Juon Rita - Tod in Andeer

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Nach einem Unwetter wird im Hinterrhein bei Andeer eine Tote gefunden, die zwar keinen Ausweis, jedoch einen hohen Geldbetrag auf sich trägt. Wer ist die Frau, was hatte sie in Andeer zu suchen und was hat es mit dem vielen Geld auf sich? Briefträger Beni und seine Grossmutter Annetta kommen den Ereignissen auf die Spur, nicht aber ihren Hintergründen. Diese kennt nur die Dorfbewohnerin Marlene, doch sie zieht es vor, aus Andeer zu verschwinden – was sich als folgenschwerer Fehler erweist. Woher das Geld stammt, entdeckt schliesslich Lindiwe, die in Südafrika im Gästehaus der Toten arbeitet. Doch statt zur Aufklärung des Falls beizutragen, nutzt sie ihr Wissen auf unkonventionelle Weise.

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Daria, das Mittelsmädchen, nahm sich der Sache sofort an. Feierlich überreichten ihr die Buben ein paar inzwischen getrocknete Banknoten aus dem gefundenen Portemonnaie. Im Gegenzug bestellte sie die gewünschte Goldwaschausrüstung auf ihren Namen. Als Provision verlangte sie zehn Prozent des Warenwerts, was die Buben unerhört fanden. Nach zähen Verhandlungen einigten sie sich auf fünf Prozent und zwei Comics aus Frederiks Sammlung. Niemand von den sechs betroffenen Elternteilen und den insgesamt vier Geschwistern bekam etwas von dem Handel mit. Das Paket abzufangen, bevor ihre Eltern es zu Gesicht bekamen, würde für Daria ein Leichtes sein. Sie plante, am Tag des Liefertermins rasch in der Morgenpause nach Hause zu rennen, um es zu verstecken. Am Vormittag war niemand daheim, und der Briefträger stellte die Lieferungen normalerweise in den Hausgang.

Annetta Baselgia freute sich ebenfalls über die Erholung an der Wetterfront. Ihren täglichen Spaziergang hatte sie während der garstigen Verhältnisse auf ein Minimum beschränkt. Genau genommen konnte der kurze Weg von ihrem Haus im Andeerer Dorfkern zum Café oder zu einem der Restaurants selbst mit viel gutem Willen nicht als Spaziergang bezeichnet werden, und weiter als bis zu einem der Lokale war sie nicht gegangen. Dazu kam, dass sie körperlich fit war und es selbst kaum glauben konnte, ihren siebzigsten Geburtstag seit Kurzem hinter sich zu haben. Selbst wenn sie gemächlich unterwegs war, brauchte sie zu keiner der Gaststätten mehr als ein paar Minuten.

Ihr Haus zählte ein Vielfaches ihrer Lebensjahre. Es war ein stattliches Gebäude mit dicken sgraffitigeschmückten Mauern. Die Lage direkt an der Durchgangsstrasse erlaubte es seinen Besitzerinnen und Besitzern seit Jahrhunderten, genau Bescheid zu wissen, wer auf der Transitroute verkehrte. Seit dem Bau der Umfahrungsstrasse entzog sich der Einwohnerschaft im Dorfzentrum dieses Wissen, was aber den Blick aus dem Fenster keineswegs weniger attraktiv machte. Das Ziel der Beobachtungen waren jetzt Einheimische und Fremde, Schulkinder, Badegäste und Handwerksleute, die zu Fuss, auf dem Velo oder mit dem Auto unterwegs waren. Annetta war demzufolge bestens informiert über das Kommen und Gehen im Dorf. Was sie nicht selbst sah, erfuhr sie im Café, im Restaurant, beim Einkaufen oder beim Schwatz während eines Spaziergangs.

Sie streifte ihre Jacke über und trat vor die Haustür. Kein Mensch war unterwegs, vermutlich hatten manche die Wetterbesserung noch nicht einmal bemerkt. Sie entschied sich für die Brückenrunde, wie sie diesen Weg für sich nannte. Zuerst über die schöne gedeckte Holzbrücke am westlichen Dorfrand, dann gegen Süden, dort über die zweckmässige Hängebrücke zum Granitverarbeitungsbetrieb und dem Wasserlauf folgend zurück ins Dorf. Und dort in eines der Restaurants zum Kaffee.

Der Hinterrhein führte nach dem Unwetter viel Wasser. Beim Gang über die erste Brücke hörte sie ihn unter ihren Füssen toben. Auf der anderen Flussseite kam der Hund vom grossen Herrschaftshaus wie üblich in weiten Sätzen auf sie zu. Sie liess sich von seinem Bellen und Knurren nicht beirren. Sie wusste genau, dass er sie in Ruhe liess, solange sie auf dem Weg blieb. Allerdings wusste sie auch, dass sich manche Leute von dem Tier einschüchtern liessen und diesen Weg aus dem Dorf hinaus mieden. Wahrscheinlich hatten dessen Besitzer ihre Freude daran, die Passanten zu erschrecken.

Bald kam sie zum kleinen katholischen Friedhof, der sich etwas ausserhalb des traditionell protestantischen Dorfs befand. Wie erwartet war niemand zu sehen, für die Pflege der Blumen war es nach wie vor zu nass. Sie wusste, dass einige der Gräber fast täglich besucht wurden, aber offenbar zu späterer Stunde. Auch hier würde sie keinen Schwatz halten können.

Der Weg führte ein Stück durch die Wiesen, dann erreichte sie das Anwesen der Familie Rosales. Sie nannte es immer noch so, auch wenn zurzeit niemand der Familie dort wohnte. Das Haus mit dem eingebauten Hochofen war seit Jahren vermietet. Zu den Mietern hatte sie kaum Kontakt, niemand im Dorf schien sie näher zu kennen. Nicht einmal einkaufen gingen sie, das erledigte ihre Angestellte. Eine sehr reservierte Frau, die kaum grüsste, nie für einen Schwatz stehenblieb und allem Anschein nach nicht lächeln konnte. Auch beim Haus Rosales war niemand zu sehen. Nur die beiden Pferde waren schon auf der Wiese. Sie wusste, dass der Mann Künstler war und wie besessen Blöcke aus Andeerer Granit bearbeitete. Gesprochen hatte sie ihn nie, wahrscheinlich konnte er nicht einmal Deutsch. Dem Vernehmen nach stammte er aus einer reichen, eher schwerreichen Familie aus Italien. Vielleicht Gucci oder Versace. Agnelli oder Lancia. Cardinale oder Celentano. Die Gattin war öfter zu sehen, allerdings meistens auf dem Rücken eines Pferdes, was ein Gespräch unmöglich machte. Manchmal hatten sie Besuch, wahrscheinlich andere reiche Leute aus dem Ausland. Manchmal verreisten sie für ein paar Tage oder Wochen, wahrscheinlich dorthin, wo andere reiche Leute aus dem Ausland ihre Zeit verbrachten.

Am Steinbruch vorbei gelangte sie südlich des Dorfes wieder zum Rhein. Sie blieb mitten auf der zweckmässigen Hängebrücke stehen und schaute flussaufwärts, wie das braune Wasser auf sie zukam. Es würde ein paar Tage dauern, bis der Hinterrhein wieder klar und leise dahinplätscherte. Sie wandte sich um und schaute in die andere Richtung. Die Wolken hingen tief, es wurde trotz der leichten Wetterbesserung nur dann richtig hell, wenn unvermittelt ein Sonnenstrahl hervorbrach. Dann leuchtete die Welt für einen Augenblick, aber die meiste Zeit schien sie in gedämpften Tönen gemalt worden zu sein.

Sie betrachtete das schmutzigbraune Wasser, das unter der Brücke hervorquoll. Unvermittelt blieb ihr Blick an einem grasgrünen Fleck im Bachbett hängen. Sie runzelte verärgert die Stirn. Es war himmeltraurig, was alles an Abfall angeschwemmt wurde. Wer kam bloss auf die Idee, so viel Kehricht im Fluss zu entsorgen? Und was war das überhaupt? Als sie die Ursache ihres Ärgers genauer in Augenschein nahm, wurde sie blass. Entsorgung war das falsche Wort, wurde ihr allmählich klar. Hier ging es nicht um Kehricht. Weder um Plastik noch um Baumaterial. Was sich dort unten am Rande des Flussbetts in den Steinen verfangen hatte, war ein Mensch. Eine Frau in einer grasgrünen Jacke. Und sie war zweifellos tot.

Im Sommer davor

Marlene betrat vorsichtig Massimilianos Atelier. In seinem Kopf und unter seinen Händen entwickelte sich eine neue Idee. Diese Zeitspanne war heikel, das wusste sie. Dann und wann war er so absorbiert von seinen Gedanken, dass eine Störung unabsehbare Folgen haben konnte. Ein einziges Mal, vor vielen Jahren, hatte sie in einer solchen Phase ahnungslos sein Reich betreten. Sie hätte es grün und blau verlassen, wenn Massimilianos Hemmschwelle, Gewalt anzuwenden, nicht so hoch wäre. Das war ihr eine Lehre gewesen.

Mit dem Raum konnte sie sich nicht anfreunden, auch wenn sie um seine ausserordentliche Geschichte wusste. Der Marchese Rosales hatte den gewaltigen, mehrere Stockwerke hohen Blashochofen Mitte des neunzehnten Jahrhunderts erbauen lassen, um die italienischen Freiheitskämpfer mit Eisen für die Waffenherstellung zu versorgen. Dass es gescheiter war, dieses Vorhaben nicht an die grosse Glocke zu hängen, lag auf der Hand. Deshalb errichtete er zur Tarnung ein stattliches Haus um den Ofen herum. Spätere Umbauten machten aus dieser Tarnung ein bewohnbares Objekt. Der Hochofen befand sich nach wie vor gut versteckt im Inneren. Das hatte ihn davor bewahrt, von den Einheimischen in seine schönen, exakt behauenen Quader zerlegt und als Baumaterial verwendet zu werden.

Vor dessen riesigem Schlund mit dem gemauerten Rundbogen sass Massimiliano. Marlene erkannte Anzeichen von Entspannung, möglicherweise hatte er den fiebrigen Arbeitsdrang überwunden, weil sich seine Energie nun auf ein Ziel richten konnte. Sie wagte es, einige Schritte auf ihn zuzugehen, und sah erleichtert, dass er sie anlächelte und sich erhob. Sie reichte ihm eines der beiden Gläser mit sizilianischem Weisswein.

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