Lena Knodt - Blackwood

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Eine rätselhafte Vergangenheit.
Ein finsteres Herrenhaus im Wald.
Und ein Geheimnis, das Jack und Lively an die Grenzen ihres Verstandes stoßen lässt.
England, 1905:
Nach der Schließung ihres ehemaligen Kinderheims erhalten die Zwillinge Jack und Lively beunruhigende Hinweise über ihren Vater, die sie in das kleine Dorf Westingate und auf die Spur seiner mysteriösen Vergangenheit führen.
Die Antworten auf ihre Fragen scheinen in der dunklen Villa Whitefir Mansion zu liegen, doch bei den Bewohnern stoßen sie auf nichts anderes als Schweigen. Woher kannte der Hausherr ihren Vater? Und was hat es mit den quälenden Schreien aus dem Keller auf sich?
Je näher die beiden der Wahrheit kommen, desto weiter entfernen sie sich voneinander – und mit dem beklemmenden Misstrauen erwacht der Zweifel an ihnen selbst.

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Stumpf sah Lively ihm hinterher. Sie war wütend, weil er einfach abhaute, aber lange sauer konnte sie ihm nicht sein. Er würde draußen seine Runden ziehen, bis es dunkel wurde und dann zurückkehren. Manchmal brauchte er das – vor allem ein Mensch wie er, dessen Kopf zu jedem Zeitpunkt mit Sorgen, Ängsten und Überlegungen bis zum Bersten gefüllt war. Trotzdem hoffte sie, dass er sie begleiten würde.

Blackwood - изображение 6

Der Zug fuhr um fünf Uhr in der Früh. Es war einer dieser Tage, an denen die Kälte unter die Klamotten kroch und sich bis auf die Knochen durchbiss. Auch Livelys dicker Wintermantel, der sie im letzten Jahr die Hälfte von Jacks monatlichem Gehalt gekostet hatte, schützte sie nicht davor. Sie ließ den Blick den trostlosen Bahnsteig hinauf und hinab wandern. Außer ihr waren zwei Männer hier, die sie flüchtig kannte und die sich nur auf den Weg in das nächste Dorf machten. Auf sie wartete jedoch eine Zugfahrt von zwei Stunden. Sie warf einen Blick über die Schulter, doch die Straße hinter ihr war leer. Ein Teil von ihr hoffte noch immer, dass es Jack sich anders überlegen und sie begleiten würde. Doch nach ihrem Gespräch am letzten Abend war er lange nicht zurückgekehrt. Und auch danach hatte er kein Wort mit ihr gesprochen. Wie so oft.

Sie hatte das Gefühl, dass ihr Bruder lieber gar nicht kommunizierte, als zu streiten. Am Morgen war er wieder verschwunden gewesen. Sie hatte ihm einen Zettel auf dem Tisch zurückgelassen und sich dann an seiner Geldbörse bedient. Jack musste jeden Gedanken noch tausend Mal hin und her wälzen, aber sie für ihren Teil konnte nicht mehr warten. Etwas in ihr wühlte sie auf, zerrte sie nach Westingate. Ein gieriges Brennen, das nur mit Informationen gestillt werden konnte.

Mit einem Schnauben drehte sie sich um und blickte sehnsüchtig das Gleis entlang in die Richtung, aus der der Zug kommen würde. Bisher war sie noch nie mit der Eisenbahn gefahren und ihr Herz pochte in kindlicher Vorfreude.

Früher hatte sie manchmal die Züge beobachtet. Der Bahnhof lag unweit des Kinderheims und laute, Dampf ausstoßende Kolosse wirkten auf Kinder ungemein faszinierend. Wenn sie sich umdrehte, konnte sie das St. Alberts hinter den Spitzen der Bäume sehen.

Die Akte in dem Koffer in ihrer Hand wog plötzlich das Doppelte. Das Geräusch der nahenden Eisenbahn drang an ihr Ohr und sie schloss kurz die Augen. Sie presste die Lippen aufeinander. Sie war noch nie so weit von zu Hause fort gewesen. Oft hatte sie davon geträumt, sich jedoch immer erhofft, dass es unter besseren Umständen geschehen würde. Es fühlte sich wie ein Aufbruch an, ein Umsturz von allem, was ihr Leben bisher ausgemacht hatte.

Auch wenn Lively ansonsten eher pragmatisch veranlagt war, konnte sie der Faszination einer herannahenden Eisenbahn nicht widerstehen. Das Rattern der Reifen, der dicke Qualm, der aus dem Stahlrohr der Lock strömte. Das Quietschen von Metall auf Metall. Sie kannte sich mit der Mechanik nicht aus, die es benötigte, um solch einen Riesen aus Eisen zu bewegen und Menschen damit zu transportieren, doch sie fand den Gedanken daran hochgradig faszinierend. Es war berauschend, darüber nachzudenken, was die Menschheit sonst noch alles erreichen konnte. Mit kreischenden Rädern hielt die Eisenbahn vor ihr, rutschte einige Meter weiter. Lively widerstand dem Drang, die Hände auf ihre Ohren zu pressen. Als die Eisenbahn vor ihr hielt, warf sie einen letzten Blick über die Schulter. Gerade, als sie sich wieder umdrehen wollte, sah sie am Ende der Straße eine kleine Gestalt mit einer Tasche in der Hand, die stetig näherkam.

Ein Lächeln legte sich auf ihre Lippen. Sie war sich sicher gewesen, dass er kam, und er enttäuschte sie nicht. Lively wusste, dass sie Jacks Schwäche war. Bei weitem nicht seine einzige, mit Sicherheit aber seine größte.

Schnell wandte sie sich dem Schaffner zu, der sich den Aufstieg zum Abteil herunterschwang und dann neben ihr auf dem Boden zum Stehen kam. Es war ein junger Mann mit flachsblonden Haaren. Nachdem die beiden Männer vor ihr eingestiegen waren, musterte er sie betont langsam.

»Wo will die hübsche Dame denn hin?« Ein schmieriges Lächeln verzerrte seine Lippen.

Lively ignorierte den Kommentar und schenkte dem Mann einen Augenaufschlag, der nicht von Herzen kam, seinen Zweck aber erfüllte. »Könnten Sie noch einen Moment warten?« Sie nickte in Jacks Richtung, der schnellen Schrittes näherkam.

Das Lächeln des Schaffners verblasste. »Wir haben einen Zeitplan einzuhalten«, sagte er knapp und drehte sich um.

»Warten Sie.« Livelys Hand zuckte vor und schloss sich um den fadenscheinigen Ärmel des Mannes. Sie hörte Jacks Schritte hinter sich. Hatte er sich keinen früheren Zeitpunkt für seinen dramatischen Auftritt wählen können?

Der Schaffner schenkte ihr einen wütenden Blick, doch Lively setzte ihrerseits den Fuß auf die unterste Stufe und schob sich betont langsam hinein. Schnell ließ sie den Ärmel wieder los und versuchte, den Mann mit einem weiteren Lächeln zu besänftigen, doch der beachtete sie nicht weiter.

Sie hörte Jacks keuchenden Atem hinter sich und die gestammelte Entschuldigung, die er dem Schaffner zuwarf, als er hinter ihr den Wagen betrat. Lively lächelte in sich hinein, betrat dann das nächste Abteil und ließ sich auf einer der hölzernen Bänke nieder.

Jack verstaute seine Tasche in dem Fach über ihren Köpfen und ließ sich dann ihr gegenüber sinken. Sein Gesicht war gerötet und sein Atem ging stoßweise. Trotz der merkwürdigen Situation musste er lächeln. »Das war knapp.«

Lively presste die Lippen aufeinander und hob die Mundwinkel. »Das nächste Mal solltest du mich nicht so lange warten lassen.« Sie musterte ihn, seine zerwuschelten dunklen Haare. Sie sahen sich kaum ähnlich dafür, dass sie Zwillinge waren. Nur die Augenfarbe, das dunkle Braungrün, war gleich.

Jacks Miene wurde ernst. »Es tut mir leid. Deine Worte gestern, dieser Name ... irgendwie hat mich das überwältigt. Als wäre ich nicht mehr Herr über meine Gefühle gewesen.« Er ergriff ihre Hand. »Hast du wirklich gedacht, ich komme nicht?«

»Ich hätte es verstehen können, wenn du Angst gehabt hättest.«

Jack sah aus dem Fenster. Der Zug rollte an und nach und nach wurden die tristen Häuser ihrer Heimatstadt durch eine nicht weniger triste Landschaft abgelöst. »Habe ich auch. Aber das ist unwichtig.«

Dann schaute er ihr in die Augen und Lively las die wahre Bedeutung der Worte aus seinem Blick. Sie wusste, wie Jack zu ihr stand. Dass er trotz ihrer Differenzen das Gefühl hatte, jede Sekunde mit ihr auskosten zu müssen. Weil sie das Einzige war, was er hatte. Weil er dauerhaft mit der Angst lebte, dass sie irgendwann fort sein könnte. Lively wusste nicht, woher diese Angst kam, denn sie selbst verspürte sie nicht. Sie liebte ihren Bruder, aber der Drang nach Neuem war größer als das Gefühl, ihn an sich binden zu müssen.

Jack drückte ihre Hand. »Diesen Weg gehen wir gemeinsam.« Kurz schloss er die Augen, schwieg und stieß dann Luft durch seine Nase wieder aus. Er lächelte halb.

Lively erwiderte sein Lächeln und strich mit ihrem Daumen über seinen Handrücken. »Danke.« Selbst wenn er ihr zuliebe mitkam, konnte er nicht leugnen, dass er selbst interessiert war - auch wenn er es niemals zugegeben hätte.

Jack hatte immer darunter gelitten, nicht zu wissen, wieso ihre Eltern sie fortgegeben hatten. Jetzt hatte er die Gelegenheit, diese Ungewissheit aus seinem Leben zu streichen.

Trotzdem glaubte sie, dass dieser Ausflug für sie selbst viel mehr bedeutete. Denn Jack hatte eine Arbeit, er bezahlte ihre Wohnung – er war ein Mann. Aber sie hatte nichts, so lange sie nicht heiratete. Ein kleiner Teil von ihr klammerte sich an die Hoffnung, dass sich das ändern würde, wenn sie herausfand, wo sie herkam. Wenn sie wusste, wer ihre Eltern waren – vielleicht wusste sie dann endlich, wer sie selbst war.

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