Handbuch Schulpsychologie

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Das Handbuch Schulpsychologie bietet einen aktuellen Überblick über die Schulpsychologie in ihren wichtigsten Arbeitsfeldern und über das psychologische Wissen für die pädagogische Arbeit in Schulen.
Erfahrene Autorinnen und Autoren aus der schulpsychologischen Praxis sowie der Pädagogischen und Klinischen Psychologie spannen einen Bogen von den wissenschaftlichen Grundlagen und Methoden über die Bedingungen erfolgreichen Lehrens und Lernens bis hin zur Begabungsförderung, Inklusion, Förderung bei Lese-Rechtschreib- und Rechenschwäche, Klassenführung, Schuldistanz, Gewaltprävention und Krisenintervention, Supervision und Qualitätsmanagement.
Neben den Grundlagen der Schulpsychologie stehen die Lernbedingungen einzelner Schülerinnen und Schüler sowie psychologisches Wissen für Lehrkräfte und Schulen im Fokus.

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1.6 Der Paradigmenwechsel und seine Auswirkungen

Diese Entwicklungen in der psychologischen Beratung und Psychotherapie begünstigten die seit 1985 intern geführten Diskussionen um eine Veränderung des Aufgabenprofils. Im Jahr 1988 wurde durch den damaligen Vorsitzenden der Sektion Schulpsychologie im BDP, Helmut Heyse, der Paradigmenwechsel in der Schulpsychologie proklamiert (Heyse, 1989). Heyse stellte fest, dass Schulen mehr psychologische Kompetenzen benötigen. Er forderte eine Abkehr von einer individualisierten Beratung sowie eine neue Ausrichtung der Schulpsychologie auf die Beratung von Schulen als System. Organisationsstrukturen und Arbeitsbedingungen der Schulen müssten analysiert werden. Die Veränderung der Einzelfallarbeit um einen familientherapeutischen Blickwinkel reichte seiner Meinung nach nicht aus. Heyse entwickelte vielfältige Initiativen in diese Richtung und widmete sich insbesondere dem Thema Lehrergesundheit.

Die Resonanz war gewaltig. Angebote zur Supervision von Lehrkräften wurden entwickelt, Beratungslehrkräfte (mit-)ausgebildet und die psychologische Schulentwicklung als Arbeitsfeld erschlossen. Während jedoch einige den Paradigmenwechsel als lange überfällig und die Beratung von Schulen als das einzige Aufgabenfeld für die Schulpsychologie definierten, waren andere zwar über die Erweiterung des Aufgabenfeldes erfreut, sahen jedoch weiterhin auch die Notwendigkeit der Einzelfallberatung. Die Diskussion um die Ausrichtung der Schulpsychologie war eröffnet. Der Deutsche Städtetag NRW definierte in verschiedenen Stellungnahmen beide Säulen als sich gegenseitig bedingend: Nur durch die Erfahrungen in der Einzelfallhilfe können sich auch systembezogene Ansätze entwickeln, sie befruchten sich gegenseitig (Städtetag Nordrhein-Westfalen & Landkreistag Nordrhein-Westfalen, 2002). Dennoch wurde in einigen Bundesländern die schülerzentrierte Schulpsychologie zurückgefahren und rein systemisch ausgerichtet ausgebaut. So setzte der Paradigmenwechsel neue Impulse frei, legte aber auch den Grundstein für eine rund 20-jährige Zerreißprobe und Diskussion um die »richtige« Schulpsychologie.

Bei den Diensten in kommunaler Trägerschaft führte der Paradigmenwechsel zu heftigen Spannungen und Stellenstreichungen, da die Beratung von landesbediensteten Lehrkräften nicht als Aufgabe der Kommune angesehen wurde. So setzte in den 1990er Jahren eine weitere Sparrunde ein: Stellen der öffentlichen Hand wurden gekürzt, ganze Dienste in Frage gestellt und das Angebot weiter abgebaut. Preiswertere Lösungen wurden gesucht, Ressourcen von Lehrkräften sollten entwickelt werden, Beratungslehrkräfte an Schulen wurden ausgebildet, erste Fachkräfte der Schulsozialarbeit eingestellt. Es entstand Konkurrenz zu anderen Unterstützungssystemen für Schulen. Die Schulsozialarbeit konnte niedrigschwellige Bedarfe bedienen, während die Schulpsychologie eine Veränderung der Rahmenbedingungen des Systems Schule forderte.

1.7 Konsolidierung

Der Amoklauf an der Gutenberg-Schule in Erfurt im Jahr 2002 erschütterte das Schulsystem und veränderte auch die Schulpsychologie in Deutschland nachhaltig. Die Öffentlichkeit forderte psychologische Kompetenzen in Schulen zur primären, sekundären und tertiären Prävention von Gewalt und Amokläufen in Schulen. Die Politik war aufgrund der katastrophalen Versorgungszahl in der Schulpsychologie zum Handeln aufgefordert.

In Angeboten zur Unterstützung des Systems Schule, Nachsorgegesprächen mit Schülergruppen und auch individuellen Interventionen verschmolzen die unterschiedlichen Ansätze der Schulpsychologie. Systemberatung ohne individuelle psychologische Angebote wurde unmöglich. Die Schulpsychologie bewies sich als Partnerin von Schulen in Krisen sowie als kompetente psychologische Ressource zur Krisenbewältigung und Nachsorge. In den Jahren nach Erfurt entwickelten sich in allen Bundesländern Konzepte zur schulpsychologischen Krisenprävention und -intervention. Mehrere Bundesländer erhöhten die Anzahl schulpsychologischer Stellen zum Teil erheblich. In Baden-Württemberg wurde die Zahl der schulpsychologischen Fachkräfte in wenigen Jahren um das Vierfache gesteigert, in NRW wurden 75 neue Stellen geschaffen.

Die bayerische Schulpsychologie reagierte als Erste auf die Entwicklung. Fortbildungen und Tagungen zum Umgang mit Krisen in Schulen wurden durchgeführt, und 2002 das »Kriseninterventions- und -bewältigungsteam bayerischer Schulpsychologen (KIBBS)« gegründet. Andere Bundesländer folgten und bauten unter ihren jeweiligen organisatorischen Bedingungen ein schulpsychologisches Krisenmanagement auf. Nach einer bundesweiten Tagung mit Ministeriumsvertretern im Jahr 2009 veröffentlichte die Sektion Schulpsychologie im BDP 2010 Richtlinien zur Qualifizierung in schulpsychologischer Krisenintervention.

Schulpsychologische Kompetenzen konnten bei den alltäglichen Krisen in Schulen, aber auch bei den tatsächlich nachfolgenden Amokläufen in Schulen unter Beweis gestellt werden. Krisen im Schulalltag führten aufgrund der schnellen medialen Verbreitung sowie der Ängste vor einem weiteren Amoklauf zu einer hohen Dynamik in den Schulen. Die Schulpsychologie fand dadurch einen weiteren Zugang zur Beratung von Schulen (vgl. Drewes & Seifried, 2013; картинка 5 Kap. III-9 ).

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aus dem Jahr 2006 wurde nach der Ratifizierung durch die Bundesregierung ab 2009 zu einer neuen thematischen Herausforderung für die Schulpsychologie (Seifried & Drewes, 2013). Der Ruf nach einer Bündelung von außerschulischen Beratungssystemen wurde als notwendige Unterstützung bei der Umsetzung der Inklusion laut.

Die 2000er Jahren waren parallel zu diesen Entwicklungen davon geprägt, die unterschiedlichen Auffassungen über die Ausrichtung der Schulpsychologie zusammenzuführen und zu einem gemeinsamen Berufsprofil zu entwickeln. Es ist u. a. das Verdienst der Aachener Schulpsychologin Inge Loisch, die bereits seit 2003 unermüdlich die unterschiedlichen Gruppierungen und Landesverbände zu Diskussionen anregte und die Entstehung eines gemeinsamen Berufsprofils koordinierte. Im Jahr 2006 gelang es dann erstmals, ein bundesweites Berufsprofil der Schulpsychologie in Deutschland zu veröffentlichen. Mittlerweile liegt das Berufsprofil Schulpsychologie in der 4. Auflage vor (BDP Sektion Schulpsychologie, 2018).

Die verstärkte Kooperation führte teilweise zu neuen Organisationsformen. In NRW wurden in einigen Kommunen Erziehungs- und Familienberatungsstellen mit Schulpsychologischen Beratungsstellen zusammengelegt, in Bremen entstand ein Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum (ReBUZ), in Hamburg das Regionale Bildungs- und Beratungszentrum (ReBBZ), in denen schulpsychologische, pädagogische, sonder- und sozialpädagogische neben weiteren Fachkompetenzen eingesetzt wurden. Das Thema der multiprofessionellen Aufstellung schulunterstützender Einrichtungen ist seitdem ein zentraler Punkt in der Schärfung und Weiterentwicklung des schulpsychologischen Berufsprofils. So sind beispielsweise in NRW 2019 Lehrkräfte an die schulpsychologischen Beratungsstellen abgeordnet worden, um im gewaltpräventiven Aufgabenbereich eine zusätzliche Ressource zur Beratung des Systems Schule bezüglich Extremismusprävention zu bilden (Ministerium für Schule und Bildung NRW, 2019).

Die Bologna-Reform Ende der 1990er-Jahre mit der Einführung von Bachelor- und immer differenzierteren Masterstudiengängen in Psychologie machte die Festlegung auf eine Grundqualifikation für die Schulpsychologie erforderlich. In allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern wird als Qualifikation ein Vollstudium in Psychologie mit einem Diplom oder Masterabschluss gefordert. An der Universität Tübingen entstand 2012 ein konsekutiver Studiengang mit Master Schulpsychologie. 2017 entstand als Gemeinschaftsprojekt der Universität Tübingen, der Goethe-Universität Frankfurt und dem hessischen Kultusministerium ein Kompetenzzentrum Schulpsychologie.

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