Rainer Liedtke - Die Industrielle Revolution

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Der Epochenübergang von der Vormoderne in die Moderne wird durch die Industrielle Revolution markiert. Einen anschaulichen Überblick über die Grundzüge dieser die «westliche Welt» prägenden Entwicklung bietet die vorliegende Einführung. Ausgehend von der Agrarrevolution des 18. Jahrhunderts und der Vorreiterrolle Großbritanniens werden in dieser Einführung die Industrialisierungsprozesse in den europäischen Nationen und Regionen sowie in Nordamerika und Japan im 19. und 20. Jahrhundert beschrieben. Das Buch belegt anschaulich, welche grundlegenden Veränderungen die Industrielle Revolution in den wirtschaftlichen und sozialen Strukturen, aber auch den politischen und kulturellen Gegebenheiten der Welt bewirkt hat.

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1.2 картинка 4Landwirtschaftliche Technologie

Bis ins 18. Jahrhundert hinein wurde überall gepflügt und gesät, wie es die Menschen schon seit Anbeginn ihrer Sesshaftigkeit getan hatten. Ein einschneidender Fortschritt war die Saatmaschine, die den Boden nicht wie ein Pflug aufriss, sondern nur ein kleines Loch in den Boden stach. In dieses wurde aus einem auf der Maschine befindlichen Kasten gezielt Saatgut befördert, bevor ein nachlaufender Arm das Loch wieder schloss. Dadurch konnte die Aussaat in mehrfacher Weise verbessert werden. Das präzise Verfahren benötigte weniger Saatgut, und durch die gleichmäßigen Abstände zwischen den gezogenen Pflanzen wurde die Ernte erleichtert. Die Körner waren besser geschützt, was die Keimrate verbesserte, und das Sähen beschleunigte sich erheblich, da die von Pferden gezogene Maschine in mehreren Reihen gleichzeitig säte. Der „Erfinder“ der Saatmaschine lässt sich schwer bestimmen, denn Vorläufer gab es bereits wesentlich früher in anderen Kulturen, unter anderem in China, aber auch in Norditalien im 16. Jahrhundert. Dennoch gilt wiederum ein britischer Adliger als maßgeblicher Entwickler der Saatmaschine, nämlich Jethro Tull (1674 – 1741), der sie 1708 vorstellte. Tull ersann noch

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weitere innovative Techniken der Feldbewirtschaftung, unter anderem eine von Pferden gezogene, Unkraut jätende Hacke. Auch das moderne Design des Pfluges geht zum Teil auf Konzepte Tulls zurück. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden solche Neuerungen noch mit großer Skepsis betrachtet, und es dauerte teilweise mehrere Generationen bis sie sich tatsächlich durchsetzen und ihren wichtigen Teil zur landwirtschaftlichen Revolution beitrugen. Relativ rasch etablierte sich allerdings ein Gerät, das die sozialen Verhältnisse auf dem Land nachhaltig veränderte. Bis um 1760 die erste zuverlässig funktionierende Dreschmaschine durch den schottischen Mechaniker und Schlosser Andrew Meikle (1719 – 1811) vorgestellt wurde, war die Trennung des Korns von seiner Hülse mittels Dreschflegeln eine äußerst arbeitsintensive Tätigkeit, die saisonal zahlreichen Menschen Beschäftigung gab. Innerhalb der nächsten Jahrzehnte setzte sich die zunächst durch Pferde, später meist mit Dampfkraft betriebene Dreschmaschine durch und entzog vielen einfachen Landarbeitern die Lebensgrundlage. Deren Wut entlud sich 1830 – 1831 in den so genannten Swing Riots, in deren Verlauf zahlreiche Dreschmaschinen zerstört wurden. Die Regierung ging hart gegen die Aufrührer vor, die sich spontan in zahlreichen Ortschaften zusammengerottet hatten und die Beseitigung der Dreschmaschinen forderten. Obwohl keine Menschen, sondern nur Maschinen und Gebäude in Mitleidenschaft gezogen worden waren, wurden neun Landarbeiter exekutiert und mehrere hundert als Sträflinge nach Australien transportiert.

1.3 картинка 5Viehzucht

Die umwälzenden Neuerungen in der Viehwirtschaft des 18. Jahrhunderts sind in Großbritannien vor allem mit dem Namen Robert Bakewell (1725 – 1795) verbunden. Aus einfachen Verhältnissen stammend, reiste Bakewell bereits als junger Mann durch verschiedene kontinentaleuropäische Länder und lernte dort unterschiedliche Zugänge zum landwirtschaftlichen Arbeiten kennen. Als er in den 1760er Jahren die väterlich bewirtschaftete Farm übernahm, führte er dort neue Methoden der Graslandbewirtschaftung ein. Dazu gehörten die Umleitung von Flüssen und

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der Bau von Kanälen zur Bewässerung sowie Experimente mit verschiedenen Tierexkrementen als Dünger auf einer Reihe von Versuchsfeldern. Seine wichtigste Innovation aber lag im Bereich der Tierzucht. Zuvor war Vieh verschiedenen Geschlechts einfach auf Weiden zusammen gehalten worden, wo es sich nach Belieben vermehren konnte. Bakewell trennte männliche und weibliche Tiere und führte kontrollierte Zucht ein, wobei er sich zum einen auf Inzucht konzentrierte und zum anderen nur starken und gut geratenen Tieren die Vermehrung gestattete. Den Anfang machte er mit Schafen und kreierte mit „New Leicester“ eine komplett neue Rasse, deren Exemplare groß waren, aber feine Knochen besaßen. Ihre Wolle war von guter Qualität und sie hatten fette Schultern, die den vermögenderen Zeitgenossen damals als Delikatesse galten. Bakewell besaß auch Zuchtböcke, die er anderen Farmen gegen Entgelt auslieh, damit diese ihre Herden verbessern konnten. Als nächstes widmete er sich der Rinderzucht. Die Rasse „Longhorn“, die besonders viel und schnell Fleisch ansetzte und dabei relativ wenig aß, wurde von Bakewell durch Inzucht weiter verbessert. Allerdings unterlagen schon diese frühen Zuchtergebnisse den Launen des Marktes. Sowohl „New Leicester“-Schafe als auch „Longhorn“-Rinder starben bald aus, weil sich die Geschmäcker und Bedürfnisse der Konsumenten wandelten, die Briten bald weniger fette Schafschultern konsumierten und weil ein Assistent Bakewells die noch effizientere „Shorthorn“ Rinderrasse züchtete. Bakewell und seine Mitarbeiter hatten völlig neue Standards im Umgang mit Vieh gesetzt, die deutlich machten, dass Zucht die natürlichen Gegebenheiten lenken konnte, was sich rasch in den wirtschaftlich weiter entwickelten Ländern durchsetzte. In der Summe hieß dies, dass mit weniger Weideland ein höherer Fleischertrag zu erzielen war, was wiederum mehr Land zur anderweitigen Bewirtschaftung übrig ließ.

1.4 картинка 6Agrarische Neuordnungen

Die Verbesserung landwirtschaftlicher Erträge wurde im 18. Jahrhundert vor allem von zahlreichen Angehörigen des britischen höheren und niederen Adels mit großer Ernsthaftigkeit betrieben. Aus ihnen

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rekrutierte sich die Mehrheit der Landbesitzer, und es kam in Mode, das Beste aus seinen Böden und seinem Vieh herauszuholen, auch um seine Nachbarn ausstechen zu können. Dadurch entwickelte sich eine Kultur der Landwirtschaft. Spezielle Journale berichteten über die neuesten Methoden, auf Messen wurde Zuchtvieh preisgekrönt und verbesserte Gerätschaften vorgestellt, was die landwirtschaftliche Revolution erheblich vorantrieb. Selbst König George III. (1738 – 1820) interessierte sich intensiv für diesen Sektor und ließ Versuchsfelder und -gärten anlegen, in denen er sich selbst aktiv betätigte, was ihm den Beinamen „Farmer George“ einbrachte. Fortschritte in der Landwirtschaft wurden ebenfalls durch die fortgesetzte Einfriedung von Land (enclosures) begünstigt, was jedoch gleichzeitig für erheblichen sozialen Zündstoff sorgte. Seit dem 16. Jahrhundert hatten sich viele Landbesitzer darum bemüht, ihren Besitz durch Inkorporation umliegender Flächen oder durch Nutzbarmachung von Wäldern, Marschland oder Mooren zu vergrößern. Dies konnte auf verschiedene Weisen geschehen: zum einen durch Zukauf von Besitz, zum anderen durch das engrossing, das In-Beschlag-Nehmen von bislang verpachtetem Grund. Lief die Pachtfrist aus, konnte ein Landbesitzer seine Pächter vom Land vertreiben, aus mehreren kleinen Farmen eine größere machen und diese wiederum erneut an einen Pächter vergeben. Schließlich blieb die Möglichkeit, größere landwirtschaftliche Flächen durch so genannte enclosure acts unter die Kontrolle einer Person zu bringen. Dies waren vom Parlament verabschiedete Gesetze, die immer dann zur Anwendung kommen konnten, wenn die ersten beiden Methoden nicht funktionierten. Ein Landbesitzer hatte die Möglichkeit, sich an das britische Parlament zu wenden, wenn er anders nicht in der Lage war, umliegendes Land hinzuzukaufen. Das Parlament gab fast immer dem größten lokalen Landbesitzer oder einem Konsortium von Besitzern das Recht, dieses Land zu kaufen, auch gegen den Willen der vormaligen Besitzer. Die gezahlten Entschädigungen waren meist gering. Allerdings verpflichtete der Gesetzgeber die neuen Eigentümer dazu, sich um die Infrastruktur des vergrößerten Landes zu kümmern, also Bewässerungskanäle oder Straßen anzulegen und es einzuzäunen. Dabei übernahmen sich viele Landbesitzer finanziell und mussten wiederum an noch größere und reichere Besitzer verkaufen. Sukzessive gelangte

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