Niklas Luhmann - Vertrauen

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Vertrauen im weitesten Sinne eines Zutrauens zu eigenen Erwartungen ist ein elementarer Tatbestand des sozialen Lebens. Von Vertrauen spricht man im täglichen Leben meist in moralischem Sinne. Dem gegenüber analysiert Luhmann Funktion, Bedingungen und Taktiken des Vertrauens sozialwissenschaftlich. Vor allem wird dabei angestrebt, den Bereich der rationalen Handlungen nach Möglichkeit zu erweitern. Das kann erreicht werden, wenn man in der Lage ist, durch persönliches Vertrauen oder Vertrauen in das Funktionieren gesellschaftlicher Systeme sich auf höhere Risiken einzulassen. Niklas Luhmann unternimmt es also in diesem schon klassisch gewordenen Buch, den in der Alltagssprache und der traditionellen ethischen Vorstellungswelt vielfach besetzten Begriff des Vertrauens im Rahmen theoretischer Soziologie zu erörtern und das in einer so anschaulichen und anregenden Weise, dass das Buch seit langem breite Beachtung gefunden hat – weit über den Kreis der Fachsoziologen hinaus.

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6 Zur Funktion von Negationen einige Bemerkungen in J. Habermas und N. Luhmann 1971, S. 35 ff.

7 Dazu kurz aber treffend: G. H. Mead 1938, S.175.

8 Die Ungleichzeitigkeit dieser beiden Zeitbestimmungen ist logisch eine Vorbedingung der Möglichkeit von Selektionen. Trotzdem wird sie im Zeiterleben normalerweise nicht mitbedacht und von der neueren Logik temporaler Aussagen sogar explizit geleugnet. Vgl. z. B. A. N. Prior 1957, S.10; ders. 1968, S. 8; N. Rescher 1968, S. 214.

9 Vgl. etwa: R. F. Bales 1951; T. Parsons , R. F. Bales, E. A. Shils 1953; T. Parsons, R. F. Bales 1955; Ph. E. Slater 1959, S. 300–310; J. W. Thibaut, H. H. Kelley 1959, S. 278 ff.; Ph. M. Markus 1960, S. 54–59; A. Etzioni 1961, insb. S. 91 f. u. ö.; ders. 1965, S. 688–698. Vgl. ferner die bei Durkheim entlehnte Unterscheidung von instrumentellen und konsumatorischen Problemvariablen, mit deren Hilfe Parsons die Zeitachse seiner Theorie des Aktionssystem konstruiert; so z. B T. Parsons 1959, S. 3–38 (5 ff.).

10 Mißlich ist vor allem, daß die Kleingruppenforschung die Befriedigung der sozio-emotionalen Bedürfnisse von Gruppenmitgliedern durch expressives Handeln als ein internes, die Zweckerfüllung und alles, was dazu notwendig ist, dagegen als ein externes Problem ansieht, also den Gegensatz von expressiven und instrumentellen Variablen mit der das System konstituierenden Innen/Außen-Differenz verquickt. Dabei ist stillschweigend vorausgesetzt, daß eine Gruppe aus Personen mitsamt ihren konkreten persönlichen Bedürfnissen besteht und nicht nur aus Rollen – eine Auffassung, die in der Soziologie seit längerem als unhaltbar erkannt und aufgegeben worden ist. Legt man die soziologische Systemtheorie zugrunde, wird es unausweichlich, auch die Befriedigung der sozio-emotionalen Bedürfnisse der Gruppenmitglieder als ein externes Systemproblem anzusehen. Die Unterscheidung und Trennung von expressiven und instrumentellen Aspekten, Handlungen oder gar Rollen erscheint dann als sinnvolle Differenzierung des Stils, in dem ein System mit verschiedenen Umwelten verkehrt, nämlich mit seinen Mitgliedern einerseits, den Nichtmitgliedern andererseits.

11 So im Prinzip auch T. Parsons . Vgl. z. B.1961, S. 324;1970, S. 31 f.

12 Für die herrschende Zeittheorie ist es bezeichnend, daß Parsons den Gegenwartsbezug des expressiven Verhaltens nur als „Verbrauch“, also als Ereignis, zu erfassen vermag und daher die Dichotomien instrumentell-expressiv und instrumentell-konsumatorisch gleirhsinnig verwendet.

13 Die in der oben (Anm. 9) angegebenen Literatur behandelten Doppelführungstheorien und im weiteren Sinne alle Versuche der human relations-Bewegung, gefühlsbildende Gruppenprozesse in den Dienst von Organisationszwecken zu stellen, sind ein Beispiel dafür. In der allgemeinen Theorie der Darstellung sozialer Identitäten sind die Schriften von Erving Goffman für diese Perspektive bezeichnend. Vgl. insb.: E. Goffman 1959. Für den Bereich der Politik siehe etwa M. Edelman 1964.

14 Dieses gemeinsame Altern ist, wie namentlich Alfred Schütz immer wieder betont hat, eine Bedingung der intersubjektiven Konstitution der Zeit. Vgl. A. Schütz 1932, S. I 11 ff., und weitere Ausarbeitungen in den späteren Aufsätzen, gesammelt in: A. Schütz 1962,1964 und 1966, passim.

15 Auf Möglichkeiten einer solchen Symbiose von Vertrauen und Verdacht werden wir im 9. Kapitel über Vertrauen in Vertrauen zurückkommen.

16 Ideengeschichtlich gesehen, tritt dieses Konzept an die Stelle der ontologischen Temporalisierung des Seins auf der Basis der Bewegungsvorstellung, die die Universalität der Zeitlichkeit verbinden mußte mit der Vorstellung, daß sich alles bewegt.

17 Siehe z. B. E. Frenkel-Brunswik 1949; P. R. Hofstätter 1959, S. 160ff. Nachstehend auch: J. W. Atkinson 1957.

18 Vgl. F. H. Tenbruck 1972.

19 Vgl. T. Parsons 1959 b, insb. S. 96f.

3. Vertrautheit und Vertrauen

Die Grenzen menschlicher Erlebnisfähigkeit sind durch ihre intentionale Struktur gegeben und charakterisiert. Jede Intention erfaßt etwas Gemeintes – und setzt dabei die Welt im übrigen voraus. Die Grenze des jeweils Gemeinten kann, ja muß laufend durchstoßen werden. Es ist nicht möglich, das Erleben stillzuhalten, bei ein und immer demselben Thema stehen zu bleiben. Diese Selbstbeweglichkeit des Erlebens ist elementare Voraussetzung dafür, daß die Komplexität der Welt übernommen und auf sinnvolle Verhaltensdirektiven reduziert werden kann. Das Erleben kann seine jeweilige Grenze aber nur transzendieren, indem es sie verschiebt, indem es andere Grenzen akzeptiert. In solcher Bewegung des Erlebens konstituieren sich gegenständliche Identitäten, die das Erleben vom einen zum anderen überleiten, künftiges Erleben in Aussicht stellend und Vergangenes bewahrend; und so konstituiert sich die Welt als Universalhorizont des Erlebens, der immer in aller Bewegung vorausgesetzt werden muß und nie durchbrochen werden kann.

Die Anleitung des Erlebens durch Konstitution von Sinn und Welt zur Erfassung komplexer Daseinsbedingungen ist eine intersubjektive [21]Leistung 1 . Eine transzendental-phänomenologische Aufhellung der Welt und ihrer Komplexität muß diese transintentionale Intersubjektivität der Konstitution mit im Blick behalten. Denn der Bekanntheitsstil, die Wahrheitsfähigkeit und der faßbare Komplexitätsgrad des Seienden in der Welt ändern sich mit dem Stil der intersubjektiven Konstitution von Sinn und Welt.

Sinn und Welt werden zunächst und im allgemeinen anonym konstituiert 2 . Jedermann wird als dasselbe miterlebend vorausgesetzt in der Leerform eines anderen Ichs, als „Man“ 3 . Die Konstitutionsleistung bleibt infolgedessen undifferenziert. Sie wird in diffuser Übereinstimmung von allen erbracht. Insoweit ist daher auch kein besonderes Vertrauen in den Mitmenschen nötig. Wer nicht zustimmt, erschüttert die gemeinsame Weltsicht nicht, sondern schließt sich dadurch selbst aus der vernünftigen Menschheit aus. Dieser anonymen Form der Konstitution entsprechen als Kommunikationsmedien die Wahrheit und als Bekanntheitsstil die Vertrautheit und Selbst-Verständlichkeit des Seienden. In der Kommunikation zwischen Menschen wird diese Vertrautheit nur zum Teil verbalisiert, im übrigen als Verständnisgrundlage vorausgesetzt und durch moralische Bewertung als selbstverständlich, gut und richtig gesichert 4 . Das wahre und vertraute Seiende enthält in sich kein Motiv der Rückfrage nach dem „Wer“ des Erlebens, nach dem Subjekt der Sinnbildung. Das Seiende selbst erscheint ihm als „subjectum“. So wird der Konstitutionsprozeß gegen[22] Einblick abgedeckt. Es gibt dann auch keinen Anlaß, das Rückfragen auf ein „wer und wer nicht“ auszudehnen.

Natürlich darf die fraglos-selbstverständliche Welt dieses Stils nicht als faktisch voll konsentierte Welt gewertet werden. Es gibt in ihr Differenzen und Meinungsverschiedenheiten übergenug. Aber sie werden nicht der Welt, sondern dem Menschen als einem Gegenstand in der Welt angelastet, seiner Unvernunft, seiner bösen Absicht, seiner fremden Herkunft oder heute mit Vorliebe seinen „Komplexen“ zugerechnet und damit entschärft. Derart interpretiert, beunruhigen und verunsichern sie das eigene Erleben nicht, sondern werden einem besonderen Faktum in der Welt zugeschrieben, auf das man sich durch bestimmbare Handlungen des Mißtrauens, der Vorsicht, der Kampfbereitschaft oder der psychologisch geschulten Indifferenz einstellen kann.

Mit der anonym und latent bleibenden Konstitution von Sinn und Welt wird das volle Potential der an sich gegebenen Erlebnismöglichkeiten, die extreme Komplexität der Welt, dem Bewußtsein entzogen. Die vertraute Welt ist dann relativ einfach und wird in dieser Einfachheit durch ziemlich enge Grenzen gesichert. Die Komplexität ihrer Möglichkeiten erscheint gleichwohl 5 , und zwar als Schnitt zwischen dem Vertrauten und dem Unvertrauten, dem Fremden, dem Unheimlichen, das bekämpft oder mystifiziert wird. Erst in dem Maße, als der andere Mensch nicht nur als Gegenstand in der Welt, sondern als alter ego ins Bewußtsein tritt, als Freiheit, die Dinge anders zu sehen und sich anders zu verhalten, wird die traditionelle Selbstverständlichkeit der Welt erschüttert, wird ihre Komplexität in einer ganz neuen Dimension sichtbar, für die vorerst keine angemessenen Formen der Erfassung und Absorption zur Verfügung stehen.

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