Lena Knodt - Blackwood

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Eine rätselhafte Vergangenheit.
Ein finsteres Herrenhaus im Wald.
Und ein Geheimnis, das Jack und Lively an die Grenzen ihres Verstandes stoßen lässt.
England, 1905:
Nach der Schließung ihres ehemaligen Kinderheims erhalten die Zwillinge Jack und Lively beunruhigende Hinweise über ihren Vater, die sie in das kleine Dorf Westingate und auf die Spur seiner mysteriösen Vergangenheit führen.
Die Antworten auf ihre Fragen scheinen in der dunklen Villa Whitefir Mansion zu liegen, doch bei den Bewohnern stoßen sie auf nichts anderes als Schweigen. Woher kannte der Hausherr ihren Vater? Und was hat es mit den quälenden Schreien aus dem Keller auf sich?
Je näher die beiden der Wahrheit kommen, desto weiter entfernen sie sich voneinander – und mit dem beklemmenden Misstrauen erwacht der Zweifel an ihnen selbst.

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»Ich bin kein Kind mehr, Jack«, entgegnete Lively. »Wenn ich dir sage, dass ich dir nichts verrate, dann kannst du dich darauf verlassen. Und du kannst deine Meinung jederzeit ändern.«

»Genau das macht mir ja Angst.« Er schüttelte vehement den Kopf. »Meinetwegen. Nimm die Akte, wenn es dich glücklich macht. Grabe so viel in der Vergangenheit, wie du willst und buddel alle Leichen aus, die dir zwischen die Finger kommen. Aber lass mich aus dem Spiel.« Er verengte die Augen. »Keine Andeutungen.«

»Keine Andeutungen«, echote Lively.

»Kein verräterisches Lächeln.«

»Kein verräterisches Lächeln.« Lively lächelte und verdrehte die Augen. »Manchmal denke ich, ich bin in deinen Augen immer noch das kleine Mädchen, das dir im Heim Streiche gespielt hat.«

»So ist es auch«, entgegnete Jack. Er erhob sich und musterte sie auf eine merkwürdige Art und Weise. Dann nickte er in Schwester Josephas Richtung. »Gebt ihr die Akte.«

Er drehte sich um, griff beim Hinausgehen nach Mantel und Hut und flüchtete in den Regen.

Kapitel 3 Jack setzte sich im Gehen den Zylinder auf den Kopf und zog die - фото 4

Kapitel 3

Jack setzte sich im Gehen den Zylinder auf den Kopf und zog die Krempe tief über seine Augen. Das Herz wummerte in seiner Brust und die Gefühle, die in ihm tobten, waren ihm vollkommen fremd.

Seine Schritte gingen im Prasseln des Regens beinahe unter. Er spürte, wie die Feuchtigkeit unter seinen Mantel drang und wünschte sich, er wäre bereits zu Hause.

Zweiundzwanzig Jahre. Zweiundzwanzig Jahre, in denen er nicht gewusst hatte, wo er herkam. In denen er nicht gewusst hatte, wer er war.

Es wäre gelogen, zu behaupten, dass er sich nie nach Eltern gesehnt hatte. Dass er nie vor dem Spiegel gestanden und sich gefragt hatte, ob seine schiefe Nase eher von seinem Vater oder von seiner Mutter abstammte. Ob einer von beiden auch Probleme damit gehabt hatte, die leicht gelockten Haare zu bändigen. Ob sie ihm als Kind vorgesungen hatten und ob sie ihn überhaupt angeschaut hatten, bevor sie ihn im Heim abgegeben hatten. Oft hatte er andere Kinder mit neidischen Blicken verfolgt, wenn er sie mit ihren Eltern in der Stadt gesehen hatte, wie sie Hand in Hand durch die engen Gassen schlenderten oder auf den Feldern neben der Stadt Drachen steigen ließen.

Aber im Gegensatz zu den anderen elternlosen Kindern im Heim war Jack nie einsam gewesen. Dank Lively. Jedes Mal, wenn er gedacht hatte, dass ihm etwas fehle, hatte er nur seine Schwester ansehen müssen, um sich vom Gegenteil zu überzeugen.

Er war wahnsinnig glücklich, sie zu haben. Sie gehörten zusammen, sie ergänzten sich. Genau deswegen wollte er nicht in ihrer Vergangenheit herumstochern. Er hatte Angst, dass es irgendetwas zwischen ihnen ändern würde.

Trotzdem fragte Jack sich, ob er sich nicht falsch entschieden hatte. Ein winziger Teil von ihm wollte auch wissen, was in dieser Akte stand, die Neugierde machte ihn fast wahnsinnig. Aber wenn er es ignorierte, wenn er so tat, als sei nie etwas gewesen, vielleicht konnte er Lively und sich selbst dadurch schützen. Er wusste nicht, was auf sie wartete, welche Enthüllungen, welche Geheimnisse. Verdammt, sie waren doch zufrieden! Sie hatten ein beschauliches Leben, er hatte eine Arbeit und konnte sie beide ernähren. Wieso wollte Lively das aufs Spiel setzen?

Aber vielleicht reagierte er auch über. Vielleicht stand in den Akten gar nichts, nur irrelevante Informationen, die Livelys Neugierde beruhigen würden und dafür sorgten, dass sie diesen Gedanken an ihre Herkunft für immer begrub. Wie es auch ausging: Jack war sich sicher, dass er es früher oder später erfahren würde. Denn wenn seine Schwester eines nicht konnte, dann ein Geheimnis für sich behalten. Vor allem, wenn es sich um ein Geheimnis von solcher Bedeutsamkeit handelte. Der Teil von ihm, der es wissen wollte, war aufgeregt. Aber er wusste nicht, was er denken sollte.

Eine Pferdekutsche preschte an ihm vorbei und schleuderte Wasser von der Straße auf den Gehweg vor ihm. Wie automatisch steuerten seine Schritte weg von dem Kinderheim. Er musste fort von hier, fort von den erdrückenden Erinnerungen, die an seinen Gedanken zupften und sich einen Weg in sein Bewusstsein bahnten. Wenn er ein bisschen Abstand zwischen sich und das Gebäude gebracht hatte, ging es ihm sicher besser. Er trat auf die Straße und stieß die Luft aus. Nachdenklich hob er das Gesicht zum Himmel und genoss den feinen Regen, der seine Haut besprenkelte. Er schloss für einen Moment die Augen und dachte an gar nichts.

Die Luft wog schwer von der Feuchtigkeit und das Geräusch des niederprasselnden Wassers überspielte den Lärm der Stadt. Trotz allem war da etwas in ihm, das sich nach Veränderung sehnte. Aber vielleicht entstammte diese Regung nicht ihm selbst, denn es war ihm, als gierte jeder Mensch im Moment danach, dass etwas passierte. Als läge eine zittrige Erwartungshaltung in der Luft, die er mit jedem Atemzug tief in seinen Körper aufnahm.

Mit einem Mal ergriff eine seltsame Spannung von ihm besitz. Ein Jucken, das sich von seinem Nacken den Rücken hinab ausbreitete. Er senkte den Kopf, rückte den Hut zurecht und schaute sich um. Er fühlte sich beobachtet. Sein Blick glitt die Straße hinauf und hinab. Die verschmutzte und aufgebrochene Straße. Schlamm, der sich an der seitlichen Rinne sammelte und bergabwärts lief. Aber keine andere Person außer ihm selbst. Er drehte sich um die eigene Achse und blickte zurück auf das Tor des Kinderheims, das er hinter sich geschlossen hatte. Doch auch von Lively war keine Spur.

Das Gefühl wollte nicht vergehen. Aus dem Augenwinkel sah er einen Schatten auf dem Bordstein, festgeklebt wie ein Fleck von ausgelaufenem Öl. Er drehte sich um, doch sobald sein Blick klar wurde, war er verschwunden.

Er stutzte. Hatte er sich das gerade nur eingebildet? Vielleicht war es aber auch nur eine schwarze Katze gewesen, die sich auf seine ruckartige Bewegung hin ins Gebüsch geflüchtet hatte. Beiläufig zuckte er mit den Schultern, doch in diesem Moment erklang ein Geräusch. Ein Lachen, leise. Kurz. Doch so nah, als würde jemand direkt hinter ihm stehen und ihm ins Ohr flüstern. Jack zuckte zusammen und wirbelte herum. Doch niemand war da. Niemand stand auf dem Bordstein und machte sich einen Spaß daraus, ihm Angst einzujagen.

Er schnaubte und schüttelte den Kopf über seine eigene Schreckhaftigkeit. Scheinbar hatten die Geister der Vergangenheit noch immer nicht von ihm abgelassen. Jack vergrub die Hände tief in den Taschen seines Mantels. Je schneller er Raum zwischen sich und dieses verdammte Heim brachte, desto besser. Zwischen sich und seine Schwester, die gerade diese verdammte Akte las.

Und wenn er ihr auch noch den Rest des Tages aus dem Weg gehen konnte, umso besser.

Kapitel 4 Lively bearbeitete ihre Unterlippe mit den Schneidezähnen und - фото 5

Kapitel 4

Lively bearbeitete ihre Unterlippe mit den Schneidezähnen und musterte Jack, der vollkommen in das Buch in seinen Händen vertieft war. Er ignorierte sie, hob einen Finger an den Mund und befeuchtete die Kuppe mit der Spitze seiner Zunge. Dann verharrte er einen Moment, seine Augen flogen über die Buchstaben, bevor er umblätterte. Den Bruchteil einer Sekunde schweifte sein Blick nach oben und streifte sie, bevor er sich wieder den Zeilen vor ihm zuwandte. Seine Augenbraue hob sich.

Lively beugte sich vor, stützte die Unterarme auf ihre Oberschenkel und musterte ihren Bruder weiter. Ihr Herz pochte zu schnell und ihr war so furchtbar heiß, dass sie am liebsten das Feuer im Kamin gelöscht hätte. Es prasselte unaufhörlich vor sich her und warf Schatten in dem kleinen Raum. Es war bereits dunkel draußen, nur schwach schien der Mond durch das einzige Fenster hinein.

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