Kai von Westerman - Herr Maiwald, der Armin und wir

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Herr Maiwald, der Armin und wir …
…ist ein erzählendes Sachbuch über den Erfinder der Sachgeschichten. Die Sachgeschichten haben Die Sendung mit der Maus berühmt gemacht.
Sachgeschichten sind kurze Filme, die erklären, wie etwas geht, wo etwas herkommt oder wie etwas gemacht wird. Weil es sie mittlerweile seit 50 Jahren gibt, gehören die Sachgeschichten in der Sendung mit der Maus hierzulande zum Kulturgut und sind ein wichtiger Teil deutscher Fernsehgeschich

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«DEM SPATZ VOM WALLRAFPLATZ»

Als hätte ich das lose Ende eines verlorenen Fadens wiedergefunden. Einen Faden, den ich als Schuljunge aus der Hand gelegt hatte. Jetzt war ich ein junger Kameraassistent und hielt in der Hand: das andere Ende des verlorenen Fadens. Auf einmal arbeitete ich für den, der die Filme gedreht hatte, die mir als Schuljunge wichtig gewesen waren.

«Hier geht’s weiter», rief Herr Maiwald und öffnete eine schwarz gestrichene Stahltür. In Augenhöhe waren außen auf die Tür weiße Blockbuchstaben gedruckt:

«KEEP

THIS ROOM

TIDY.»

«Das ist unser Kameraraum», erklärte Herr Maiwald.

In der Mitte des Raumes gab es einen kleinen quadratischen Tisch, gerade groß genug, um darauf den Dunkelsack auszubreiten, in dem man Filmmaterial in die Kamerakassetten einlegt. An drei Seiten ragten Regale aus massiven Holzbalken bis unter die Decke empor. In den Regalen befand sich alles, was man benötigen könnte, um Filme zu drehen: auch Gummistiefel, Sonnenschirme und Bauhelme. Fast alle Regalböden waren mit kleinen Schildern versehen: «Akkuladestation», «Leerdosen», «Spezialleuchtmittel» … Im Regal mit «Putzzeug» gab es neben groben Bürsten auch Reinigungsbenzin, Optikreiniger, Zahnstocher und Fensterleder.

Rechts unten, in der Ecke neben der Tür, stand ein kleiner Kühlschrank. Darin wurden die flachen runden Blechdosen mit Filmmaterial aufbewahrt.

Im Regal links von der Tür, auf einem Boden in Hüfthöhe, lagerten zwei schwere silberne Alukoffer. Jeder dieser Koffer war größer als ein Werkzeugkasten und schwerer als ein Kasten Mineralwasser. Aber er hatte nur einen schmalen Griff an der Oberseite, wie der Griff eines kleinen Aktenkoffers. Das machte jeden dieser Koffer höllisch schwer und unhandlich.

«Die haben wir für Australien gebaut», erklärte Herr Maiwald. Er war ein Jahr zuvor mit seinem Team wochenlang down under gewesen.

Herr Maiwald erklärte weiter: «In der einen Kiste ist die Kamera mit Optiken, Akkus, Ladegeräten und sämtlichem Zubehör, in die andere Kiste passen ein dutzend Rollen Filmmaterial, außerdem sind darin Werkzeug, Maßband und alles, was man zum Drehen braucht. Die gesamte Ausrüstung in zwei Kisten. Nur für den Ton haben wir noch einen zusätzlichen kleinen Koffer.»

Alles war sehr übersichtlich sortiert. Ein Blick in den jeweiligen Koffer genügte. Wenn keines der maßgeschneiderten Fächer leer war, hatte man alles dabei.

Sehr praktisch.

9

DIE VERGESSENEN AKKUS

Wenn DER SPATZ VOM WALLRAFPLATZ jemanden etwas fragte, wusste man nie, ob er wirklich interessiert war oder nur auf eine vorwitzige Bemerkung hinaus wollte. Das lenkte die Menschen natürlich von ihrer eigentlichen Arbeit ab. Also war der Spatz mal mehr, mal weniger willkommen. Von Anfang an wurde in den Filmen so getan, als ob viele Leute den Spatz bereits kannten. Später war es auch in Wirklichkeit so, weil alle die kleinen Filme mit dem Spatzen im Fernsehen gesehen hatten. Genau wie ich.

Eine typische Unterhaltung des Spatzen mit einem Menschen bei der Arbeit kann man sich so vorstellen:

Es ist eine Szene, in welcher der Spatz weit draußen, außerhalb von Köln herumflattert. Tief unter ihm sommerliche Felder. Da fällt ihm ein mitten in der Landschaft geparktes Fahrzeug auf.

Der silberfarbene VW-Bus steht am Rand eines Feldweges. Die Sonne scheint, das hohe Gras der Wiesen drumherum ist ziemlich vertrocknet. Dazwischen ein paar bunte Feldblumen. Und überall diese Schmetterlinge mit den weiß-schwarz gescheckten Flügeln. Sie sitzen auf den schwankenden Grashalmen oder flattern im sanften Wind torkelnd umher, oft zu zweien.

Die Heckklappe des VW-Busses steht offen. Ein langer, dünner Kameraassistent lädt die Kisten mit der Kameraausrüstung aus.

Der Spatz würde jetzt so ein bisschen zu sich selbst sprechen, wir Filmzuschauer könnten mithören, was er sagt: «Was machen die denn da? Parken mitten auf der Wiese! Det Auto kenn’ ick doch!»

Neben der offenen Seitentür des VW-Busses steht Armin Maiwald in Jeans und rosafarbenem Polohemd. Er ist fast genau so dünn wie der Kameraassistent, der gerade die silbernen Kisten aus dem Auto wuchtet. Armin Maiwald guckt auf die Wiese mit den Schmetterlingen.

«Da is’ ja auch der Armin. Muss ick doch gleich mal guten Tag sagen … Warum guckt denn der so? Nee, mal abwarten …»

Armin Maiwald steht und beobachtet, was sich auf der Wiese mit den Schmetterlingen tut. Da geht ein rundlicher Mann herum. Jetzt nimmt er einen dieser Schmetterlinge auf seine Fingerspitze und ruft mit kölschem Singsang in der Stimme:

«Sie haben Glück! So zahlreich finden Sie den Schachbrettfalter nur einmal im Jahr, und nur wenn es warm ist – bei kühlerem Wetter versteckt er sich im Gras.»

«Der Armin guckt, als hätt’ er schlechte Laune», überlegt der Spatz, «Na, mal lieber nicht ansprechen … Vielleicht denkt er auch nur angestrengt nach, welche Aufnahmen er für seinen Film benötigt. Mal lieber nicht stören. Ick frag mal den Typen mit den Kisten.»

Der Spatz landet auf dem Tragegriff der Kamera, die der Assistent schon auf das Stativ gesetzt hat.

Der Spatz fragt: «Wat macht ihr denn?»

«Stör’ mich jetzt nicht», sagt der Kameraassistent, «Ich suche die Akkus.»

«Wozu brauchste denn Akkus?»

«Das sind Batterien, die liefern Strom für die Kamera.»

«Was macht ihr denn mit der Kamera?»

«Wir wollen filmen.»

«Hab’ ick mir gleich gedacht. Was wollt ihr denn filmen?»

«Die Schmetterlinge. Wir sollen die Schmetterlinge filmen.»

«Wozu?»

«Du nervst! Ich habe gerade ein Problem. Wir sollen filmen und können nicht, weil ich die Akkus vergessen habe – die Schmetterlinge sind die Lösung des Rätsels.»

«Was für’n Rätsel denn?»

«Findet das fliegende Schachbrett, zeigt wie es startet, wie es landet und wie es frisst. Ihr habt fünf Tage Zeit. Und jetzt ist Tag zwei und wir haben das Rätsel schon gelöst – aber wir müssen das filmen und das geht nur heute. Deswegen haben wir jetzt ein Problem – also hau ab und stör’ hier nicht länger. Ich muss das jetzt dem Herrn Maiwald sagen.»

Dieser schlaksige Kameraassistent, das war ich. Das Gespräch mit dem Spatz habe ich mir ausgedacht. Aber die Akkus hatte ich bei diesem Dreh leider wirklich vergessen.

Ich war damals Mitte zwanzig und hatte gerade erst angefangen zu lernen, wie man professionell Filme dreht. In Bonn erzeugten wir bloß Filmschnipsel für die Nachrichten – Politiker, die sich die Hände reichten oder Pressekonferenzen abhielten – Programm, das schon während der aktuellen Sendung vergessen wurde.

Aber jetzt drehten wir mit einem richtigen Regisseur einen richtigen Film. Dieser Film würde eine Geschichte mit Anfang, Mitte und Schluss erzählen und würde einen eigenen Sendeplatz haben.

Und ich hatte es vermasselt. Im Augenblick der wichtigsten Szene. Weil ich die Akkus vergessen hatte.

Jetzt musste ich Herrn Maiwald sagen, dass wir nicht drehen konnten. Ich stellte mich vor ihm hin und habe vor Aufregung seinen Namen total verdreht und ihn sogar geadelt:

«Ich habe die Akkus in der Firma liegen gelassen, Herr von Arnim», stotterte ich.

Er guckte mich mit großen hellblauen Augen durch seine dicken runden Brillengläser an und fragte: «Heißt das, wir können jetzt nicht drehen?»

Da war schon sein Regieassistent zur Stelle und erklärte, er werde zurück in die Stadt fahren und die Akkus zu holen.

Ich hätte nicht einmal den Weg zur Firma gefunden.

Der Regieassistent rettete den Dreh. Dafür war er schließlich da.

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