Juon Rita - Tod in Andeer

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Nach einem Unwetter wird im Hinterrhein bei Andeer eine Tote gefunden, die zwar keinen Ausweis, jedoch einen hohen Geldbetrag auf sich trägt. Wer ist die Frau, was hatte sie in Andeer zu suchen und was hat es mit dem vielen Geld auf sich? Briefträger Beni und seine Grossmutter Annetta kommen den Ereignissen auf die Spur, nicht aber ihren Hintergründen. Diese kennt nur die Dorfbewohnerin Marlene, doch sie zieht es vor, aus Andeer zu verschwinden – was sich als folgenschwerer Fehler erweist. Woher das Geld stammt, entdeckt schliesslich Lindiwe, die in Südafrika im Gästehaus der Toten arbeitet. Doch statt zur Aufklärung des Falls beizutragen, nutzt sie ihr Wissen auf unkonventionelle Weise.

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Im schwachen Licht einer kleinen Wandlampe verbrachte er die Nacht auf dem Sofa. Nur kurz döste er von Zeit zu Zeit, stundenlang hielt ihn der Schmerz über Marlenes Verlust wach. Er schaffte es nicht, in ihr gemeinsames Schlafzimmer hinaufzugehen, wo ihm Marlenes Kleider, ihr Duft, das Buch auf ihrem Nachttisch ihr Verschwinden ins Gesicht schreien würden. Zuerst wurde ihm klar, dass er die Kraft dazu für lange Zeit nicht aufbringen würde. Später beschloss er, sich dieser Herausforderung nicht zu stellen, weder jetzt noch irgendwann.

Sobald es am Freitagmorgen hell wurde, rief er seinen Treuhänder an, erreichte aber nur den Telefonbeantworter. Geistesabwesend wählte er immer und immer wieder die Nummer, bis der Mann endlich abnahm und versprach, sich sofort auf den Weg nach Andeer zu machen.

Blanka brachte ihm einen Kaffee, den er in einem Zug leerte. Sie erschrak bei seinem Anblick, Massimiliano war über Nacht um Jahre gealtert.

«Sie ist fort», sagte er und deutete mit dem Kinn auf den Brief. «Für immer», fügte er stockend hinzu. Die Worte laut auszusprechen, zerstörten den letzten Funken Hoffnung, sie liessen den Verlust real werden. «Die Pferde», fügte er hinzu.

Blanka verstand. Sie machte sich auf den Weg zu den Haflingern, wo der Stallknecht bereits an der Arbeit war, und überbrachte ihm die traurige Nachricht. Auf dem Rückweg zum Haus stellte sie fest, dass der Treuhänder inzwischen eingetroffen war. Er hatte neben Massimiliano auf dem Sofa in der Eingangshalle Platz genommen, offenbar war dieser nach wie vor nicht in der Lage, sich in einen anderen Raum zu begeben.

Die Männer besprachen sich kurz miteinander, dann zog sich der Treuhänder ins Esszimmer zurück, wo er diverse Telefongespräche führte. Geraume Zeit später setzte er sich wieder zu Massimiliano und erklärte ihm, dass alles nach seinen Wünschen machbar sei.

Der Hausherr wies ihn an, Blanka und den Stallknecht zu holen. Blanka brachte zwei Stühle aus dem Esszimmer mit, die sie vor das Sofa stellte.

«Marlene ist fortgegangen», begann Massimiliano. «Ohne sie bleibe ich nicht hier.» Er warf dem Treuhänder einen auffordernden Blick zu.

«Herr Ferrero wird sofort nach Italien umziehen. Seine Familie besitzt ein Haus auf dem Land, ein ehemaliges Bauerngut in der Nähe von Assisi. Herr Ferrero wird sich vorläufig dort niederlassen. Unsere Firma hat den Auftrag erhalten, das Haus hier zu räumen und das gesamte Mobiliar zu veräussern. Der Mietvertrag mit der Familie Ordogno de Rosales wird aufgelöst. Sie kümmern sich vorderhand um die beiden Pferde», wandte er sich an den Stallknecht. «Wir werden den Züchter anweisen, einen neuen Platz für sie zu finden. Sie, Blanka, sind bitte hier, bis das Haus leer ist.»

Massimiliano hörte nicht mehr zu. Eine Stimme in seinem Kopf rief unaufhörlich: «Marlene ist weg, Marlene ist weg!» und übertönte damit alles, was um ihn herum gesagt wurde.

Das schlechte Wetter hielt sich auch am Samstag hartnäckig. Ursin und Frederik waren es leid, im Haus herumzusitzen. Die unangenehme Temperatur hielt sie zwar davon ab, die Goldsuche im Hinterrhein fortzusetzen, nicht aber davon, das Mittelsmädchen am anderen Ende des Dorfs aufzusuchen. Enttäuscht stellten sie fest, dass dort niemand zu Hause war. Eingehüllt in ihre Regenjacken schlenderten sie zurück. Sie hatten es nicht eilig, nach Hause zu gehen. Hier streichelten sie eine Katze, dort lauschten sie Gitarrenklängen, weiter vorne drückten sie die Nase an der Fensterfront des Mineralbads platt. Im Dorfladen deckten sie sich mit Süssigkeiten ein, die sie unter dem Vordach verzehrten. Irgendwann hatten sie alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die Zeit totzuschlagen. Sie trotteten wohl oder übel heimwärts.

Daria, das Mittelsmädchen, bekam von alldem nichts mit. Sie wäre glücklich gewesen, hätte sie den Buben bei der Durchführung ihres Vorhabens helfen können. Stattdessen war sie in Chur und langweilte sich zu Tode. Ihre Mutter hatte sie mitgeschleppt, um ihr Winterschuhe zu kaufen, was in zehn Minuten erledigt gewesen war. Aber seit über zwei Stunden zog die Mutter sie von einem Laden zum anderen hinter sich her, weil sie für sich noch dies und das brauchte.

Immerhin stand sie im Trockenen, während eine ihrer Freundinnen in Andeer schlotternd im Freien unterwegs war. Deren Mutter hatte es nicht mehr ausgehalten mit der Halbwüchsigen, die zu Hause herumlungerte. Sie hatte sie vor die Tür geschickt und ihr befohlen, mit dem Hund die grosse Runde zu drehen. Wenn sie weniger als eine Dreiviertelstunde draussen sei, werde sie ihr blaues Wunder erleben, hatte sie gedroht. Die Tochter war schimpfend aufgebrochen, aus Trotz ohne die biedere rote Windjacke. Das Smartphone hatte sie hingegen eingesteckt, und mit diesem erzählte sie einer anderen Freundin seit zehn Minuten, ihre Mutter sei ja so doof. Sie lamentierte immer aufgebrachter und war so vertieft in das Gespräch, dass sie weder nach links noch nach rechts schaute. Auch nicht von der Brücke, auf der sie vor dem Dorf den Rhein überquerte, hinunter ins Wasser.

Blanka gesellte sich zum Stallknecht, der in der Remise rauchte.

«Kommen heute schon die ersten Händler wegen der Möbel?», fragte er. Sie stammten zwar beide aus Osteuropa, aber aus verschiedenen Ländern, weshalb sie sich auf Deutsch unterhielten.

«Nein», antwortete Blanka. «Heute ist Samstag, die treffen frühestens am Montag ein.»

Er nickte und nahm einen tiefen Zug.

«Soweit ich weiss, hat der Treuhänder mehrere Firmen angefragt, italienische und schweizerische», fuhr sie fort. «Antikschreiner und Antiquitätenhändler.»

«Ich wüsste nichts anzufangen mit dem alten Zeug.»

«Du hättest für Jahre ausgesorgt, wenn du es verkaufen würdest. Manche der Möbelstücke sind Zehntausende wert.»

«Zehntausende?», fragte er ungläubig.

«Bestimmt. Ganz zu schweigen von den Bildern. Wegen diesen war heute Morgen bereits der Treuhänder mit einem Kunsthändler hier.»

Alarmiert schaute er sie an. «Der Chef wird doch nicht das Porträt seiner Frau verkaufen, das er gemalt hat?»

«Nein, nein», beruhigte ihn Blanka. «Der Händler hat zwei der abstrakten Bilder von einem berühmten Künstler mitgenommen.»

«Schade, dass die Pferde verkauft werden», seufzte er. «Sie haben es schön hier und fühlen sich wohl. Die Chefin hat sich jeden Tag stundenlang um sie gekümmert. Ich hoffe, sie kommen wieder an einen guten Platz.»

«Was wirst du machen?»

«Ich weiss es nicht. Lange werde ich nicht hier bleiben können ohne Arbeit, das Leben ist teuer in der Schweiz. Und du?» Er drückte seine Zigarette in einem eigens dafür aufgestellten Blumentopf aus. In der Erde steckte ein Stein, auf den Marlene das Gesicht eines Rauchers gemalt hatte.

«Ich weiss es auch nicht.» Blanka zuckte die Achseln. «Es wird eine Weile dauern, bis das Haus leer ist. So lange bleibe ich hier.»

Der Stallknecht beobachtete aus dem Augenwinkel, wie sich ihr Gesicht verschloss. Kämpfte sie mit den Tränen? Sie hatte nie etwas über ihre Vergangenheit verraten. Er wusste nur, dass sie die Chefin schon sehr lange kannte. Weit länger als deren Mann. Woher die beiden gekommen und wo sie zuvor gewesen waren, entzog sich seiner Kenntnis. «Ich begreife immer noch nicht, was eigentlich passiert ist», meinte er stirnrunzelnd. «Plötzlich war sie weg.»

«Sie wird ihre Gründe haben.»

«Ich glaube, der Chef weiss auch nicht, warum sie gegangen ist.»

«Wahrscheinlich nicht. Immerhin hat sie ihm einen Brief hinterlassen. So weiss er wenigstens, dass sie weggegangen und nicht verunglückt ist.»

«Ein Unglück ist es auch so», stellte er richtig. «Er war am Boden zerstört. Wahrscheinlich ist er es immer noch.»

«Ja, es geht ihm furchtbar schlecht. Jetzt ist er in dem grossen Haus in Italien. Weiss der Himmel, was er dort macht, allein.»

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