Werner Gerl - Der Goldvogel

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Mord oder Einbildung? Ein türkischer Kickboxer, der nach einem Blitzeinschlag sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat, entdeckt neben seinem Bett eine Notiz, er habe einen Mord gesehen. Auch seine Kleidung ist blutverschmiert. Doch die Münchner Oberkommissarin Barbara Tischler findet an der beschriebenen Stelle keine Leiche. Dafür im Wald einen toten amerikanischen Kunstdieb, der vor Jahren spurlos verschwand. Die tatkräftige Polizistin stößt bei ihren Recherchen auf brutale russische -Paten, suspekte Mafiajäger, überspannte Künstler – und auf einen ominösen Goldvogel, den angeblich Hitler selbst in den letzten Kriegsjahren angefertigt haben soll. Zahlreiche Sammler und Fanatiker sind hinter dem Reichsadler her, aber auch ein Jäger, mit dem niemand gerechnet hat. Und dann spielt der Kommissarin auch das Herz noch einen Streich …
"Der Goldvogel" thematisiert den Umgang mit NS-Devotionalien und den Widerspruch zwischen Sein und Schein. Denn nichts und niemand in diesem Kriminalroman ist letztendlich so, wie es der erste Blick vermuten lässt. Ein München-Krimi mit zahlreichen Wendungen und einem verblüffenden Finale.

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Der Staatsanwalt hatte jedoch von allen Materialien Kopien in seinem Haus, auch von seiner Festplatte. Der Einbruch selbst schien also ein Fehlschlag gewesen zu sein, was die Gegenseite vermutlich bereits spitz bekommen hatte.

Welche Rolle aber spielte Olga Sibowska? Warum befand sie sich in der Kanzlei, als die Gangster einbrachen? Wallenberg selbst vermutete, dass seine Sekretärin von der Russenmafia gekauft worden war, um ihn auszuspionieren. Offensichtlich aber hatte sie Gewissensbisse bekommen oder vielleicht auch nur kalte Füße, weshalb sie aussteigen wollte. Die Konsequenz in diesem harten Geschäft war die Hinrichtung per Genickschuss.

Barbara Tischler hatte diese Version nie wirklich überzeugt. Warum sollte die Sekretärin für einen letzten Verrat in das Büro des Staatsanwalts gehen und ihr Leben riskieren? Umgekehrt, warum sollten die Gangster ein so überdeutliches Schuldgeständnis hinterlassen? Sollte Wallenberg, der Mafiajäger, eingeschüchtert werden? Auch das leuchtete der Kommissarin nicht wirklich ein, zumal Bylkow ein Stratege war, der mit kühlem Kopf seine Expansionspläne entwarf. Er war bemüht, so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Auch deshalb stand er im Ruf, seine Opfer an die Hunde zu verfüttern. Die Knochen konnte man verbrennen oder anderweitig entsorgen. Insgesamt war die Beweislage gegen den Ex-Offizier also dünn. Manche hielten ihn sogar nur für ein Phantom, eine Legende, die als Erklärung für einen eskalierenden Bandenkrieg in Bayern herhalten sollte.

Zu gern wäre Barbara Tischler diesem Phantom hinterhergejagt, doch diesen Job durften nun die Kollegen vom LKA erledigen. Die Kommissarin selbst hatte in den letzten Tagen nur Schreibkram zu erledigen. Langweilige, aber nötige Büroarbeit. Ihre To-do-Liste war an jenem Aprilmorgen aber bereits nahezu abgearbeitet. Deshalb stand sie gedankenversunken, fast schon ein wenig gelangweilt am Fenster. Ja, es waren ruhige Tage im Dezernat für Tötungsdelikte. In dieser schönen Stadt wurde einfach zu wenig gemordet. Dies sollte sich in dieser Woche allerdings gehörig ändern.

Die Stille in Tischlers engem Büro nahm ein jähes Ende, als Ralf Mangel, ihr engster Mitarbeiter, ohne zu klopfen hereinplatzte. Zu seiner Entschuldigung wedelte er mit einer blauen Tüte von Rischart, einer der besten Bäckereien Münchens.

»Servus Barbara, magst eine Butterbrezn?«, fragte er schmatzend.

»Gern. Ich hatte heute bislang nur flüssiges Frühstück.«

»Schaust du wieder auf deine Linie?«

»Schmarrer. Ich habe in den Kühlschrank und in den Brotkasten geschaut und beide haben mich angegähnt. Ich leide unter akutem Shopping-Alzheimer.«

»Du meinst, du hast das Einkaufen vergessen?«, entgegnete Mangel unsicher. Mit der Ironie seiner Chefin stand er gelegentlich auf Kriegsfuß.

»Bingo. Was machen wir heute mit dem angebrochenen Vormittag?«, fragte Tischler und biss in ihre saftige Breze. »Schießübungen? Oder spielen wir eine Runde aufgedeckten Schafkopf?«

»Wir könnten an die Säbener Straße fahren zum Bayern-Training. Die spielen zurzeit echt kriminell, da könnten schon mal zwei Kommissare vorbeischauen.«

In diesem Moment klopfte es an der Tür.

»Kundschaft. Die hätte jetzt auch noch warten können, bis ich mit meiner Breze fertig bin«, murrte Tischler und packte den Rest zurück in die Tüte.

Der Mann, der ohne Aufforderung eintrat, war keine alltägliche Erscheinung. Das Schwarz seiner Haare war zumindest nachgetönt und bildete einen denkbar starken Kontrast zu seiner blässlichen Gesichtshaut. Seine eingefallenen Wangen überwucherte ein stoppeliger Wochenbart, der in etwa so lang war wie die kurzrasierte linke Schädelhälfte. Die restliche Frisur sah jedoch nicht nach Fremdenlegionär aus, sondern eher nach Freak. Ein widerspenstiger Haarwust bildete eine Arkade vom Scheitelansatz bis fast zur rechten Schulter.

Auch sein Körper wirkte abgemagert, nachgerade anorektisch, soweit man dies überhaupt beurteilen konnte, zu schlaff hing das blau-weiße Baumwollhemd an dem Mann. Dagegen saß der schwarze Anzug maßgenau. Ein Stilbruch gegenüber dem Hemd, das mehr nach Sträflingskleidung aussah, denn Sakko und Hose waren aus edlem Zwirn, allerdings abgetragen.

In scheinbarem Widerspruch zu dem schlaksigen, unterernährt wirkenden Körper standen die kräftigen Hände. Sie waren mit Schwielen und dicken Hornhäuten überzogen, die Handrücken durchfurchten wülstige Adern wie blaue Schlangen. Dieser Mann, so eingefallen er auf den ersten Blick wirkte, hatte die Kraft eines Bären in seinen Händen.

»Polonius«, stellte er sich kurz vor und ließ sich unaufgefordert in den freien Besucherstuhl fallen. Er lag mehr, als dass er saß und schlug seine dürren Beine übereinander.

»Was kann ich für sie tun, Herr Polonius?«, fragte Tischler, die sich ebenfalls setzte, um auf Augenhöhe mit ihrem Gesprächspartner zu sein.

»Einfach nur Polonius, ohne Herr.«

»Ist das ein Künstlername?«, fragte Mangel nach.

»Scheint so«, entgegnete Polonius mit ausdrucksloser Stimme. »Hören Sie«, hob er an und blickte Tischler direkt in die Augen, »ich habe da etwas, das Sie vielleicht interessieren könnte. Und zwar einen Brief, einen seltsamen Brief. Und von einer seltsamen Absenderin, nämlich von Olga Sibowska.«

»Der ermordeten Sekretärin? Wie ist das möglich?«, fragte Mangel erstaunt.

»Na, wenn Sie ihn nicht aus dem Jenseits geschickt hat, wird sie ihn wohl vor ihrem Tod geschrieben haben«, meinte Tischler lakonisch.

»Das klingt plausibel. Ihre Formulierung greift jedoch nicht.«

Fragend blickten Mangel und Tischler Polonius an. Dieser drehte sich auf dem Stuhl, zog aus seiner Sakkoinnentasche ein Kuvert und legte es auf den Schreibtisch. »Sehen Sie selbst. Geschrieben hat sie nichts vor ihrem Tod.«

Tischler zog vorsichtshalber erst einmal Handschuhe an, bevor sie den Brief an sich nahm. Dann studierte sie den Umschlag. Er war an Polonius adressiert, als Absender stand Olga Sibowskas Name mit Privatadresse in Milbertshofen im linken oberen Eck. Die Handschrift war regelmäßig, die Buchstaben rund, fast schon ausgebeult. Das Kuvert wurde eindeutig von einer Frau beschrieben. Ob es Olga Sibowskas Handschrift war, musste ein Vergleich ergeben.

Neugierig zog Tischler den Brief aus dem Umschlag. Dann verstand sie, was Polonius meinte: der Brief war leer.

»Olga Sibowska hat Ihnen ein weißes Blatt Papier geschickt?«

Polonius zuckte mit den Achseln. »Sieht danach aus.«

Tischler öffnete eine Schublade und zog eine Plastiktüte heraus, um darin das Beweisstück aufzubewahren. »Das Blatt ist zwar jetzt mit Ihren Fingerabdrücken versehen, aber vielleicht können die Kollegen noch ein paar Spuren finden.« Dann studierte die Kommissarin den Umschlag noch einmal genau. »Der Brief wurde am 22. März abgestempelt.«

»Das ist der Tag, an dem sie ermordet wurde«, sagte Mangel.

»Genau, Ralf, also keine Botschaft aus dem Jenseits. Herr äh, nein Polonius, haben Sie eine Idee, warum Ihnen Frau Sibowska ein leeres Blatt schickt?«

Polonius verzog leicht die Mundwinkel und fuhr sich mit seinen knochigen Fingern durch das Haar, um den Scheitel wieder in Form zu bringen. »Keine Ahnung. Ich sagte ja, es ist ein seltsamer Brief.«

»In welcher Beziehung standen Sie zu Olga Sibowska?«, fragte Tischler nach.

»Gott, in welcher Beziehung.« Polonius atmete schwer aus und blickte gedankenverloren zur Decke. »Sie war meine Schülerin.«

»Und was haben Sie ihr beigebracht?« Stilberatung ganz sicher nicht, dachte sich Tischler.

»Kunst«, meinte Polonius lapidar. Er war offensichtlich der Meinung, man müsse ihm den Künstler bereits aus drei Meilen Entfernung ansehen. »Ich bin Bildhauer und Schnitzer. Nicht der Schlechteste, aber die Zeiten sind hart. Die Leute geben 100.000 Euro für einen Porsche aus, aber die Kunst soll umsonst sein. Ich hasse diese Kisten. Sie verseuchen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geist.«

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