohne den personalen Rückhalt eines der echten Begegnung erschlossenen Selbstes verfällt es in seiner Weltbeziehung unweigerlich der Man-Welt (Heidegger) oder Fremdwelt und fügt sich schließlich deren »allgemeingültigen« Gesetzen und Ordnungen kritiklos ein: wenn es Glück hat, als »braves Glied« einer relativ gesunden Gemeinschaft. In dieser sozialen Einordnung macht es dann seine Karriere, im Guten wie im Schlechten. So wird jene maskenhafte Ichhaltung übermächtig, die Jung Persona genannt hat. Wir wollen hierbei einen Augenblick verweilen.

Jungs »Persona« stellt sich im Gesamtaspekt der menschlichen Lebensgestaltung gewiss als recht fragwürdige Einordnung in die Sozietät dar. Diese weltbezogene Gestaltung der Persona konstituiert sich aus den »mehrwertigen« psychischen Funktionen des Bewusstseins, denen die nicht differenzierten, »minderwertigen« Funktionen, die weitgehend unbewusst sind, polar entsprechen. In gesunden Fällen bleiben diese »minderwertigen Funktionen« der bewussten Verarbeitung doch noch relativ zugänglich. In der Neurose aber werden sie – in dem Maße, als »alle verfügbare Libido den begünstigten Funktionen zugeführt ist« – regressiv und archaisch. Durch die psychologische Analyse der im Unbewussten aktivierten Phantasien »soll die minderwertige Funktion wieder zum Bewusstsein und damit zur ganzheitlichen Integration gebracht werden«.

Hierzu ist zu bemerken, dass die praktische therapeutische Erfahrung diese psychologisch in die Wege geleitete Reintegration der minderwertigen Funktion insofern und so weit bestätigt, als dadurch eine bewusste Beziehung des Patienten zur Innenwelt seiner Seele hergestellt und so auch eine Art von Einbefassung ihrer unbewusst proponierten Möglichkeiten und Aufgaben angeregt wird. Ob aber auf diesem Wege einer funktionellen Differenzierung der Patient in seinem Selbst erreicht und in die Realbeziehung zur Welt zurückgeführt werden kann, bleibt in Frage gestellt. Denn vom Bewusstwerden und derart eingeleitetem Differenzieren der minderwertigen Funktion zur Realisierung wirklicher Weltbegegnungen ist es ein existenzieller Sprung – ohne diesen bleibt der »funktional« geeinte Mensch in der Introversion stecken.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Heilung aus der Begegnung»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Heilung aus der Begegnung» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Heilung aus der Begegnung»

Обсуждение, отзывы о книге «Heilung aus der Begegnung» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x