Fjodor M Dostojewski - Ein Werdender

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Arkadij kehrt als 19-jähriger Jüngling zurück nach St. Petersburg. Er hat sein bisheriges Leben auf einem Internat in Moskau verbracht. Nun ist der junge Mann auf der Suche nach seinem Vater und sich selbst. In Arkadijs Erinnerung erscheint sein Vater Wersilow als Ritter in strahlender Rüstung, doch die Wirklichkeit ist anders. Als Arkadij in den Besitz von zwei Dokumenten kommt, muss er sich entscheiden, welchem Beispiel er folgen will. Dem seines leiblichen Vaters oder den ideologischen Vorstellungen von Makar Dolgorukij? Kann Arkadij sich selbst finden oder verliert er sich in seiner Orientierungslosigkeit?-

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Tatjana Pawlowna sah sie mit ausgesprochenem Unwillen an.

»So ein Grünling! Und so vor ihm zu zittern! Du bist einfach lächerlich, Sophia; direkt ärgern kann mich so was, weißt du!«

»Ach, Tatjana Pawlowna, warum sind Sie denn jetzt so zu ihm! Ach so, Sie machen am Ende nur Spaß, wie?« fügte meine Mutter hinzu, als sie auf Tatjana Pawlownas Gesicht etwas wie Lächeln bemerkte. Tatjana Pawlownas Geschimpfe konnte man allerdings manchmal nicht gut ernst nehmen, aber sie lächelte jetzt (wenn sie überhaupt lächelte) natürlich nur über meine Mutter, denn sie liebte ihre Güte sehr und hatte zweifellos schon bemerkt, wie glücklich sie in diesem Augenblick über meine Nachgiebigkeit war.

»Man kann natürlich nicht umhin zu bemerken, daß Sie über einen herfallen, Tatjana Pawlowna, und noch dazu heute, wo ich beim Hereinkommen ›Guten Abend, Mama‹, gesagt habe, was ich sonst nie getan habe«, hielt ich endlich für nötig, ihr zu entgegnen.

»Man stelle sich das vor,« sprudelte sie sofort los, »er hält das für wunder was für eine Tat! Man soll wohl vor dir auf die Knie fallen, weil du einmal in deinem Leben höflich gewesen bist? Und das ist mir auch so eine Höflichkeit! Warum stierst du in die Ecke, wenn du hereinkommst? Als ob ich nicht wüßte, wie du sie anbrummst und anknurrst! Und mir hättest du ruhig auch Guten Tag sagen können, ich habe deine Windeln getrocknet und bin deine Patin.«

Ich würdigte sie natürlich keiner Antwort. Im selben Augenblick kam gerade meine Schwester herein und ich wandte mich schleunigst an sie:

»Lisa, ich habe heute Wasin gesehen, und er hat mich nach dir gefragt. Kennt ihr euch?«

»Ja, von Luga her, im vorigen Jahr«, erwiderte sie ganz schlicht, setzte sich neben mich und sah mich freundlich an. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte geglaubt, sie würde nur so auffahren, wenn ich von Wasin spräche. Meine Schwester war blond, hellblond, in der Haarfarbe weder nach dem Vater noch nach der Mutter; aber die Augen und das Oval des Gesichtes hatte sie fast ganz von der Mutter. Eine sehr gerade, kleine regelmäßige Nase; übrigens noch eine Besonderheit – viele kleine Sommersprossen im Gesicht, was bei meiner Mutter durchaus nicht der Fall war. Von Wersilow hatte sie sehr wenig, höchstens die Feinheit des Knochenbaues, den kleinen Wuchs und ein pompöses Etwas im Gang. Mit mir nicht die geringste Ähnlichkeit, wir waren zwei entgegengesetzte Pole.

»Ich hab' den drei Monate lang gekannt«, fügte Lisa hinzu.

»Den hast du gekannt, Lisa? Es heißt ›ihn‹, und nicht ›den‹. Verzeih, liebe Schwester, daß ich dich verbessere, aber ich bin sehr betrübt, daß deine Erziehung gänzlich vernachlässigt zu sein scheint.«

»Diese Bemerkung in Gegenwart deiner Mutter ist eine Gemeinheit von dir«, fuhr Tatjana Pawlowna los, »und du lügst, sie ist gar nicht vernachlässigt worden.«

»Ich sage gar nichts gegen Mama«, fiel ich ihr scharf ins Wort. »Sie müssen wissen, Mama, daß ich Lisa anschaue wie Ihr zweites Ich; Sie haben aus ihr denselben Schatz an Güte und Charakter gemacht, der Sie wahrscheinlich selbst waren, und heute noch sind, und ewig sein werden . . . Ich spreche nur von der äußeren Politur, von allen den gesellschaftlichen Dummheiten, die übrigens unentbehrlich sind. Ich bin nur darüber unwillig, daß Wersilow dich wahrscheinlich überhaupt nicht verbessern würde, wenn er hörte, daß du ›den‹ statt ›ihn‹ sagtest, – so hochnäsig und gleichgültig ist er gegen uns. Das ist's, was mich in Wut bringt.«

»Er selbst ist wie ein junger Bär, aber andern Leuten will er Politur beibringen. Erlauben Sie sich nicht noch einmal, hoher Herr, in Gegenwart Ihrer Mutter ›Wersilow‹ zu sagen, und ebensowenig in meiner Gegenwart, – ich dulde es nicht!« rief Tatjana Pawlowna mit funkelnden Augen.

»Mama, ich habe heute mein Gehalt bekommen, fünfzig Rubel, nehmen Sie es bitte! Hier!«

Ich ging zu ihr und gab ihr das Geld; sie war gleich wieder in größter Aufregung.

»Ach, ich weiß nicht, wie ich das annehmen soll!« stieß sie hervor und hatte förmlich Angst, das Geld zu berühren. Ich verstand sie nicht.

»Aber um Himmels willen, Mama, wenn ihr beide mich in der Familie als Sohn und Bruder anseht, so . . .!«

»Ach, ich habe dir gegenüber ein so schlechtes Gewissen, ich möchte dir etwas gestehen, aber ich hab' wirklich so eine Angst vor dir . . .«

Sie sagte das mit einem schüchternen, stammelnden Lächeln; ich verstand sie wieder nicht und fiel ihr ins Wort:

»Übrigens, Mama, wissen Sie, daß heute der Prozeß zwischen Andrej Petrowitsch und den Sokolskijs vor Gericht entschieden worden ist?«

»Ach ja, ich weiß!« schrie sie auf und schlug vor Schreck beide Handflächen vor ihrer Brust zusammen (ihre gewöhnliche Geste).

»Heute?« rief Tatjana Pawlowna und zitterte nur so, »aber das ist doch ganz unmöglich, das hätte er doch gesagt. Dir hat er's doch gesagt?« wandte sie sich zu meiner Mutter.

»Ach, nein, daß es heute wäre, hat er nicht gesagt. Ja, und ich habe schon die ganze Woche so eine Angst. Wenn wir nur verlieren würden, ich wollte dem Himmel danken; wenn es nur vorbei wäre, und alles wieder beim Alten!«

»So hat er's also nicht mal Ihnen gesagt, Mama!« rief ich. »Was ist das für ein Mensch! Da sieht man es gleich wieder, wie gleichgültig und hochnäsig er ist. Was habe ich eben erst gesagt?«

»Es ist entschieden? Und wie? Wie hat das Gericht entschieden? Und wer hat es denn dir gesagt?« fiel Tatjana Pawlowna über mich her, »so rede doch!«

»Da kommt er ja selbst! Vielleicht erzählt er es Ihnen«, verkündete ich, als ich gerade seinen Schritt auf dem Gange vernahm, und setzte mich schleunigst neben Lisa.

»Lieber Bruder, schone die Mutter um Gottes willen, sei geduldig gegen Andrej Petrowitsch«, flüsterte mir meine Schwester ins Ohr.

»Gewiß, gewiß, ich bin schon mit dem festen Entschluß nach Hause gekommen«, entgegnete ich und drückte ihr die Hand.

Lisa warf mir einen höchst mißtrauischen Blick zu, und sie sollte damit recht behalten.

2

Er trat ein, sehr zufrieden mit sich, so zufrieden, daß er es nicht einmal nötig fand, seine Stimmung irgendwie zu verhehlen. Er hatte es sich in der letzten Zeit überhaupt angewöhnt, sich uns gegenüber sehr offen und ohne jede Umstände zu geben, und nicht nur in bezug auf seine schlechten, sondern auch in bezug auf seine lächerlichen Eigenschaften, was doch sonst wirklich jedermann ängstlich vermeidet; und dabei war er sich ganz klar bewußt, daß wir das alles bis zum kleinsten Zuge verstehen mußten. Im Laufe des letzten Jahres war er, wie Tatjana Pawlowna mir einmal sagte, hinsichtlich seiner Kleidung sehr zurückgekommen: er war zwar anständig angezogen, aber seine Anzüge waren alt und durchaus nicht elegant. Ich weiß, daß er es fertig brachte, seine Wäsche zwei Tage lang zu tragen, worüber meine Mutter geradezu traurig war; sie hielten das für ein Opfer, und die ganze Schar der ihm ergebenen Frauenzimmer sah eine große Tat darin. Er trug immer weiche, breitkrämpige schwarze Hüte; als er in der Tür seinen Hut abnahm, sprang ein ganzer Busch dichten, aber stark angegrauten Haares auf seinem Kopf nur so empor. Ich liebte es, sein Haar zu beobachten, wenn er den Hut abnahm.

»Guten Abend; alle da; sogar er ist dabei? Ich habe seine Stimme schon vom Flur gehört; gewiß auf mich geschimpft, denk' ich mir?«

Es war bei ihm immer ein Zeichen von guter Laune, wenn er mit mir seine Witzchen machte. Ich antwortete selbstverständlich nicht, Lukerja trat ein, brachte ein großes Paket mit allerlei Einkäufen und legte es auf den Tisch.

»Sieg, Tatjana Pawlowna! Der Prozeß ist gewonnen, und Revision einlegen werden die Fürsten wohl kaum. Ich habe gewonnen! Ich hab' auch gleich jemand gefunden, der mir tausend Rubel geliehen hat. Sophia, leg' die Arbeit weg, verdirb dir die Augen nicht. Lisa, du kommst wohl von der Arbeit?«

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